Die großen europäischen Königshöfe im 12. Jahrhundert: Der ehrgeizige Ritter Erec schafft es, ins königliche Turnier-Team Englands aufgenommen zu werden und verliebt sich in die geheimnisvolle Genovefa.
Frankreich, 1181: Der junge und außergewöhnlich talentierte Ritter Erec hat eine Truppe mittelloser Lanzenreiter um sich versammelt. Mit halsbrecherischem Wagemut gelingt es ihnen, in die erfolgreichste Turniermannschaft ihrer Zeit aufgenommen zu werden. Bei Hofe trifft Erec die faszinierende Genovefa, der er schon einmal unter mysteriösen Umständen begegnet ist. Eine schicksalhafte Liebe bahnt sich an, die unbedingt geheim bleiben muss, denn Genovefa ist verheiratet. Eigentlich sollte Erec am Ziel seiner Träume sein, aber mit seinen treuen Weggefährten gerät er mitten in eine lebensgefährliche Intrige und wird zum Spielball der Mächtigen …
3.5✨ - Ein angenehmer Schreibstil, interessante Charaktere und ein historisch authentisches Setting! Der Einblick in die Welt der Ritterturniere hat mir sehr gut gefallen und war mir in bisherigen Romanen auch noch nicht auf diese Art und Weise begegnet. Die Geschichte wirkte sehr gut recherchiert und hat die Atmosphäre des europäischen Mittelalters sehr gut eingefangen. Leider hat es für meinen Geschmack jedoch zu lange gedauert, bis die Story so richtig Fahrt aufgenommen hat, sodass mich die Geschichte erst nach ca. 400 Seiten packen konnte. Nichtsdestotrotz habe ich mich wieder einmal gut unterhalten gefühlt, sodass ich auch das nächste Buch der Autorin gerne lesen werde.
„ Am Ende ist Liebe eine Macht der Niemand widerstehen kann. Und vieles wäre besser, würden wir uns häufiger ihrer Führung überlassen.“
OMG was war das für eine Überraschung!!
Ich bin ganz ehrlich. Erst war ich unsicher, ob ich Lust auf einen historischen Roman habe. Und was mich erwartet. Ich habe schon in der Vergangenheit welche gelesen, aber einfach nicht in den letzten Jahren.
aber: War das spannend, kurzweilig und auch informativ!
Liebe - Intrigen - Freundschaft- Loyalität und das in einer super spannenden Geschichte eingebettet!
Worum geht es?
Der ehrgeizige Ritter Erec schafft es, ins königliche Turnier-Team Englands aufgenommen zu werden und verliebt sich in die geheimnisvolle Genovefa. Frankreich, 1181: Der junge und außergewöhnlich talentierte Ritter Erec hat eine Truppe mittelloser Lanzenreiter um sich versammelt. Mit halsbrecherischem Wagemut gelingt es ihnen, in die erfolgreichste Turniermannschaft ihrer Zeit aufgenommen zu werden. Bei Hofe trifft Erec die faszinierende Genovefa, der er schon einmal unter mysteriösen Umständen begegnet ist. Eine schicksalhafte Liebe bahnt sich an, die unbedingt geheim bleiben muss, denn Genovefa ist verheiratet. Eigentlich sollte Erec am Ziel seiner Träume sein, aber mit seinen treuen Weggefährten gerät er mitten in eine lebensgefährliche Intrige und wird zum Spielball der Mächtigen …
Die Charaktere
Ich fand alle super ausgearbeitet und viele machen eine fantastische Entwicklung durch. Ich finde das Buch hat nicht nur Erec und Genovefa als Hauptcharakter. Auch einige Charaktere in Erecs Team oder auch der junge König und der Marshall (Guillaume Le Maréchal) waren von Bedeutung. Pep und sein Hund wahren für mich heimliche Favoriten in meiner Gunst der Lieblingscharaktere, aber wie gesagt ich mochte alle. Und trotz der vielen Figuren und Schauplätze verliert man überhaupt nicht den Überblick, es ist einfach sehr gut erzählt.
Die Erzählperspektive war in der dritten Person und begleitet abwechselnd die Hauptcharaktere. Das bringt uns einigen näher und man bekommt als Leser viel mit. A ber es wird auch Spannung aufgebaut mit den springenden Orten und Personen.
Der Schreibstil war super zu lesen und die Hintergründe sind mit Liebe zum Detail recherchiert. Das Nachwort ist auch sehr empfehlenswert!! So viel über die damalige Zeit, aber vor allem den Turniersport erfahren!! Hollywood move over!
Ich sag nur: Turniere damals waren wie: „American Football vom Pferderücken mit Lanze und ohne Schiedsrichter.“ Ein spannender Manschaftssport.
Ein aboslute Leseempfehlung wer gefährliche Ritterturniere, perfide Intrigen und verbotene Liebe in einem guten Buch schätzt.
