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Blütengrab

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Ein brutaler und düsterer Thriller aus der Nachwendezeit. Ein spannungsgeladenes Ermittlerduo, sie aus dem Osten, er aus dem Westen.

1993, Ostdeutschland. Auf einem Bett aus Blütenzweigen und den Körper übersät mit germanischen Runen - so wird in einem abgelegenen Waldstück bei Wussnitz eine Mädchenleiche gefunden. Die ehrgeizige Kommissarin Ulrike Bandow und der neue westdeutsche Kollege Ingo Larssen übernehmen ihren ersten gemeinsamen Fall. Rätselhafte Spuren führen das ungleiche Ermittlerpaar bis in die deutsch-deutsche Vergangenheit, wo sie auf eine bisher unentdeckte, bizarre Mordserie stoßen. Jetzt ist der Täter zurückgekehrt, an den Ort, an dem alles begann. Um ihn aufzuhalten, müssen die Ermittler lernen, einander zu vertrauen. Doch das ist nicht einfach, denn Ulrikes eigene Schuld führt zu einem tiefen Abgrund, in den sie niemals schauen wollte…

12 pages, Audible Audio

Published March 23, 2021

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Ada Fink

1 book

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Displaying 1 - 22 of 22 reviews
Profile Image for Oneofthefoxes.
746 reviews24 followers
July 5, 2021
Hat mir ausgesprochen gut gefallen und ich hoffe, das daraus eine Reihe wird^^

Manchmal war irgendwie merkwürdig, über eine Zeit zu lesen, die man selbst an anderer Stelle miterlebt hat. Gleichzeitig macht auch das für mich einen Teil des Reizes aus. Auch wenn ich selbst 1993 noch ein Kind war und auch nicht in den neuen Bundesländern aufgewachsen bin. Erst aus heutiger Sicht kann ich manches richtig einordnen. Z.B. hat meine Mutter hi und da die ein oder andre Bemerkung gemacht und wir hatten bei unserem Umzug Handwerker aus Thüringen. Auch von ihnen kamen da schon so Kommentare, die ich erst jetzt als Erwachsene verstehe. Der Autorin gelingt es jedenfalls meiner Meinung nach sehr gut, die Zeit zu beschreiben und man fühlt sich wirklich zurückversetzt.
Außerdem finde ich das man versteht viele der Figuren ziemlich gut nachvollziehen kann. Gerade auch der Rechtsradikalismus der sich ausbreitet und festsetzt. Und der auch vor Ulrikes eigener Familie nicht halt macht. Die Beziehung zu ihrem Bruder Mark und wie Ulrike damit umgeht finde ich sehr glaubwürdig erzählt.

Ingo Larsen kam mir manchmal fast etwas zu kurz, auch wenn seine Vergangenheit einen ganz schönen Knalleffekt parat hält. Andererseits hätte eigentlich Ulrikes Vergangenheit alleine schon gereicht. Aber gut, ich mochte ihn. ^^

Hi und da waren manche Verwicklungen vielleicht ein klein wenig zu dick aufgetragen, aber da mir das Ganze trotzdem ausgesprochen gut gefallen hat, gibt es dafür kaum Abzüge^^

Mir gefiel sehr, wie sie die neuere Deutsche Vergangenheit mit einbezogen hat. Zudem waren die größeren Zusammenhänge schlüssig erzählt.

Beim Thema Heimerziehung in der DDR gibt es so Einiges, das erst in den letzten Jahren wirklich offen thematisiert wurde. Und Ich finde es sehr wichtig, das darüber auch weiterhin gesprochen wird. Meiner Meinung nach hat die Autorin einen gelungenen Weg gefunden, diese Thematik in die Geschichte einzubeziehen.

Fazit:
Die ganz große Atemlose Spannung fehlt hier eher, aber trotzdem passiert vieles, das mich ziemlich bei der Stange gehalten hat. Ich wollte schon unbedingt wissen, wie genau die Dinge zusammenhängen. Für mich einfach richtig gut erzählt und ich finde, das die Autorin ein bisschen frischen Wind in die Thrillerlandschaft gebracht hat.
Profile Image for Buchspaziergaenge.
18 reviews5 followers
May 31, 2021
Der Schreibstil war anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig. Es las sich so, als würde ich den Protagonisten bei ihren Gedanken zuhören – so, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Das fand ich zuerst etwas schwierig, aber ich habe mich dann doch daran gewöhnen können. Die Geschichte wird aus der Sicht von Ingo, Ulrike und ihrem Bruder Mark erzählt, die sich beide nicht besonders grün sind. Die Kapiteleinteilung bezieht sich auf die Ermittlungstage, sodass diese teilweise recht lang sind.

Die Handlung des Buches war recht interessant, besonders die Thematik mit den Runen fand ich spannend. Der Geschichte an sich fehlte dann jedoch an vielen Stellen der Spannungsbogen, vor allem auch am Anfang. Die persönlichen Dramen der Protagonisten Ulrike, Mark und Ingo standen stark im Mittelpunkt und nahmen viel Platz innerhalb der Handlung ein. Durch die vielen Gedankengänge der Protagonisten zog sich die Handlung teilweise sehr in die Länge, sodass die Spannung an diesen Stellen ein wenig nachließ.

Immer wenn es um den Fall ging, stieg die Spannung bei mir wieder. Das Ende kommt dann jedoch recht abrupt und ließ mich sehr unbefriedigt zurück – da blieben für mich dann doch noch einige lose Enden zurück, die man hätte zusammenführen können.

