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Die Spur des Bösen: Wenn Fanatismus tödlich endet – Wahre Sektenverbrechen

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Eingeschworene Gemeinschaften, deren Mitglieder mithilfe von Gehirnwäsche gefügig gemacht werden und die gefährlichen Machenschaften ihrer Anführer*innen decken – Sekten faszinieren und gruseln gleichermaßen. Ihr Bild in der Öffentlichkeit ist oft von düsteren Klischees geprägt, aber in vielen Fällen bieten ihre Strukturen den optimalen Nährboden für Verbrechen.

Mit seinem Buch „Im Bann des Bösen“ taucht der Theologe und Sekten-Experte Fabian Maysenhölder tief in die verborgenen Welten religiöser Kulte ein. Er erzählt zehn wahre Kriminalfälle, die sich im Umfeld einer Sekte ereigneten, und beleuchtet zudem deren psychologische und soziologische Hintergründe.

Dabei begegnen ihm Phänomene wie Massensuizide, Teufelsaustreibungen und Folter, aber auch drängende, uns alle betreffende Wann wird Religion problematisch? Was können wichtige Warnzeichen dafür sein, dass sich eine Eskalation anbahnt? Und wie können wir als Gesellschaft vorbeugen, damit es gar nicht erst zu einer Katastrophe kommt?

257 pages, Kindle Edition

Published March 26, 2024

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Displaying 1 of 1 review
Profile Image for Lena.
98 reviews2 followers
May 5, 2024
Ich war sehr gespannt auf das Buch, da mich das Thema "sogenannte" (wie der Autor stets betont) Sekten bereits seit Langem interessiert und nicht zuletzt durch diverse True Crime-Serien/-Dokus, -Podcasts etc. momentan viel Beachtung findet.

Einige der beschrriebenen Fälle kannte ich daher schon (was bspw. bei Charles Manson oder der SDA auch nicht soo überraschend ist, weil diese sehr viel öffentliche Aufmerksamkeit erfahren haben).

Daher hätte ich den Fokus auf kleinere/unbekanntere Gruppen spannender gefunden, weil über die prominenten Beispiele im Buch nichts Neues mehr zu erfahren war. Im Gegenteil wirkten die jeweiligen Kapitel etwas blass in der Art ihrer Erzählung im Angesicht des Ausmaßes der Tragödien.

Der Schreibstil war mir persönlich etwas zu sachlich. Das Buch las sich im Prinzip wie eine aufgelockerte Masterarbeit mit ein paar eingestreuten Analysen und eigenen Meinungen. "Packend" fand ich den Schreibstil nicht und durch die nüchternen Beschreibungen ging oft (für meinen Geschmack) die Dramatik bzw. das Ausmaß der beschriebenen Ereignisse verloren.

Teilweise konnte ich den Beschreibungen auch aus verschiedenen Gründen nicht richtig folgen: Entweder wurde wirklich wirr erzählt, vielleicht auch Informationen ausgelassen (natürlich könnte man über jeden Fall ein eigenes Buch schreiben und der Autor musste die Ereignisse irgendwie komprimieren), sodass es schwer war, nachzuvollziehen, was in welcher Reihenfolge passiert ist. Oder Personen wurden mal bei ihrem Vor- mal beim Nachnamen oder irgendwelchen selbst gegebenen Namen genannt - das aber nicht konstant, sodass ich öfter zurückblättern musste, wer das denn nun war. Manchmal wurden auch"sekteninterne" Begriffe benutzt, die aber nicht richtig erklärt wurden.

Auch hätte ich mir eine bessere Trennung von der Erzählung der Geschehnisse und Analyse gewünscht. Es gibt zwar nach jedem Kapitel einen kurzen Analyseteil (zusätzlich zum allgemeinen Erklärungsversuch am Schluss), trotzdem wurde auch immer wieder in den Kapiteln schon in die Deutung gegangen oder die eigene Meinung eingebracht, was an der Stelle mMn unpassend war.

Zusammenfassend also ein interessantes Buch für alle, die das Thema Sekten(ähnliche Vereinigungen) interessiert und die eine Ahnung davon bekommen möchten, wie solcher Fanatismus tödlich enden kann. Man sollte sich aber bewusst sein, dass dies eine Art Mischung aus Sachbuch und eigener Interpretation ist, der Schreibstil also recht nüchtern daherkommt.

Am Schluss hatte ich ein wenig das Gefühl, dass der Autor seine eigene Tätigkeit als Theologe "rechtfertigen" möchte, weil er immer wieder betont, dass solche Ereignisse nicht zwingend mit Religion zusammenhängen, sondern Fanatismus überall entstehen kann (bspw. rechtsradikale Gruppen, Esoteriker:innen, Fußballfans). Meiner persönlichen Meinung nach bieten Religionen aller Art aber einen besonders guten Nährboden für diese Art des Fanatismus und ideologisch motivierte Massentötungen(-Selbstmorde) passieren komischerweise irgendwie fast immer in religiös geprägten Gruppierungen.
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