Докато разчиства жилището на покойните си родители, фотографът Рудолф се натъква на вещ, изиграла решаваща роля в историята на семейството – стар фотоапарат, уловил прекрасни моменти от живота на майка му и баща му.
Херта и Георг били навремето красива двойка. След като напускат ГДР и отиват на Запад, пред тях се разкрива щастливо бъдеще. Надеждите им обаче бързо се изпепеляват и се превръщат в своята противоположност.
Герт Лошюц е роден през 1946 г. в някогашната ГДР, но когато е на девет години, семейството му се преселва във Федералната република. След като завършва гимназия през 1966 г., заминава за Берлин и следва там история, социология и публицистика. През 1968 г. е поканен на годишната сбирка на легендарната Група 47 в замъка Добриш (Чехословакия), но поради нахлуването на войските на Варшавския договор, тя пропада. От 1971 г. е писател на свободна практика. Пише проза, поезия и драма.
The first of two German novels I'm reading for a literature class, both of which are a love story narrated by the next generation. My impression of this one is that it's contrived. Philipp tells the story of his parents: The opening passage describes a stereoscope, a device that creates a three dimensional image, but comes with a warning. It would be delusional to think that a face, no matter how realistic it looks, can solve the puzzle of understanding someone's actions, and this too, is the enigma that remains at the heart of this novel. The narrator maintains a distance: speaks of himself, the son of Georg and Herta, as 'the boy', switches around in time and place - ah yes, place, I was vexed by the geography of this one as it mixes fictional and real life place names, I wasn't always sure where I was. Unfortunate, since political geography in Germany is of the essence, at a time when Georg has served as a soldier for eight years, six of those in wartime, and now no longer wants to serve, does not want to join the Volkspolizei, gets himself a doctor's certificate to prove he is unfit for further service, visits a friend in the west, goes to see the personnel department at the ministry in Bonn and, yet more unfortunate, later receives a letter from them saying that they would welcome his application to become a soldier. And this is what creates the paradox at the heart of Georg and Herta's love: Herta is now afraid that Georg will be taken away by the GDR authorities: it is her love of him that moves her to persuade him to flee to the West. So it was love that destroyed love. I don't know, it feels a bit too clever. Things don't go so well for them in the West, which is corrupt in all sorts of ways that they don't expect or know how to deal with. We learn, perhaps, why it is of any importance that Herta is a looker, that she could have been a model. She can play her looks to her advantage. Not that she earns any respect, or manages to retain her self-respect for doing so. A little contrived, a little overworked, an intellectual exercise that left me outside looking in.
Philipp (Fips) Karst erzählt die Geschichte von Herta und Georg, von denen zunächst unklar bleibt, in welchem Verhältnis sie zu ihm stehen. Seine Geschichte ist in einer fernen Zeit angesiedelt, in der Menschen sich offenbar auf zum Leben Wichtiges beschränkten. Sie gingen zu Fuß, schrieben mit Tinte und Füllhalter Briefe, viele Briefe, telefonierte aus der Telefonzelle. Selbstverständlich wurden die Briefschreiber von anderen nach der Sorgfalt ihrer Handschrift beurteilt. Autos gab es weniger als Parkplätze. Herta hat eine Stelle im Bekleidungsgeschäft Herzog angenommen, dessen Mode sie jedoch selbst nicht tragen möchte. Sie wirkt, als hielte sie sich für etwas Besseres. Je nachdem, ob von Herta und Georg oder von Philips Eltern erzählt wird, kann es sich um unterschiedliche Geschichten oder Träume Philipps handeln, zwischen denen noch Löcher klaffen. Vielleicht gab es damals ja offizielle Lesarten, auf die man sich einigte und von denen jeder wusste, was sie zu bedeuten hatten. Denkbar ist es, dass Philipps Erinnerungslücken damals allgemein Konsens waren. Eines Tages verschwindet Herta; Vater und Sohn bleiben zurück. Georg sorgt sich nun darum, es könnte in der Wohnung unordentlich werden. Wo Philipp mittags isst, muss erst geklärt werden. Klar ist jedenfalls, dass es sich beim Mittagessen eines Schülers um ein privates Problem handelt, für das es anfangs noch keine bewährten Lösungswege gibt. Der erwachsene Philipp arbeitet inzwischen als Fotograf und sichtet mit dem Nachlass seines Vaters auch das sonderbar wirkende Leben seiner Eltern. Was damals Realität und was Farce war, scheint unklarer denn je.