Die Protagonisten Ulrike und Ingo fand ich ganz okay, mit Mark konnte ich nicht so richtig was anfangen. Mir hat die entspannte Art von Ingo total gefallen. Gleichzeitig blieben jedoch alle Charaktere recht oberflächlich. Obwohl man durch die Erzählperspektive recht guten Einblick in die Gedanken und Gefühle erhielt, blieben alle wenig greifbar für mich. Die Entscheidungen der einzelnen Personen waren für mich dennoch gut nachvollziehbar und verständlich, sodass letztlich alles schlüssig war.

FAZIT
So richtig packen konnte mich das Buch nicht, als Thriller würde ich es nicht unbedingt einordnen. Krimidrama passt für mich hier besser, zumal die Protagonisten alle auch ihre persönlichen Probleme mitbringen und dies im Buch viel Raum einnimmt. Für mich hätte die Handlung auch auf weniger Seiten zusammengefasst werden können; es gab doch einige Längen, an denen die Spannung nachließ.
Profile Image for Carmen (Inourfaults) .
99 reviews1 follower
December 30, 2021
Empfehlenswert!

Warum nur drei Sterne dann?... Was mir gefehlt hat, war die Tiefe spät auftauchender Personen.
Die Aufklärung am Ende. Viel Beschreibung der Umgebungen und weniger der Handlung.

Thematisch ist es ein Thriller mit mythologischen Elementen, Missbrauch und dem Leben nach und in der DDR. Das Buch spielt in 1993, da gab's mich nicht einmal, dennoch hab ich ein gutes Gefühl vom Leben damals vermittelt bekommen. Die Wessis, die Grenzübergänge, das Abwertende im Osten zu leben.

Die Protagonistin, Ermittlern Ulrike Bandow war gut verständlich dargestellt. Ihre Bindung zu ihrer Familie war gut nachzuvollziehen. Gerade als ich dachte das wäre ein Punkt den ich später bemängle, kam eine entsprechende Erläuterung. Das Buch ließ mich also zumindest hier nicht im Regen stehen.

Abschließend hätte ich mir mehr Aufklärung zu vorangegangenen Morden/Toden gewünscht.
409 reviews3 followers
April 14, 2021
Ein spannender Thriller mit gut ausgearbeiteten Protagonisten!

"Blütengrab" ist ein Thriller von Ada Fink und dem Verlag Wunderlich, der am 23. März 2021 erschienen ist. Das Cover hat mich auf den ersten Blick unheimlich stark angesprochen. Es passt auf jeden Fall sehr gut zum Inhalt, denn das Cover spiegelt den Thriller wunderbar wider. Der Prolog handelt aus dem Jahre 1975, der sehr mysteriös, unheimlich und rätselhaft anfängt. Der Plot, der sich im Laufe der Seiten entwickelt, ist spannend und gut durchdacht. "Blütengrab" ist eine brutale, verstörende und düstere Geschichte aus der Nachwendezeit. Mit einem Ermittlerduo, was vom Charakter her nicht unterschiedlicher sein kann, nach anfänglichen Startschwierigkeiten aber super zusammen harmoniert. Kommissarin Ulrike Bandow kommt aus dem Osten, ihr Kollege Ingo Larssen, die Knarzechse, aus dem Westen.

1993, Ostdeutschland. Auf einem Bett aus Blütenzweigen und den Körper übersät mit germanischen Runen – so wird in einem abgelegenen Waldstück bei Wussnitz eine Mädchenleiche gefunden. Die ehrgeizige Kommissarin Ulrike Bandow und der neue westdeutsche Kollege Ingo Larssen übernehmen ihren ersten gemeinsamen Fall. Rätselhafte Spuren führen das ungleiche Ermittlerpaar bis in die deutsch-deutsche Vergangenheit, wo sie auf eine bisher unentdeckte, bizarre Mordserie stoßen. Jetzt ist der Täter zurückgekehrt, an den Ort, an dem alles begann. Um ihn aufzuhalten, müssen die Ermittler lernen, einander zu vertrauen. Doch das ist nicht einfach, denn Ulrikes eigene Schuld führt zu einem tiefen Abgrund, in den sie niemals schauen wollte …

Dieser grausame und komplexe Fall hat die beiden richtig auf Trab gehalten. Diese ungewöhnliche Mordserie ist gut detailliert beschrieben worden, ohne das es ekelhaft wurde. Es kommen einige Protagonisten vor, die übersichtlich zu erfassen sind und von denen ich ein gutes Bild hatte. Die Hauptprotagonistin Bandow habe ich am intensivsten kennengelernt. Obwohl sie mir am Anfang recht unsympathisch war, konnte sie mir im Laufe der Geschichte jedoch das Gegenteil beweisen. Auch ihre Abneigung gegen ihren Wessi-Kollegen Larssen hat sie sich relativ schnell abgewöhnt.

Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, unter anderem auch von ihrem Bruder Marc und Ingrid, einem 13-jährigen Mädchen, dessen aufklärende Rolle erst nach und nach ans Licht kommt. Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen haben mich schwer beeindruckt, von dem tapferen Mädchen mochte ich sehr gerne lesen, denn sie hat viel zur Spannung beigetragen. Auch ansonsten war die Spannung hier konstant vorhanden, die Autorin hat mich immer wieder zum Grübeln gebracht. Ulrikes' Geheimnis und ihre Beziehung zu ihrer Kindheitsfreundin Christa waren mir lange ein Rätsel. Auflösungen, die immer häppchenweise dazukamen, haben mir sehr gut gefallen. Insgesamt ist der Schreibstil sehr detailliert, sodass ich viele Szenen und Orte bildlich gut vor Augen hatte. Er ist authentisch und flüssig, ich konnte ihn sehr gut lesen.

