Sie faszinieren – im Guten wie im Schlechten. Anna Mitgutsch schreibt Porträts außergewöhnlicher In Briefform ergründet sie Bruchstellen im Leben, zeichnet fein ziselierte Psychogramme und schildert das Unausgesprochene in vergangenen Beziehungen. Die Großmutter im Böhmerwald, die erste große Liebe im Amerika der Hippiezeit, die feministische Dichterin in West Virginia. Es sind Begegnungen, die das Bild einer ganzen Generation aufleben lassen. Literarisch kunstvoll, eindringlich, couragiert. Geschichten, bei denen Mitgutsch aus Erlebtem, Erfahrenem schöpft und immer wieder die eigene Biografie mit erfasst – von der Kindheit in Oberösterreich, den zahlreichen Reisen und Aufenthalten in England, Korea und Israel, bin hin zu den prägenden Jahren in den USA.
(Waltraud) Anna Mitgutsch studierte Germanistik und Anglistik, war einige Zeit Assistentin am Institut für Amerikanistik in Innsbruck. Längere Aufenthalte in Israel, England und Korea. Von 1979 bis 1985 unter-richtete sie in Boston deutsche Sprache und Literatur. Heute lebt sie in Linz.
Ein sehr berührendes, beeindruckendes Buch, für das ich lange gebraucht habe. Immer wieder weggelegt, etwa anderes zwischendurch gelesen, nachgelesen.... Und dann hat es mich wieder gepackt: Ein Lebensbuch - und eine unglaublich fein beobachtete und erlebte Beziehungsreise. Jede einzelne Geschichte/Beziehung kostbar, wie auch immer sie verlaufen ist. Und jede einzelne wertvoll im Sinne einer erlebten Erfahrung der Schreiberin und einer erlesenen Erfahrung der Lesenden. Mitgutsch hat die Gabe der feinsten Beobachtung und einer großen Sprachgewandheit. Ich durfte die Autorin bei einer Lesung dieses Buches sehen und war beeindruckt von der Kraft, Weisheit und Anmut dieser Frau. Jedes ihrer Bücher - auch dieses - eine Empfehlung.