Abruzzen, 1950er Jahre. Von Geburt an lebt Nina in einem von strengen Nonnen geführten Waisenhaus auf dem Land. Als sie sieben ist, wird Lucia aufgenommen, die gerade ihre Eltern verloren hat. Zwischen den beiden gleichaltrigen Mädchen entwickelt sich über viele Jahre hinweg eine enge Freundschaft. Bis ein dramatisches Missverständnis ihr Vertrauensverhältnis nachhaltig erschüttert und beide getrennte Wege gehen. Nina findet Arbeit in einer Tabakfabrik, erfährt dort Solidarität und schöpft neue Zuversicht für ihr weiteres Leben. Dann steht eines Tages Lucia vor ihrer Haustür. Und vertraut ihr ein für beide weitreichendes Geheimnis an ...
"Eine bewegende Geschichte über Freundschaft und weibliche Solidarität, eindringlich und voller Hoffnung" La Repubblica
Ausgezeichnet mit dem PREMIO LETTERARIO NAZIONALE DONNA SCRITTRICE 2023
Dopo il liceo, frequentato a Pesaro, si è trasferita a Bologna per studiare alla Scuola di Teatro.
Nel 2012 ha partecipato al Premio Italo Calvino arrivando in finale con il romanzo Evelina e le fate, ambientato nella campagna marchigiana durante la seconda guerra mondiale. Pubblicato per Giunti nel 2013, il romanzo è stato vincitore del premio John Fante opera prima ed è stato tradotto in spagnolo con il titolo Evelina y las hadas, pubblicato dalla casa editrice Roca Editorial nel 2015 e distribuito in Spagna e America Latina. Il libro viene scelto come libro del giorno all'interno del programma Farenheit trasmesso sull'emittente Radio3 della RAI condotto da Loredana Lipperini.
Nel 2014 è stato pubblicato Il tempo bambino, che affronta il tema della pedofilia.
Nel 2016 è stato pubblicato La vita a rovescio, romanzo ambientato nel XVIII secolo che ha come protagonista un personaggio realmente esistito, quello della romana Caterina Vizzani, la cui storia è raccontata nel saggio monografico di Marzio Barbagli, Storia di Caterina che per ott’anni vestì da uomo, Il Mulino 2014. Il romanzo ha concorso al Premio Comisso 2016.
Wer Elena Ferrantes „meine geniale Freundin“ mochte, wird gleich in dieses Buch eintauchen. In den 50iger Jahren wächst Nina in einem streng katholischen Waisenhaus in den Abruzzen als „Findelkind“ auf. Damiit ist sie im internen „Status“ schlechter gestellt als die Waisenkinder, weil Ihre Eltern sie ja offensichtlich nicht wollten. Schon von Klein auf ist Nina aus diesem Grund mit Selbstvorwürfen behaftet, und da sie auch bei der jährlichen “Kinderbeschau” nie für eine Adoption ausgewâhlt wird, verstärkt sich Ihr negativs Selbstbild. Als Nina 7 Jahre alt ist wird die gleichaltrige Lucia als Waisenkind aufgenommen und zum erstenmal in ihren Leben empfindet Nina Zuneigung zu jemandem. Es entwickelt sich eine Freundschaft, die mit den Jahren ein Ungleichgewicht zugunsten Lucia’s einnimmt. Nina tut alles, um die fordernde und arrogante Lucia zufriedenzustellen - bis zum Abtriit ihres Adoptionsplatzes in einer Familie an Lucia Damit trennen sich auch vorerst die Wege der beiden, Nina wird erwachsen und verlässt das Waisenhaus um in der nahegelegrnen Tabakfabrik als Tabacchina zu arbeiten. Hier beginnt der interessante zeitgeschichtlich wahre Hintergrund dieses Buches, die Arbeit der Tabacchine und der Aufstand ebendieser starken Frauen, (die allein ihre Familien erhalten haben), als aufgrund von maschineller Aufrüstung eine Entlassungswelle in der Fabrik angekündigt wird. Allerdings werden diesen Streiks sehr viel Raum in diesem Buch gegeben, die wenigen Zusammentreffen von Nina und Lucia verlieren an wesentlicher Bedeutung. Resümee: starker Beginn, zu ausgedehnte 2. Hälfte, Der deutsche Titel ist nicht passend - Lucia ist tatsächlich nicht geheimnisvoll…..
Libro 26/2023: Avete presente quando il fato, il caso, il destino chiamatelo come preferite vi spinge finché non vi ritrovare qualcosa tra le mani che era a voi destinato ? Per me è stato così con questo libro.
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@sellerio mi manda questo libro di cui inizialmente sapevo poco ma con il quale ho instaurato fin dalle prime righe un legame fisico, spirituale ed emotivo potentissimo.
➰"Non giudicare, non fare pettegolezzi su di lei con le altre. Non condannarla, non giudicare mai, nessuno"➰
➰Trama:Nina viene abbandonata in un orfanotrofio nell’immediato dopoguerra. Le suore fanno la cresta sul vitto e le elemosine, il confine fra disciplina e oppressione è molto sottile. Nina compie sette anni, arriva Lucia, che ha la sua età e non possiede la scorza necessaria per salvarsi dall’insensata cattiveria delle monache. Nina si sente in dovere di difenderla. Insieme all’amicizia, scopre la differenza fra ciò che è giusto e ciò che è ingiusto, mentre cresce in lei il senso di esclusione. Quando a diciott’anni Nina esce dall’orfanotrofio trova davanti a sé un continente inesplorato. La sua vita sembra iniziare da capo: incontra nuove amiche, con loro partecipa a manifestazioni e scioperi e alla storica occupazione del grande tabacchificio di Lanciano, nel maggio del 1968, durata per ben quaranta giorni.