In diesem fesselnden Roman stehen die prächtigen Königshöfe des 12. Jahrhunderts im Mittelpunkt. Erec, ein ehrgeiziger Ritter, erkämpft sich einen Platz im königlichen Turnier-Team Englands und verfängt sich dabei in den mysteriösen Reizen von Genovefa. Die Geschichte entfaltet sich im Jahr 1181 in Frankreich, wo Erec mit einer talentierten Gruppe von Lanzenreitern Teil der erfolgreichsten Turniermannschaft seiner Zeit wird. Hier begegnet er erneut der faszinierenden Genovefa, und eine schicksalhafte, jedoch geheime Liebe entfaltet sich. Der Roman beleuchtet die Auseinandersetzungen zwischen dem Jungen König Heinrich und seinen Brüdern sowie die intriganten Machenschaften am Hofe.
Die Handlung ist ein mitreißendes Geflecht aus Turbulenzen, Gefahren, Rückschlägen und romantischen Elementen. Unter der Führung von Erec erleben die Charaktere ein abwechslungsreiches und spannendes Spektakel. Die Autorin versteht es meisterhaft, durchgehend Spannung zu erzeugen. Die Turniere werden auf faszinierende Weise präsentiert, und das Nachwort gewährt zusätzliche Einblicke.
Die historischen Umstände im Frankreich des 12. Jahrhunderts werden lebendig geschildert, inklusive der komplexen Verflechtungen zwischen den Königshöfen. Die Figuren, sei es in Haupt- oder Nebenrollen, sind authentisch gezeichnet und verleihen der Geschichte Greifbarkeit. Die Situation der Frauen und homosexuellen Männer wird beiläufig, aber authentisch, in die Handlung integriert.
Die Autorin vermag es, das Mittelalter gegen Ende des 12. Jahrhunderts mit einer Fülle von Ereignissen und faszinierenden Wendungen zum Leben zu erwecken. Das Buch ist sorgfältig recherchiert, und das Namensverzeichnis am Ende erleichtert den Überblick über die zahlreichen Charaktere. Eine klare Empfehlung für alle, die historische Romane lieben.
2 von 5 Sterne. Angenehmer Schreibstil und die Atmosphäre der Zeit wurde gut beschrieben. Auch fanden ich die Idee die Geschichte eines Turniereitters zu erzählen neu und interessant. Die Charaktere waren jedoch meiner Meinung nach nicht sehr Tief. Sondern sehr in Ihrer stereotypische Bahn festgelegt, wodurch die Handlung sehr vorhersehbar war. Generell hatte die Story sehr vorhersehbar Höhen und Tiefen, wodurch die Storyline insgesamt flach wirkte. Des Weiteren, für ein Buch welches von Turniere handelt, sind überraschend wenig Kampf-/ Tunierszenen beschrieben. Diese werden meist übersprungen. Persönlich nicht so meins, dafür wurden die falschen Handlungen priorisiert, aber vielleicht gefällt es jemand anderem ja besser. Ahoy
Ea war gut geschrieben, jedoch etwas zu sehr “all over the place” und um einiges mehr auf die Romantische Geschichte bezogen. Der Sprung zwischen Romantik und Krieg hat mich eher aus dem Konzept geworfen- aber muss ja nicht jedem so gehen :) auf jeden Fall war wieder einmal das Nachwort sehr interessant in Bezug auf die verschiedenen Historischen Aspekte! Empfehlenswert!
Der historische Roman „König der Turniere“ stammt aus der Feder von Juliane Stadler. Dieses Werk ist inhaltlich im 12. Jahrhundert angesiedelt und ritterliche Turniere und auch Machtintrigen spielen hier eine wesentliche Rolle. Das Buch lässt sich ohne Vorkenntnisse lesen und ist (bisher) als eigenständiges Werk zu betrachten.
Klappentext: Frankreich, 1181: Der junge und außergewöhnlich talentierte Ritter Erec hat eine Truppe mittelloser Lanzenreiter um sich versammelt. Mit halsbrecherischem Wagemut gelingt es ihnen, in die erfolgreichste Turniermannschaft ihrer Zeit aufgenommen zu werden. Bei Hofe trifft Erec die faszinierende Genovefa, der er schon einmal unter mysteriösen Umständen begegnet ist. Eine schicksalhafte Liebe bahnt sich an, die unbedingt geheim bleiben muss, denn Genovefa ist verheiratet. Eigentlich sollte Erec am Ziel seiner Träume sein, aber mit seinen treuen Weggefährten gerät er mitten in eine lebensgefährliche Intrige und wird zum Spielball der Mächtigen …