Politische Konflikte werden durch Bandow und Larssen gut dargestellt und fließen gut in das Geschehen ein, ohne belehrend und dominant zu wirken. Warum Larssen plötzlich eine Stelle im Osten angetreten hat, war mir am Anfang auch nicht klar. Auch bei ihm bekommt man seine Vergangenheit und sein Leben peu a peu zu lesen, die Autorin animiert ihre Leser/innen somit zum schnellen weiterlesen, weil viele Fragen auftauchen. Rätselhafte Andeutungen werden öfter eingestreut, die Antworten haben mich teilweise sehr überrascht. Auch das Ermittlerduo hat mich im Laufe des Thrillers nicht nur charakterlich, sondern auch handlungstechnisch mit unerwarteten Wendungen positiv überrascht. Das Finale ist gelungen und insgesamt ist "Blütengrab" ein gelungener Thriller.

Den einzigen und kleinen Kritikpunkt, den ich habe gilt den Längen der Kapitel. Die Geschichte wird in 9 Tagen erzählt, jedes Kapitel ein Tag. Bei 446 Seiten fand ich sie ziemlich lang, durch Einteilungen waren sie aber nach dem Einlesen gut zu lesen.
Profile Image for lenisvea`s Bücherwelt (Sandra Berghaus).
1,046 reviews21 followers
April 22, 2021
Verlag: Wunderlich
Erscheinungstermin: 23.03.2021
Lieferstatus: Verfügbar
448 Seiten
ISBN: 978-3-8052-0059-2
Autorin: Ada Fink
Ein brutaler und düsterer Thriller aus der Nachwendezeit. Ein spannungsgeladenes Ermittlerduo, sie aus dem Osten, er aus dem Westen.

1993, Ostdeutschland. Auf einem Bett aus Blütenzweigen und den Körper übersät mit germanischen Runen – so wird in einem abgelegenen Waldstück bei Wussnitz eine Mädchenleiche gefunden. Die ehrgeizige Kommissarin Ulrike Bandow und der neue westdeutsche Kollege Ingo Larssen übernehmen ihren ersten gemeinsamen Fall. Rätselhafte Spuren führen das ungleiche Ermittlerpaar bis in die deutsch-deutsche Vergangenheit, wo sie auf eine bisher unentdeckte, bizarre Mordserie stoßen. Jetzt ist der Täter zurückgekehrt, an den Ort, an dem alles begann. Um ihn aufzuhalten, müssen die Ermittler lernen, einander zu vertrauen. Doch das ist nicht einfach, denn Ulrikes eigene Schuld führt zu einem tiefen Abgrund, in den sie niemals schauen wollte…

Zur Autorin

Ada Fink ist das Pseudonym einer deutschen Roman- und Drehbuchautorin. Neben diversen Auszeichnungen und Nominierungen im Kino- und Fernsehbereich erreichte ihr Debütroman sogleich die Spiegel-Bestseller-Liste. Es folgten weitere erfolgreiche Veröffentlichungen unter ihrem Klarnamen. Ada Fink mag Mary Shelley und vegetarische Schnitzel, und hasst es, nachts in hell erleuchteten Räumen ohne Vorhänge zu sein. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Berlin und Brandenburg.

Meine Meinung

Es handelt sich hier ja um einen Thriller, der kurz nach der Wende im Jahr 1993 spielt. Die Kommissarin Ulrike soll hier im Osten mit Ingo Larssen aus dem Westen zusammen ermitteln. Dass dies nicht ohne gegenseitige Vorurteile geht, kann man sich denken.

Mir gefallen immer Bücher aus dieser Zeit, da ich selbst ein absolutes Kind aus dem Westen bin, da ich vor der Wende als Kind nicht wirklich etwas von der damaligen DDR mit bekommen habe, vielleicht auch weil ich keine Verwandtschaft dort habe oder hatte.

Ich muss aber sagen, ich habe selten so lange gebraucht, um in eine Geschichte rein zu kommen. Allerdings kann ich nicht einmal sagen, woran es genau gelegen hat.

Der Fall an sich ist nämlich sehr interessant. Es wird ein 13jähriges Mädchen tot im Wald aufgefunden, drapiert auf Blütenzweigen und gekennzeichnet mit germanischen Runen. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf eine alte Mordserie, an die Ulrike selbst auch schlechte Erinnerungen hat.

Es wird zeitweise umgeschwenkt ca. 20 Jahre früher. Da spielt dann Ulrikes Jugend auch eine Rolle.

Die Charaktere sind mir leider etwas unnahbar geblieben. Es haben beide mit privaten Problemen zu kämpfen, aber das ist bei den Ermittlern ja meistens so in Thrillerin und Kriminalromanen.

Zum Ende kam dann aber noch richtig Spannung auf, so dass mich die Geschichte dann auch endlich fesseln konnte. Ich hätte es mir nur etwas konstanter gewünscht.

Alles in allem konnte mich dieses Buch aber nur zum Teil fesseln und überzeugen. Daher bewerte ich Blütengrab 3,5 Sterne.

