Jahrelang hat Gwendolyn Hobbs es zugelassen, dass ihr Mann Tom sie von ihrer Familie und ihren Freunden isoliert hat. Als sie es endlich schafft, sich von ihm zu trennen, flüchtet Gwen von Montreal nach Wildberry Bay, wo ihre Eltern und ihre Freunde von früher sie mit offenen Armen empfangen. Das Rauschen des Meeres und die herzlichen Bewohner des kleinen Ortes haben ihr gefehlt – ganz besonders ihre erste Liebe Neil. Bekommt ihre Beziehung von damals eine zweite Chance? Dann macht Gwen eine Entdeckung, die alles verändert. Und als Tom plötzlich in Wildberry Bay auftaucht, überschlagen sich die Ereignisse …
Ein letztes Mal nach Wildberry Bay reisen und erleben, wie Gwendolyn zurückkehrt und damit endlich ihr Happy End bekommt
Ich habe diesen Band wirklich herbeigesehnt, als ich den zweiten Band beendet hatte. Gwendolyn ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen, alleine schon, weil sie einfach sehr unglücklich herüberkam und auch war, in der Beziehung, in der sie sich befunden hat. Als sie es jetzt endlich geschafft hat, sich davon loszueisen, mit allem, was sie packen konnte (inklusive Kater Elmo und Pflanze Gloria), hab ich nur gehofft, dass alles gut werden wird. Neil ist der letzte aus der Freundesgruppe, der nach seiner Ehe noch Single ist. Als Gwen endlich wieder da ist, war das auch für Neil mit vielen Emotionen verbunden. Die beiden gehören für mich einfach zusammen 🤭
Die erste Zeit in Wildberry Bay hat Gwen sich wahrscheinlich auch ein wenig anders vorgestellt, denn es war erstmal ein „Aufwand“ Gwen einen Schlafplatz zu organisieren. Doch letztendlich ist sie da gelandet, wo sie hingehört: zu Neil 🥰 Doch für Gwen bedeutet das nur ein Schritt in die richtige Richtung, denn es stehen da noch andere Probleme ins Haus, die sie dank Familie erstmal bewältigt bekommt. Nach und nach kann sie sich wieder heimisch fühlen, findet sogar neue Freunde und kann sich mit Florentine endlich wieder auf ihre Freundschaft besinnen. Aber ist ja klar, dass ihr altes Leben nicht lange auf sich warten lässt, wieder auf der Bildfläche zu erscheinen. 🍁 Das war ein ganz wundervoller Reihenabschluss, den Miriam Covi da geschaffen hat. Alles findet wieder einen wenig dahin zurück, wo es hingehört. Ein Kreis, der sich schließt, jeder findet das, was zu einem gehört und am Ende musste ich erst vor Rührung und Anteilnahme und dann vor Entzücken ein paar Tränchen verdrücken. Wer wundervolle Settings, tolle Charaktere und ein Buch wie nach Hause kommen sucht, ist hier definitiv richtig
Genau wie die ersten zwei Bände hat mich der dritte Teil der Wildberry Bay Reihe total abgeholt. Diesmal war extrem viel Spannung vorhanden, weshalb ich das Buch eigentlich garnicht weglegen wollte. Dieses Buch hat mir deutlich gemacht, wie wichtig das Leben, die Liebe und die Menschen um einen herum sind.
Das Cover ziert eine wunderschöne Aufnahme vom Leuchtturm Peggys Cove, der in unmittelbarer Nähe zum fiktiven Ort Wildberry Bay zu finden ist. Farblich deutet alles auf den Indian Summer hin, obwohl gar kein buntes Laub zu sehen ist. Ich liebe dieses Cover, das diesmal den Blick raus aufs Meer lenkt.
Wiedersehen in Wildberry Bay von Miriam Covi erschien im Heyne Verlag. Es ist der abschließende dritte Band der „Wildberry Bay Reihe“. Die ersten beiden Bände: „Träume in Wildberry Bay“ und „Herzklopfen in Wildberry Bay“ habe ich ebenfalls verschlungen und empfehle sie gerne alle drei weiter. Der Titel ist Programm, denn die Protagonistin Gwendolyn kommt zurück nach Wildberry Bay, wo sie viele Sommer ihrer Kindheit verbracht hat. Zusammen mit Neil, dem ortsansässigen Polizisten übernimmt sie die Rolle des Ich-Erzählers. Die zwei wechseln sich regelmäßig ab, so dass ich beide sehr gut kennenlernen konnte.
