Callum lächelte geheimnisvoll. "Vielleicht siehst du ja etwas, was den anderen all die Jahre entgangen ist."
Die letzten Sommerferien vor dem Abitur verbringt Noah Baker im schottischen Dunfermline bei seiner Verwandtschaft. Fernab der Heimat soll er seine Insomnie kurieren. In dem dunklen Wald hinter der Siedlung entdeckt Noah ein altes Haus. Die halbverfallenen Mauern ziehen ihn in ihren Bann, flüstern seinen Namen. Als er durch die düsteren Räume streift, trifft er auf einen eigenartigen Jungen. Callum scheint einiges über das Anwesen zu wissen, und noch mehr zu verschweigen. Dabei verfolgen Callums blaue Augen Noah bis in seine Träume. Was ist tatsächlich auf Lockwood Manor passiert? Warum warnen ihn alle davor, es zu betreten? Gemeinsam wollen sie das Geheimnis lüften. Doch jeder Schritt in Richtung der Wahrheit ist einer auf den Abgrund zu.
Über dieses Buch werde ich wohl noch einige Zeit nachdenken.
Ich muss gestehen, dass ich etwas schwer rein kam und gerade am Anfang alles sehr langsam begonnen hat. Auch zwischendrin gab es einige Längen.
Noah war mir ein sehr sympathischer Protagonist. Gerade über sein Krankheitsbild zu lesen fand ich interessant, da ich es nicht kannte.
Die ersten Berührungspunkte zu Cullum fand ich seltsam. So seltsam verhält sich doch niemand, oder? Dafür fand ich den Wachstum in ihrer FreunFreundschaf schön. Gerade am Ende habe ich mich über jedes Gespräch gefreut.
Ich sag mal so, was Cullum betrifft, war das ganze etwas vorhersehbar. Was nicht unbedingt schlimm war.
Aber ich bin nicht ganz mit dem Ende zufrieden. Es wurden immer wieder Handlungsstränge bzgl. des Hauses und seiner ehemaligen Bewohner angeschnitten, und doch erfährt man eigentlich nicht, was wirklich passiert ist. Deshalb hat mich das Ende dezent frustriert. Auch die letzte Interaktion zwischen Noah und Cullum kam so plötzlich und allgemein alles viel zu schnell.
Schade, dass man am Ende doch viel zu wenig erfährt.
3.5 Sterne Es hat wirklich Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Das ging quasi von selbst und war sehr stimmig und hat Wohlfühlcharakter. An manchen Stellen war es etwas abrupt und verworren und obwohl (oder gerade deswegen) man das Ende Recht früh kommen sieht, hätte ich mir mehr Hintergrund zu dem Haus und den Bewohnern gewünscht. das wird quasi nur angeteasert. Immer wieder hatte ich Hoffnung, dass es anders endet, aber die wurden leider enttäuscht. Dennoch war das Ende stimmig und das Buch insgesamt auch :)
Ein schönes, atmosphärisches Buch, das hält was es verspricht. Die Stimmung und die Erzählweise haben mir gut gefallen. Und die Playlist auch! Werde die restlichen Bände wohl jetzt auch lesen müssen :-)
Für meinen persönlichen Geschmack hätte es ein anderes Ende und mehr übernatürliche Elemente haben dürfen. Könnte mir vorstellen, dass es für Betroffene wirklich Sinn macht, die Trigger-Hinweise zu lesen.