➰Questo libro è in grado di racchiudere tra le sua pagine una grande storia di evoluzione personale di presa di consapevolezza soprattutto di donne, che iniziano a comprendere i loro errori ma ancora di più comprendono le grandi potenzialità che l'Italia di quegli anni scossa da una grande spinta economica poteva offrire loro. Un Italia in fermento, in evoluzione, che si fa prendere la mano sulle lotte operaie, universitarie e non accetta più di sottostare ad un potere che non riconoscono più equo e meritocratico.
➰Quando non possiedi memorie, né testimonianze di chi fossero tua madre e tuo padre o perché avessero voluta chiamarla al mondo, in un qualche modo non sai più chi sei e fatichi a vedere qualcosa da chiamare Futuro e Finisce che ti ritrovi bloccata in presente privo di sogni.
“Lui rise. . Questa volta offrì volentieri il viso allo scatto. Chissà cosa vedeva Olmo attraverso l’occhio di vetro da cui non si separava mai. Nina abbassò le palpebre e provò a immaginarlo. Sorrise. Una visione del futuro.” (p. 407)
Un libro di una delicatezza infinita .... me lo porterò dentro per tempo ... Ricorderò con tenerezza e affetto Nina e tutte le sue tristezze vissute in un'orfanotrofio..e quando ne esce la vita e gli avvenimenti dell'Italia degli anno sessanta e le canzoni di Mina e non solo di sottofondo... Bellissimo, un libro preso per puro caso ma che è stato una bellissima scoperta
Klappentext: Abruzzen, 1950er Jahre. Von Geburt an lebt Nina in einem von strengen Nonnen geführten Waisenhaus auf dem Land. Als sie sieben ist, wird Lucia aufgenommen, die gerade ihre Eltern verloren hat. Zwischen den beiden gleichaltrigen Mädchen entwickelt sich über viele Jahre hinweg eine enge Freundschaft. Bis ein dramatisches Missverständnis ihr Vertrauensverhältnis nachhaltig erschüttert und beide getrennte Wege gehen. Nina findet Arbeit in einer Tabakfabrik, erfährt dort Solidarität und schöpft neue Zuversicht für ihr weiteres Leben. Dann steht eines Tages Lucia vor ihrer Haustür. Und vertraut ihr ein für beide weitreichendes Geheimnis an …
„Die geheimnisvolle Freundin“ von Simona Baldelli erzählt die Geschichte zweier unterschiedlicher Mädchen, die in einem Waisenhaus aufwachsen.
Die Leser*innen begleiten Nina und Lucia beim Erwachsenwerden. Nina lebt schon immer in dem Waisenhaus, wo Nonnen ein strenges Regiment führen. Auf eine Adoption hat sie wenig Chancen. Mir kam es so vor, als sorgten die Nonnen schon dafür. Den Nina war ein Findelkind. Als Nina 7 Jahre war, kam das Waisenkind Lucia ins Waisenhaus. Nina will dem Neuankömmling helfen und freundet sich mit Lucia an. Hier war es aber kein Geben und Nehmen. Die Freundschaft beruhte mehr auf der Initiative von Nina, die sich sagte, dass sie endlich eine Freundin gefunden hat. Ich denke, Lucia hat das nicht so empfunden.
Später findet Nina Arbeit in einer Tabakfabrik und die Mädchen gehen getrennte Wege. Hier erfährt sie das erste Mal Solidarität mit Gleichgesinnten. Eines Tages steht Lucia plötzlich vor Ninas Tür mit einem Geheimnis das Folgen haben wird.
Simona Baldelli beschreibt die jeweiligen Lebensabschnitte der Mädchen sehr anschaulich. Dabei wird abwechselnd aus der Perspektive von Nina und Lucia erzählt. Die Beschreibung von Leben der Kinder in dem italienischen Waisenhaus hat mich oft erschüttert. Es gab schon erste Klassenunterschiede bei den Kindern zwischen Waisenkinder und Findelkinder. Warum sind Findelkinder weniger wert? Auch so, haben mich die Zustände manchmal entsetzt. Nonnen, die ja eigentlich für das Wohl sorgen sollen, sind mehr als streng und machen auch vor Schlägen kein Halt. Auch als die Mädchen erwachsen sind, spürt man die Klassenunterschiede. Nina, die in einer Tabakfabrik arbeitet, gehört zur Arbeiterschicht.
Simona Baldelli verwendet für ihre Geschichte eine richtig bildliche Sprache. Die Charaktere sind gut gezeichnet und kamen sehr realistisch bei mir an. Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Einzig die Zeitsprünge zwischen Kindheit, Erwachsensein und wieder zurück in die Kindheit machten es manchmal schwer der Handlung flüssig zu folgen.
„Die geheimnisvolle Freundin“ ist ein Gesellschaftsroman, den ich gerne gelesen habe.
Hätte hätte Fahrradkette – wenn Buch und Beschreibung nichts miteinander zu tun haben
„Die geheimnisvolle Freundin“ von Simona Baldelli, die mit „Die Rebellion der Alfonsina Strada“ ja schon einen starken Frauenroman abgeliefert hat, ist ein Buch, das eventuell schlicht an seiner Übersetzung und der Marketingstrategie des Eichborn Verlags scheitert. Angekündigt als bewegende Geschichte zweier gleichaltriger Freundinnen, deren Vertrauensverhältnis von einem dramatischen Missverständnis erschüttert wird, gibt dieses Buch jedem Menschen, der eben diese Geschichte in ihm sucht, bis zum Ende Rätsel auf. Und auch wenn der Originaltitel „Il pozzo delle bambole“ den Inhalt auch nicht viel besser greift, so ist er doch zumindest ein wenig näher dran.