3,5 von 5 Sternen

Cover, Buchdetails, Klappentext und Infos zur Autorin : ©Rowohlt Verlag
Rezension: ©lenisveasbücherwelt.de
Beitragsbild: ©lenisveasbücherwelt.de
Profile Image for Dani_liest.
432 reviews29 followers
April 10, 2021
„Blütengrab“ von Ada Fink ist für mich ein echter Geheimtipp. Geheimtipp deswegen, da ich bisher nahezu keine Werbung für den Thriller auf den einschlägigen Plattformen gesehen habe. Dabei ist dies ein wahnsinnig spannendes Buch, an dessen Seiten ich nur so geklebt habe.
Der Klappentext selbst klingt wenig spektakulär, was mich allerdings direkt angesprochen hat, war dass diese Geschichte in den neuen Bundesländern kurz nach der Wende spielt.
Ada Fink lässt auch immer wieder 90er Vibes aufkommen, in dem sie Sachen wie zum Beispiel ISDN, mobile Telefonnummern an denen man sofort erkennen konnte, ob jemand bei D1 oder D2 war oder fehlendes Kleingeld für Telefonzellen einbaut. Trotz dem Ernst des Falles musste ich an diesen Stellen manchmal schmunzeln, weil es mich so an die damalige Zeit erinnert hat.
Abgesehen von diesen Details hätte die Geschichte allerdings genauso in der Gegenwart spielen können. Auch der von mir vermutete Ost-West Konflikt blieb aus. Der neue Westkollege fügt sich schnell in das Ostteam ein. Nachdem sie sich anfgänglich etwas misstrauisch beäugt haben, bilden die Ermittler Ulrike Bandow und Ingo Larssen schnell ein gutes Team, die sowohl was den Humor als auch die ethischen Einstellungen angeht auf einer Wellenlänge liegen. Ich hoffe sehr, dass es weitere Fälle mit diesen beiden geben wird. Auch wurde die Sache mit der Tochter von der „Knarzechse“ Ingo (toller Spitzname!) nur angerissen, ich denke, dies wäre auf jeden Fall Stoff für ein weiteres Buch.
„Blütengrab“ ist vollgepackt mit verschiedensten Themen. Der Kriminalfall selbst ist sehr brutal. Junge Mädchen, fast noch Kinder, werden schwer missbraucht, ermordet und mit germanischen Runen gekennzeichnet. Dies allein wäre schon genug Material für ein Buch gewesen, insbesondere, da es wahnsinnig viele Verstrickungen bis zu höchsten Ebenen gibt.
Zusätzlich kommen aber auch noch Themen wie Neonazis, Zigarettenschmuggel und Zustände in DDR Kinderheimen zur Sprache, um nur ein paar Stichworte zu nennen.
Dieser Thriller ist also sehr komplex und bietet ein konstant hohes Erzähltempo.

Die Autorin verzichtet gänzlich auf die Unterteilung in Kapitel. Stattdessen wird nach Tagen erzählt. Die Abschnitte sind verhältnismäßig lang und betragen schon mal 50 Seiten und mehr. Insgesamt spielt sich der komplette Fall innerhalb von 9 Tagen ab, die Ereignisse überschlagen sich also nahezu. Innerhalb dieser Abschnitte wechselt die Erzählperspektive zwischen verschiedenen Charakteren hin und her. Überwiegend wird aus Sicht von Ulrike bzw. von Ingo erzählt. Es gibt aber auch immer wieder kurze Abschnitte­ aus der Perspektive von Ulrikes Bruder Marc. Der junge Mann ist gerade einmal 18 Jahre alt und dabei, sich selbst zu finden. Sein Erzählton ist sehr schnoddrig und authentisch für einen jungen Mann mit seinem Hintergrund. Zusätzlich kommt noch das Mädchen Ingrid zu Wort, die neu in der Gegend ist und mit dem sehr sonderbaren Erziehungsstil ihrer Eltern zu kämpfen hat.
Auf den ersten Seiten hat mich der schnelle Wechsel und die vielen Personen etwas verwirrt. Nachdem ich mir einen Überblick über die Charaktere verschafft hatte, bin ich dann ohne Probleme mitgekommen.

Innerhalb von nur drei Tagen hatte ich „Blütengrab“ verschlungen und empfehle es sehr gerne weiter. Wie bereits erwähnt hoffe ich sehr auf ein Wiedersehen mit den Ermittlern und dem kleinen Ort Wussnitz, in dem sicherlich noch weitere Verbrechen auf uns warten.
Profile Image for maskedbookblogger.
443 reviews19 followers
March 20, 2021

Es ist 1993 und wir befinden uns in Mecklenburg. In einem unbekannten Waldstück wird die Leiche eines Mädchen, aufgebahrt auf einem Bett aus weißen Blüten, gefunden. Die Kommissarin Ulrike Bandow wird in den Fall hineingezogen. Zudem erhält sie tatkräftige Unterstützung eines neuen Kollegen, der aus dem Westen dazugestoßen ist. Je mehr sie sich intensiver mit dem Fall auseinandersetzen, desto mehr merken sie, dass sie vor einem komplexen Fall stehen, der tief in deutsche Vergangenheit reicht. Dabei stoßen sie auf eine ungewöhnliche Mordserie, bei der sie merken, dass der Täter von damals wieder zurückgekehrt ist.

In das Buch bin ich mit leichten Schwierigkeiten eingestiegen. Einerseits wird man recht wild in die Handlung geworfen und anderseits hatte ich meine Probleme mit dem Entwurf der Kapitel. Die Tage stellen in diesem Buch die Kapitel dar, sodass eine Handlung an einem Tag über 40 Seiten lang sein kann. Dabei trennte die Autorin in diesem Buch die verschiedenen Handlungssequenzen durch Absätze, bei denen des Öfteren ein Perspektivwechsel stattfand. Dies fand ich sehr irritierend. Eine klarere Strukturierung hätte ich mir in diesem Fall gewünscht.

Aber jetzt mal genug Kritik. Der Fall, welcher in diesem Buch aufgekurbelt wird, hat mir total gut gefallen. Die Handlung findet nach der Wende statt und ab und zu erhält man Rückblicke in die Vergangenheit zweier Charaktere, um die Beziehung zwischen den beiden Figuren besser zu verstehen. Von der Spannung her war das Buch richtig stark. Twists und tolle Ermittlungen lassen sich in diesem Buch verorten, welche für das hohe Maß an Spannung sorgen. Um nichts vorwegzunehmen und nicht zu spoilern, kann man noch sagen, dass das Tatmotiv des Täters/der Täterin total einzigartig ist. Ein derartiges Motiv habe ich bisher in keinem Thriller gefunden, wodurch ich von der Idee der Autorin sehr begeistert war.

