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Die Ewigkeit ist ein guter Ort: "Ein literarisches Schmuckstück" (Ewald Arenz)

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Eine Geschichte über Festhalten und Loslassen, Himmel und Erde und das, was dazwischen ist.

Elke ist eine junge Pastorin, die in Köln arbeitet. Als sie eines Tages einer alten Dame am Sterbebett das Vaterunser sprechen soll, kommt ihr kein Wort über die Lippen. Sie hat den Text vergessen, und zwar sämtlicher Gebete. Ist das Gottdemenz? 
Elke beschließt, in die norddeutsche Provinz zu fahren, an den Ort ihrer Kindheit. Doch auch nach all den Jahren fühlt es sich seltsam an, mit ihren Eltern am Esstisch zu sitzen, wenn der vierte Platz leer bleibt. Elke trifft Eva wieder, die ehemalige Freundin ihres Bruders, der damals zu weit im See hinausschwamm. Und während sie am Ufer sitzt und aufs Wasser schaut, ahnt Elke, wo sie beginnen muss, nach den verloren gegangenen Worten zu suchen.

Ein hinreißender Roman voller Leichtigkeit und Tiefe, wortgewandt und fantasievoll. Für einen Auszug aus diesem Debüt gewann Tamar Noort den Hamburger Literaturpreis.

296 pages, Kindle Edition

Published July 19, 2022

12 people are currently reading
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About the author

Tamar Noort

2 books3 followers

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14 (7%)
1 star
5 (2%)
Displaying 1 - 28 of 28 reviews
Profile Image for BuchBesessen.
539 reviews34 followers
July 21, 2022
3,5*.

Idee und Anfang haben mich gekriegt: Eine Pastorin mit Gottdemenz, das klang interessant.
Elke, die seit drei Jahren ehrenamtlich Sterbende begleitet und vor über einem Jahr ihr Theologiestudium abgeschlossen hat, soll für ihren Vater, Pastor einer evangelischen Gemeinde, übernehmen. Doch unabhängig von der Frage, ob sie das will, ist da das Problem, dass sie es nicht kann. Sobald Gott ins Spiel kommt, setzt ihr Erinnerungsvermögen aus. Wie findet sie aus ihrer Dunkelheit zurück ins Licht?

Der Protagonistin fehlen die Worte, der Autorin nicht. Sie spielt mit ihnen, formuliert abwechslungsreich und bildhaft. Dialoge hält sie kurz und authentisch, Verzweiflung und Panik bringt sie in Endlossätzen fühlbar rüber. Ich mochte den Schreibstil von Tamar Noort. Auch die Tatsache, dass alles eine Bedeutung hat und so vieles interpretiert werden kann, ist gelungen.

Der Mittelteil war mir zu ruhig und gleichförmig, ich wartete auf Höhepunkte, die nicht kamen. Es zog sich. Die kleinen Ausschläge reichten mir nicht. Ich hätte gerne mehr Initiative von Elke gesehen, obwohl ich verstehe, dass sie orientierungslos war.
Das Ende fand ich stark, deshalb runde ich meine Bewertung von 3,5* auf 4 auf.
Profile Image for Anni K. Mars.
415 reviews92 followers
abgebrochen
September 6, 2022
Abgebrochen, weil es mich deprimiert hat. War aber nicht schlecht.
Profile Image for Carla.
1,025 reviews134 followers
July 28, 2022
Eine Theologin mit Gottesdemenz - das klang sehr vielversprechend. So richtig abgeholt hat mich das Buch aber leider nicht.

Protagonistin Elke entfallen von einem Tag auf den anderen die Zeilen des Vater Unsers, was sie in eine tiefe Krise stürzt. Ich hatte so meine Probleme mit Elke, weil sie das ganze Buch hindurch fragwürdige Entscheidungen trifft. Auch wenn sie orientierungslos ist, ich hatte deswegen einfach keine Berührungspunkte mit ihr, die sie mir sympathisch gemacht hätten.

Der Plot ist wild und wirr. Teilweise etwas unrealistisch, und einfach komplett anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Schade!

