Kaija zieht mit ihrer Familie dorthin, wo ihre Mutter Ruth und die Großtante Josepha aufgewachsen sind. Jetzt ist Kaija neu, und ihre Freunde sind weit weg. Und schon in der ersten Woche nach dem Umzug melden sie sich nicht mehr. Also muss Kaija sich allein zurechtfinden, selbst Entscheidungen treffen und dabei herausfinden, wer sie eigentlich ist, und was Freundschaft wirklich bedeutet. Und auch Ruth und Josepha müssen beide dort am Ende der Welt ankommen, von wo sie damals unbedingt weg wollten. Doch zum Glück gibt es Emily, sehr viele Katzen und die Aussicht auf einen Neuanfang.
Tamara Bach erzählt authentisch, eindringlich und mit einer großen Portion Humor und verleiht Kaija, Ruth, Josepha und allen anderen unvergessliche Stimmen.
Ein beeindruckendes, warmherziges Buch über Familien und echte Freunde!
»Ein einzigartiges Buch, erfrischend, ernst, ergreifend, unvergleichlich.« Neue Westfälische über Sankt Irgendwas »Großartige Lektüre – auch für Klassen und ihre Lehrer*innen.« 1001 Buch über Sankt Irgendwas
»Großartige Montage-Erzählung für Jugendliche und Erwachsene.« FAZ über Sankt Irgendwas »[...] mühelos, humorvoll und mit einem feinen Gespür für Situationen und Stimmungen [...].« Süddeutsche Zeitung über Sankt Irgendwas
»Spannend und tiefgründig« Leser*innenstimme über Sankt Irgendwas
»Ein Lesefest […] ich finde die Geschichte superklasse.« Leser*innenstimme über Sankt Irgendwas
Tamara Bach has been writing since she was sixteen. She spent her teen years living in Oppenheim -- a small town very much like Miriam's -- and, like Miriam, wishing she lived in a big city. Today she lives and writes in Berlin, where she also works in young people's television and theater.
Mein bisher achtes Buch von Tamara Bach und ich kann nur wieder begeistert über den Schreibstil und die Nahbarkeit der Figuren schwärmen. Eine kurze Lektüre aus dem Leben und fürs Herz.
Auf ihre einfühlsame und leichte Art erzählt Tamara Bach in ihrem neuen Buch vom Ankommen, Wegwollen und Zurückkommen. Vom Altaufhören und Neuanfangen. Wunderbar!
Manchmal fühlte sich dieses Buch für mich beim Lesen wie eine Momentaufnahme an, vermutlich weil es relativ wenig Seiten umfasst und sich die Geschichte über keinen großen zeitlichen Rahmen erstreckt, aber es ist so viel mehr als das.
Diese Geschichte erzählt in erster Linie keine Handlung, sondern fängt vielmehr ein Gefühl - Gefühle im Plural. Sie erzählt vom Fliehen und vom Ankommen, von Heimat und Fernweh, vom Sich-Fremd-Fühlen und Einsamkeit, von Neuanfängen und dem Aufarbeiten der Vergangenheit, von Familie und Freundschaft. In diesem Buch steckt so viel und jedes Wort scheint ganz bewusst an eine bestimmte Stelle gesetzt worden zu sein.
Tamara Bach fängt mit wenigen Sätzen ganze Lebensgeschichten ein, ohne dass man dabei den Eindruck bekommt, dass hier etwas fehlen würde. Zwischen den Zeilen steht so, so viel und in meinen Augen passt es auch perfekt zu dieser Geschichte und ihren Themen, dass hier nicht alles wortwörtlich ausgeschrieben wurde. Es lässt viel Raum zur Interpretation offen und ich bin mir fast sicher, dass jede:r etwas anderes aus dieser Geschichte herauslesen wird, je nachdem was er:sie von sich selbst hineingibt, was dieses Buch in meinen Augen umso wertvoller macht. Damit ist quasi auch ausgeschlossen, dass man gar nichts aus dieser Geschichte mitnehmen könnte. Ich glaube, man liest hier immer das, was man insgeheim fühlt und lernt dadurch beim Lesen und Erleben dieser Geschichte viel über sich selbst.
Darin verbirgt sich in meinen Augen auch die große Gabe und Magie der Autorin und ihrer Bücher: Sie sind offen, vielgestaltig und aussagekräftig. Es ist ein unschätzbares Talent, Charaktere mit deartig wenig Worten so facettenreich zu beleuchten, ihre Gedanken und Gefühle zum Leben zu erwecken und diese so vollständig und komplett erscheinen zu lassen, obwohl man eigentlich nur so wenig von ihnen weiß. Die Darstellungen der Autorin erschienen mir trotz weniger Worte stets ausführlich, umfassend, ehrlich und nahbar. Alles hat sich so echt und wahrhaftig angefühlt, hautnah und nah am Leben.
Die Geschichte wird vorwiegend aus der Sicht von Kaija in der dritten Person Singular erzählt, aber es gibt auch vereinzelte Kapitel aus der Sicht von Ruth, Sina und Josepha, welche dieses Buch umso vielfältiger und vielseitiger gestalten. Die Erzählperspektive schafft natürlich auch eine gewisse Distanz zwischen Charakteren und Leser:innen, was ich persönlich nicht so gerne mag, aber bei dieser Geschichte macht es Sinn und hätte anders wohl auch mehr schlecht als recht funktioniert. Allerdings hätte mich das Buch dann womöglich auch noch mehr mitreißen und bewegen können, da ich mich bei einer Erzählung aus der Ich-Perspektive einfach sofort emotional involvierter fühle.
Insgesamt erzählt Tamara diese Geschichte aber definitiv sehr einfühlsam, gefühlsgewaltig und nahbar. Ihr Schreibstil ist geradezu poetisch, aussagekräftig und einfach besonders. Dieses Buch hat so viel zu geben und wird mir sicherlich auch noch lange im Kopf bleiben.
Ich muss sagen, dass ich dieses Buch nicht ganz verstehe. Kinderbuch oder Roman? Der schreibstil ist schön, wenn auch manchmal aufgrund der wechselnden Personen verwirrend. Leider fehlt mir das Ende, so vieles ist offen und steht in der Luft. Ich weiß gar nicht, wo die Autorin hinwollte - vielleicht ist das aber auch nur ihre Art Bücher zu schreiben?