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Tahara

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Eine ›amour fou‹ unter der Sonne der Côte d'Azur. Als Marcel Klein, der berühmte Filmkritiker, in Cannes am ersten Festivalmorgen einen Espresso trinkt, lernt er die verführerische Französin Héloïse kennen. Jedes Mal, wenn sie sich zwischen Presse-Events, Partys und Premieren begegnen, streiten sie sich leidenschaftlich. Als Marcels Geheimnisse ihn einzuholen drohen, verlassen die beiden Hals über Kopf die Stadt. Denn auch Héloïse hat ein abgrundtiefes Geheimnis. Ein berührender und temporeicher Roman über die Lügen und die Liebe.

274 pages, Kindle Edition

Published February 21, 2024

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About the author

Emanuel Bergmann

15 books31 followers

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Community Reviews

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1 star
8 (6%)
Displaying 1 - 15 of 15 reviews
6 reviews
September 22, 2024
Eines dieser Bücher, bei denen man schon nach der ersten Seite merkt: „Dieses Buch wurde von einem weißen Mann in seinen 50ern während einer Midlifecrisis geschrieben.“ Jede Seite war ein Krampf und große Verschwendung meiner Zeit.
Profile Image for Sabine.
771 reviews19 followers
March 26, 2024
Marcel Klein ist ein bekannter Filmkritiker und arbeitet als freier Mitarbeiter in Berlin. Auf den Filmfestspielen in Cannes lernt er Héloise kennen, eine Lehrerin aus Metz, die nichts mit den Filmfestspielen zu tun hat und ganz zufällig in Cannes ist. Sie verstehen sich gut, aber immer wieder kommt es zu Missverständnissen und immer wieder raufen sie sich zusammen. Als sich Marcel dann in eine missliche Situation bringt, verlassen die beiden gemeinsam überstürzt die Stadt.

Marcel ist ein sperriger und eigenwilliger Mensch, der sich nicht direkt in mein Herz geschlichen hat, der sich aber im Laufe der Geschichte weiterentwickelt. Er ist egoistisch und den Menschen nicht unbedingt zugewandt, vielmehr nimmt er seine Termine in Cannes lustlos wahr, erfreut sich aber an den damit verknüpften Annehmlichkeiten – die luxuriöse Unterkunft, exklusive Partys, gutes Essen und exquisite Weine. Und so sperrig er ist, eckt er auch mit Héloise an – eigentlich ist er fasziniert von ihr, sie aber fällt auf seine Sprüche nicht rein, ist immer wieder brüskiert und äußert das dann auch. Héloise umgibt etwas geheimnisvolles, irgendwas scheint sie zu verbergen, was, damit rückt sie aber nicht raus. Sie ist charmant und selbstbewusst, und wirkt deutlich souveräner als Klaus. Aber auch sie ist von ihm irgendwie angetan, und so ergibt sich im wahrsten Sinne des Wortes eine Amour fou.

Der Einstieg in die Geschichte ist sehr ruhig, und ich musste mich ein wenig gedulden, bis die im Klappentext angekündigte Flucht aus der Stadt dann endlich stattfindet. Man lernt so aber die beiden Hauptfiguren sehr gut kennen – und doch bleiben einige Geheimnisse offen, die sich erst im Weiteren offenbaren. Man sollte nicht denken, dass es eine spannende Flucht mit Verfolgern ist, vielmehr ziehen sich die beiden zurück und offenbaren in leisen, aber berührenden Situationen ihre Geheimnisse – bis am Ende eine wirklich überraschende Wendung dem Ganzen noch mal eine ganz neue Richtung gibt. Und so viel sei zum Ende noch gesagt – es ist offen, so dass Raum für eigene Spekulationen bleibt.

Wirklich gelungen ist die Atmosphäre in diesem Buch – obwohl es nur wenige Seiten hat, fühlte ich mich nach Frankreich versetzt, habe viel französisches Flair gespürt, konnte die warme Sonne auf dem Gesicht fühlen und auch den Fahrtwind bei der Reise durchs Land. Dabei ist der Schreibstil angenehm, leicht zu lesen, mit vielen französischen Sätzen gespickt, die im Zusammenhang aber gut zu verstehen sind, auch wenn man die Sprache nicht spricht, die aber sicher zur Atmosphäre beigetragen haben.

Während ich den Einstieg und das erste Drittel des Buches etwas plätschernd empfunden habe, haben die folgenden zwei Drittel mich völlig in die Geschichte ziehen können. Die Wendung im letzten Drittel hat mich dann auch nachdenklich gemacht, und immer noch hallt das Buch in mir nach.

Letztendlich hat mir die Geschichte gefallen, vielleicht ist es eher eine für den zweiten Blick, denn es war vor allem die Entwicklung der Charaktere, die mich gepackt sowie die gemeinsame Zeit von Héloise und Klaus, die mich berührt hat. Ich empfehle das Buch daher gerne weiter, wenn man sich auf eine ruhige Geschichte einlassen mag.