Ich habe bisher von Juliane Stadler den historischen Roman „Krone des Himmels“ gelesen, welcher mich damals vollkommen überzeugen konnte. Daher war ich sehr auf ihr neustes Werk gespannt und der Klappentext konnte sofort mein Interesse wecken. Bei diesem Werk habe ich zum Hörbuch gegriffen und habe mich voller Vorfreude hineingestürzt. Mir persönlich hat es Freude bereitet, dem Sprecher Tobias Kluckert zuzuhören und von ihm durch die Geschichte geführt zu werden. Kluckert hat eine angenehme Stimme und er trägt dieses Hörbuch gekonnt und lebhaft vor. Er macht hier wirklich einen ausgezeichneten Job. Der Schreibstil von Stadler ist, wie ich es bereits aus ihrem Debütroman kannte, wieder sehr angenehm und bildhaft. Die Autorin hat ein angenehmes Erzähltempo – für manche Aspekte der Geschichte lässt sie sich Zeit, gekonnt werden Charaktere eingeführt oder ihre Wesenszüge gezeigt und dann gibt es wieder rasante Szenen, sodass der Leser (bzw. in meinem Fall Hörer) gebannt an den Seiten klebt. Dabei ist dieser umfangreiche historische Roman spannend geschrieben – auf vielseitige Seite wird Spannung erzeugt und es gibt auch ein paar unerwartete Wendungen und nicht vorhersehbare Reaktionen so mancher Person – und dabei wirkt es ganz natürlich und unterhaltsam. Ich fand in diesem Werk keine Länge, es gab hier den ein oder anderen interessanten Aspekt und dabei erfährt man noch einiges über die damalige Zeit. Man merkt diesem Buch die umfangreiche Recherche an, gekonnt und lebendig wird hier Geschichte erzählt. Durch die wechselnde Perspektive bekommt man zusätzlich noch einen vielseitigen Einblick in die Geschichte und hat dabei das Gefühl, aktiv am Geschehen teilzuhaben und ist immer nah am Geschehen. Der Prolog schafft es schon, dass die Neugier geweckt wird. Man ist bei einer Verschwörung dabei, wichtige Entscheidungen werden anscheinend getroffen. Jedoch hat man zu Beginn noch keine Ahnung, wer hier das entsprechende Opfer sein könnte und welche Folgen daraus entstehen. Auch die Drahtzieher bleiben noch im Verborgenen. Aber Stück für Stück lichtet sich hier der Nebel und wie bei einem Puzzle ergeben die Einzelteile am Ende ein Ganzes. Durch diese Verschwörung bekommt der historische Roman noch einen krimiähnlichen Aspekt, man rätselt mit und überlegt, wie die genauen Zusammenhänge sein könnten. Interessant fand ich hier auch die Ausführungen über die Ritterturniere oder den Minnesang und allgemein über das damalige Leben im zwölften Jahrhundert. Positiv möchte ich weiterhin auch die Charaktere erwähnen, diese wirkten auf mich sehr lebendig und es hat mir Spaß gemacht, zusammen mit ihnen Abenteuer zu erleben oder Hürden zu meistern. Im Laufe des Hörbuches sind mir diese ans Herz gewachsen und nur zu gerne habe ich ihre Geschichte mitverfolgt. Die Rittergruppe rund um Erec fand ich sehr interessant und die Vielseitigkeit der einzelnen Charaktere konnte mich überzeugen. Leider ist es mir zu Beginn ein wenig schwergefallen, die einzelnen Namen der jeweiligen Person zuzuordnen und diese auseinander zu halten. Aber dies hat sich im Laufe der Geschichte gebessert, bloß am Anfang haben für mich diese alle gleich geklungen. Erec ist ritterlich und mutig, hat ein gutes Herz. Er ist tapfer und loyal und eigentlich ein Ebenbild von einem Ritter, quasi wie er im Buche steht. Besonders Pep fand ich von der Gruppe sehr unterhaltsam und seine Art hat meiner Meinung nach dieses Buch bereichert. Der weibliche Gegenpart zu Erec ist Genovefa. Dies ist eine verheiratete Frau, wobei ihr Mann ein bereits älterer, stattlicher Ritter ist. Sie ist selbstbewusst und würde zu gerne allein über ihr Schicksal entscheiden. Damit ist sie ihrer Zeit voraus und vielseitig gebildet und interessiert sich auch für brisante Themen wie Politik. Auch ihre Geschichte fand ich ansprechend und haben einen interessanten Einblick auf das Schicksal der Frau gewährt. In „König der Turniere“ wird das Thema der verbotenen Liebe auf vielseitige Weise beleuchtet. Jedoch sind diese nicht allzu aufdringlich, wenn auch wesentlich für den Verlauf der Handlung. Dies empfand ich als recht angenehm, hat es sich gut mit der Haupthandlung arrangiert und hat nicht allzu viel Raum eingenommen.
Mich persönlich konnte die Autorin Juliane Stadler mit ihrem historischen Roman „König der Turniere“ erneut von ihren Werken und ihrem Schreibtalent überzeugen. Mich hat dieses Buch gut unterhalten – ich hatte Freude zusammen mit den Charakteren in das zwölfte Jahrhundert abzutauchen. Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Liebhaber von authentischen historischen Romanen.
