Ohne Unterweger in Schutz nehmen zu wollen und ohne sein
Werk als Rechtfertigung für seine Taten zu sehen, muss man eingestehen, dass
dieses Buch ein hervorragendes Stück Literatur ist. Sein bildungsferner Lebenslauf lässt einen über die Qualität dieses autobiografischen Romans staunen.
Seine Biografie wurde später angezweifelt, aber auch wenn nur die Hälfte davon wahr sein sollte (und dafür spricht vieles), ist es eine Schande wie mit Menschen umgegangen wurde (und wird),
die seit Kindheit am Rande der Gesellschaft standen. Einen echte Chance bekommen sie nie, zu stark sind die vorgefassten Meinungen, die Vorurteile.