So atmosphärisch wie »Dune«, so visionär wie »Mortal Engines«: ein außergewöhnlicher Fantasyroman zum Trendthema KI!
Die Welt, in der Fiora aufwächst, ist ein Albtraum aus Sand, Fels und einer alles versengenden Sonne. Doch schlimmer ist der Hass, welcher der jungen Frau entgegenschlägt. Denn ein dunkles Geheimnis umhüllt Fioras Herkunft. Im Schatten ihrer Halbschwester Mara versucht sie sich zu beweisen und lässt sich von Meister Konstantin, dem einzigen Gelehrten der Stadt, ausbilden. Doch der Meister ist nicht, wer er zu sein Die Energie, die durch ihn fließt, ist machtvoll genug, die Welt in Asche zu legen. Fiora muss herausfinden, wer sie wirklich ist – weit mehr als nur ihr eigenes Schicksal steht auf dem Spiel.
Die lebensfeinliche Welt von Strom drängt einen geradezu den Vergleich mit Arrakis aus Dune auf. Sand, soweit das Auge blickt, eine Sonne, die tagsüber alles verbrennt und Wasser ist rahr gesät. Doch im krassen Gegensatz zu Dune gibt es Androide, die Welt ist aufgeteilt zwischen Mensch und Maschine. Davon weiß allerdings unsere Protagonistin Fiora erstmal nichts. Sie wächst als Außenseiterin auf, ständig geschnitten, beleidigt und geprügelt, da ihre Mutter eine der Dunklen war. Was es mit diesem Völkchen auf sich hat wird erst später klar. Fioras einzige Stütze ist ihre Schwester Mara, mit der sie allerdings auch so einige wiederkehrende Konflikte ausfechtet. Wir werden Stück für Stück in die Welt eingeführt, lernen Fiora, ihre Familie und die übrigen Bewohner ihrer Heimat Bergquell kennen. Lernen die rigiden und kleingeistigen Nachbarn zu verabscheuen. Es werden im Laufe der Geschichte mehrere Zeitsprünge gemacht, die allerdings angenehm gestaltet sind. Das Buch wird auch nicht langweilig, immer wieder passiert ein Ereignis, das einen weiteren Auslöser beinhaltet. So ist Fiora schließlich gezwungen ihre Heimat zu verlassen und wir lernen die Welt richtig kennen. Banditen, Händler, Schwerter, Schusswaffen, Steampunktechnik. Alles zu einem wunderbaren Bild zusammengefügt. Zusammengehalten von einem angenehmen Schreibstil, an den richtigen Stellen distanziert, an den passenden Stellen nah und persönlich. Geheimnisse werden Fiora und uns Lesern offenbart, sodass wir schließlich verstehen was hinter dem Strom, einer quasi magischen Macht, den Bionten und Binaren und den Göttern steckt. Auch die Motivation der Bösen ist durchaus nachvollziehbar. Nur... die Konklusion finde ich fehlerhaft.
Auch erschien mir Fioras Aufenthalt in einem kleinen Dorf gegen Ende des Buches recht sinnlos und war, wie mir schien, nur geschaffen um Zeit zu schinden. Was danach passiert war sowieso schon vorhersehbar und lässt die Zeit im Dorf bedeutungslos werden. Auch die Einführung von zwei Nebencharakteren zu dem Zeitpunkt (die durchaus schon zuvor hätten eingeführt werden können), halte ich für fragwürdig. Zu dem Zeitpunkt kann ich keine Verbindung mehr mit ihnen aufbauen. Es wäre so viel bedeutender gewesen, wenn ich sie bereits weit vorher kurz kennengelernt hätte, auch für Fiora sind sie quasi Fremde und hätten genausogut namenslose Rothemden bleiben können.