Wir befinden uns in Europa im zwölften Jahrhundert. Gemeinsam mit seinen Kameraden reist der junge Ritter durch die Länder, um an Ritterturnieren teilzunehmen. Er ist nicht nur unheimlich geschickt, sondern auch sehr wagemutig und mit seinem mutigen Auftreten weckt er nicht nur das Interesse der jungen Genovefa, sondern auch das Interesse der Turniermannschaft des englischen Königs. Gemeinsam mit seinen Lanzenreitern wird er in die Turniermannschaft aufgenommen. Auf seinen Wegen begegnet er immer wieder der jungen Frau, in die er sich heimlich verliebt. Doch diese Liebe ist aussichtslos, denn Genovefa ist bereits verheiratet. Allerdings ist dies nicht die einzige Gefahr, in die sich Erec begibt, denn er wird zu einem Spielball der Mächtigen. Ich lese eher selten historische Romane, doch bei diesem hier weckte der Klappentext meine Neugier. Der Einstieg fiel mir nicht ganz so leicht, denn der Roman beginnt mit der Vorstellung vieler, völlig unterschiedlicher Charaktere. Das ist allerdings absolut notwendig, da man hier auf eine sehr komplexe Erzählung trifft, die eine gelungene Mischung aus Fiktion und wahren Begebenheiten enthält. Der Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen, denn Autorin Juliane Stadler erzählt hier trotz Historie recht modern und bildgewaltig und ich hatte immer wieder den Eindruck, Erec und alle anderen auf ihren Reisen zu begleiten. Dadurch, dass die Autorin sich zu Beginn Zeit nimmt, ihre Charaktere und deren Lebensumstände aufzuzeigen, beginnt das Buch auch eher ruhig. Auch wenn man immer wieder Erec bei seinen Turnieren begleitet, dauert es gute zweihundert Seiten, bis die Geschichte dann auch mehr Tempo bekommt. So habe ich für die ersten Seiten längere Zei fürs Lesen benötigt, als für gute dreiviertel des Buches. Denn ab da wird es dann abenteuerliche, man verfolgt Intrigen, Ritterkämpfen, verbotener Liebe und das alles mit einem sehr realen Hintergrund. Juliane Stadler widmet sich nämlich nicht nur den Abenteuern des jungen Erec, sondern auch der realen Geschichte des Königs Henri, der sich gegenüber seinen Vater und seinen Brüder durchsetzen muss. Neben diesem schafft es die Autorin auch noch die Lebensumstände der Frauen in dieser Zeit darzulegen, denn egal wie klug und geschickt sie waren, was sie wünschten war Nebensache und wurde eher übergangen. Natürlich war es damals auch für homosexuelle Menschen extrem schwierig und auch das wird, wenn auch nebensächlich, authentisch geschildert. Was die wirklichen Begebenheiten betrifft, kenne ich mich leider nur wenig aus, aber Juliane Stadler erzählt darüber in ihrem Nachwort, was auch noch einmal verdeutlich wie gut und dicht sie hier recherchiert hat. Besonders gut gefallen haben mir Erec und Genovefa. Erec ist mutig und tapfer und scheut keinerlei Konfrontationen. Manchmal ist er zu wagemutig, doch genau da fiebert man auch besonders mit ihm mit. Seine Liebe zu seinem Pferd hat mich irgendwie besonders gepackt, denn was wäre denn ein Ritter ohne sein Ross? Genofeva ist ihrer Zeit weit voraus, sie weiß zwar, dass sie sich fügen muss und doch schafft sie es, sich wenigstens ein wenig Freirau zu schaffen. Ich mochte diese lebendige und temperamentvolle junge Frau unheimlich gern und habe sie für ihre Stärke bewundert. Neben diesen beiden gibt es noch zahlreiche Nebencharaktere, ab und an erleben wir auch aus deren Perspektiven das Geschehen. Insgesamt ist hier allerdings die Zeichnung der Charaktere authentisch und glaubhaft und man fühlt und fiebert mit oder hasst sie. Mein Fazit: Dieses Buch ist nicht nur ein sehr gut gezeichneter historischer Roman, sondern besticht durch all das, was man hier erlebt. Kämpfe, Abenteuer, Intrigen, gesellschaftliches Ansehen verbotene Liebe und noch viel mehr wartet hier auf seine Leser. Mir haben es vor allem die Charaktere hier angetan, denn mit dem jungen Ritter Erec konnte man so manches Mal mitfiebern. Wer historische Romane liest, sollte hier unbedingt zugreifen.
Erec zieht mit seiner kleinen Turniertruppe von Turnier zu Turnier, immer knapp an der Grenze des Existenzminimums. Gerade als sie ganz am Boden sind und einer der Truppe sie bereits verlassen hat, gelingt es Erec einen Coup zu landen und so in die Turniermannschaft des jungen Henry aufgenommen zu werden. Dieser betreibt die beste Turniermannschaft Europas zu dieser Zeit, finanziert von seinem Vater Henry II, der ihn so ruhig stellen will.
Am Hof des jungen Königs geraten Erec und seine Freunde in Intrigen, die sie selbst kaum durchschauen können und die sie zum Spielball der Mächtigen machen.
Juliane Stadler gelingt mit ihrem Roman die Welt der Turniere, der Reichen und Mächtigen aber auch des einfachen Volkes lebendig zu machen. Erecs Mannschaft ist zusammengewürfelt aus Männern, die nicht unbedingt dem Hochadel entstammen, Mit dabei der Straßenjunge Pépin, der sich in seiner Ausbildung zum Knappen immer wieder beweisen muss und gerne als Außenseiter diffamiert wird. Sowohl Erec als auch Pépin wachsen an den Herausforderungen, die ihnen durch die neue ungewohnte Umgebung gestellt werden.
Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Ein wenig hat mich das Ganze an Rebecca Gablés Waringham Romane erinnert. Auch hier werden erfundene Protagonisten in die Lücken der Geschichtsschreibung gesetzt. Dabei liegt hier der Fokus auf Personen, die sonst gerne ausgelassen werden. Der junge Henry und seine Turniermannschaft waren mir so gut wie gar nicht bekannt. Henry geht im Schatten des großen Vater und seiner Brüder Richard und John gerne unter. Guillaume de Maréchal kennt man meist nur im höheren Alter, hier lernt man ihn als Mann in den besten Jahren kennen. Mir hat das Setting sehr gut gefallen, ich habe hier einige Lücken schließen können.