Was zeitweise wie eine Spionagegeschichte wirken könnte, entpuppt sich als Flucht eines Elternteils aus der DDR, die mit Geschichten in unterschiedlichen Varianten beschönigt wurde. Der Sohn wurde später zum Parlamentär, der zwischen den zwei Hälften einer Stadt und zwischen den getrennten Eltern pendelte und über den abwesenden Partner Bericht erstattete. Solange es Staaten gibt, die ihre Bürger bespitzeln und verschleppen, werden solche sonderbaren Geschichten wohl weiter erzählt werden. Sehr nüchtern und sachlich erzählt Gerd Loschütz ein Stück deutsch-deutsche Geschichte aus den 50er Jahren.
Ich konnte leider nicht viel mit dem Schreibstil und der Art zu erzählen anfangen. Die Figuren werden nur äußerlich skizziert, es wird kein Innenleben wiedergegeben. Auch habe ich nach der Buch Beschreibung etwas anderes erwartet, da es aus meiner Sicht wenig Beschreibungen zu DDR/BRD gab. Diese Geschichte könnte ich mir persönlich eher als (Stumm-)Film vorstellen, hier könnte stark mit der Bildsprache gearbeitet werden. Denn das, was ich persönlich an Büchern so mag ist, das Innenleben, die Gedanken mit zu bekommen, was in diesem Buch nicht passiert. Vielleicht habe ich einfach nicht den richtigen Zugang gefunden, mir war es am Ende alles zu unklar.
Ein schönes Paar von Gert Loschütz ist ein ruhig, eigentlich unspektakulär geschriebener Roman über die Spurensuche eines Mannes über seine Eltern bzw. über ihre Trennung. Leitmotiv dabei ist eine alte Kamera des Paares und Fotos von ihnen. Herta und Georg treffen sich vor dem Krieg in Ostdeutschland und heirateten 1942. Später flüchteten sie nacheinander in den Westen. Sie waren ein schönes Paar, aber warum sie sich plötzlich trennten, erschloß sich dem Sohn Philipp nicht. Ich mag Gert Loschütz Stil, nicht direkt spröde, aber mit einem schwebenden Ton. Zugang zu den Figuren findet man nicht so leicht, da nie aus der Sicht von Herta oder Georg erzählt wird, konsequent ist es die Erzählstimme des Sohnes. Das Cover deutet die Form an, indem ein Lichtstrahl über ein Paar ins dunkle dringt. Durch viele Leerstellen bleibt mir ein Teil des Romans verschlossen, doch ich habe viel übrig für eine Literaturform, die sich dem verborgenen und rätselhaften stellt. Patrick Modiano ist ein großer Autor dieser Form und Gert Loschütz folgt ihm mit vielen detailreichen und sorgfältigen Beschreibungen der Umgebung. In dieser Form mit Sprache zu arbeiten ergibt ein lesenswertes Stück Literatur.
Eigentlich hätte dieses Buch vier Sterne verdient und nicht nur deren drei. Eigentlich. Leider hat das Buch eine grosse Schwachstelle, der eigentliche Erzähler ist ein unzuverlässiger Ich-Erzähler, gerade aber zu Beginn des Buches hat es Stellen, die auktorial erzählt sind. Das war wahnsinnig nervig, der gleiche Erzähler der sich später im Buch nicht mehr oder nur ungenau an Dinge erinnern können soll kann an diesen Stellen Gedanken lesen. Mich hat dies während des Lesens sehr gestört.
Ansonsten ist "Ein schönes Paar" ein wunderbar gemütliches Buch, welches zu ergründen versucht, wo genau die Liebe kaputt gehen kann. Die Figuren bleiben leider eher unnahbar, was vielfach schade ist, da hier meist vielschichtig von einer komplizierten und komplezen Paarbeziehung erzählt wird und das Innenleben der Hauptfiguren durchaus mehr Berücksichtigung hätte erfahren dürfen. Und da kommen wir auch schon zum zweiten grossen Kritikpunkt: Dieses Buch arbeitet sehr bewusst mit Leerstellen, hat aber zu viele davon. Manchmal bleibt zu vieles unausgesprochen.
Grundsätzlich lohnt sich das Buch, wenn man von seiner Schwammigkeit und dem mühsahmen Erzählermischmasch absehen kann.
Wenn ich früher gewusst hätte, wie dieser Schriftsteller einen ähnlichen Stil wie Modiano hat, hätte ich ihn wahrscheinlich nie gelesen; denn wenn ich am Ende eines Buches angelangt bin, muss ich wissen, dass das, was ich lese, der Geschichte entspricht. Hier gibt es zu viele Lücken und der Erzähler ist nicht zuverlässig, so dass am Ende mehr als ein Foto von einer Situation, ich habe eine vage Vorstellung von dem, was passiert ist.