Abgesehen von den paar kleinen Kritikpunkten hat mir Strom viel Freude bereitet. Es hat sich in die gerade ziemlich lange Liste von Büchern eingereiht, die ich nur verschlingen kann. Das einzigartige Worldbuilding, die Umsetzung der Idee, die ich in dieser Art noch nicht gesehen habe und natürlich der hervorragende Schreibstil machen "Strom" zu einer absoluten Empfehlung. Und das nicht nur für Sci-Fi Fans. Auch Menschen die sonst eher Fantasy lesen, dürften mit diesem Buch ihre Freude haben. Ich weiß, die Demographie überschneidet sich sowieso ;)
Die Welt von "Strom" ist erstmal für den Leser und der Protagonistin Fiora von Sand geprägt. Einen Welt, die vlt sogar der von Dune ähneln könnte. Sand, Dünen und Sonne so weit es reicht, in mitten liegt das Dorf von Fiora. Aber wirklich willkommen ist sie dort nicht. Sie ist anders, sie ist die Tochter einer Dunklen und somit ist auch ihre Haut dunkler. Mit Argwohn und Befremdlichkeit begegnen ihre Mitmenschen sie, wenn nicht sogar mit Hass. Keinerlei Toleranz zur Andersartigkeit besteht. Ihre einzige Stütze ist ihre Schwerster, aber auch deren Miteinander ist oft von Konflikten geprägt. Wirklich Zuhause fühlt Fiora sich also nie, weswegen sie das Dorf verlässt. Wir Leser begleiten sie auf eine lange Reise voller Konflikte, Geheimnisse, Lügen und auch Verrat. Und am Anfang ist noch alles sehr verstrickt, doch mit jeder neuen Begegnung an Menschen und Wesen erfährt man Stück für Stück mehr. Denn es existieren nicht nur Menschen in dieser Welt, sondern auch Androide, Götter und eine Art Magie, die "Strom" genannt wird. Fiora lernt auf ihrer durchaus anstrengenden und todesnahen Reise für sich selbst zu kämpfen. Sie lernt Händler, Banditen, Waffen und Rebellen kennen und doch dauert es lange bis der wahre Grund des Konfliktes zwischen Mensch und Maschine aufgedeckt wurde.
Die Spannung und viel Handlung war eigentlich immer gegeben, dennoch fand ich das Ende am schwächsten. Kurz kehrte man zum friedlichen Dasein zurück, um sich dann doch den nicht auszuweichenden Krieg zu stellen. Und naja, wenn der Grund für all das Zerstören und Töten schlichtweg das Erforschen von menschlichen Gefühlen war, dann ist das ein kleines bisschen ernüchternd. Bissi wie die "Liebe-ist-stärke-als-alle-Mächte".
Dennoch fand ich das Buch unfassbar interessant, einfach wegen dem Setting und weil so viel passiert (vlt ein bisschen zu viel).
„Strom: Das dunkle Erwachen“ von Robin Hill, herausgegeben von Penguin Random House, entführt den Leser in eine Welt voller mysteriöser Geheimnisse, düsterer Intrigen und einer unbarmherzigen Sonne, die Fioras Schicksal zu besiegeln scheint. Die Geschichte um Fioras Suche nach ihrer wahren Identität und der Wahrheit über Meister Konstantin entfaltet eine packende Dystopie über Macht, Verrat und Selbstfindung.
Der Klappentext verspricht nicht zu viel: Fioras Reise durch eine von Hass und Misstrauen geprägte Welt enthüllt dunkle Geheimnisse und gefährliche Machenschaften. Die Beziehung zu ihrer Halbschwester Mara und die Ausbildung bei Meister Konstantin geraten in ein bedrohliches Licht, als Fiora die gefährliche Energie spürt, die er beherrscht. Das Geheimnis um ihre Herkunft und ihre wahre Bestimmung führen Fiora in einen Strudel aus Gefahr und Rätseln, die weit über ihr eigenes Schicksal hinausgehen.
Die Geschichte hebt die durchweg spannende Handlung des Dystopienromans hervor, die den Leser in ihren Bann zieht und die düstere Atmosphäre der Geschichte unterstreicht. Die stimmige Inszenierung der Welt und Charaktere erzeugt eine beklemmende Atmosphäre, die das Lesevergnügen intensiviert und das Kopfkino der Leser anregt.