Besonders gut fand ich, wie beiläufig die Situation der Frauen und homosexueller Männer mit in die Geschichte eingeflossen sind. Frauen, die erst über Leben bestimmen können, wenn sie verwitwet sind und sich erfolgreich gegen eine neue Verheiratung wehren können. Einfluss erlangten sie damals, wenn sie im Namen der Ehemänner oder unmündigen Söhne die Güter verwaltet haben.
Der Autorin gelingt es ihr Personal lebendig werden zu lassen, auch Nebenfiguren wie Armand und Damien bekommen ein klares Profil. Genovefa und die anderen Frauen, ob nun historisch verbürgt oder nicht werden sichtbar gemacht in dieser Welt, die doch so von Männern bestimmt ist.
Dieser historische Roman bietet alles, was ein Buch aus diesem Genre benötigt. Geschichtliche Fakten, Intrigen, Liebe, Freundschaft und Hass, sowie lauter kleine Dinge, die das Gesamtbild rund machen. Dazu ein ausführliches historisches Nachwort, eine Karte der Handlungsorte und eine Auflistung aller Akteure, was bei der Menge an Charakteren für den einen oder anderen sicherlich hilfreich ist. Daher kann ich das Buch Freunden von historischen Romanen nur empfehlen.
„König der Turniere“ ist ein historisch authentischer Roman, der sich um den Ritter Erec und seinen Werdegang als Turnierreiter dreht. Außerdem verfolgen wir die Intrigen am Hof, die dem jungen König Henry zum Verhängnis werden könnten.
In diesem Roman gibt es ausgesprochen viele Charaktere, was mir am Anfang etwas Schwierigkeiten bereitet hat. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich die Hörbuchversion gehört habe und so die Namen der Charaktere nicht vor Augen hatte und vielleicht gibt es ja in der Buchversion ein Glossar oder ähnliches. Das hätte mir auf jeden Fall geholfen. Nach ein paar Stunden des Hörens konnte ich aber dann doch alle Charaktere auseinanderhalten und auch wenn am Anfang noch keine große Spannung aufkommt, ist die Geschichte durchweg interessant.
Für mich war es eine sehr gute Mischung aus Intrigen, verschiedenen Charakteren, für die man mehr oder weniger Empathien entwickelt und authentischem Einblick in das 12te Jahrhundert. Besonders das Nachwort der Autorin, in dem sie mehr zum dokumentierten historischen Hintergrund der Geschichte erklärt, hat mir gefallen und sollte auf keinen Fall übersprungen werden. Ich freue mich immer über ein informatives Nachwort zu historischen Romanen, bei dem ersichtlich ist, welche Teile sich tatsächlich so abgespielt haben und wo etwas dazu interpretiert wurde. So lernt man eine Menge ohne große Eigenrecherche. Auch ihr Einblick zu Frauen in der Geschichte, finde ich sehr wertvoll, da Frauen, wie Juliane Stadler richtig bemerkt, zu oft aus der dokumentierten Geschichte ausgeschlossen werden.
Ich kann die (gekürzte) Hörbuchproduktion sehr empfehlen. Der Sprecher, Tobias Kluckert, ist äußerst talentiert, was das Hörerlebnis enorm aufwertet. Seine Stimme ist total angenehmem und passt auch sehr gut zu der Geschichte.
Die gesamte Erzählung ist jedoch etwas langatmig und konnte mich erst im letzten Drittel so wirklich packen. Ich habe das Buch als Hörbuch beim Duschen gehört, hatte also sehr viele längere Unterbrechungen, deshalb hat es mich gar nicht so gestört, dass die Geschichte am Anfang noch nicht so spannend ist. So war es in etwa so, wie wenn man eine Fernsehsendung ansieht, bei der es erst in den letzten Folgen vor dem Finale spannend wird. Fürs Lesen ohne Hörbuch wäre mir die Geschichte aber dann doch etwas zu langatmig gewesen. Ich habe die Version, die 18:14h dauert angehört, anscheinend gibt es noch eine, die 22:00h lang ist und ich kann mir nicht vorstellen, dass mir eine (noch) längere Version besser gefallen hätte, obwohl ich sonst eher zu den ungekürzten Versionen greife.
Vielen Dank an NetGalley und den Hörbuch Hamburg Verlag, die mir diese ALC des Hörbuchs zur Rezension geschenkt haben. Alle Gedanken sind meine eigenen. Ich wurde nicht für diese Rezension bezahlt.
Der junge Ritter Erec hat es im Jahr 1181 geschafft, eine bemerkenswerte Turniermannschaft um sich zu scharen. Nachdem er ein eigentlich verlockendes Angebot ausschlägt, trennt sich sein Turniergefährte Valerie von der Gruppe. Allzu sehr betrifft das Erec nicht, auch wenn das Geld knapp wird. Durch eine kleine List kann Erec einen angesehenen Ritter besiegen. Dieser nimmt Erecs Truppe in seine Mannschaft und einer großen Turnierkarriere steht eigentlich nichts mehr im Weg. Als Erec die geheimnisvolle Genovefa wieder trifft, könnte sein Glück eigentlich vollkommen sein. Nach und nach erkennt er jedoch, welche Intrigen am Hof gesponnen werden und das könnte durchaus gefährlich werden.
