Rye, England, ca. 1884. Durch die unkenntlich gemachten Gesichter weiß Henri nie, wer auf ihrem Operationstisch landet. Für die örtlichen Schmuggler entnimmt sie den Leichen ihre Organe. Für die wirklich wichtigen Kunden stiehlt sie das Wissen der Toten. Doch dann liegt plötzlich der britische Thronfolger auf ihrem Tisch.
»Als der Moritatensänger sein Lied anstimmte, wollte Henri ihm den Hals umdrehen.«
Mit großer Erwartung hatte ich auf den Erstroman von Tina Ariam gewartet - und wurde keineswegs enttäuscht. Das Buch vereint alle Elemente eines großartigen Romans: überraschende Wendungen, fesselnde Kämpfe und herzliche Verbundenheit. Jeder Lesertyp wird Freude am Durchlesen dieses Buchs haben. Die Autorin hält das Tempo kurzweilig, sodass keine Langeweile aufkommt. Manchmal mag die Handlungsfrequenz etwas hoch sein, wodurch eine kurze, ruhige Verschnaufpause für Leser und Figuren wünschenswert wäre. Insgesamt ist diese Veröffentlichung ein beeindruckendes Erstwerk einer Autorin, die es definitiv wert ist, im Auge behalten zu werden!
Die Moritat der Organspenderin hat mich insgesamt begeistert und an sich gefesselt.
Das Werk dreht sich um Henri, eine junge Frau in einem England, das mich sehr an das viktorianische England erinnert hat. Henri hat eine medizinische Begabung und gemeinsam mit ihrem Freund Scott operiert sie für eine Schmugglergruppe Tote. Alles geht gut bis eines Tages der englische Thronfolger auf ihrem Tisch liegt und sie sich plötzlich einer Bedrohung gegenüber sieht.
Das Werk ist ein Steampunk Werk, das die Fantasyelemente sehr gekonnt in die historische Handlung einflicht. Ich könnte mir vorstellen, dass das Werk auch für Nicht Fantasy Leser etwas sein könnte, da die Fantasy wirklich sehr dezent und stimmig ist. Die Handlung ist spannend und der Schreibstil fesselnd. Ich konnte mir das Setting anhand der Beschreibungen sehr gut vorstellen. Die Protagonisten sind sehr sympathisch und gut beschrieben.