Bevor ich auf die Geschichte eingehe, möchte ich noch etwas zur Gestaltung des Buches sagen. Ich liebe die Klappen total, denn hinter der vorderen Klappe verbirgt sich eine Karte von Wildberry Bay mit jeweils der Anordnung der wichtigsten Häuser und den entsprechenden Bewohnern. So hat man beim Lesen direkt ein Bild vor Augen. Ich liebe solche Karten besonders auch zu fiktiven Orten. Passend dazu beginnt das Buch mit einem kurzen Personenregister. So wird auch jeder Leser abgeholt, der die ersten zwei Bände nicht gelesen hat. Ja, die Geschichte ist in sich abgeschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Aber im großen und ganzen betrachtet, setzt der dritte Band nahtlos an den zweiten Band an und so freut man sich mit Vorwissen einfach auf die Fortsetzung der Geschichten von liebgewonnenen Figuren.
Die Geschichte spielt in der Gegenwart, wobei die Gegenwart das Jahr 2018 bedeutet und vor genau 20 Jahren, als das Unglück seinen Lauf nahm. Was sich dahinter verbirgt, wird sehr ausführlich im ersten Band behandelt, aber auch hier wird man als Leser nicht im Regen stehen gelassen. In verkürzter Form erfährst du etwas über das Flugzeugunglück und wie sich das auf die Bewohner von Wildberry Bay im allgemeinen und den Protagonisten der drei Romane im speziellen ausgewirkt hat. Die Rückblenden kommen immer genau an den richtigen Stellen, so dass ich als Leser die Protagonisten besser verstehen kann.
Die Rückkehr von Gwendolyn nach Wildberry Bay und die versteckte Hütte im Wald von Neil werden sehr detailliert beschrieben. So konnte ich förmlich den Hibiskus mit den pfirsichfarbenen Blüten in Gwens Auto sehen und wie Neil diesen später in seine Hütte trug. Zu gerne würde ich weiterhin regelmäßig nach Wildberry Bay reisen, um mitzuverfolgen was aus den Menschen geworden ist. Für die kleinen Momente, die zum Schmunzeln einladen habe ich dir hier noch ein schönes Zitat rausgesucht. Beim Lesen musste ich an meine Anfänge in der Apotheke denken. Die Kondome lagen bei uns in Kiel in der untersten Schublade hinterm Tresen und so musste man vor dem Kunden immer in die Hocke gehen, um das passende Produkt herauf zu holen. Hier nun eine entsprechende Szene aus dem Buch. Ich habe herzhaft gelacht und wenn du das ganze Buch gelesen hast, weißt du auch warum ich so laut gelacht habe.
„Joshua strahlt mich flüchtig an, sichtlich erleichtert, doch dann greift er nach der Kondompackung und scheint erst jetzt zu registrieren, was genau ich einkaufen will. Seine Gesichtszüge entgleiten ihm, er wird knallrot und wendet sich so schnell der Kasse zu, dass ihm die Packung runterfällt und er sich danach bücken muss.“
Hast du jetzt Lust bekommen auf einen Ausflug nach Wildberry Bay und möchtest wissen, was es mit der Szene auf sich hat? Dann schnappe dir „Wiedersehen in Wildberry Bay“ von Miriam Covi und genieße jede einzelnen Seite von deinem Ausflug nach Kananda. Begleite Gwendolyn auf ihrem schweren Weg und springe mit Neil in den Wildberry Creek um dich abzukühlen. Du musst nicht zwangsläufig die ersten beiden Bände gelesen haben, aber in Summe ist es einfach noch viel schöner, da man den Ort und seine Bewohner über einen längeren Zeitraum begleiten darf. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.
~ mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschieden wir uns von Wildberry Bay
Wiedersehen in Wildberry Bay Bd.3, von Miriam Covi, erschienen im Heyne Verlag am 11. September 2024 Taschenbuch 512 Seiten
Klappentext Was dir der Meereswind flüstert Jahrelang har Gwendolyn Hobbs es zugelassen, dass ihr Mann Tom sie von ihrer Familie und ihren Freunden isoliert. Als sie es endlich schafft, sich von ihm zu trennen, flüchtet Gwen von Montreal nach Wildberry Bay, wo ihre Eltern und ihre Freunde von früher sie mit offenen Armen empfangen. Das Rauschen des Meeres und die herzlichen Bewohner des kleinen Ortes haben ihr gefehlt - ganz besonders ihre erste große Liebe Neil. Bekommt ihre Beziehung eine zweite Chance? Dann macht Gwen eine Entdeckung die alles verändert. Und als Tom plötzlich in Wildberry Bay auftaucht, überschlagen sich die Ereignisse ..