Trotz der gelungenen Spannung und düsteren Atmosphäre finde ich das Ende des Romans zu schnell , das meiner Meinung nach noch einige Ausführungen vertragen konnte, um den Lesern einen angemessenen Abschluss zu bieten. Dennoch bleibt „Strom: Das dunkle Erwachen“ ein eindringlicher und packender Roman, der mit einer mitreißenden Geschichte und komplexen Charakteren zu überzeugen weiß.
Robin Hills Werk verspricht eine fesselnde und nachdenklich stimmende Dystopie, die mit geheimnisvollen Enthüllungen und verstörenden Entwicklungen die Leser in ihren Bann zieht und ein Lesevergnügen voller Spannung und Abenteuer bietet.
In »Strom« kommt vieles zueinander. Beworben als Fantasy, bringt es viel mehr mit, als nur das. Ich las darin zudem Science-Fiction, Steam-Punk und eine Dystopie rund um Künstliche Intelligenz und ihr Zusammenleben mit der Menschheit. Für einen Phantasten somit ein Sammelbecken dessen, was zu begeistern vermag, aber gleichzeitig eine Mischung, die man als Autor erstmal sinnvoll verknüpfen können muss. Aus meiner Sicht ist das hervorragend gelungen! Das Buch bietet düstere Momente, gut ausgearbeitete Charaktere, eine packende, schnelle Story, die sich Stück für Stück weiter öffnet. Die Welt ist schlüssig, wenn auch alles andere als eine ausgemachte Schönheit. Rauchende Schlote industrieller Entwicklungsstufen, der Kampf um Bodenschätze und nebulöse Herrscher und Götter vermengen sich mit einer auf dem, was die Bewohner Strom nennenden Magie. Dazu Luftschiffe, die mit ihren rücksichtslosen, an Bord befindlichen Truppen anmuten wie eine herzlose Replik der gedankenlos folgsamen Horden des Dritten Reiches. Die Geschichte hat mich gefesselt, der Plot mitgenommen und mit seinen sich nur langsam entblätternden Facetten am Lesen gehalten, um des Rätsels Lösung auf die Schliche zu kommen. Wer einem Genremix, der sich nirgendwo so recht eingliedern lässt, offen gegenübersteht, macht mit Sicherheit keinen Fehler, einen Blick auf »Strom« zu wagen. Mich hat es zumindest überzeugt!
Fiora lebt in einer kleinen Siedlung, die umgeben von nichts außer Sand und Geröll ist. Sie ist eine sogenannte Dunkle. Damit ist ihre Hautfarbe gemeint und genau aus diesem Grund wird sie immer wieder Opfer von rassistischen Bemerkungen und wird zudem von der Mehrheit der Bevölkerung verachtet. So ist es auch wenig wunderlich, dass sie sich ausgeschlossen fühlt und ihren Platz nicht finden kann, denn zugehörig fühlt sie sich auf keinen Fall. Auch wenn sie eine gute Ausbildung genossen hat, so ist ihre Lage aussichtslos. Erst als ein Händler auftaucht und ihre Schwester entführt wird, ändert sich ihr Leben. Doch das Leben außerhalb der Siedlung ist auch nicht unbedingt besser, dafür aber selbstbestimmt.
Das Cover hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Man sieht eine junge Frau in einer kargen Umgebung und im Hintergrund sieht man eine Stadt mit Flugzeugen am Himmel. Der Schreibstil ist einfach gehalten, sodass sich das Buch gut lesen lässt. Es wird hauptsächlich aus der Sicht von Fiora erzählt, sodass man nur ihre Sichtweise versteht und zu greifen bekommt. Andere Charaktere sind daher manchmal etwas schwierig zu verstehen bzw. ihre Beweggründe.
Mich hat das Buch direkt auf Grund seines Klappentextes angesprochen. Wobei ich im Nachhinein gestehen muss, dass der Klappentext nicht wirklich gut wiedergibt, worum es im Buch geht. Das Thema KI wird bspw. überhaupt nicht ersichtlich. Es klingt vielmehr nach Dystopie und Fantasy.