Das Leben am Hofe des jungen Henri, eines Königs ohne Königreich, besteht hauptsächlich aus dem Bestreiten der Turniere. Hier hat sich Henri einen Namen gemacht, nachdem sein Vater, der alte Henri, es versäumt hat, mit der Krönung seines Sohnes, diesem auch ein Reich zu geben. Henri ist unzufrieden und seine Position ist nicht gerade glücklich, er wünscht sich Land, seine Feinde trachten nach der Krone und wollen das sowieso schon getrübte Verhältnis zum Vater weiter schwächen. Doch auf seine Turniermannschaft kann sich Henri verlassen. Erec, als neuer Ritter, muss sich erst einfügen. Er ahnt allerdings, welche Gefahr seine Bekanntschaft mit Genovefa birgt.
Dieses leicht gekürzte Hörbuch wird hervorragend vorgetragen von Tobias Kluckert. Man kann eintauchen in die Welt des Mittelalters beginnend mit dem Jahr 1181. Zur Darstellung von Macht und Geschicklichkeit finden die Turniere statt, nicht alles wird mit Kriegen. Es ist eine Männerwelt, in der Frauen eher als Köchinnen oder Mägde auftauchen. Zu sagen haben sie nichts. Die selbstbewusste Genovefa ist da schon eine rühmliche Ausnahme, doch auch sie ist verheiratet und letztlich gehalten, sich den Wünschen ihres Mannes zu beugen. Ihre Beziehung zu Erec ist zwar eher unschuldig und dennoch darf sie nicht öffentlich werden. Die Intrigen am Hof sind hinterhältig und gefährlich. Da geht es schon um Leib und Leben. Die genauen Beschreibungen führen zwar schon zu ein paar Längen, sind aber auch sehr informativ. Ein toller klassischer historischer Roman so wie man sich ihn vorstellt.
Besonders hervorzuheben sind auch die geschichtlichen Einordnungen der Autorin, die gelesen werden von Christiane Marx. Es ist sehr interessant zu wissen, wie die Autorin die Handlung in die historisch verbürgten Ereignisse eingewoben hat und auch ihre Worte zu denen, die sonst wenig Beachtung finden, sind sehr erhellend.
Hochmittelalter: der junge König Henry ist nur dem Namen nach König, ein Königreich hat er nicht.Er hat allerdings sehr treue Gefolgsleute, die mit ihm in jeden sinnlosen Krieg ziehen.
Hauptsächlich spielt sich das Leben aber auf diversen Turnierplätzen ab. Wie üblich bei Hof und Royals gibt es jede Menge Intrigen -- jeder ist sich selbst der Nächste.
Ich hatte nicht aufgepasst, es ist eine gekürzte Version. Allerdings denke ich ausnahmsweise mal, dass das ausreichend ist.
In der Beschreibung steht, wer die Romane von Rebecca Gablé und Ken Follett mag, werde diesen gut recherchierten Roman lieben.
Nun ja, gut recherchiert ist er sicherlich, aber alles andere ist viel zu hoch gegriffen. Ihr Schreibstil kommt an die oben genannten nicht heran.
Es hat relativ lange gedauert, bis sich etwas Spannung aufbaute, und tatsächlich habe ich es hauptsächlich gehört weil es ein Rezensionsexemplar ist, und weil man sich nicht konzentrieren muss, und weil es von Tobias Kluckert gelesen wird..
Ich kann nicht behaupten dass das Buch schlecht wäre, aber meiner Meinung nach fließt es nicht richtig, und die ProtagonistInnen sind mir ziemlich egal.
Außerdem denke ich, dass es viel zu viele feministische Ideen hat, und ich zweifle, ob die Frauen damals wirklich so gedacht und empfunden haben.
Natürlich werden wir das nie wissen, und es gab bestimmt auch zu der Zeit Frauen, denen die Ungerechtigkeit ihres Status bewusst war.
Mir ist das aber hier ein bisschen zu viel und zu ausgeprägt, zumal das historisch nicht belegt ist. Insgesamt ganz nette, leichte Kost, leicht verdaulich.
Das Nachwort macht alles wieder wett.
Hier erklärt sich auch, warum die Autorin die Frauen so willensstark dargestellt hat. Es ist wohl ein bisschen ihr Versuch wettzumachen, dass es eben aus der Zeit keine weibliche Perspektive gibt die überliefert wäre: alles war von den Männern beherrscht, Frauen hatten nichts zu sagen.
Insgesamt ein Buch welches man mühelos anhören kann, nicht zuletzt weil Tobias Kluckert es so grandios vorliest, oder, um es mit dem Verlag zu sagen: mitreißend! Seine Lesung hat mich bei der Stange gehalten und mich sicher durch die doch zum Teil langen Absätze gebracht, die ich persönlich minder interessant fand.
Vielen Dank an #hoerbuchhamburg via #netgalley für mein Rezensionsexemplar.
Um dieses Hörbuch bin ich längere Zeit gekreist, weil mich die lange Laufzeit etwas abgeschreckt hat. Zum Glück war ich neugierig genug, die Geschichte hat mich richtig begeistert.
