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Wolfszone

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Deutschland in der nahen Zukunft. Ein heikler Auftrag führt den Berliner Privatdetektiv Joe Denzinger in die brandenburgische Provinz. Direkt hinter dem Dorf Dölmow hat die Bundeswehr einen Wald abgeriegelt, in dem sich ein Rudel Wölfe durch Nanobots und künstliche Intelligenz massiv verändert hat. Und genau hier soll Joe die Erbin eines mächtigen Rüstungsunternehmens finden, die seit Tagen spurlos verschwunden ist. Zwischen Cyborg-Wölfen, Soldaten, Gangstern, Umwelt-Aktivisten und Einheimischen beginnt für Joe eine atemlose Jagd mit ungewissem Ausgang …

513 pages, Kindle Edition

Published May 15, 2024

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About the author

Christian Endres

96 books7 followers

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Community Reviews

5 stars
2 (10%)
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2 stars
1 (5%)
1 star
2 (10%)
Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Callibso.
978 reviews20 followers
November 26, 2024
Ein spannender Roman mit einem Schwung interessanter, manchmal auch etwas klischeehafter Figuren. Dazu kommen viele aktuelle Anspielungen in einem stimmigen Near-Future-Weltenbau. Mir fehlten noch mehr Details zu den Wölfen, es dauert, bis sie zum ersten Mal vorkommen und dann erschienen sie mir unglaubwürdig groß. Dafür gibt es aber ganze Kapitel, die aus der Sicht eines Wolfes geschrieben sind und die mir gut gefielen.
Am Ende fand ich den Versuch des Autors, wirklich jeden Erzählfaden zu einem positiven Abschluss zu bringen, tröstlich. So hat es Brandon Q. Morris es wohl auch empfunden, wenn ich sein Statement auf der Rückseite richtig interpretiere. Allerdings war es auch etwas übertrieben.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Martin.
1 review1 follower
October 19, 2024
2/10, wolfsteufelswilde Dialoge auf ARD-Vorabendserien-Niveau mit an sich spannender Prämisse, die völlig unzufriedenstellend ausgearbeitet wird, begleitet von Charakteren aus dem Stereotyp-Baukasten.
136 reviews5 followers
July 23, 2024
Ein bedrückender Cyberthriller, der nach hinten raus leider verliert

„Wolfszone“ von Christian Endres, ein Cyberthriller erschienen 2024 im Heyne Verlag, kommt mit einem irgendwie schicken aber irgendwie auch nichtssagenden Cover in Silber und Blutrot. Vielleicht ist das Cover schon ein Hinweis auf den Leseeindruck: Irgendwie gut, aber irgendwie leider auch nicht.

Endres wirft uns in ein nahes Zukunftsszenario, dass die lesende Person an vielen Stellen schlucken ließ. Klimawandel, Technologisierung, mangelnde Nachhaltigkeit, Pandemien und Raubbau an der Erde haben in Deutschland ihre Spuren hinterlassen. Das beschreibt Endres sehr glaubwürdig und realitätsnah, es fühlt sich bedrohlich an beim Lesen und lässt sehr über unsere aktuelle Zeit, in der wir die Weichen noch stellen könnten, nachdenken.

Die Handlung ist schnell angeteased: Cyborg-Wölfe, erschaffen durch Nanogiftmüll, der illegal in einem Wald in Brandenburg abgelegt wurde, versetzen die angrenzende Welt in Angst und Schrecken. Militär, Wissenschaft und Pro-Wolf-Aktivist:innen liefern sich einen Kampf um die Sperrzone, die um die Wölfe eingerichtet wurde. Eine junge Frau verschwindet in der Zone und der Privatermittler Joe Denzinger aus Berlin wird darauf angesetzt, ihren Spuren zu folgen. Und gerät in ein Netz aus Chaos, das sich immer weiter zusammenzieht...