Ich muss leider auch sagen, dass der Einstieg in die Geschichte echt mühsam ist. Ich wurde zwar schnell mit Fiora warm und konnte ihre Lage verstehen, aber das Ganze drum herum bleibt vollkommen schleierhaft. Ich für meinen Teil konnte mich überhaupt nicht in die Welt hineinversetzen, weil mir schlichtweg die Informationen fehlten und selbst nach Ende der Geschichte habe ich zahlreiche Fragezeichen. Für mich war das World-Building leider nicht sonderlich gut gelungen. Die ganze Welt, in der die Geschichte spielt, ist sehr komplex und die Informationen kommen nur häppchenweise.
Erst als Fiora ihre Heimat verlässt, werden einige Dinge klarer. Und ab diesem Zeitpunkt tauchen auch erstmal Wesen auf, die KI-basiert sind. Und da war auch der Punkt, an dem ich total verwundert war, weil ich bedingt durch den Klappentext was anderes erwartet habe. Was für mich an der Stelle aber nicht ins Gewicht fällt. Das Thema schreckt mich persönlich nicht ab. Aber es wäre halt gut, es gewusst zu haben.
Auch wenn man vieles von Fiora weiß und man sich gut in sie hineinversetzen kann, so bleiben dafür andere Charaktere auf der Strecke. Ich finde, dass man nicht sonderlich viel über sie erfährt und sie auch blass wirken im Vergleich zu Fiora. Manchmal ist das Gruppengefüge für mich nicht so stimmig, weil es irgendwie wirkte, als wenn alle das gleich wollen, und dann irgendwie doch nicht. Es wirkte irgendwie nicht harmonisch bzw. es hat sich auch nicht so richtig nach Widerstand angefühlt.
Die Idee der Geschichte finde ich gut, nur leider hat die Umsetzung nicht meinen Geschmack getroffen. Ich bin mit der Welt nicht warm geworden, habe viele Dinge nicht richtig verstanden, der Anfang war mir zu langatmig und dafür das Ende viel zu schnell erzählt.
Klappentext: Die Welt, in der Fiora aufwächst, ist ein Albtraum aus Sand, Fels und einer alles versengenden Sonne. Doch schlimmer ist der Hass, welcher der jungen Frau entgegenschlägt. Denn ein dunkles Geheimnis umhüllt Fioras Herkunft. Im Schatten ihrer Halbschwester Mara versucht sie sich zu beweisen und lässt sich von Meister Konstantin, dem einzigen Gelehrten der Stadt, ausbilden. Doch der Meister ist nicht, wer er zu sein scheint: Die Energie, die durch ihn fließt, ist machtvoll genug, die Welt in Asche zu legen. Fiora muss herausfinden, wer sie wirklich ist, weit mehr als nur ihr eigenes Schicksal steht auf dem Spiel.
„Strom - Das dunkle Erwachen“ von Robin Hill ist ein Fantasyroman. Ich lese nicht oft Fantasy, nur ausgewählte Bücher von denen ich überzeugt bin, dass sie mich interessieren. Dieses Buch hat ein Thema das in aller Munde ist, KI, dazu ist mir der Autor unter seinem realen Namen bekannt und er hat mich noch nie mit seinen Geschichten enttäuscht. Also habe ich mich auf das Abenteuer eingelassen.
Zu Beginn lernt man Fiora kennen. Sie tut sich schwer in ihrer Welt die voller Felsen und Sand ist. Ihr Leben ist entbehrungsreich und sie fühlt sich als Kind einer dunkelhäutigen Frau und einem weißen Mann nirgends zugehörig. Nur in der Gegenwart ihrer Halbschwester Mara fühlt Fiora sich wohl. Fiora entschließt sich von Meister Konstantin, dem einzigen Gelehrten der Stadt ausbilden zu lassen. Doch Meister Konstantin ist ein gefährlicher Mann. Er hat die Kraft die ganze Welt in Schutt und Asche zu versetzten.