Die historische Figur vom jungen König Heinrich ( 1155-1183) spielt eine Nebenrolle, die der ganzen Handlung das Gerüst bietet. Der Ritter Erec, der sich mit seinen Gefährten auf Turnier-Wettkämpfen einen Namen macht, ist die Hauptfigur. Erec ist außerordentlich talentiert und schafft es mit der Zeit in die königliche Turniermannschaft aufgenommen zu werden.
Juliane Stadler erzählt eine Geschichte, in der das Ritter- und Turnierwesen eine wesentliche Rolle spielt und natürlich gibt es auch eine verbotene Liebe, wobei, wenn man es genauer nimmt, sogar zwei .
In einem ausführlichen Nachwort erklärt die Autorin noch die historischen Details der damaligen Zeit. Das fand ich interessant und auch bereichernd.
Ich habe Tobias Kluckert sehr gerne zugehört, Da ich ein Fan von Gerard Butler bin, hatte ich immer wieder das Gefühl, dass mir Gerard Butler die Geschichte vorliest. Das war ein Extrabonus für mich
Als ich "König der Turniere" in den sozialen Medien entdeckt habe, war ich vom ersten Moment an begeistert und fasziniert. Solche historischen Bücher mit Mittelaltersetting lese ich zwischendurch einfach unheimlich gerne. Das Buch hat mich vom ersten Moment an neugierig gemacht. Ich musste also nicht wirklich lange zu überlegen ob ich es lesen möchte.
Als ich mir dann allerdings eine Hörprobe angehört habe, habe ich mich doch für das Hörbuch entschieden. Der Sprecher hat so einen tollen Job gemacht, es war eine Freude ihm zuzuhören. Ich konnte gar nicht soviel putzen und kochen wie ich weiterhören wollte. Obwohl es ja doch ein paar Stunden Hörzeit waren, ging es viel zu schnell vorbei.
Das Setting war einfach nur toll. Ich hatte das Gefühl selbst dabei gewesen zu sein. Was mir auch so gefallen hat, das die Geschichte wirklich langsam beginnt, es passiert also zuerst nicht so viel, außer das einem die Protagonsiten vorgestellt werden, doch dann... Schon von Anfang an wächst Erec einem ans Herz und man fiebert einfach mit ihm mit.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es war zwar mein erstes Buch von der Autorin, aber ganz bestimmt nicht das Letzte. Er ist fesselnd, bildgewaltig und so mitreißend. Einmal damit angefangen war es viel zu schnell vorbei Ich freue mich jetzt schon auf alles was da noch kommen wird. Dankeschön das ich es hören durfte.
𝐊ö𝐧𝐢𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐓𝐮𝐫𝐧𝐢𝐞𝐫𝐞 ist das zweite Buch von Juliane Stadler und ich hoffe, es ist nicht das letzte...🫣
Im vergangenen Jahr hatte mir KRONE DES HIMMELS schon sehr gut gefallen und nun ging es also ins mittelalterliche Frankreich.
Die Thematik versprachein einen Einblick in die Kultur der Ritterturniere und ich war im Vorfeld ein bischen skeptisch, ob diese Thematik mich genügend interessieren könnte, um einen ganzen Roman damit durchzuhalten.
Und obwohl die Turnier-Tradition wirklich interessant war und ich nun tatsächlich weiß, welche Funktion und Aufgaben sie im Rittertum hatte, bin ich dennoch froh, dass sich das Buch im Verlauf der Geschichte thematisch weiter ausgedehnt hat in Richtung grosse Weltpolitik a la Plantagenets, der franz. König und der Herzog von Flandern. Was für eine tolle Ränkegeschichte unter den Mächtigen. Ach ich liebe sowas.
Den persönlichen Touch bekam das Ganze durch die Beleuchtung der Einzelschicksale von Turnierritter Erec und seinen Freunden, die sich zunächst frei, aber ein bischen klamm durch die Turniere kämpfen, bis Erec vom charismatischen Marshal entdeckt wird und in höchste Kreise aufsteigt. Auch gut gefallen, hat mir die verbotene Liebe zu Genoveva.
Alles in allem, ein sehr schöner Mittelalterroman, den ich sehr genossen habe und uneingeschränkt empfehlen kann.
Hat mir wieder gut gefallen, aber die Figuren aus "Krone des Himmels" sind mir irgendwie näher gekommen. Das ganze Setting in der "Turnier-Szene", die als so eine Art Nationalsport dargestellt werden, war nicht so ganz meins. Wer gerne Mannschaftssport anschaut, dem mag das besser gefallen, aber die ganze Schlachtenreiterei - naja, war nicht ganz so meins. Die Hauptfigur Erec ist so ein Turnierritter, der dann an den Hof des jungen Königs aufgenommen wird. Ein Großteil der Handlung spielt dann auch in dieser Turnierszene, es gibt aber auch politische Intrigen zwischen den verschiedenen Höflingen - war auch nicht sooo meins. Und natürlich gibt es auch Liebesgeschichten - naja, hauptsächlich eine - die ich auch nicht so toll fand. Ich mochte die weibliche Hauptfigur nicht so wirklich und Erec ist oft ziemlich dumm und naiv. Ich hätte es gut gefunden, wenn der "Bösewicht" noch etwas vielschichtiger dargestellt worden wäre, da wird zwar an der Oberfläche gekratzt und angedeutet, warum er sich verhält wie er sich verhält - aber das war mir etwas zu dünn.