Endres schreibt in schnellen Perspektivwechseln zwischen vielen Figuren, dass dabei die kurzen Kapitel immer den Namen der erlebenden Person tragen, hilft sehr dabei, den Überblick dennoch nicht zu verlieren. Toll ist, dass auch ein Cyborg-Wolf zu Wort kommt. Für diesen wählt Endres einen ganz anderen Stil, was mir zunächst sehr gut gefallen hat, mich am Ende aber leider doch zunehmend in den längeren Abschnitten nicht mehr angesprochen hat, da das gewählte Mittel dann doch sehr monoton wird. Das Erzähltempo ist gut, zügig, aber nicht gehetzt. Mir gefällt sehr, wie der Autor ganz viele Fragen unserer Zeit ganz selbstverständlich einbaut, Klimakatastrophe, Flucht, Rassismus, Dinge wie Tempo 130 auf den Autobahnen, dauerhafte Überwachung usw. Das gelingt ohne Aufheben und schafft ein klares Zukunftsbild (und die Frage, wie wir genau diese Zukunft verhindern können). Von der Technologie habe ich keine Ahnung, wie realistisch so ein Szenario also ist, kann ich nicht wirklich beurteilen. Die vielen Handlungsstränge sind leider nicht alle wirklich wichtig für den Roman, insbesondere einer erscheint mir vollkommen verzichtbar. Und auch die Gestaltung der Figuren fällt unterschiedlich tiefgründig aus. Lange hält Endres trotzdem ganz gut die Handlung in einem sinnvollen Fortschreiten, und ich bin gerne gefolgt. Die Spannung war dabei für mich nicht ganz auf Thriller-Level. Ich hatte keine Probleme damit, das Lesen zu unterbrechen.

Im letzten Drittel hat mich das Buch allerdings zwiespältig zurückgelassen. Endres schreibt grundsätzlich einen gut gestalteten Showdown mit vielen Facetten, guter Dynamik und immer wieder glaubhaften Emotionen. Ich habe mir auch zum ersten Mal im Buch literarisch wirklich gut gelungene Sätze / Passagen markiert. Aber insgesamt ist mir das zu sehr und zu schnell auf ein allover Happy End geschrieben, und einiges fand ich auch an den Haaren herbeigezogen. Relativ unmotiviert erleben wir nun jede Menge großzügige Menschen, die einfach alles verzeihen, massiven Betrug, schwere Kriminaliät mit Bedrohung des eigenen Lebens, ewiges Ghosten in einer Beziehung... Einige Stränge werden auch nicht aufgelöst, wir erfahren z.B. nie den Anlass für einen Beziehungskonflikt, der doch sehr dominant in der Handlung ist – kennt der Autor ihn? Hier hat mensch nicht das Gefühl, dass diese Leerstelle bewusst gesetzt ist. Und auch die Auflösung um den Verbleib der vermissten Lisa erscheint nicht wirklich plausibel.

Also langer Rede kurzer Sinn: Nach hinten raus verliert das Buch bei mir leider viel. Guter Ansatz, aber... Der Autor beschreibt im Nachwort, dass der Ursprung des Thrillers eine Kurzgeschichte war, und er eher auf Treiben der Crowd hin einen Roman daraus gemacht hat. Ich finde, man spürt das sehr deutlich, wie hier ein Stoff aufgepumpt wurde, der dafür nicht vorgesehen war. Ich glaube, er wäre besser bei der Kurzgeschichte geblieben. Was ich mochte, war der Humor, der im letzten Teil aufkam, so z.B., dass er einbaut, dass ein Krimi-Autor sogar einen Roman aus der Geschichte machen will. Fazit: Als entspannte Sommerlektüre gut lesbar, insgesamt aber für mich nicht wirklich ein packender Cyberthriller, ich hatte mehr erwartet.

Ein großes Dankeschön an wasliestdu.de und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

Profile Image for Petra.
346 reviews1 follower
May 27, 2024
Deutschland in einer nicht allzu fernen Zukunft: Durch illegal entsorgten Technikmüll und Nanobots sind die Wölfe in einem Wald in Brandenburg mutiert. Diese Cyberwölfe lösen Ängste aus, der Wald wird abgesperrt, die Armee rückt an, aber auch Journalisten und Naturschutzgruppen wie die Aktivistengruppe ProW@lf.

Privatdetektiv Joe Denzinger erhält von der Chefin eines Rüstungskonzerns einen brisanten Auftrag. Ihre Tochter Lisa ist verschwunden, zuletzt war sie undercover im Camp der ProW@lf-Aktivisten, er soll sie nun finden. Heikel, da ihre Mutter verschiedene Drohnen liefert, um die Wölfe nicht nur zu beobachten, sondern gegebenenfalls auch zu bekämpfen.