Die Aufmachung des Buches gefällt mir richtig gut, das Papier von Schutzumschlag und Innenleben fasst sich gut an, die Schwarzweiß-Fotografie hatte mich eh direkt angesprochen, weil sie so viel Wärme ausstrahlt, ohne sich eines Sepiatons zu bedienen, den stärkeren Beerenton des festen Einbands im Verhältnis zum Altrosa und Grau des Covers find ich auch sehr gelungen.
Der Einstieg ins Buch ist sehr gut geglückt. Die Atmosphäre des Waisenhauses, in dem die kleine Nina, die wir beim Aufwachsen begleiten werden im Verlauf der Geschichte, als Findelkind aufwächst, kommt sehr gut rüber, auch spürt mensch sofort, dass in Nina eine besondere Stärke wohnt, die sie einzigartig macht unter den vielen Kinder. Die Sprache ist stark und sehr atmosphärisch, tolle Sprachbilder, immer wieder, ohne zu übertreiben. Der Fokus liegt in einer guten Art auf der zu erzählenden Geschichte. Und über allem dräut die katholische Moral. Baldelli schafft es grundsätzlich sehr gut, im Schreiben mit einem kindlichen Blick auf die Welt zu schauen und die Wahrnehmung einer Viereinhalbjährigen zu treffen. Wir schauen auf Ninas Existenz, wie Nina selbst schaut. Dabei ging es mir allerdings oft so, dass ich die Gespräche, die mit ihr geführt werden, so nicht glaubhaft finde, gemessen an ihrem Alter. Nina lernt bald ein neues Mädchen im Waisenhaus kennen, Lucia, und diese soll wohl die geheimnisvolle Freundin des Titels sein. Nur, ohne zu viel zu spoilern, ist von Freundschaft hier nichts zu finden, stattdessen beobachten wir eine schwer toxische Beziehung mit hochmanipulativem Charakter.
Formal springt Baldelli immer wieder in die Zukunft, zu einer erwachsenen Nina, ohne diese Wechsel weiter zu kennzeichnen. Je weiter das Buch voranschreitet, desto mehr Anteil übernimmt das erwachsene Leben. In der ersten Hälfte dominiert das Leben im Waisenhaus. In diesem hofft Nina sehr darauf, adoptiert zu werden und so der Einsamkeit zu entkommen, doch sie wird immer wieder enttäuscht. Als sich endlich die Chance für sie auftut, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung.
Später, im Erwachsenenleben, arbeitet Nina in einer Tabakfabrik, in der die dort angestellten Frauen zu einem Streik aufrufen, als sich die Arbeitsbedingungen einschneidend verändern und eine Kündigungswelle droht. Die Geschichte des Streiks der Tabacchine hat mich ehrlich gesagt sehr viel mehr interessiert als die Geschichte von Nina und Lucia. Für mich hätte der Roman sich vor allem damit befassen können, im Nachwort wird deutlich, dass die Autorin sich vor allem für dieses Thema und das Waisenhaus interessiert. Wofür es also diese aufgepfropfte Freundinnenhandlung braucht, erschließt sich mir nicht. Denkt die Autorin, so mehr Leser:innen zu erreichen? Von der Idee her möglich, dann muss es aber auch gut gemacht sein. Mit dem Protest um die Tabakfabrik vermischt die Autorin Wahrheit und Fiktion und verbindet reale Zeitgeschichte mit Ninas Leben, ohne dabei allerdings sehr auf die politische und wirtschaftliche Situation in Italien oder die Rolle der Frau einzugehen. Statt hier nun konsequent den Weg der sich selbst ermächtigenden Frauen und Ninas Anteil daran weiter zu verfolgen, lässt die Autorin auf einmal Lucia im letzten Teil des Buches wieder auftauchen, eines Tages steht sie vor der Fabrik. Die dann folgende Annäherung (ohne Missverständnis, dieses konnte ich bis zum Schluss nicht auffinden) ist leider absolut unglaubwürdig und vollkommen übers Knie gebrochen! Ein Pseudo-Happy-End aus dem Nichts, nachdem es zuvor eigentlich keinen stringenten Plot gab und sich fast nichts aus der Beschreibung des Klappentextes wiederfinden lässt im Buch. Einfach schade, es gibt so viel gute Ansätze in dem Roman. Ich habe in letzter Zeit leider oft das Gefühl, dass Autor:innen eigentlich gute Konzepte und Ideen haben, die dann aufgeweicht werden, um mehr Auflage und Reichweite zu erlangen. Das Ergebnis ist dann, so wie hier, ein mittelmäßiges Buch. Wirklich sehr schade. Das hätte so ein spannendes Buch über Solidarität und die Kraft von Frauen werden können, was Simona Baldelli glaube ich auch viel mehr liegt.
Vom Cover lächeln uns zwei junge Frauen entgegen. Diese Frauen habe ich im Innenleben des Covers leider nie kennengelernt.
Ein großes Dankeschön an lesejury.de und den Eichborn Verlag für das Rezensionsexemplar!
