Im Wald wurde Lindiwes Schwester Khanyi zum letzten Mal gesehen. Deshalb zieht es Lin immer wieder dorthin. Hier hört sie Khanyis Stimme und kann doch nicht herausfinden, was mit ihr geschehen ist. Hat ihr Schicksal etwas mit den Veränderungen zu tun, die Lin selbst erfährt? Mit dem Moos, das auf ihrer Wange sprießt? Dann tritt Unathi in ihr Leben. Ihre Nähe schenkt Lin Wurzeln und lässt sie nach der Weite des Himmels greifen. Doch zu nah dürfen sie sich nicht kommen, denn Unathi ist Lins Cousine. Während Lin gegen ihre Gefühle kämpft, versuchen die beiden das Geheimnis von Khanyis Verschwinden zu lüften ...
Für "Die Sonne, so strahlend und Schwarz" wurde Chantal-Fleur Sandjon 2023 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. In ihrem neuen Buch lässt sie sich von afrikanischer Mythologie inspirieren.
Großartig! Ich schreibe jetzt nichts über den Inhalt, aber ich muss euch von meiner Lesereise erzählen: Ich hatte eine Deadline: 11.11. wird das Buch besprochen. Leider hat die Arbeitswoche davor mir wenig Hoffnung darauf gelassen das hinzubekommen. Nichts destotrotz wollte ich es zumindest angefangene haben um ein bisschen mitreden zu können.
Also habe ich am 4.11. ohne große Hoffnung, nach einem langen, harten Arbeitstag das Buch in die Hand genommen um zumindest 10 oder 20 Seiten zu lesen. Und was soll ich sagen, als ich das nächste Mal auf mein Handy geschaut habe war es 2:30 morgens. Jeder Knochen im Körper hat mir weh getan (because just like Murtaugh I'm too old for this sh**), aber ich war euphorisch und überdreht und konnte dann nicht mal schlafen gehen. Nicht nur wegen dem Plot (Auch! Definitiv auch!) sondern weil ich mich nicht mehr erinnern konnte wann ein Buch mich das letzte Mal so gefesselt hat dass ich jedes Zeitgefühl verloren und jeden Funken Verstand über Bord geworfen habe. Danke für dieses besondere Leseerlebnis 😊.
Der 5.11. war dann übrigens furchtbar, danke der Nachfrage 🤣
--------------------------- City of Trees ist ein außergewöhnliches Buch, welches ich ohne Bücherrunde nie gelesen hätte und welches mich positiv überrascht hat. Das Buch ist abwechselnd in Versen und Fließtext erzählt, was es zusätzlich sehr interessant macht.
Sandjon verbindet aktuelle Themen wie queere Identität, Rassismus und die verlorene Verbindung zur Natur mit Elementen der südafrikanischen Mythologie und dem Kult der heilenden Sangomas. Die Protagonistin Lindiwe ist eine authentische Erzählerin, deren Suche nach Zugehörigkeit und Heilung eindringlich geschildert wird. Besonders die Passagen im Wald und die Erinnerungen an die vermisste Schwester stechen hervor. Das Ende überrascht auf unerwartete Weise und regt zum Nachdenken an.
Ein Buch mit eigenem Stil, das nicht immer leicht zugänglich ist, aber durch seine Tiefe und Originalität besticht – definitiv lesenswert!
City of Trees is an extraordinary book that I would never have picked up without a book club and which pleasantly surprised me. The story alternates between verse and prose, adding an extra layer of intrigue.
Sandjon weaves together contemporary themes like queer identity, racism, and the lost connection to nature with elements of South African mythology and the healing traditions of the Sangomas. The protagonist, Lindiwe, is an authentic narrator whose search for belonging and healing is portrayed with compelling depth. The forest scenes and memories of her missing sister stand out in particular. The ending is unexpectedly surprising and thought-provoking.
A book with a distinctive style that may not always be easily accessible but impresses with its depth and originality – definitely worth reading!