Zudem lässt sich sagen, dass die Autorin mit den Ermittlern Bandow und Larssen ein sehr ungewöhnliches Ermittlerpaar entwirft. Auch wenn sie auf den ersten Blick komplett gegensätzlich sind, verrichten sie zusammen eine sehr gründliche und spannende Ermittlungsarbeit, die ich gerne las. Außerdem wird der politische Konflikt, die vergangene Aufspaltung von Westen und Osten, die trotzdem noch psychisch präsent ist, durch die beiden Ermittler gut dargestellt.  Hier würde ich mich auf einen zweiten Band freuen, um die Entwicklung der Beiden weiter zu verfolgen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass auch wenn ich mich mit der ungewöhnlichen Kapiteleinteilung schwergetan habe, unterhielt mich das Buch gut. Der Fall ist wirklich komplex durchdacht und die Ermittler grenzen sich in ihrer Art sowie Mentalität mal von den 0815 Ermittlern ab. Wer also auf einen Thriller Lust hat, der nach der Wende spielt und durch tolle Twists spannend ist, der sollte sich den Thriller "Blütengrab" holen!
10 reviews
April 10, 2021
viel vorraussehbar

1993. In einem kleinen Ort in Ostdeutschland wird eine Mädchenleiche gefunden, schön zurechtgemacht auf einem Bett aus Blüten und mit germanischen Runen in ihren Körper geritzt. Die junge Kommissarin Ulrike Bandow muss mit dem neu aus Westdeutschland angereisten Kollegen Ingo Larssen zusammenarbeiten, wovon sie anfangs nicht besonders begeistert ist. Und dann haben auch beide noch eine Vergangenheit, die so einige Geheimnisse bringt und die eng mit der Gegenwart und den Ermittlungen zusammen hängt.

Der Fall an sich wurde am Anfang gut aufgebaut, aber mit der Zeit wurde er immer größer und verzweigter. Vieles hätte man einfach weglassen können und das Buch wäre trotzdem noch spannend geworden.
Das Buch beginnt gleich mit einem Ereignis aus Ulrikes Vergangenheit, dass mich leider den Großteil des Buches nur verwirrt hat. Es scheint nicht in die Geschichte hinein zu passen, erst am Ende wird dieser Faden wieder aufgenommen.
Ich dachte auch, es würde viel mehr Meinungsverschiedenheiten zwischen den Ostdeutschen und dem neuen westdeutschen Kollegen geben, aber auch wenn er am Anfang noch als störend beschrieben wurde, war das schnell vergessen und war auch kein größeres Thema mehr.
Am Ende schien mir sehr viel auch einfach nur verdammtes Glück gewesen zu sein. Der Fall wurde nur gelöst, weil die Person zufällig an dieser Stelle hoch geschaut hat/nach geschaut hat/...
Vieles war für mich auch schon vorhersehbar. So war mir fast sofort klar, wer mit dem Fall was zu tun hat, sobald derjenige in der Geschichte aufgetaucht ist.

Die Kapitel sind als Tage unterteilt, und da der Fall in neun Tagen gelöst wurde, kann man sich denken, wie lang die Kapitel bei knapp 450 Seiten waren. Innerhalb dieser Kapitel hat man außerdem verschiedene Sichtweisen. Größtenteils wird aus der Sicht von Ulrike und Ingo erzählt, manchmal auch aus der Sicht aus Ulrikes Bruder Marc oder der jungen Ingrid, die die Mädchenleiche gefunden hat. Und je nach Sichtweise war auch der Erzählstil unterschiedlich und hat es damit sehr authentisch gemacht. Allgemein war der Schreibstil gut und flüssig zu lesen.
In dem Buch geht es oft um die germanischen Runen, die man auf dem Mädchenkörper gefunden hat. Gleich als eine erwähnt wurde, habe ich nachgeschaut wie die aussieht usw., aber die wichtigsten Runen sind später als Zeichnung im Buch und dessen Bedeutung wird auch z.T. erklärt. Hätte ich das früher gewusst, hätte ich das Buch nicht weglegen müssen. ;)

Alles in allem war es trotz der meiner Meinung nach vorhersehbaren Ereignisse ein gutes Buch.
Profile Image for Wal.li.
2,567 reviews71 followers
March 27, 2021
Futschikato

Aus Kiel lässt sich Kommissar Ingo Larssen nach Mecklenburg versetzen. Im Jahr 1993 ein ungewöhnlicher Schritt, aber er hat seine Gründe. Und lange nachdenken kann er nicht. Kurz nach seiner Ankunft wird im Dohlenwald die Leiche eines Mädchens gefunden. Seine Kollegin Ulrike Bandow leitet die Ermittlungen und sie hat ein ganz ungutes Gefühl. Die Situation ist so bizarr, dass sich der Gedanke an einen Serientäter aufdrängt. Aber von parallelen Fällen ist nichts bekannt. Und so muss zunächst einmal mit den üblichen Befragungen begonnen werden. Ulrike Bandow lernt ihren Ort auf ganz neue Art kennen, eine, die ihr nur bedingt gefällt.

In ihrem ersten gemeinsamen Fall müssen sich Bandow und Larssen erstmal beschnuppern und zusammenraufen. Ihre Herkunft ist doch sehr unterschiedlich. Bald schon klappt die Zusammenarbeit recht gut. Sie stellen fest, dass ihre Einstellung zum Beruf sehr ähnlich ist. Zunächst kommen sie mit dem Fall nicht so recht voran, keiner kennt das tote Mädchen und so eine Art Ritualmord hat es in der Gegend wohl noch nicht gegeben. Nur etwas zupft an Ulrikes Gedächtnis und weckt ihr schlechtes Gewissen. In ihrer Jugend hat sie, so befürchtet sie, ihre beste Freundin im Stich gelassen. So etwas soll ihr mit ihrem kleinen Bruder auf keinen Fall passieren.