Il pozzo delle bambole è un romanzo di una profondità eccezionale, avvincente, delicato e durissimo al tempo stesso. Simona Baldelli ha saputo raccontare in modo incisivo, diretto eppure discreto le difficoltà di tante persone comuni, lasciate ai margini, eppure portatrici di esperienze uniche e preziose quanto quelle dei grandi protagonisti della Storia. https://athenaenoctua2013.blogspot.co...
Un romanzo tratto da una vicenda vera, un altro tassello di Italia che si trasforma in racconto di vita. L'inizio a dirla tutta è un po' in salita, ma Nina, Olmo e suor Immacolata mi rimarranno nel cuore a lungo.
"Die geheimnisvolle Freundin" von Simona Baldelli erzählt die Geschichte von Nina und Lucia, die in einem Waisenhaus in den Abruzzen der 1950er Jahre aufwachsen. Die Autorin, 1963 geboren, hat Theater und Kreatives Schreiben studiert und lebt heute als freie Autorin in Rom. Sie wurde für mehrere ihrer Werke in Italien mit Literaturpreisen ausgezeichnet.
Zum Inhalt
Nina lebt von Geburt an in einem von strengen Nonnen geführten Waisenhaus. Als sie sieben Jahre alt ist, wird Lucia, die gerade ihre Eltern verloren hat, aufgenommen. Zwischen den beiden Mädchen entwickelt sich über die Jahre eine enge Freundschaft. Ein dramatisches Missverständnis erschüttert jedoch ihr Vertrauensverhältnis, und sie gehen getrennte Wege. Nina findet später Arbeit in einer Tabakfabrik, wo sie Solidarität und Zuversicht erfährt. Eines Tages steht Lucia vor ihrer Haustür und vertraut ihr ein weitreichendes Geheimnis an, das beide Leben verändert.
Meinung
Ich bin anfangs sehr gut in das Buch hineingekommen, und die Beschreibung der bedrückenden Stimmung im Heim zu Beginn fand ich sehr bildhaft. Trotzdem catchte mich die Geschichte schlussendlich leider gar nicht. Nach etwa einem Drittel des Buches wird Lucia (aka die zweite Freundin) erst eingeführt und wirkt von Anfang an für mich unsympathisch, da sie Nina nicht gut tut. Die angekündigte Freundschaft zwischen Nina und Lucia kam auch im weiteren Verlauf nicht wirklich zur Geltung, und ich konnte die beiden weder als Kinder noch als Erwachsenen wirklich als Freundinnen erkennen - im Gegenteil: Die Beziehung fand ich sehr toxisch. Schwester Immacolata, die sich rührend um Nina kümmert, fand ich ebenfalls toll. Die historischen Details rund um das Streikthema fand ich aber spannend.
Ich hätte mir allgemein gewünscht, dass das Buch aus verschiedenen Blickwinkeln geschrieben wäre. Zum Beispiel hätten auch Marcella, Schwester Immacolata (die Nonne) oder Olmo, der Sohn des Fotografen, ihre Perspektiven einbringen können. Die Zeitsprünge sind irritierend, und Unterüberschriften mit Monats- und Jahresangaben hätten geholfen, sich besser zu orientieren. Die abrupten Wechsel zwischen Ninas Gegenwart und ihrer Vergangenheit im Kinderheim sind verwirrend. Ninas Entwicklung ist jedoch positiv hervorzuheben, sie befreit sich allmählich aus ihrer Opferrolle und gewinnt an Selbstbewusstsein. Die Darstellung der prägenden Auswirkungen einer lieblosen Kindheit und der Isolation von der Außenwelt ist wahnsinnig traurig und lässt Ninas anhaltende Selbstzweifel als Erwachsene nachvollziehbar erscheinen. Wobei Ninas Suche nach ihrer Mutter für mich unverständlich blieb.
Das große Geheimnis, das im Klappentext angepriesen wird, kommt für mich nicht klar heraus. Auch habe ich im letzten Teil kein Gefühl dafür, wie viel Zeit wirklich zwischen den Ereignissen vergegangen war. Die Charaktere bleiben unnahbar, und ich konnte für keine Figur Sympathie entwickeln, vor allem nicht für Lucia. Schwester Immacolata hingegen verdient Respekt angesichts ihrer Überzeugung, das Richtige zu tun, selbst wenn es ihrem Glauben widerspricht. Feministische und klassistische Themen schwingen im letzten Teil mit, was ihn für mich zum besten Abschnitt des Buches machte. Der Zusammenhalt der Frauen angesichts des Streiks und die Mädels-WG mit Nina und Marcella fand ich schön dargestellt.
Fazit
"Die geheimnisvolle Freundin" von Simona Baldelli bietet eine einfühlsamen Darstellung einer schwierigen Kindheit im Waisenhaus und den Auswirkungen auf das Erwachsenenleben. Die Geschichte und die Charaktere blieben jedoch distanziert und wenig fesselnd, was zu meiner Bewertung von 2 von 5 Sternen führt. Trotz einiger starker Momente fehlt es dem Buch an emotionaler Tiefe und kohärenter Erzählweise.