Loben will ich aber gerne noch den Schreibstil, der mir echt ausgesprochen gut gefallen hat!
Profile Image for Rahel.
296 reviews29 followers
July 23, 2022
Ein starker Auftakt und ein passendes Ende; zwischendrin ist die Geschichte leider zu sehr in gängige Klischees der deutschen Literaturlandschaft der letzten Jahr gerutscht. Ich mochte die Beschreibungen aus dem Gemeindealltag sehr - als Person, die selber in einer norddeutschen evangelischen Gemeinde großgeworden ist, konnte ich meine eigenen Erfahrungen an vielen Ecken wiedererkennen. Der Grund für die "Gott-Demenz" ist mir nie so ganz klar geworden, außer natürlich die große Enthüllung, welche letztendendes doch nicht ganz so groß war. Ich hätte gerne noch mehr von Elkes Ringen mit ihrem Glauben gelesen, da Noorts Schreibstil und -kraft vor allem in diesen Passagen glänzt.
Im Großen und Ganzen hat mir irgendetwas gefehlt. Ich mochte Elke als Protagonistin sehr, doch haben ihre Ratlosigkeit und Überförderung dazu geführt, dass man als Leser*in den anderen Charakteren nicht sonderlich nah kommen konnte. Vielleicht war es auch der Konflikt von außen, der nicht hätte sein müssen. (An dieser Stelle die Anmerkung, dass ich mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen bin - da rumsen Holprigkeiten leider doch ein bisschen mehr)
Da es sich bei diesem Roman um einen durch und durch sympathischen und gut geschriebenen Debüttext handelt, blicke ich mit großem Interesse auf die kommenden Werke der Autorin, von denen es hoffentlich noch viele geben wird!
Profile Image for Maria.
627 reviews14 followers
July 21, 2022
Die Ewigkeit ist ein guter Ort von Tamar Noort ist in der Hörbuchfassung von Luise Helm gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch tatsächlich in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt.
In diesem Buch begleiten die Leser:innen Protagonistin Elke auf ihrer Suche nach ... sich selbst? ... Gott? ... einer Aufarbeitung der Vergangenheit? So ganz erschließt es sich mir nicht. Elke ist eine interessante Protagonistin, die mir spätestens nach der Hälfte des Buches ordentlich auf die Nerven ging. Es fiel mir schwer mit ihr zu sympathisieren und ihre Beweggründe nachzuvollziehen. Das hat dieses Buch für mich nicht unbedingt zu einem positiven Erlebnis gemacht. Die Handlung war für mich mäßig spannend, über allem steht die Frage, ob Elke den Beruf der Pastorin übernimmt oder nicht. Sie ist auf der Suche... Hin und wieder konnte die Handlung dann doch Interesse bei mir aufkommen lassen, jedoch lag dies eher an interessanten Nebencharakteren, wie Röschen. Insgesamt habe ich mir von dem Buch mehr erhofft, die Hervorragende Vertonung hat für einiges entschädigt.
Profile Image for Frederike.
182 reviews179 followers
August 9, 2022
Gemeinsam mit ihrem Freund Jan wohnt die Pfarrerstochter Elke in Köln. Sie studierte Theologie und arbeitet im Hubertusstift, begleitet Menschen auf ihrem letzten Weg an der Hand Gottes; später soll sie einmal die Gemeinde ihres Vaters übernehmen. Für Jan, Atheist durch und durch, eine lapidare Freizeitbeschäftigung, ein Aufschub, bis Elke etwas „Richtiges“ gefunden hätte. Da scheint es fast ein böses Omen, als Elke am Karnevalsdienstag einer alten Dame am Sterbebett das Vaterunser sprechen soll – doch nach drei Zeilen bar jeder Worte ist. Irgendwas mit Brot, Himmel, Schuld; es will ihr nicht mehr einfallen. Sämtliche Gebete, alles weg. Als habe sie plötzlich Demenz. Gottesdemenz? Sie wird vom Leiter der Gemeinde suspendiert und versucht, durch eine Reise an den Ort ihrer Heimat, im Haus ihrer Eltern, Klarheit zu erlangen. Aber alles erinnert sie an früher, nichts ist mehr so, wie es mal war. Der vierte Stuhl am Tisch wird immer leer bleiben, da, wo ihr Bruder immer saß. Und dann trifft sie Lukas, einen Motoradkünstler. Er ist Teil einer Gruppe von Steilwandfahrer, schwebt täglich mit seinem Motorrad zwischen Himmel und Erde. Plötzlich findet sie sich als Ansagerin im Ring – und innerhalb eines Sekundenbruchteils fällt ihr Leben auseinander.

