Der deutsche Literaturbetrieb hat es geschafft. Dieses selbsterhaltende System hat die großen Namen der Literaturszene durch absurde Bepreisungen aus der Juristerei bezogen – Ferdinand von Schirach und Juli Zeh –, um zu verdecken, das man Literatur eigentlich schon immer verachtet hat und nun genau dafür die richtigen Autoren als neue Messlatte groß gemacht hat.
Autoren, mit vollkommen kalter, phantasieloser Beamtensprache, in der nichts, aber auch gar nichts Menschliches zum Vorschein kommt, sondern nur pseudointellektuelle Huberei betrieben wird, in der ganz tiefgründig und sachlich Fragen an die conditio humana gestellt werden….uhhhhh, wie spannend.
Das fordert niemanden heraus, sondern lässt einen einmal um die eigene Achse drehen und entlässt einen trotzdem mit dem Gefühl, brillanter Reflektionen habhaft geworden zu sein. Nichts liebt der deutsche Feuilleton ja mehr als staatstragende intellektuelle Selbstbefleckung.