Man muss der Geschichte etwas Zeit geben bis man richtig mit den Charakteren und der Welt vertraut ist. Die Charaktere die Robin Hill erschaffen hat sind sehr interessant. Besonders die Hauptperson Fiora aus deren Sich die Geschichte auch erzählt wird. Fiora ist auf der Suche nach sich selbst und durchlebt in der Geschichte eine große Entwicklung. Sie hat eine dunkelhäutige Mutter und einen weißen Vater. In der Welt die Robin Hill beschreibt gibt es immer noch Rassismus. Dieses heikle Thema verarbeitet der Autor gut in seiner Geschichte. Die Atmosphäre ist zu beginn recht düster, Die Welt ist wie eine Wüste voller Sand und Steine und die Sonne ist immer gegenwärtig. Hier haben die Charaktere kein einfaches Leben. Ich habe mich gefragt, ist das unsere Welt in ferner Zukunft wenn wir nicht endlich die Reißleine ziehen.
Richtig spannend wird die Geschichte als Fiora den Ort in dem sie lebt verlässt. Ab hier nimmt die Geschichte Tempo auf, wird eine Mischung aus Fantasy und Dystopie. Die Leser*innen treffen ab jetzt auch aus KI’s und man fragt sich wie gefährlich ist es solche KI’s zu erschaffen.
Je weiter ich gelesen habe, je mehr hat mich die Geschichte in Atem gehalten. Dazu kommt der flüssige und gut verständliche Schreibstil des Autors. Robin Hill greift für seine Geschichte wichtige und interessante Themen auf wie KI, Rassismus und Loyalität.
„Strom - Das dunkle Erwachen“ ist eine interessante und spannende Geschichte und ich bin froh, dem Autor wieder einmal vertraut zu haben.
Obwohl Fiora schon ihr ganzes Leben in diesem Minendorf mitten in der Wüste verbracht hat, bleibt sie die Außenseiterin. Ihr Vater hat sich damals mit einer Fremden eingelassen und Fioras dunklere Haut erinnert alle daran. Aber noch ahnt sie nicht, dass sie nicht nur anders, sondern auch besonders ist.
Robin Hill ist das Pseudonym von Lucas Fassnacht und Strom ist ein Herzensprojekt. Ein Fantasy-Epos mit beschwerlichen Reisen und geheimnisvollen Gehilfen, mit Witz und Gesellschaftskritik.
Ich mochte die Welt und die Geschichte, ich musste immer wieder an Mortal Engines denken, aber auch an die Hope and Red-Trilogie und an Wer fürchtet den Tod von Nnedi Okorafor. Alles Geschichten, in die ich fallen lassen konnte und die ich gerne gelesen oder gehört habe.
Aber tatsächlich auch ähnlich wie bei Mortal Engines musste ich mich auch bei Strom erst an die Sprache gewöhnen. Der Stil, aber auch einige Formulierungen und Begriffe waren mir bis zum Ende zu altmodisch. Besonders am Anfang liest sich Strom wie ein Buch, das auch vor 50 Jahren hätte geschrieben worden sein können. Das ist erstmal nicht schlimm und vor allem Geschmacksache, aber ich ahne, dass Lucas das auch anders hätte erzählen können. Moderner, vielleicht klarer in der Sprache und den Bildern. Und das hätte ich spannender gefunden.
Trotzdem: Strom ist eine schöne Geschichte, die sich auch gut runterlesen lässt und am Ende vielleicht mehr mit uns und unserer Realität zu tun hat, als ich am Anfang gedacht habe.
Wie kämpft man gegen etwas an, das unbesiegbar ist?
KI, Robotermenschen ohne Gefühle, Weltuntergangsstimmung, diese Themen finden in diesem Roman zusammen und ich fand es absolut großartig. Ich persönlich würde es eher Science-Fiction als Fantasy zuordnen, wer sowas aber gerne mag, dem könnte die Geschichte sehr zusagen.