Mein Fazit
Eine ruhige, dafür aber berührende Geschichte mit unerwarteten Wendungen, die zum einen durch gelungene Charaktere lebt, aber auch durch die fantastische Atmosphäre Frankreichs besticht. Ich habe das Buch gerne gelesen.
Profile Image for Ronja Rüegg.
134 reviews2 followers
January 8, 2024
Ich kann nicht glauben das ich mich so oft wiederholen muss. Ein für alle mal:
FRAUEN EXISTIEREN NICHT NUR FÜR DEN MANN.
Es gibt sicher Leser die dieses Buch mögen wegen des glamourösen Hollywood aber meins wars definitiv nicht.
Profile Image for Joanna.
63 reviews1 follower
November 10, 2024
Eine humorvolle Lektüre für zwischendurch. Schneller Lesefluss und angenehmer Schreibstil. Trotz den schweren Thematiken, die sich im Leben der Protagonisten aufgetan haben, hatte ich am Ende nicht das Gefühl vollkommener Mutlosigkeit. Ich dachte dann so, “die beiden schaffen bestimmt noch die Kurve zu bekommen”. Auf jeden Fall hat mir das Buch mitgegeben, dass es wohl nie schaden kann, sich mit seinen Sehnsüchten und Wünschen auseinanderzusetzen, um so gut wie möglich zu vermeiden, sich unglücklich in seinem Beruf und dem sich daraus ergebenden Lebensstil zu fühlen.
Profile Image for Karola.
811 reviews7 followers
December 28, 2024
Die Film- und Kinoindustrie – kritisch betrachtet
Die Szenerie spielt in Cannes zur Zeit der Filmfestspiele mit dem berüchtigten Filmkritiker und Interviewer Marcel Klein mit all seinen mitmenschlichen und finanziellen Problemen. Die Figur des „Großen Klein“, der Promi-Flüsterer, wird in allen Facetten seit früher Kindheit beleuchtet mit seiner frühen Sucht zum Kino, um der rauen Wirklichkeit zu entfliehen. Zu seiner internationalen Clique, den Junkets, fühlt er sich kameradschaftlich verbunden und in der Redaktion des Hochglanzmagazins HOLLYWOOD genießt er eine angenehme Sonderstellung, bis er selbstzerstörerisch die Schattenseiten in dieser Filmwelt aufreißt und sich outet. Ein Einblick in die Presseseite der Filmwelt mit dem Funktionieren von Interviews wird geboten. Die weibliche, verführerische Figur der Héloïse Becker aus Metz in dieser Liebesgeschichte birgt ebenfalls unerwartete Geheimnisse. Dass Kino mittels gewisser Klassiker wie z.B. der Film Modern Times von Charly Chaplin mehr kann als nur zu unterhalten, wird deutlich. Der Buchtitel TAHARA heißt auf Hebräisch Die Totenwache, wie am Beispiel von Marcels Vater beschrieben wird. Die eingestreuten französischen Dialogeinlagen mögen den Lesefluss stören. Der kritische Blick fällt hier nicht nur auf die Arbeitsweise in der Kino- und Filmindustrie, sondern auch auf allgemein gültige Grundwerte wie z.B. Ehrlichkeit, Vertrauen, Zuverlässigkeit. Inhaltlich und im Sprachstil mit Tiefgang gut kreiert.
Profile Image for yellowdog.
852 reviews
February 23, 2024
Eine Begegnung in Cannes

Selten liest man einen Roman, dessen Schauplatz ein Filmfestival ist.
In Cannes trifft der Filmjournalist Marcel Klein auf Heloise, die gerade ihren Mann verlassen hat. Sie kommen ins Gespräch, geraten dabei aber in Streit. Dennoch ziehen sie sich gegenseitig an.

Das Emanuel Bergmann schreiben kann, weiß man seit seinen ersten Roman Der Trick.
Emanuel Bergmann gelingt es, die Begegnungen der beiden Hauptfiguren effektvoll in Szene zu setzen. Es sind keine einfachen Charaktere. Beide haben ihre Geheimnisse. Es gibt immer wieder überraschende Passagen und es wird nie langweilig.

Eine Stärke des Buches ist, dass Emanuel Bergmann sich in der von ihm beschriebenen Branche auskennt und deshalb glaubhaft und realistisch schildert. Ich habe auch für die Figuren viel übrig, die zwar nicht ohne Schwächen und Fehler sind, die man aber doch gefesselt durch die Handlung begleitet.
28 reviews
September 22, 2024
Ein Buch für Filmfans & Frankreich Liebhaber.