Nach Verlagsinformationen schreibt die Autorin auch Drehbücher und irgendwie merkt man das dem Roman auch an. Beim Lesen kommt einem häufiger der Gedanke, dass sich aus dem Buch ein düsterer Zweiteiler machen ließe, natürlich mit Serienpotential. Dies ist durchaus positiv, auch wenn der Spannungsaufbau etwas behäbig ist und das Ende etwas plötzlich kommt. Ist da noch nicht alles geklärt? Es handelt sich schließlich um den ersten Fall. Insgesamt ist ist es jedoch sehr spannend zu lesen, wie sich die beiden Polizisten zusammenraufen und ihre Ermittlungskraft bündeln. Was sie durch ihre Hartnäckigkeit aufdecken, passt sich perfekt in die deutsch-deutsche Geschichte ein und es wirkt so, als hätte es tatsächlich passiert sein können. Ein sehr guter Start einer neuen Reihe, die hoffentlich noch mit weiteren ebenso packenden Themen aufwarten kann.
3 reviews
April 7, 2021
Überladen
1993 - In einem abgelegenen Waldstück bei Wussnitz im Osten Deutschlands wird eine Mädchenleiche gefunden – aufgebahrt auf einem Bett aus Blütenzweigen. Ihr ganzer Körper ist mit eingeritzten germanischen Runen übersät. Der jungen Kommissarin Ulrike Bandow, die aus dem kleinen Ort kommt, in dem jeder jeden kennt, wird ein neuer Kollege zur Seite gestellt. Und dieser neue Kollege, Ingo Larssen, kommt ausgerechnet aus dem Westen. Seine Gründe, von Kiel in die ostdeutsche Provinz zu ziehen, bleiben zunächst im Dunkeln. Allerdings wird bald klar, dass Larssen nicht den typischen Besser-.Wessi verkörpern muss, sondern besondere Gründe für seinen Neubeginn im Osten hat. Die ehrgeizige und manchmal etwas voreilige Ulrike Bandow und der erfahrene und eher zurückhaltende Larssen müssen sich erst etwas aneinander gewöhnen, erkennen jedoch bald, dass sie sich gegenseitig gut ergänzen und wachsen im Laufe des Falls zu einem gut eingespielten Team zusammen. Das ungleiche Ermittlerpaar mit seinen jeweiligen privaten Verstrickungen ist meiner Meinung nach auch das Interessanteste an diesem Krimi. Ulrike Bandow kümmert sich um ihren 18-jährigen Bruder Marc, seit die Mutter nach der Wende in den Westen gegangen ist. Marc sucht sein Heil jedoch lieber bei den lokalen Neonazis. Bandow plagt außerdem eine alte Schuld ihrer ehemaligen Freundin Christa gegenüber, die jeglichen Kontakt mit ihr ablehnt. Larsson dagegen ist auf der Suche nach seiner untergetauchten Tochter, die sich offenbar der RAF angeschlossen hat.
Der Fall selbst wirkt reichlich überladen, mit Mädchenhandel und Pädophilenmilieu bis hinauf in höchste politische Kreise, Stasi-Vergangenheit, Neonazi-Szene, völkische Lebensweise, RAF usw. Hier wäre eindeutig weniger mehr gewesen!
Am Ende gibt es spannungsgeladene Action, allerdings werden so einige private Konflikte auch recht schnell ad acta gelegt.
Auch wenn mich der eigentliche Fall nicht so ganz überzeugen konnte, würde ich dem Ermittlerduo Bandow und Larsson auf jeden Fall eine zweite Chance geben!
169 reviews1 follower
May 24, 2021
Kurz nach der Wende, in einem kleinen ruhigen Ort der damaligen DDR wird eine misshandelte Mädchenleiche auf einen Bett aus Blüten aufgebahrt gefunden. Dem Mädchen wurden seltsame Zeichen in die Haut geritzt.
Die junge Komissarin Ulrike Bandow wird mit diesem Fall betraut und muss sich nun auch noch mit dem neuen Kollegen Ingo Larssen aus dem Westen rum schlagen.

Der Einstieg in diesem Thriller beginnt mit Ulrikes Kindheit und springt bald darauf ins Jahr 1993, als die misshandelte Mädchenleiche gefunden wird.
Der neue Kollege aus dem Westen ist noch nicht mal richtig an diesem verschlafenen Ort angekommen und schon muss ein Mord aufgeklärt werden.
Um so intensiver sie in diesem Fall ermitteln, desto komplexer scheint er zu sein.

In diesem Buch wird so einiges verpackt. Für meinen Geschmack war es etwas zu viel in eine Geschichte gepresst. Hätte gerne länger sein können.
Erstmal Ulrikes Familiengeschichte, ihr aktueller Fall und darunter der verschlossene neue Kollege aus dem Westen.

Der Mordfall weißt Hinweise der germanisch/nordischen Mythologie auf, mit der sich beschäftigt werden muss und dann ist da noch eine vernetzte Gruppe Nazis die mit in die Suppe spucken. Nicht zu vergessen die Perspektivlosigkeit der Menschen in Ost und West. Schmeißt nun noch eine Prise RAF dazu und dann habt ihr einen Einblick in den Thriller von Ada Fink.

Hört sich alles komplizierter an als das es ist. Der flüssige Schreibstil und der spannende Anfang lassen einen nur so durch die Seiten fliegen. Durch die vielen verschiedenen Information flaut die Spannung immer wieder etwas ab.