Meine Meinung Schnell finde ich mich wieder zurecht in Wildberry Bay. Gwen hatte einen kleinen Auftritt im ersten Teil und ist somit keine Unbekannte für mich. Die Flucht von ihrem Mann war sehr aufregend und ihr Kater Elmo ist auch etwas verstimmt. Schnell findet sie Unterschlupf bei Neil, der im Zelt vor ihrer Hütte übernachtet, um sie zu beschützen. Gwen findet auch direkt wieder Anschluss an ihre Freundin und auch an die alte Clique, die mittlerweile etwas größer geworden ist. Ich mag Gwen sehr und habe auch sehr mit ihr gelitten, wie ihr Mann Tom sie behandelt hat, wie er sie klein geredet hat. Gut, dass sie den mutigen Schritt gewagt hat. Ihre Freundin Flo ist immer an ihrer Seite und auch Neil weicht nur selten von selbiger. Miriam Covi bringt die Leserinnen zurück nach Kanada und ich habe mich direkt wieder zurechtgefunden, die Karte in der Klappbroschur ist dabei ein tolles Gimmick. Und für Quereinsteiger findet sich auf der ersten Seite ein Personenregister, sehr hilfreich. Für Musikfans findet sich im Anhang eine Playlist. Es gibt natürlich ein paar Wiederholungen in der Story, wie den Flugzeugabsturz oder die geplatze Hochzeit von Flo. Das hat mich jetzt nicht gestört, ich empfinde es als schöne Erinnerung. Viele Figuren kennt man schon und freut sich, auch von ihnen Neues zu erfahren. Das Leben in Wildberry Bay steht nicht still und somit gab es nicht nur Gwen Story, auch Eliza Baker durfte ihr Glück wiedersehen.
Fazit Miriam Covi liefert mit der Story rund um Gwen authentische Figuren. Wir dürfen mit ihnen lachen und weinen und zwischendurch auch ängstigen. Die Lovestory zwischen Gwen und Neil hat mir richtig gut gefallen, auch wenn es zwischendurch ein paar Missverständnisse gab. Das Ende war bezaubernd und jeder hat das bekommen, was er oder sie verdient hat. Ich trockne nun die Tränen und freue mich, vielleicht bald wieder etwas von Miriam Covi zu lesen. Gerne wieder aus Kanada. Ich vergebe 5 🐥🐥🐥🐥🐥 und eine Leseempfehlung.
Endlich hat Gwendolyn es geschafft ihren Ehemann Tom zu verlassen. Schon seit Jahren kontrolliert er sie und hält sie von ihrer Familie und ihren Freunden fern. Unglücklich und voller Angst flüchtet sie nach Wildberry Bay, wo sie von eben diesen mit offenen Armen empfangen wird. Sie trifft auch auf ihre erste große Liebe Neil und sofort flammen die Gefühle von damals wieder auf. Bekommen sie eine zweite Chance? Doch dann taucht Tom plötzlich auf und die Ereignisse überschlagen sich.
Wir erleben die Ereignisse aus den Perspektiven von Gwen und Neil. Sie waren bereits vor 20 Jahren kurz ein Paar und damals sehr verliebt. Doch in besagtem Sommer ging am Ende alles drunter und drüber, es ging vieles schief, viel schreckliches ist passiert. Letztendlich haben sie sich getrennt und Neil hat damit nicht nur sein eigenes Herz gebrochen. Beide haben ihr Leben unabhängig voneinander geführt, beide hatten es mit dieser Entscheidung alles andere als leicht. Vergessen haben sie einander allerdings nie. Ich habe es so sehr gemocht, wie sie sich hier langsam wieder angenähert haben.
Heute ist Gwen endlich aus ihrer toxischen Ehe ausgebrochen. Sie ist völlig fertig mit den Nerven und hat Angst vor einer weiteren Konfrontation mit Tom. Sie ist dermaßen ängstlich und schreckhaft, das ist wirklich schlimm zu lesen. Auch ihr Selbstwertgefühl ist im Keller, weil sie jahrelang klein geredet wurde. Sie tat mir unheimlich Leid und ich habe all ihre unterschiedlichen und extremen Gefühle nachempfinden können. Teilweise war ihr Verhalten für mich dennoch unverständlich, aber angesichts ihrer Situation war es wahrscheinlich sehr authentisch. Ich glaube, das kann man nur wirklich nachvollziehen, wenn man ähnliches erlebt hat.
Wildberry Bay und seine Bewohner:innen lösen bei mir das Gefühl aus, nach Hause zu kommen. Ich liebe das Setting: eine Insel mitten im Atlantik, ein kleiner Ort, in dem alle sich untereinander kennen und füreinander da sind. Durch die Vorgänger-Bände haben wir all diese verschiedenen Persönlichkeiten schon kennen- und lieben gelernt. Auch deren Protagonisten haben wieder einen großen Anteil am Geschehen, was ich immer sehr mag. Aber wir erfahren ebenso wie es mit einigen Nebencharakteren in Sachen Liebesdingen weiter geht. Das fand ich gut gelöst und sehr spannend. Mein besonderes Highlight ist dieses Mal auf jeden Fall Kater Elmo!