Die Autorin Simona Baldelli versucht in ihrem Roman „Die geheimnisvolle Freundin“ zwei Geschichten miteinander zu verbinden, die jede für sich ein Buch wert gewesen wären, mich so aber nicht voll überzeugen konnten. Das Buch schildert das Leben von Nina zu Beginn der 50iger Jahre in einem Waisenhaus in den Abruzzen und das der erwachsenen Nina als Arbeiterin in einer Tabakfabrik. Das Leben im Waisenhaus ist geprägt durch Lieblosigkeit und Demütigungen von Seiten der Nonnen. Nina sehnt sich nach Wärme und Zuneigung, möchte einfach als der Mensch gesehen werden, der sie ist und nicht als das Findelkind, das von Geburt an niemand wollte. Ihr Leben scheint sich zu besseren, als Lucia, eine Waise, in das Heim kommt. Doch Lucia ist keine wirkliche Freundin und nutzt Ninas Gutmütigkeit nur aus. Nina verzichtet auf die Möglichkeit einer Adoption und lässt Lucia den Vortritt. Dadurch trennen sich ihre Wege. Nachdem Nina das Heim Jahre später verlassen hat, bekommt sie eine Anstellung in einer Tabakfabrik und findet mit Marcella – die sie schon aus dem Heim kennt – und Clara – eine Intellektuelle, dje ihre eine neue Welt erschließt – zwei Freundinnen. Als die Tabakfabrik geschlossen werden soll, engagiert sie sich mit den anderen Arbeiterinnen und streikt für ihre Rechte. Dann ist auf einmal Lucia wieder da und fordert von Nina einen Gefallen, wobei sie natürlich wieder nur sich selbst im Auge hat und Nina Vorwürfe macht und ihr ein schlechtes Gewissen einredet. Der Autorin gelingt es vortrefflich, die düstere Atmosphäre im Waisenhaus einzufangen. Die Lieblosigkeit der Nonnen und die dort herrschende Gewalt werden wortgewaltig geschildert, so dass man das Gefühl hat, als Betrachter dabei zu sein. Diese Abschnitte haben mich sehr berührt. Auch die Schilderungen während des Streiks, die Mutlosigkeit und dann der absolute Wille durchzuhalten, um etwas an der Situation zu ändern, sind glaubhaft beschrieben. Das erneute Zusammentreffen von Nina und Lucia wirkt dagegen sehr konstruiert, die Geschichte dünn und wenig glaubhaft. Nicht alle Handlungen der beteiligten Personen konnte ich nachvollziehen. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Der Buchtitel ist irreführend, gibt es doch keine geheimnisvolle Freundin, zumindest ich konnte sich nicht finden. Auch der Klappentext weckt eine Erwartung, die nicht erfüllt wird. Nina und Lucia verbindet keine jahrelange Freundschaft und auch kein dramatisches Missverständnis erschüttert ihr Vertrauensverhältnis. Bei beiden Teilen der Geschichte hätte man tiefer in die Materie einsteigen können. Vieles wird nur angerissen oder bleibt oberflächlich. Auch das Bild der beiden jungen Frauen auf dem Cover passt nicht wirklich zum Inhalt der Geschichte.
KLAPPENTEXT: Zwei Freundinnen und ein folgenreiches Bekenntnis
Abruzzen, 1950er Jahre. Von Geburt an lebt Nina in einem von strengen Nonnen geführten Waisenhaus auf dem Land. Als sie sieben ist, wird Lucia aufgenommen, die gerade ihre Eltern verloren hat. Zwischen den beiden gleichaltrigen Mädchen entwickelt sich über viele Jahre hinweg eine enge Freundschaft. Bis ein dramatisches Missverständnis ihr Vertrauensverhältnis nachhaltig erschüttert und beide getrennte Wege gehen. Nina findet Arbeit in einer Tabakfabrik, erfährt dort Solidarität und schöpft neue Zuversicht für ihr weiteres Leben. Dann steht eines Tages Lucia vor ihrer Haustür. Und vertraut ihr ein für beide weitreichendes Geheimnis an ...
MEINE MEINUNG: Als ich das Buchcover gesehen, den Buchtitel und den Klappentext gelesen habe, habe ich mich auf eine schöne Geschichte rund um eine tolle Freundschaft gefreut, nur leider konnte mich die Handlung dann überhaupt nicht überzeugen, da sie ganz anders ist als ich vermutet habe...
Nina wächst als Findelkind in einem katholischen Waisenhaus in den Abruzzen in den 1950er Jahren auf. Wie sie da gelebt hat konnte man im ersten Teil vom Buch auch gut erfahren. Diese Zeit war sowohl traurig auch als grausam für die Kinder.
Nina ist lt. Beschreibung 4,5 Jahre alt, allerdings finde ich ihre Dialoge und Gedankengänge dafür viel zu erwachsen und daher nicht passend.
Lucia kommt als Waisenkind dazu und man merkt da schon, das die Nonnen einen Unterschied zwischen den Kindern machten, je nachdem ob es sich um eine Waise oder ein Findelkind handelt.
Nina hat dennoch ein wahnsinnig gutes Herz und sie kümmert sich um Lucia. Man könnte denken, das daraus eine wundervolle Freundschaft entsteht und vielleicht Lucia auch die "geheimnisvolle" Freundin aus dem Buchtitel ist. Leider kann man Lucia nicht als Freundin betiteln, sie ist toxisch und manipulativ.
Als junge Frau arbeitet Nina dann in einer Tabakfabrik als Tabacchine. Diese Zeit hat dann allerdings auch seine Herausforderungen, da durch neue Maschinen die Zahl der Mitarbeiterinnen verringert werden soll, so dass Nina lernt was es heißt zu streiken und für seine Meinung einzustehen.
Sie lernt dort Carla kennen, durch die sie selbstbewusster wird. Marcella kennt sie noch aus dem Waisenhaus und auch sie ist für sie da.
Bis zum Schluss habe ich darauf gewartet, daß vielleicht doch noch die geheimnisvolle Freundin auftaucht, es kam allerdings nur Lucia, die eine ungewöhnliche Hilfe benötigt hat.