Christian Endres erzählt seinen Cyberthriller aus fünf verschiedenen Perspektiven. Joe Denzingers ist eine davon. Tariq ist ein syrischstämmiger Bundeswehrsoldat, der unter Rassismus zu leiden hat. Kira, Evolutionsbiologin, forscht an Wölfen, Winslow, ein junger, nicht mutierter Wolf begleitet sie. Marija ist Fahrradkurierin, schmuggelt aber auch Drogen durch die abgesperrte Wolfszone. Ihre Tochter lebt in der Nähe beim Vater. Die für mich spannendste Perspektive ist die von DW-7X, einem der mutierten Wölfe.

Ich gestehe, dass mir nicht alle Protagonist:innen gleich gut nahe gekommen sind. Neben DW-7X, der nicht nur am interessantesten ist, sondern auch Informationen über die Veränderungen bei den Wölfen liefert, mag ich Tariq am liebsten, seine Gedanken und Gefühle kann ich gut nachvollziehen. Mit den anderen habe ich meine Probleme, kann nicht alle Handlungen und Gedanken nachvollziehen. Joe stehen meiner Meinung nach seine Hormone zu sehr im Weg. Bei Kira sind es private Probleme, die mir zu vage blieben als dass ich sie verstehen kann, und ihre Handlungen nach einem gewissen Ereignis, die in meinen Augen sehr überzogen sind. Marija kommt mir gar nicht nahe und ist mir bis zum Schluss nicht sympathisch. Bei ihr stört mich vor allem, dass sie sich durch ihr kriminelles Handeln bewusst in Gefahr begibt, was meiner Meinung nach nicht zu ihren Gedanken bezüglich ihrer Tochter passt. Am Ende hatte jeder der Fünf eine wichtige Rolle in der Geschichte.

Es gibt auch interessante Nebencharaktere, wie z. B. den Schrottplatzbesitzer Oskar, dem ich im wahren Leben eher aus dem Weg ginge, schon wegen seiner sehr speziellen Ansichten, der aber dem Roman von Anfang an gewisse Impulse gibt.

Interessant ist natürlich auch der Hintergrund der Geschichte, der Klimawandel ist fortgeschritten, die Hitze, die während der im Mai spielenden Handlung herrscht, kann man regelrecht fühlen, und auch die Probleme der Bevölkerung werden deutlich. Hier hat Christian Endres eine durchaus vorstellbare Zukunft entwickelt.

Ich mag Wölfe, und heute schon gibt es Menschen, die Probleme damit haben, dass der Wolf in Deutschland wieder heimisch wird. Dass das noch schlimmer werden würde, wenn diese, wie hier beschrieben mutieren würden, kann man sich denken. Und so ist es hier auch, viele wollen die Tiere einfach nur vernichtet sehen, eine Abstimmung im Bundestag darüber, wie mit ihnen zu verfahren sei, steht kurz bevor. Fakenews und gefälschte Videos kursieren und heizen die Ängste und den Hass auf die Tiere an. Beim Lesen hat man leider immer das Gefühl, so könnte es wirklich sein. Das Ganze schürt dann auch die Spannung, und Joes Auftrag, Lisa zu finden, tritt fast in den Hintergrund. Natürlich wird Lisas Schicksal am Ende dennoch nachvollziehbar aufgeklärt.

„Wolfszone“ hat mich gut unterhalten, mich hat zwar nicht jeder Charakter angesprochen, doch ist zumindest die Perspektive des mutierten Wolfes genial, trägt viel zur Spannung und zur Atmosphäre bei, und hat mich auch berührt. Atmosphäre entsteht auch durch das Gefühl einer möglichen Zukunft, einer Zukunft, die wir vielleicht noch verhindern können. So hat der Roman auch einen gesellschaftskritischen Aspekt. Am Ende habe ich den Roman zufrieden zugeklappt.
953 reviews
May 16, 2024
Das Cover sieht sehr edel und hochwertig aus. Der Titel hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Der schillernde Hintergrund past super. Die Haptik des Hardcover Bucher ist sehr ansprechend.

Dies ist mein erster Cyberthriller und ich war sehr gespannt. Brandenburg ist der Schauplatz der Geschichte, Wölfe haben sich durch KI Einfluss in Cyborg-Wölfe verwandelt. Privatdetektiv Joe muss ermitteln, denn eine junge Frau ist im Wald verschwunden....

Joe erfährt immer mehr Abgründe und muss sich beeilen, denn nicht nur Wölfe sind hier Raubtiere.

Der Schreibstil hat mich sofort gefesselt. Die Kapiteln waren spannend und die Charaktere waren facettenreich. Ich fand die Ideen in den Geschichten toll umgesetzt. Der Autor hat es geschafft mich komplett zu überzeugen. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
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