"City of Trees" ist wirklich ein außergewöhnliches Buch, abwechselnd in Versen und in Fließtext geschrieben. Die Thematik ist modern und aktuell: wir haben queere Figuren, es geht ganz stark um unsere Verbindung zur Natur bzw. wie wir die Verbindung im Laufe der Jahrhunderten vergessen haben. Die Autorin hat sich von der südafrikanischen Mythologie, und den Kult der heilenden Sangomas, die von den Geister der Ahn*innen bessen sind, inspirieren lassen. Rassismus spielt ebenfalls eine Rolle. Lindiwe ist eine sehr authentische Erzählerin, und die Geschichte ist spannend aufgebaut: das Buch bleibt mir definitiv im Gedächtnis!
A captivating story about a mourning sister who soon finds out that some ends are just the beginning of a new story. The book touches on many interesting topics, such as environmentalism, being black young women in Germany, friendship and queerness.
**** Worum geht es? **** Lindiwes lebt in zwei Welten, doch ihr Herz möchte immer wieder in den Wald zurück. Der Wald in dem ihre Schwester verschwand und der zusehends ein Teil von ihr zu werden scheint. Mit Unathi ändert sich für Lin vieles, doch kann sie ihren Sehnsüchten widerstehen und gleichzeitig das Verschwinden ihrer Schwester aufklären?
**** Mein Eindruck **** Die Geschichte in diesem Buch ist definitiv keine leichte Kost. Beim Lesen benötigte ich all meine Konzentration, um auch den Zwischentönen lauschen zu können. Zunächst einmal zu den Sachen, die mich beeindruckt haben, an dem Buch: die Protagonistin in der Geschichte lebt in zwei verschiedenen Welten, zu Hause und im Wald und genau dies wird auch stilistisch komplett unterschiedlich umgesetzt. Schreibstil, Buchsatz und auch die Wortwahl veränderten sich. Die Suche der Protagonistin und die emotionale Verwundbarkeit waren stets greifbar, und dennoch blieb ich ihr immer ein bisschen fern. Auch fehlte mir in der Geschichte ein gewisser Spannungsbogen, die Charaktere, um die Protagonistin herum, blieben für mich eher statisch, trotz dass sie immer wieder agierten. Die Geschichte weist einen ganz eigenen Stil und viele Besonderheiten auf, für die man als Lesende*r empfänglich sein muss. Vor allem die Passagen im Wald und die zurückgebliebenen Gedanken der vermissten Schwester fand ich äußerst interessant zu verfolgen. Am Ende konnte mich das Ganze leider, trotz dass ich es mir sehr wünschte, nicht in Gänze packen. Ich nahm dennoch einiges aus der Geschichte mit und fühlte mich zum Nachdenken angeregt.
**** Empfehlung? **** Nicht herausragend, aber ein wirklich solides und fundiertes Buch für zwischendurch, wenn man gerne etwas tiefer und konzentrierter in eine Familiengeschichte eintauchen möchte. Themen wie Vielfalt, Verantwortung und Freiheit sind hier zentral.
Jemand anderes hat City of Trees als ein aussergewöhnliches Buch beschrieben und ich kann dem nicht widersprechen. Angefangen bei den Illustrationen auf jeder zweiten Seite, bis hin zu den unterschiedlichen Textformaten, das Buch ist aussergewöhnlich. Die Idee mochte ich auch sehr - mit ein paar kleineren Punkten, die ich nicht so ganz nachvollziehen konnte und die wohl jeden anderen nicht stören würden ().
Was mich davon abhält, dem Buch eine höhere Bewertung zu geben, ist ein gewisser Mangel an Tiefe (das Buch ist sehr ambitiös, aber nicht alles kann dabei gleich gut verarbeitet werden), und eine etwas gestelzte Art die Geschichte zu erzählen. Soweit, dass ich mir manchmal dachte, es wäre vielleicht besser gewesen, wäre das ganze Buch in Gedichten gehalten. Sandjon hätte etwas mehr mit dem Versmass spielen, hätte so Flow und Unterbruch kreieren, sogar etwas mehr Tiefe schaffen, und vielleicht dieses "stelzige" in ihrer Sprache übertünchen können.
Trotz meinen kleinen Bemängelungen bin ich sehr froh, dass ich das Buch gelesen habe und empfehle es weiter an alle, die sich auf eine kreative Erfahrung mit Thema Umweltschutz und -aktivismus einlassen wollen.
ich fand die storyline voll sweet, mochte das andere buch der autorin aber trotzdem lieber. auch, weil ich nicht so richtig in den spirituellen vibe reingefunden hab