Die Autorin hat versucht reale Geschehnisse mit einer erfundenen Mädchen-/Frauenfreundschaft zu verbinden, allerdings ist das meiner Meinung nach nicht geglückt.
Recensione: "IL POZZO DELLE BAMBOLE" DI SIMONA BALDELLI - SELLERIO EDITORE
Bambini che crescono in orfanotrofio, come Oliver Twist di Dickens. Simona Baldelli nel romanzo 'Il pozzo delle bambole' - edito da Sellerio - si rifà a una tradizione consolidata e mette al centro della storia la piccola Nina, diminutivo di Giovannina:'Nina era stata abbandonata, senza merletti né fronzoli, all'alba del 2 dicembre dell'anno dopo la fine della guerra ed era stata battezzata con quel nome in onore di uno dei santi venerati quel giorno, il beato Giovanni di Ruysbroeck'. In orfanotrofio le cose non sono facili, alla bambina piombano addosso 'sconforto, mortificazione, rabbia', dentro di lei gira un 'gorgo nero' anche perché 'correva una cattiveria sottile per tutto l'istituto'. Nina deve compiere gesti clamorosi perché qualcuno si accorga di lei, per esempio prendere le difese degli altri bambini quando vengono maltrattati senza motivo. In un episodio narrato in modo efficace Nina dà una forchettata sulla mano a una ragazzina che ruba la carne dal piatto di una compagna indifesa. Nina ha un peso sul cuore: 'dovunque guardasse vedeva tristezza, rancore, solitudine. Chissà perché erano stati chiamati al mondo, loro, i poveri bambini che nessuno voleva.
Esclusi da ogni gioia'.
Da grande Nina va a lavorare al tabacchificio di Lanciano. La 'fabula' di Nina s'intreccia con le vicende del Sessantotto, è il momento in cui Baldelli dà al romanzo di formazione la direzione dell'affresco storico, si sofferma su una vicenda realmente accaduta, e cioè la 'rivolta' delle tabacchine di Lanciano, donne che per protestare contro i licenziamenti occuparono la fabbrica per quaranta giorni. Il destino di Nina, personaggio che cresce pagina dopo pagina, è legato a doppio filo all'Italia delle lotte sindacali e a quella spensierata dei fotoromanzi, amati dalle ventenni in attesa di 'bucare con gli occhi l'obiettivo'; nel libro c'è inoltre l'Italia della musica leggera, di brani memorabili come 'Azzurro' di Adriano Celentano che Nina canta a un certo punto, felice e speranzosa, mentre sogna un futuro in cui ogni cosa è possibile. Baldelli dà vita a un racconto appassionante, una sorta di album dei ricordi, e il romanzo scorre con grazia, ancorato a una lingua viva e semplice. Simona Baldelli è nata a Pesaro e vive a Roma. Con Sellerio ha pubblicato inoltre 'Vicolo dell'Immaginario' (2019), 'Fiaba di Natale. Il sorprendente viaggio dell'Uomo dell'aria' (2020), 'Alfonsina e la strada' (2021)
**** Worum geht es? **** Das Leben in einem Kinderheim in den 1950er Jahren. Waise oder Findelkind, ein wichtiger Unterschied, den auch Nina in ihrer Zeit kennenlernen werden muss. Nicht gewollt, von niemanden gewollt, krank und schwach, verschmäht und einsam. Doch dann kommt Lucia ins Heim und sie beide verbindet eine Freundschaft. Doch auch hier muss Nina lernen, dass nichts für immer währt, so vielleicht auch mit ihrem verschmähten Schicksal?
**** Mein Eindruck **** Das Buch berührte mich bereits zu Beginn zutiefst. Das Schicksal der Kinder und das alles aus der Sicht eines kleinen Mädchens zu erleben ließ das Geschehen umso drastischer wirken. Die Welt und die Charaktere um die Protagonistin herum sind einfach gnadenlos. Das Buch ist geprägt von dem Gefühl fehl am Platz, nicht gewollt zu sein. Das Buch spielt in einer gänzlich anderen Zeit, 1950er Jahre, die Atmosphäre wird durchweg transportiert, und dennoch durfte ich mich im Sinne der heutigen Zeit fragen, was hat sich daran eigentlich geändert? Ich suchte, wie die Protagonistin selbst, nach einem Lichtblick und freute mich über jede noch so kleine positive Wendung. Ich wollte wissen, wie sie sich entwickelt, konnte das Buch nicht beiseite legen, dabei wird hier kein bewusster Spannungsbogen aufgebaut. Ich konnte mich einfach sehr gut in die Welt hineinversetzen und wurde durch nichts aus ihr herausgerissen. Gelungen! Eine Geschichte die sprachlich durch und durch gekonnt formuliert ist, Gefühle auf den Punkt bringt, Momente authentisch ausstaffiert und an den richtigen Momenten weiß, wann es Zeit ist in eine nächste Szene überzugehen. Und doch ist dies kein Buch über Freundschaft, der Titel verfehlt den Inhalt, auch wenn es eine Freundin gibt, es geht inhaltlich unter aufgrund der Fülle der anderen Momente. Auch die Erzählsprünge im Fortgang der Geschichten verwirrten eher, als dass sie halfen, konnten insgesamt meine Begeisterung aber nicht gänzlich eindämmen. Und das Ende, ja das berührte mein Herz auf ganz besondere Weise. Hoffnung pur!