Der Klappentext fasst die ersten 100 Seiten zusammen und nimmt dann sehr schnell eine unerwartete und sehr spannende Wendung. Für mich von vorne bis hinten ein sehr besonderes Buch, das wie versprochen absolute Dune-Vibes vermittelt. Ein grandioser, etwas anspruchsvollerer Schreibstil, der zwar weniger Wert auf Gefühle legt, trotzdem aber starke Emotionen durch schockierende und sehr überraschende Situationen hervorrufen kann.
Der Misch aus ausgereifter Technologie und aber auch dem völligen Fehlen ebendieser ist so genial gemacht, und auch ein wichtiges Thema wie Rassismus findet hier sehr gelungen seinen Platz.
Das Ende hinterlässt einen sprachlos und verwirrt, da es eher offen gelassen wird, für mich hat es den Vibe des ganzen Buches aber richtig gut abgerundet.
Spannend bis zur letzten Seite, für mich ein absolut gelungenes Werk, das sehr speziell ist und dadurch vermutlich nicht jedem gefallen wird.☺️
Das Cover gefällt mir sehr gut, die rote Farbe passt perfekt und auch die Illustrationen sind sehr stimmig. Der Titel ist gut gewählt.
In diesem Fantasyroman geht es um Fiora, sie lebt in einem abgelegen Dorf. Um mehr über das Geheimnis ihrer Herkunft zu erfahren macht sie sich auf den Weg. Als so genannten "Dunkle" wurde sie gemieden, als ein Krieg ausbricht geht es um mehr als nur ihr leben.
Als Leser wird man direkt mit in die Welt gezogen, das Buch ist in 5 Teile aufgeteilt und in jedem passiert etwas Neues und Spannendes. Die Entwicklung von Fiora finde ich unfassbar gelungen.
Fiora hat mir als Charakter sehr gut gefallen, die Geschichte war spannend und etwas Neues für mich. Ich würde das Genre des Buches zwischen Fantasy und Sci-Fi einordnen, mir persönlich hat das sehr gut gefallen.
Fiora´s Schwester fand ich auch sehr liebenswürdig, sie hat stets zu Fiora gehalten, auch die anderen Charaktere waren für mich sehr facettenreich. Der Schreibstil des Buches war sehr angenehm zu lesen. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Was hat denn das mit KI zu tun? Diese Frage stellt sich der Leser (möglicherweise) in den ersten Kapiteln des Buchs. Hier wird nämlich keine Aktivität einer KI geschildert, sondern das schwierige Leben in einer kleinen Siedlung einer postapokalyptischen Welt, in der Rassismus sehr offenkundig ausgelebt wird.
Beschrieben wird der Roman (von wenigen kleinen Ausnahmen abgesehen) ausschließlich aus Sicht von Fiora, die sich in der Gesellschaft überhaupt nicht eingliedern kann und in jeder Situation aneckt. Der Grund liegt darin, dass sie ein Mischlingskind ist, das aus einer Verbindung zwischen einer Schwarzen und einem Weißen hervorgegangen ist. Sowohl Stimmung als auch Erzählung ändern sich grundlegend, als ein Händler ins abgelegene Dorf kommt.
Ich bin im Roman immer wieder über größere und kleinere Unstimmigkeiten gestolpert und fand, dass der Einstieg etwas zu träge war. Ich hatte schon die Befürchtung, dass der Roman nun zu einer Romantasy-Geschichte wird, als dann doch vom Autor eine andere Stimmung eingeschlagen wurde. Da es sich um einen deutschen Autor handelt, fand ich auch die Wortwahl »Strom« etwas merkwürdig, da dieses Wort auch so schon mehrdeutig ist.
Fazit Auch wenn vom Leser hier und da etwas Geduld abverlangt wird und er über das ein oder andere hinwegsehen muss, ist das Fantasy-Debüt durchaus gelungen. Ich finde auch gut, dass der Autor einen Einzelroman geschrieben hat und nicht dazu gedrängt wurde, unbedingt eine Trilogie zu schreiben, nur weil er im Fantasy unterwegs ist. Der Roman ist also in sich abgeschlossen und am Ende bekommt dann auch die Frage nach der KI mehr Gewicht.