»EIN SCHLAUER ESSAY – EIN MUST-READ FÜR ALLE, DIE ÜBERZEUGT SIND, ERFOLG SEI NUR EINE FRAGE DES MINDSETS.« Julia Friedrichs, Filmemacherin und SPIEGEL-Bestsellerautorin
Wir strampeln im Hamsterrad immerzu dem Wunsch einer gesicherten Zukunft hinterher und vertrauen stur auf das Mantra, der Markt werde unsere harte Arbeit schon belohnen. Wer sich anstrengt, kommt ans Ziel. Aber stimmt das noch?
Erfolg und Leistung haben sich heute voneinander entkoppelt. Nicht selten entscheidet die Herkunft, eine Erbschaft oder der Zufall über den eigenen Platz in der Gesellschaft. Doch während wir die Chancengleichheit schwinden sehen, wünschen wir uns nur noch sehnlicher, zu den Erfolgreichen zu gehören. Was gibt am Ende wirklich den Ausschlag? Und warum klammern wir uns an Versprechen, die sich immer öfter als leer erweisen?
Bernd Kramer versammelt überraschende Einsichten aus Soziologie, Psychologie und Philosophie, die gehörig am Erfolgskult unserer Gegenwart rütteln. Er legt die Mechanismen hinter festgefahrenen Glaubenssätzen offen und zeigt, wie wir uns von ihrem Sog emanzipieren können.
Ich hatte bei diesem Buch terminologisch und konzeptionell Mühe:
Der Autor definiert Erfolg als 'Anerkennung' durch andere.
Das Wörterbuch definiert Erfolg (Leistung) als Zielerreichung.
Die Grundlage der Lehre Epiktets bildet die strikte Trennung zwischen solchen Dingen, die man selbst beeinflussen kann (Urteil, Trieb zum Handeln, Begehren), und denen, die außerhalb der Macht des Einzelnen stehen (Anerkennung, Ansehen, Besitz, Würden).
Mit anderen Worten: - Solange man die Ziele so definiert, dass diese erreichbar sind kann man sich erfolgreich fühlen - Sobald man die Ziele so definiert, dass man von anderen abhängig wäre "ist man verloren"...