**** Empfehlung? **** Inhaltlich wurde in diesem Buch viel richtig gemacht, ein emotionales Ausnahmebuch, dass Fans von zeitgenössischen Romanen gelesen haben sollten, wenn über die Titelwahl und mancher Sprünge hinweggesehen werden kann.
In ihrem Buch „Die geheimnisvolle Freundin“ beschreibt die in Rom lebenden Autorin Simona Baldelli das Leben des Findelkinds Nina.
Nina wächst als Findelkind in einem von Nonnen geführten Waisenhaus auf. Es herrscht ein strenges Regiment und das Leben der Kinder dort ist hart und freudlos. Einmal im Jahr findet eine Besichtigung der Kinder statt, nach der einige wenige von ihnen adoptiert werden. Während, die Kleinsten noch nicht verstehen, was vor sich geht, fiebern die Größeren diesem Tag voller Hoffnung entgegen. Die Enttäuschung der Verbleibenden ist immer wieder groß. Als Nina sieben ist, kommt die gleichaltrige Lucia in das Waisenhaus, die Ninas Leben nachhaltig verändert.
Zu Beginn der Handlung ist Nina gerade einmal vier Jahre alt. Die Handlung ist aus ihrer Sicht geschrieben und die Einblicke, die sie uns in ihr Leben gewährt sind erschreckend und verstörend. Die Ereignisse verlaufen nicht chronologisch, sondern springen zwischendurch in die Zukunft, in der Nina in einer Tabakfabrik arbeitet. Da diese Sprünge nicht gekennzeichnet sind und es keine Jahreszahlen gibt, fand ich die zeitliche Zuordnung und wie viel Zeit vergangen ist, zwischenzeitlich ein wenig schwierig.
Der Schreibstil von Simona Baldelli liest sich - trotz des schwierigen Themas, den herausfordernden Zeiten und den Ungerechtigkeiten, die im Waisenhaus vor sich gehen - sehr angenehm und leicht. Durch die Einflechtung aktueller politischer und wirtschaftlicher Themen der damaligen Zeit, die Schwierigkeiten, mit denen die Menschen damals zu kämpfen hatten sowie die entsprechende Musik wird die Atmosphäre und der Zeitgeist Italiens in der Mitte des 20. Jahrhunderts lebendig. Die einzelnen Charaktere sind gut ausgearbeitet, so dass ich von ihnen ein klares Bild vor Augen hatte.
Auch wenn sowohl der Klappentext - falls noch nicht passiert, rate ich davon ab diesen zu lesen, lieber erst nach Lektüre des Buches - als auch der Titel bei mir vollkommen falsche Erwartungen geweckt haben, habe ich das Buch gerne und mit großem Interesse gelesen. Es ist eine bewegende Geschichte über das Leben eines Findelkindes mit einem schweren Start ins Leben, die mich berührt und mitgenommen hat.
Non ho mai creduto alle coincidenze per ciò che riguarda la lettura. E non ci credo nemmeno questa volta. Questo libro mi ha chiamata. Era lì, in bella vista su uno scaffale della biblioteca come libro consigliato, abbandonato, mai sentito, sconosciuto. Quando ne ho letta la trama, l’ho acciuffato. Perché, guarda caso, la trama mi ha riportato alla mente il personaggio indagato di un fatto di cronaca nera da me ultimamente molto attenzionato e che, come Nina, la protagonista di questo libro, è cresciuto in un orfanotrofio e ha avuto un’infanzia travagliata, o meglio, a quanto pare, una non-infanzia. La mia curiosità è scoppiata. E, al di là di questo, ho mangiato le pagine scritte da Simona Baldelli scoprendo un libro bellissimo, e sorprendentemente e amaramente, sconosciuto. Nina cresce in un orfanotrofio gestito da suore nel secondo dopoguerra. Le sue giornate sono scandite dalle preghiere, dai lavori domestici e dal desiderio di essere notata, in una delle domeniche dedicate alle “esposizioni”, per potere essere adottata da una famiglia…cosa che, purtroppo, non accade mai. E così, resta nell’orfanotrofio fino alla maggiore età, covando un senso di rabbia e un forte sentimento di esclusione che si porterà addosso per sempre. Anche quando le affiancano Lucia, orfana da poco e impreparata alla vita austera e dura del convento e per la quale, Nina, pagherà il prezzo del sacrificio più grande, quello appunto di non venire adottata da una coppia che desidera proprio lei. La penna di Simona Baldelli indaga e porta alla luce, con una bravura eccezionale, lo stato d’animo di questa giovane affamata d’amore, il senso di inadeguatezza, differenza, inferiorità che alimenta e e alimenterà i suoi rapporti col mondo esterno e al contempo quella curiosità, quel desiderio di apprendere che, misto a rabbia soffocata, anima il suo inconscio. Un personaggio dalle mille sfaccettature, poco nutrita a ogni livello, desiderosa di amore e di rivalsa sociale. Amore e rivalsa sociale. Chi lo sa se anche l’indagata di quel crimine che ultimamente accende così tanto la mia curiosità ogni volta che leggo qualche articolo in rete o ne sento parlare in tv, ha vissuto questa triste vite nell’orfanotrofio che l'ha accolta da piccola, così affamata di amore e di crescita, tanto da covare una rabbia che, come temo, l’abbia portata a fare ciò che ha fatto. Ma torniamo a Nina. A 18 anni esce dall’istituto e diventa operaia in una azienda di Lanciano che produce tabacco. La stessa azienda che diverrà famosa per essere protagonista di una degli scioperi più tenaci del 1968. E’ questo il mondo vivace e complesso, che Nina trova fuori dall’orfanotrofio: un mondo di ribellioni e di contestazioni, un mondo di cambiamenti e discussioni, un mondo coraggioso che lotta per se stesso e per i propri diritti. Tutt’attorno, i primi pensieri d’amore (ma la felicità fa paura), le amicizie (rispetto alle quali si sente sempre inferiore), il ritrovato rapporto (pieno di contraddizioni) con Lucia, il ricordo delle suore, il discorso di Martin Luter King, la novità del telefono, le canzoni di Mina ascoltate alle radio e cantate a squarciagola in fabbrica. Un mondo al quale Nina prima si affaccia e nel quale poi si butta, con paura ma tenacia, studiando per le “150 ore”, ripensando ogni tanto con dolore alla madre mai conosciuta e soprattutto al “pozzo delle bambole”, quella cantina sotterranea dell’orfanotrofio in cui è cresciuta e in cui sono accadute cose che, probabilmente, non avrebbe mai voluto vedere.