"In meinem Kopf geriet alles durcheinander. Erinnerungen wandelten sich in Fantasien, Gebete deformierten sich zu Beschimpfungen, Worte, die mir lieb
waren, verschwanden. Als würden die schönen Dinge sich von mir abwenden und dabei ihre hässlichen Rückseiten offenbaren."
.
Was für eine spannende Idee: Gottesdemenz. Kann man eine Lebenseinstellung, das, wonach man sein Leben lang gelebt hat, einfach vergessen? In ihrem Debütroman „Die Ewigkeit ist ein guter Ort“, für welchen sie in Auszügen bereits 2019 den Hamburger Literaturpreis gewann, ergründet Tamar Noort, was es zwischen Himmel und Erde braucht, um glücklich zu sein, sich angekommen zu fühlen, abzuschließen und nach vorne zu schauen. Meine anfängliche Begeisterung legte sich leider sehr schnell. Bereits nach einer Handvoll Seiten wurde mir die Protagonistin zunehmend unsympathisch; sie nervte mich regelrecht mit ihren unüberlegten, fragwürdigen Handlungen, ihrer Verschlossenheit gegenüber ihrem Partner und der mangelnden Selbstreflexion, fügte sich nicht ins große Bild ein. Insgesamt wirkte der Handlungsverlauf sehr konstruiert und langatmig, überraschte ab und an mit ausgefallenen Ideen – Motorrad, Steilwand, Gottesbezug? –, doch auch hier verlor es sich schnell ins Voraussehbare. Sprachlich hingegen: richtig gut. Die Autorin schreibt leicht und lautmalerisch, lässt immer wieder humorvolle und nachdenkliche Nuancen einfließen und lässt so auch eine gewisse Tiefe durchblicken, die sich im Zusammenspiel mit den Protagonisten und der Handlung leider nicht manifestieren konnte. Schade, das hatte wirklich Potential! Macht aber dennoch gespannt auf alles, was von Tamar Noort noch kommt.
Profile Image for Fabula Books.
16 reviews6 followers
August 8, 2022
Tamar Noorts bildhafter, flüssiger Schreibstil ermöglicht gleich einen guten Einstieg in die Geschichte rund um die Theologin Elke, die aufgrund einer Gottdemenz plötzlich in einer Lebenskrise steckt. Ihre Emotionen und Handlungen sind zu Beginn sehr authentisch, sodass ich mich gut in die Geschichte einlesen konnte, obwohl ich mich mit der Thematik Religion und Glaube nicht identifizieren kann.
Doch je mehr wir Elke auf ihrem Weg begleiten, desto skurriler wird die Handlung. Elke steckt zwar in einer Krise und hat viel aus der Vergangenheit aufzuarbeiten, aber wie sie sich verhält, vor allem ihren Mitmenschen gegenüber, war nicht nachvollziehbar. Für mich wirkte alles etwas zu konstruiert, sodass mich die Geschichte nicht ganz überzeugen konnte.
Dennoch ist das Cover weiterhin ein Hingucker und spiegelt ihren Balanceakt im Leben sehr gut wieder.
68 reviews
July 25, 2022
Manchmal wird mensch aus der Bahn geworfen und steht dann vor den Scherben seines bisherigen Lebens. Viel schlimmer ist aber, wenn da gar keine Scherben sind - wenn alles perfekt scheint und nicht zu erkennen ist, warum es auf einmal nicht mehr funktioniert. So geht es Elke. Nach ihrem Theologiestudium und drei Jahren in der Seelsorge verliert sie auf einmal ihre Verbindung zu Gott (bzw. zur kirchlichen Tradition) und muss gegen eine innere Sperre ankämpfen, die ihr jegliche Erinnerung an diese Dinge verhindert. Elke ist nicht allein, als sie aus der Bahn geworfen wird - aber irgendwie schon, denn so richtig nachvollziehen kann ihre Probleme niemand. Schritt für Schritt muss sie lernen, mit dieser neuen Realität zu leben und steigt langsam dahinter, warum ausgerechnet sie an "Gottdemenz" leiden könnte.