Trotzdem fand ich den Fall wirklich spannend und interessant.
Mir hat auch die holprige Zusammenarbeit der beiden Ermittler sehr gut gefallen.
Ich hätte mir durchaus gut vorstellen können, den Fall noch etwas hinaus zu zögern, noch etwas Verwirrung hinein zu mischen und dafür eine Trilogie daraus zu machen.
403 reviews
June 5, 2021
Die junge Kommissarin Ulrike Bandow aus Mecklenburg ist entsetzt, als die Leiche eines 13-jährigen Mädchens im Wald gefunden wird. Das arme Mädchen wurde brutal misshandelt, erstochen und dann auf ein Bett aus weißen Blüten gebettet. Eingeritzte Runen deuten auf germanische Riten hin. Ihr zur Seite steht der Neue aus dem Westen, Ingo Larssen, ein erfahrener Ermittler. Nachdem sie sich zusammen gerauft haben, geben sie ein gutes Team ab. Ulrike erkennt, dass Spuren auch in ihre eigene Kindheit und zu einem weiteren Opfer führen. Nach und nach kann sie einige Geheimnisse in ihrer eigenen Familie aufdecken.

Das ungleiche Ermittlerpaar, das hier seinen ersten Fall löst, war mir sehr sympathisch. Die ungeduldige Ulrike aus dem Osten und ihr eher ruhiger Partner aus dem Westen - sie haben beide ihre großen privaten Probleme und Zwiespälte, die hier gut geschildert werden. Sie müssen gegen rechte Gruppierungen kämpfen und die unmenschlichen Praktiken in der früheren DDR aufdecken. Dieser beklemmende Thriller ist sehr spannend geschrieben und hat mich bis zum Ende gefesselt. Es war sehr interessant, einiges über die deutsch/deutsche Vergangenheit zu erfahren, ebenso wie über die germanische Mythologie.
2,284 reviews13 followers
March 27, 2021
Zum Inhalt:
Im Wald, aufgebahrt auf einer Art Bett aus Blütenzweigen wird eine Mächenleiche gefunden. Die Leiche ist mit Runen versehen. Die ostdeutsche Kommissarin Bandow und ihr neuer Kollege aus dem Westen Larssen übernehmen den Fall. Rätselhafte Spuren zeigen Verbindungen in die deutsch-deutsche Vergangenheit auf.
Meine Meinung:
Ich habe mich lange Zeit mit dem Buch echt schwer getan, weil die Art der Erzählung irgendwie sperrig ist und dadurch relativ wenig Spannung entsteht. Dennoch fand ich das Buch irgendwie interessant, gerade auch durch die Verquickung mit der deutsch-deutschen Vergangenheit hatte was interessantes. Das Ermittler-Duo ist auch nicht uninteressant, da könnte ich mir durchaus weitere Fälle vorstellen. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, doch irgendwann hatte man sich gewöhnt. Insgesamt ist die Geschichte sehr düster erzählt.
Fazit:
Düstere Geschichte
Profile Image for Liam Marian.
71 reviews1 follower
September 25, 2023
Liebe die düstere Atmosphäre, die Charaktere (besonders die kleine Ingrid) und wie Ada Fink diese entwickelt. Es ist super interessant eine Geschichte gesetzt in der Vergangenheit meines Landes zu leses, besonders da ich selbst zu jung bin um diese selbst miterlebt zu haben. Hat mich sehr gefreut dass die Autorin keine unnötige oder unpassende Romanze zwischen der Protagonistin und ihrem Kollegen erzwingt, umso mehr freut mich deshalb auch das Ende. Der einzige minus Punkt ist dass man sich erstmal an viele nicht sofort einsortierbaren Personen gewöhnen muss. Habe direkt angefangen dass Buch nochmal zu lesen, da mir einiges unklar war und ich noch nicht bereit war die Geschichte zu verlassen, so gut hat es mir gefallen.
Aber trotzdem großes Kino, super spannend von Anfang bis Ende, ich hoffe dass die vielen losen Fäden auf eine Fortsetzung deuten.
Profile Image for Shanoe.
1,952 reviews16 followers
September 28, 2022
Mir haben sowohl das Setting als auch das Ermittlerduo sehr gut gefallen. Ich hatte nur den Eindruck, dass sich das Buch ein bisschen viel vorgenommen hat und dadurch manche Handlungsstränge leider etwas zu kurz gekommen sind, da hätte ich es besser gefunden, das wäre dann etwas weniger in die Breite dafür mehr in die Tiefe gegangen. Den Fall selbst fand ich auch spannend, er hat mich auch sehr berührt - wobei berührt vielleicht das falsche Wort ist, es hat mich durchaus mitgenommen. Insgesamt gibts von mir drei Sterne und ich würd mich auch sehr freuen, wenn daraus eine Reihe wird, da ist noch viel Potential da.
Profile Image for Irina Organa Solo.
92 reviews
April 14, 2024
An und für sich fand ich dieses Buch sehr gut! Die Story fand ich von Anfang an spannend und die Hauptcharaktere waren authentisch und extrem gut ausgearbeitet. 4 Sterne nur deshalb, weil ich das Ende dann doch zu abrupt fand. Hätte aber nichts gegen eine Serie mit den beiden Hauptvermittlern.
Profile Image for Estrelas.
949 reviews
February 17, 2024
„Das, was sie dort sieht, ist weder Mensch noch Tier, es ist irgendetwas dazwischen. Der Pelz hängt ihm in Fetzen vom Körper, und der haarige Kopf mit den aufgestellten Ohren hat Ähnlichkeit mit dem eines Wolfes.“

Mit zahlreichen DDR-Anspielungen wartet dieser Roman auf, der kurz nach der Wende spielt und neben den tatsächlichen Leichen auch einige aus den Kellern ans Tageslicht befördert. Authentische Figuren, spannende Handlung, gut gesprochen.
19 reviews
April 22, 2021
Der wilde Osten

Wie schön: Ein wirklich feiner Krimi! Sowas kommt ja heute leider gar nicht mehr so oft vor. Dieser Roman hingegen vereint ganz lässig alles, was ich an guten Büchern schätze: solide, aber gleichzeitig wendungsreiche Story, vielschichtige, aber dennoch realitätsnahe Personen, eine ungewöhnliche und interessante zeitliche Verortung sowie - ungewöhnlich für einen Thriller - Humor.