Die Geschichte ist wieder gut recherchiert und das ausführliche Nachwort fand ich hilfreich, aber "Krone des Himmels" hat mir deutlich besser gefallen. Für 4 von 5 Sternen hat es aber noch gereicht.
Ein sehr gut recherchiertes Buch. Der Einblick in das Hochmittelalter ist äußert authentisch und die Charaktere sind gut durchdacht. Die Autorin versteht die Kunst eines guten schreibstils und erzeugt durchweg Spannung. Leider muss ich sagen, dass mich die vielen Perspektiven und Einblicke in unterschiedlichen Figuren zu Beginn äußert verwirrt haben. Es hat lange gedauert bis man die einzelnen Namen den Figuren zu ordnen konnte und somit bin ich recht spät von Spannung und Neugierde gepackt worden. Die Liebesgeschichte von Erec und Genovefa kam für mich etwas zu kurz und es hätte ruhig noch ein wenig länger dauern können bis sie einander die gegenseitigen Gefühle gestehen. Dennoch ist die starke feministische Präsenz der Frauen äußert lobenswert. Besonders gefiel mir die gräfin Marie und ihre äußert wissende, starke und gewiefte Art. Einer hat jedoch mein ganzes Herz und das is Pepin. Die Entwicklung die er im laufe der Handlung durchläuft ist so schön mit zu verfolgen und sein Band zu Brice ist einfach herzzerreißend.
Allem in Allem ein tolles Buch!
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Hörbuch--A little long-winded. I thought the end was great, but it took a long time to get there with not a lot of action.
Frankreich im Jahr 1181: Der junge Ritter Erec hat eine kleine Truppe mittelloser Lanzenreiter um sich versammelt. Mit halsbrecherischem Wagemut gelingt ihnen das scheinbar Unmögliche: Sie werden in die erfolgreichste Turniermannschaft ihrer Zeit aufgenommen, die des englischen Thronfolgers. Bei Hofe trifft Erec die faszinierende Genovefa. Eine schicksalhafte Liebe bahnt sich an, die allerdings unbedingt geheim bleiben muss, denn Genovefa ist verheiratet. Eigentlich sollte Erec am Ziel seiner Träume sein, doch die Entscheidung für den englischen Königshof stellt sich als folgenschwer heraus. Mit seinen Leuten gerät Erec in eine lebensgefährliche Intrige und wird zum Spielball der Mächtigen …
Ein Buch, dass etwas brauchte, um mich zu überraschen, dann aber bis zur Begeisterung. Erst waren es die Stereotype, die mir historische Romane manchmal zu austauschbar machen, dann aber lerne ich komplett Neues über die Turniere und merke die tolle Konstruktion der Geschichte und Charaktere. Am Ende geht dann alles auf bis zum kleinen Hund, der wichtig ist. Toll, dass man noch etwas lernt über die Plantagenets, durch die anderen besonderen Blickwinkel. Einzig, warum die Helden am Ende nicht einfach abgemurkst, sondern eingesperrt werden, ist dumm von den Schurken. Gerne mehr von der Autorin, die wirklich auf Augenhöhe mit den Granden des Genres wie Gablé, Wolf oder Cornwell ist.
Nach Krone des Himmels wieder ein gelungener, in sich abgeschlossener Roman von Juliane Stadtler. Auch wenn ein, zwei Mal Geschehnisse aus den Kreuzzügen genannt werden, kann man den König der Turniere vollkommen unabhängig vom anderen Buch der Autorin lesen. Dieses Mal nimmt sie uns mit ins Französische Mittelalter des 12. Jahrhunderts, Zeit der Ritterkultur, Turniere und des jungen Königs Henri. Gekonnt werden Hofstaat und das bürgerliche Leben miteinander vernüpft und ergeben durch die vielen Perspektivenwechsel wieder ein tolles, vielschichtiges Zeitporträt.
Ich liebe den Roman. Das Buch hat mich auf ganzer Linie begeistert. Die Handlung ist spannend, der historische Hintergrund sauber recherchiert, die Figuren vielschichtig und realistisch und das historische Setting ist angenehm frisch und unverbraucht. Die 18 Stunden Hördauer (752 Seiten) verfliegen förmlich während man sich die ganze Zeit wünscht, dass es hoffentlich noch länger andauert. Das Buch wird definitiv mein Weihnachtstipp.
Würde dieses Buch sich nicht um Erec sondern um Valerie oder Pepin drehen, würde es 5 Sterne von mir bekommen. Die Geschichte ist kurzweilig geschrieben, die Atmosphäre dicht, die Charaktere abwechslungsreich und nachvollziehbar. Leider halte ich den Protagonisten und seine Romanze mit Genovefa für das schwächste Glied in der Kette. Während alle anderen Storylines sich gut in das Gesamtwerk einfügen, hat die ganze verbotene Liebe Geschichte mit einer einzigen Ausnahme quasi keinen Einfluss auf den Plot. Desweiteren kommt Erec, gewollt oder ungewollt, ein wenig dumm rüber, wenn er soviele Sachen, die anderen Charakteren auffallen, erst viel zu spät bemerkt.