Tamar Noort hat sich für ihre Debüt definitiv ein interessantes Thema ausgesucht. Eines, das man nicht häufig auf dem Buchmarkt findet. Wer liest schon ein Buch über arbeitslose Theologen? In meinem Fall eben diese. Insofern war das Buch für mich auch aus einem anderen Aspekt interessant: Wie geht Elke mit den Fragen um, die auch viele andere beschäftigten? Welche Lösungen findet sie? Wie gehen andere mit ihr um?

Mit den Charakteren des Romans bin ich zugegebenermaßen nur schwer warm geworden. Elke wirkt häufig eher wie ein launisches Kleinkind. An manchen Stellen erinnert ihr Verhalten an das einer dementen Personen und man hat Mitleid mit ihr. Man wartet jeden Moment darauf, dass ein Erwachsener den Raum betritt und das Kind oder die alte Dame tröstet, aber stattdessen begegnet sie anderen Kindern, die zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind, um auf andere schauen zu können: ihr aalglatt geschriebener Freund, ihre um sich selbst kreiselnden Eltern... Man wünscht es sich anders, wünscht sich eine idealisierte Erzählung, aber gerade in diesen Charakteren, die alle irgendwie abschreckend sind, ist Noorts Roman schmerzlich realistisch. Auch die Dynamiken zwischen den Charakteren schließen sich diesem Trend an - Fehlkommunikationen, unausgesprochene Beziehungskrisen, die keiner so wirklich wahr nimmt... Wie eines dieser zwischenmenschlichen Probleme am Ende gelöst wurde, ganz gegen das Klischee vieler anderer Romane, fand ich allerdings richtig gut! Die sonst sehr statischen Figuren gewinnen hier dann doch etwas an Dimension.

Während manche Bücher durch ihre Geschichte überzeugen, ist es hier die Sprache, die einen mitnimmt. Noorts relativ abrupter Erzählstil passt zu Elkes innerer Welt und ihre Darstellung einiger dunklerer Szenen hat mich tatsächlich zum Weinen gebracht. Ihre Formulierungen sind voll von Anspielungen auf Liturgie, Kirchenlied und Bibeltexte und somit für Leute aus der "Glaubenswelt" sehr unterhaltsam zu Lesen. (Ob das gleiche allerdings auch für Leute außerhalb der Szene greift?)

Das von der sprachlichen Gewandtheit ausstrahlende Licht überstrahlt und überdeckt viel, aber nicht alles. Der Plot wirkte auf mich etwas stückhaft und es verging viel Zeit (sowohl gelesene als auch in der Geschichte) ohne wirkliche Entwicklung - was für den Leser z.T. frustrierend sein kann, letztendlich aber vermutlich Elkes Lebensrealität widerspiegeln soll. Elkes Kampf mit dem Glauben kommt recht unklar rüber (man kann seiner Entwicklung nicht ganz glauben), die Gottesdemenz wird bruchstückhaft, bevor Elke es überhaupt bemerkt und als Theologin fragt man sich, warum Elke diese Fragen erst jetzt kommen. (Normalerweise tauchen Fragen, die mit dem Glauben verbunden sind, während des Studiums auf und wer es darüber hinaus geschafft hat, weiß, ob er glaubt/glauben will oder nicht. Elke scheint hier - aus meiner Sicht ziemlich unrealistisch - vollkommen unverändert durchs Studium gegangen zu sein. Für das plötzliche Kopfstehen ihrer Welt fehlen auf der anderen Seite jegliche Trigger, kurz: Der Startpunkt der Geschichte wirkt vollkommen unlogisch.)

Während das Cover gut zum Titel passt, habe ich mich mit dem Passen des Titels (und des Covers) zur Geschichte schwergetan. Sicherlich findet sich die Phrase am Ende der Geschichte, aber letztendlich haben die beiden wenig miteinander zu tun. Ich kann erahnen, warum dieser Titel gewählt wurde und wohin die Geschichte entsprechend eigentlich gehen sollte (eine Auseinandersetzung mit dem Tod, ein lebendiges Todfühlen von Elke etc etc), aber faktisch kommt das leider nicht rüber.