Ein Wort zur Handlung: In einer fiktiven Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern wird in der Nachwendezeit eine Mädchenleiche gefunden - grausam zugerichtet und rituell anmutend aufgebahrt. Kommissarin Ulrike und ihr neuer Kollege Ingo aus Westdeutschland machen sich auf die Suche nach dem Täter. Dabei geraten sie in einen Strudel aus Mädchenschmugglern, Nazis und altem DDR-Filz, bevor es am Ende in einem militärischen Sperrgebiet zum dramatischen Showdown kommt.

Das klingt rasant, und das ist es auch - allerdings dabei so unaufgeregt und mit viel Nonchalance erzählt, dass die Leserin sich gleich wie in den frühen 1990er-Jahren fühlt. Und das kann ja auch durchaus etwas Schönes sein.
86 reviews
April 2, 2021
Buch und Klappentext versprechen eine super spannende und interessante Geschichte! Auch das Cover finde ich einfach toll und ist für mich ein absoluter Hingucker.

Die junge Ermittlerin Ulrike Bandow aus einem kleinen Ort im Osten Deutschlands muss relativ kurz nach der Wende mit einem westdeutschen Kollegen , Ingo Larssen, zusammenarbeiten, um einen grausamen Mädchenmord aufzuklären.
Die Mädchenleiche wird von der 13 jährigen Ingrid in einem Waldstück entdeckt, über und über mit Blüten bedeckt und mit eingeritzten Runen übersät. Ulrike entdeckt am Fundort eine Halskette, die sie sofort an ihre Vergangenheit und eine vermeintliche Schuld erinnert. Sie behält diese Vermutung jedoch erst mal für sich, versucht aber dann mit ihrer ehemaligen besten Freundin Christa, die mittlerweile mit einem Neonazi verheiratet ist darüber zu sprechen.
Uli schlägt jedoch eine Welle des Hasses entgegen, dessen Wucht mich auch sehr schockiert hat. Erschwerend kommt später noch hinzu, dass Ulrikes Bruder Marc in den Dunstkreis der Neonazis gerät.

Ingo, der ganz eigene Gründe für seinen Aufenthalt im Osten hat und die starrköpfige Ulrike müssen sich zusammenraufen und es ist toll zu lesen, wie sich die beiden aneinander gewöhnen und sich später auch vertrauen.
Der Schreibstil ist schön flüssig und mir haben besonders auch die in kursiv gedruckte Sätze gefallen, die die jeweiligen Gedanken wiedergeben. Die langen Kapitel fand ich zunächst gewöhnungsbedürftig, aber machten für mich dann Sinn, da sie jeweils einen Tag wiedergegeben haben.
Die komplexen Ereignisse weiten sich aus, als ein weiteres Mädchen schwer verletzt gefunden wird und es kommen Verbindungen, Vertuschungen und Geschehnisse aus der Vergangenheit ans Licht, die mich entsetzt haben. Ich fand das sehr eindrücklich, aber eben nicht plakativ geschildert, was für mich eher noch mal eine ganz besondere Wucht entfaltet hat und bis jetzt noch nachhallt.
Die Spurensuche der Runen und deren Bedeutung fand ich sehr interessant und spannend geschrieben. Auch Ingos Gründe für seinen Aufenthalt im Osten hatte ich so auf keinen Fall erwartet!

Und auch wenn mir das Ende überwiegend gefallen hat, finde ich persönlich, dass einiges dann doch zu schnell abgehandelt worden ist und ich hätte gerne mehr von Christa zb erfahren.
Vielleicht deutet der letzte Satz auch noch auf eine Fortsetzung hin, ich würde auf jeden Fall gerne mehr über das ungleiche, sympathische Ermittlerteam lesen!
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September 10, 2021
1993 – relativ kurz nach der Wende wird im mecklenburgischen Wussnitz die Leiche eines ca. 13-jährigen Mädchens aufgebahrt auf einem Meer aus weißen Blüten entdeckt, brutal vergewaltigt, gefoltert und auf ihrer Haut sind Runen eingeritzt. Die ortsansässige Ermittlerin Ulrike Bandow leitet den Fall und ist zunächst gar nicht begeistert, dass ein neuer Kollege, ausgerechnet der Wessi Ingo Larssen aus Kiel, ihr zur Seite gestellt wird. Gemeinsam versuchen sie das Rätsel um die Alt-Germanischen Zeichen zu lösen und stoßen dabei auf eine Spur in die Vergangenheit und in ein düsteres Kapitel der ostdeutschen Geschichte, das auch Ulrike Bandow und ihre Familie betrifft.

Die Atmosphäre in Wussnitz ist düster und grau, genau so, wie man es sich kurz nach der Wende vorstellt. Jugendarbeitslosigkeit und Rechtsradikalität sind ebenso Thema wie das schwierige Verhältnis zwischen Ost und West. Das ungleiche Ermittlerduo, er Wessi auf der Suche nach seiner verschollenen Tochter, sie Ossi mit einem Bruder, der ins rechte Milieu abzustürzen droht, hat zu Anfang auch damit zu kämpfen, entwickelt sich aber zu einem erstaunlich guten Team mit durchaus hohen Sympathie-Werten. Ich freue mich schon drauf, mehr von den Beiden zu lesen.

Mein Fazit: Ein spannender, fesselnder Thriller, der Lust auf mehr macht. Lesenswert!
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