Nella tarda domenica del 4 maggio del 1965, Nina comprese il significato della frase “piangere a lacrime di sangue”. Gli occhi le dolevano come fossero scorticati e la faccia bruciava di acqua e sale. Quando andrò a sciacquarsi in bagno, lo specchio le restituì un volto senza lineamenti; le labbra non avevano più contorno, le narici si erano screpolate, ed erano apparse grosse ombre attorno alle orbite.
Un romanzo sui luoghi chiusi, a volte asfittici, che portano segreti, speranza ma anche problemi e sofferenza.
È la storia di Nina, una neonata accolta in un brefotrofio dove la monotonia viene scandita dall’esposizione. I bambini e le bambine vengono vestiti/e, fotografat* e esposti* davanti alle diverse famiglie che vengono ad osservare e studiare. Sono in poche/i a lasciare il brefotrofio, perlopiù bimbi piccoli oppure giovani donne destinate a diventare serve. Quella di Nina è una storia di esclusione, di spaesamento, di inferiorità, di inadeguatezza perché “La vita era una porta girevole e, se imboccavi il lato storto, non c’era modo di raddrizzarla”. Ma la sua forza la portano fuori dell’orfanotrofio a 18 anni, pronta a vivere una seconda vita fatta di consapevolezza, di scelte e soprattutto di autoaffermazione al femminile, insieme a Marcella, Carla, Lucia e tutte le altre donne presenti in questo romanzo. Con loro partecipa a manifestazioni e scioperi e alla storica occupazione del grande Tabacchificio di Lanciano, nel maggio del 1968, durata per ben 40 giorni.
Le tabacchine occuparono il tabacchificio e lottarono per non perdere il posto di lavoro, rischiando di essere sostituite con dei macchinari. Tra le occupanti non solo donne nubili ma anche donne e madri che dovevano dare da mangiare ai figli perché i loro uomini erano troppo impegnati a bere. È la storia della lotta delle donne per i propri diritti e della loro vittoria. Le vicende private e sentimentali delle ragazze si mescolano a quelle pubbliche, tutto attorno l’Italia cambia. “Il pozzo delle bambole” è un romanzo di donne che diventano consapevoli, commettono errori, avanzano e retrocedono in una lotta lunga e difficile descritta con ritmo, attenzione e sensibilità. Nina è la portavoce di tutte loro, una ragazza che vuole il riscatto, che vuole capire quale sia il suo posto nel mondo.
“Il trattamento ricevuto non era disumano come un tempo, ma c’era ancora tanta strada da fare in quel senso, a partire dalle retribuzioni sempre scarse. Non era una questione di avidità o eccessive pretese, ma di quella dignità di cui avevo scritto poc’anzi, perché uno stipendio misero somiglia a un’elemosina ed è parente di quel senso di ricatto e sudditanza che porta il lavoratore ad avere poca stima di sé e lo convince di valere poco. Invece le tabacchine valevano molto, come operaie e come persone.”
Un originale romanzo di formazione, basato su fatti realmente accaduti, che attraversa la storia d’Italia dal secondo dopoguerra ai tumulti del ‘68. Storia che viviamo sulla nostra pelle grazie a Nina, bambina introversa che vediamo crescere, maturare e diventare donna rivoltosa e dissidente, in un lungo percorso che va dal brefotrofio al suo lavoro di tabacchina a Lanciano.
Questa lettura mi ha portata in un brefotrofio e in una fabbrica di tabacchi grazie alla storia di Nina. Lettura gradevole, scorrevole e come sempre stimolante per approfondire le lotte di studenti e lavoratori che dal 1968 si sono dioffuse in Italia portando alle tante conquiste sui diritti che oggi pian piano stanno nuovamente sparendo.
È la storia di Nina, trovatella che cresce all'orfanotrofio di Lanciano. La storia di Nina si intreccia a quelle di Lucia, Marcella e suora Immacolata, protettrice di Nina, con la storia dell'Italia del 1968. La scrittura è piacevole, tuttavia, all'inizio, la storia stenta ad ingranare.
Stranamentela storia ha fatto un pó fatica ad entrare nel vivo, poi l'autrice riesce a catturati appieno. Mi manca un pó l'intercalarsi della realtà con attimi di pura fantasia presenti in tante sue opere.
Nina si affaccia alla vita conoscendo subito il dolore. Viene abbandonata in un orfanotrofio, dove condivide il destino con altre decine di bambine e bambini, rigorosamente tenuti separati dalle suore. Una tematica trita e ritrita che manca di originalità.