Die Themen im Buch sind natürlich alles andere als leicht: Gewalt in der Ehe, toxische Beziehungen, ein unerfüllter Kinderwunsch. Daher ist das Buch hochemotional, aber definitiv ein würdiger Abschluss der Trilogie. Schade, dass diese Reise nun schon vorbei ist.
Gwendolyn Hobbs steckt in einer toxischen Ehe fest. Ihr Mann Tom hat sie systematisch von sich abhängig gemacht und sie von Familie und Freunden isoliert. Als Tom dann seine geplante Geschäftsreise antritt, packt Gwen ihren Kater und ihr wichtigstes Zeug und fährt die lange Strecke von Montreal nach Wildberry Bay. Zuhause angekommen sind ihre Lieben mehr als froh, sie wieder daheim zu haben. Und auch Gwen kann erstmals wieder durchatmen. Sie hat das alles so sehr vermisst. Das Rauschen des Meeres, das gewohnte Umfeld ihrer Kindheit und Jugend... - und Neil. Ganz besonders Neil. Ihre erste große Liebe, die so unerwartet kam und noch unerwarteter endete. Nun ist es Neil, der Gwen in den ersten Tagen unterstützt und ihr den Rücken stärkt. Die Anziehung zwischen Beiden scheint ungebrochen. Bekommt ihre Liebe eine zweite Chance? Oder verändert eine überraschende Entdeckung alles zwischen Ihnen? Und als das nicht schon genug auf einmal wäre, taucht Tom plötzlich in Wildberry Bay auf...
„Wiedersehen In Wildberry Bay“ ist der 3. und leider, leider letzte Band der gleichnamigen Reihe von Miriam Covi. Wir dürfen die Geschichte der beiden liebevoll und absolut authentisch ausgestalteten Protagonisten aus hauptsächlich Gwens Perspektive verfolgen. Der Schreibstil ist richtig schön locker-leicht und flüssig zu lesen und die Erzählweise ist wunderbar unterhaltsam und fesselnd. Natürlich kann man sich denken, wie die Story endet, aber der Weg dahin ist einfach richtig, richtig schön zu verfolgen. Auch die liebgewonnenen Charaktere und das bildhaft ausgestaltete Setting tragen zu einer wahren Wohlfühlatmosphäre beim Lesen bei. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher der Autorin.
Aus der Wildberry Bay-Reihe hat mir am besten Band 2 gefallen. Mit Helena konnte ich am meisten relaten.
In diesem Buch finde ich besonders die Thematik toxischer Beziehungen spannend, komplette Abhängigkeit und Kontrolle durch den Ehemann sowie das Phänomen des Love Bombings. Mir gefällt, wie alle Hauptpersonen in Band 3 ihr persönliches Happy End finden und ein Ausblick auf die Zukunft gegeben wird. Nova Scotia als Setting ist eh unschlagbar - macht so Lust, dahinzufahren! Und: Miriam Covi hört bei den spicy Szenen immer genau im richtigen Moment auf, um Spannung aufzubauen und Fantasien anzuregen. Finde das super umgesetzt.
Schreibstil jedoch sehr einfach. Das Buch liest sich schnell weg. Viele Floskeln fallen doppelt. An der ein oder anderen Stelle hätte man sprachlich mehr rausholen können.
Sollte aber eine neue Nova Scotia-Reihe rauskommen, werde ich die so oder so wieder verschlingen 🍁🍂
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Wieder so eine tolle Reihe von Miriam Covi! Ich bin ganz begeistert, wie sie es schafft die Geschichten so miteinander zu verweben, dass es in sich stimmig und gleichzeitig immer wieder eine Überraschung wird. Ich kann es kaum erwarten, wenn die nächste Reihe rauskommt. Volle Empfehlung!
mein favorit unter den 3 wildberry bay geschichten. den anfang der reihe fand ich enttäuschend schwach, das ende dafür überzeugend stark. die aufnahme des motivs der häuslichen gewalt verbunden mit toxischer beziehung war überraschend, im positiven sinne. die ausarbeitung davon weitgehend gut, aber die szene mit tom im rum runner erschien mir recht unwahrscheinlich für einen manipulativen narzissten, der vor anderen nie seine maske ablegen würde und sich der prekären öffentlichen lage durchaus bewusst wäre. nichtsdestotrotz eine gelungene und herzerwärmende geschichte um gwen und neil.