Se avessi saputo prima quanto questo scrittore abbia uno stile simile a quello di Modiano probabilmente non l'avrei mai letto perché io ho bisogno, quando arrivo alla fine di un libro, di sapere che quello che ho letto corrisponde alla storia che é scritta. Qui ci sono troppe lacune ed il narratore non é abbastanza affidabile, tanto che alla fine piú che una fotografia di una situazione, ho una vaga idea di quello che é successo.
Ein erwachsener Sohn, der die zerbrochene Ehe seiner Eltern rekonstruiert und selbst nach ihrem Tod noch immer damit ringt, als Kind zurückgelassen worden zu sein. Von ihrer Flucht aus der DDR und ihrem Scheitern im Westen. Von der Suche nach Antworten, die es womöglich nicht geben kann. Von der Liebe und ihrer Zerbrechlichkeit. Von Verletzungen, von Einsamkeit. Vom Gesehenwerdenwollen, vom Verstandenwerdenwollen. Was ich nicht mochte: Wenn der Ich-Erzähler mitunter in der dritten Person von sich als Kind erzählt. Was ich mochte: Dann doch auch irgendwie das, was mich irritiert hat - wie durch den sprachlichen Trick klar wurde, wie wenig, und manchmal wie sehr, erwachsenes und kindliches Ich sich verbunden fühlen.
Die Geschichte von Herta und Georg, erzählt vom Ich-Erzähler-Sohn. Eine Nachkriegs-DDR-Flucht Geschichte und eine Zerbrochene-Beziehung-Geschichte. Eine Elternbeziehungs-Aufarbeitungsgeschicjte, wie es derzeit häufig erzählt wird. Mäßig aufregend.
Manchmal verwirrend, aber an sich eine wunderschöne, sanft erzählte Liebesgeschichte zwischen den Eltern des Erzählers. Mit allen Irrungen und Wirrungen.
Ein Sohn erlebt beim Ausräumen seines Elternhauses noch einmal die Geschichte seiner Eltern, einem „schönen Paar“ im Deutschland der Nachkriegszeit. Neben den familiären Umständen geht es um Einschränkungen in der neu gegründeten DDR, die Flucht in den Westen und immer wieder um Fotografie. Der Autor legt bei seiner Erzählung viel Wert auf Details, sei es bei der Darstellung von Kameras oder der Umgebung. „In der Küche brannte Licht, es war windig, am Fenster wischten die Äste der Kastanie vorbei, in denen noch ein paar rostfleckige Blätter hingen.“ Schade fand ich, dass Dinge ungesagt oder zumindest mir verborgen blieben, die für die Familienbande relevant gewesen wären. Die Sprache habe ich regelrecht aufgesogen und die Schachtelsätze gefeiert, in denen, Entbehrungen schildernd, in der achten Zeile endlich die Erlösung kam. In dieser Hinsicht war die Lektüre sehr reizvoll für mich.
„Seine fehlende Anwesenheit ist mit Händen zu greifen.“ (S. 143)
Die Geschichte eines Paares oder dem, was von dem Paar nach einigen Jahren noch übrig ist, wird in diesem Roman aus der Sicht des gemeinsamen Sohnes erzählt. Dieser Blickwinkel eröffnet schmerzhaft offene Perspektiven auf die Familienstruktur vor dem Hintergrund der deutsch-deutschen Trennung.
Eigentlich hat dieses Buch alles, worauf ich Bock hatte, und trotzdem konnte es mich nicht so recht packen. Woran könnte das liegen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass es der Kern meines Problems mit diesem Roman war, ihm zu folgen. Es gab Zeitsprünge, Erinnerungen an das, was irgendwann mal passiert ist, und hin und wieder war ich mich überhaupt nicht sicher, in welcher Zeitebene wir uns gerade befinden. Außerdem: Die vielen Namen. Möglicherweise kam beides bei mir zusammen, möglicherweise hätte ich mir die Figuren und die Namen und die Orte besser merken können, wenn es mir leichter gefallen wäre, der Handlung des Romans zu folgen, doch das war leider nicht der Fall.
Das ist vor allem deswegen schade, weil die Handlung spannend ist; weil die Figuren welche sind, mit denen man gut leiden kann, weil sie krasse Sachen erleben; weil dieser Roman vor Augen führt, wie schwierig es sein kann, eine Familie zu werden oder zu bleiben.
Deswegen ein für mich eher ungewöhnliches Fazit: Gebt diesem Buch eine Chance, es könnte sich lohnen – auch wenn es das für mich nicht tat.