• „Es kam ihm vor, als läge ein Meer der Zeit zwischen damals und jetzt. Er hatte das Gefühl, ein anderer gewesen zu sein. Wie ein altes Foto, auf dem er sich nicht wiedererkannte. Und doch war er dazu verdammt, immer nur er selbst zu sein.“
• „[…] und er wurde von einem zarten Gefühl ergriffen, dem Wunsch, sie zu schützen, sie zu halten, sie nie gehen zu lassen. Als wäre sie ein kostbares, zerbrechliches Gut, das zu bewahren ihm aufgetragen worden war. Was er für sie empfand, war mehr als nur die erste, überschäumende Anziehung, die so schnell wieder in sich zusammenfiel. Es war etwas Tieferes, Abgründigeres. Fast beängstigte es ihn.“
3 reviews
March 11, 2025
Zu Beginn war ich vom sprachlichen Stil und den vielen Vergleichen und Bezügen zu berühmten Persönlichkeiten ein wenig abgetan. Auch einige Formulierungen und Sätze sind ein wenig zu dick aufgetragen und könnten stärker wirken, durch ihre Abwesenheit. Allerdings…

vor allem zum Ende wurde mir klar, wie sehr ich an Marcel und Heliose gebunden war. Die Figuren waren keine Figuren mehr. Sie erwachten zum Leben, so als ob sie immer da gewesen wären. Bergmann nahm mich mit auf eine Reise, bei der ich mir nicht sicher war, ob ich sie gehen wollte, und am Ende wollte ich sie nicht mehr gehen lassen - so wie Marcel seine Heliose.
Profile Image for Johanna.
141 reviews16 followers
July 12, 2024
Eine Liebesgeschichte an der Cote d' Azur, aber es ist viel mehr als das.

Zwei Personen, Marcel und Héloïse, sind beiden auf dem Flucht für etwas, für sich selbst oder für das Leben, dass ihnen nicht mehr passt. Und beim Filmfestival treffen sie sich, weil sie beiden im gleichen Hotel wohnen. Marcel kommt aus Berlin, ist Filmjournalist, und besucht das Festival aus beruflichen Gründen. Héloïse kommt aus Metz, ist Deutschlehrerin und besucht das Festival als interessierte Filmliebhaberin. Sie möchte einfach einige interessante Filme anschauen. Irgendwie komme sie sich näher, aber auch wieder nicht. Sie kennen sich nicht, stellen keine Fragen, weil sie keine Antworte geben möchte. Und so „drehen“ sie im Kreis.

Marcel bewegt sich zwischen alle andere Filmjournalisten und sonstige Personen, und hier bekommt man einen schönen Einblick in die Welt von Leute die gerne dazu gehören, die auch ein wenig vom Ruhm der Kinobranche mitbekommt möchten. Es gibt Pressekonferenzen, Partien usw. Eigentlich ist Marcel ein guter Journalist, aber irgendwann entgleitet ihm das Leben und schreibt er ein sehr schlechtes oder diskutables Bericht über eine Schauspielerin, die natürlich wenig begeistert ist. Marcel, der es finanziell nicht sehr gut geht, hat Angst seinen Job zu verlieren und negiert alle Kontaktversuchen seines Managers. Héloïse hat ihre Gründe um mal zu verschwinden. Schlussendlich fahren sie zusammen mit dem Auto von Héloïse weg. Nach ein Unfall landen sie in einem schönen Hotel, und dort bekommt ihre Beziehung eine neue Richtung.

Im Buch ist die Cote d' Azur mit dem Meer, die Hotels usw. so schön und liebevoll beschrieben, dass man am liebsten mit dem nächsten Zug hinfahren möchtet und die verschiedene Schauplätze mal anschauen.

Die Beschreibung von Marcel als erfolgloser Journalist, der die Wahrheit etwas nachhilft, hat er sehr gut getroffen. Aber mit Héloïse hat er mehr mühe. Sicher um sie als unheilbar kranke Person abzubilden, nur eine Pillendose reicht nicht. Und vielleicht ist es nur die ständig wechselnde Laune, die einen Verweis auf die Krankheit ist. Aber das wird sich erst später herausstellen.

Was sich durch das ganze Buch hindurchzieht ist das Wegziehen, immer wieder entfliehen sie die Realität oder den Gegenwart. Und genau das hat Marcel vorher auch mehr oder weniger gemacht. Vielleicht Héloïse auch, aber die hat hauptsächlich ihre eigene Bedürfnisse nicht ernst genommen.
85 reviews
May 21, 2025
Mhm, man kann wirklich viel über gegen dieses Buch vorbringen. Mal wieder ein recht unsympathischer Mann in der Midlifecrisis...Aber eine rührende Hommage an das Kino und Cannes, ich habe es während den Festspielen gelesen. Aufgrund der Biographie des Schriftstellers scheinen die Einblicke in die Festspielwelt auch recht realistisch. Und der Schluss hat mich dann doch gepackt
48 reviews
June 6, 2025
Der Schreibstil war gut, aber die beiden Hauptcharaktere waren mir zutiefst unsympathisch. Deshalb wurde ich nicht warm mit dem Buch. „Der Trick“ fand ich super, aber dieses Buch lege ich mit Erleichterung weg, weil es fertig ist.
Profile Image for Peggy.
122 reviews
June 26, 2024
Das war eine unterhaltsame Geschichte und am Ende mit einer eigentlich einfachen Botschaft - auch wenn das Leben gegen die Wand fährt, kann man auch daraus noch das Beste machen.
Displaying 1 - 15 of 15 reviews

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