Wem würde ich also diesen Roman empfehlen? Lesern, die nicht nach einer perfekten Geschichte suchen. Die sich vom Leben durchgerüttelt fühlen und für die es eine Freude ist zu sehen: Sie sind nicht allein. Und schließlich empfiehlt die Sprache das Buch für "kulturelle Christen" - für Menschen, die in kirchlichen/christlichen Kreisen aufgewachsen sind (oder in deren Nähe) und sich an den vielen kleinen Wortspielen freuen können.
Sprachlich/literarisch ist dieses Buch sicherlich vier Sterne wert - nur die Geschichte lässt mich nun einen weiteren Stern abziehen.
Profile Image for Armin Klica.
138 reviews28 followers
August 12, 2022
Danke an NetGalley und dem Verlag für das Rezensionsexemplar!

3,5-4/5 ⭐️

Elke hat gerade mal ihr Theologiestudium mit ende 20 abgeschlossen und arbeitete 3 Jahre lang ehrenamtlich als Seelsorgerin. Als sie am plötzlichen ‚Gottesdemenz‘ leidet und jegliche biblische Gebete und Worte vergisst, entscheidet sie sich für eine kurze Pause. Elke zieht zu ihrem Freund Jan und verarbeitet ihre selbstdiagnostizierte ‚Gottdemenz‘. Jan versucht ihr dabei mit Motivationssprüche zu helfen, so wie „einfach mal heute abschalten und morgen wieder anschalten, dann wird das schon“. Mit einer verinnerlichten Frust kämpft Elke sich mit der Frage ‚warum ausgerechnet ich?‘. Warum muss sie an ‚Gottdemenz‘ leiden? Wollte Gott ihr damit etwas sagen? Ihr ganzes Umfeld scheint sie auch nicht verstehen zu können.

Nachdem ich das erste Kapitel gelesen habe, das einen auch in den Bann zieht, war ich überrascht wie die Geschichte ihren Lauf nahm.
Wahrscheinlich bin ich mit anderen Erwartungen ins kalte Wasser gesprungen. Tamar Noorts Debütroman beschäftigt sich mit der Frage um
Gott und die Beziehung zu ihm. Ob es solche Romane schon mit dieser Thematik gibt? Weiß ich nicht. Deswegen blieb es eine spannende Lektüre.
Interessant ist natürlich die Frage, was wenn man wirklich an ‚Gottdemenz‘ leidet? Was wenn es dich wie ein Schicksalsschlag trifft und du plötzlich jegliche Gebete vergisst? Die Autorin wagte sich die Geschichte in ihrem interessanten Schreibstil zu verfassen und die Figuren so entwickeln zu lassen, als würde man erst beim Schreiben die Charaktere Kapitel für Kapitel entwickeln. Schnell fühlt man mit der Protagonistin Elke und hat oft Mitleid mit ihr. Als würde sie tatsächlich an Demenz leiden. Den roten Faden - die Frage um
Gott und den Glauben - greift Noort immer wieder auf. Zur richtigen Zeit und richtigen Situationen stellt Elke ihren Glauben in Frage.

Wahrscheinlich ist die Message gar nicht die Beziehung zu Gott, sondern zu sich selbst. Wahrscheinlich ist die Hauptmessage die Misskommunikation von Elke gewesen. Vieles wurde nicht angesprochen, vieles wurde eher stillschweigend akzeptiert.
Der Schreibstil weckte meine Neugier, überzeugen konnte mich das Buch jedoch nicht ganz, wobei ich zugeben muss, irgendwie versucht meine innere Maus die Geschichte zu mögen und sie löste ein ‚neues‘ Gefühl in mir aus, das ich zurzeit nicht beschreiben kann.
Schwierig finde ich eine bzw. keine Lesempfehlung zu geben, ich bin unentschlossen.
Etwas fehlte mir persönlich an der Geschichte, heraus gefunden habe ich es allerdings noch nicht.
166 reviews1 follower
August 7, 2022
Elke ist Theologin und soll bester früher als später das Amt ihres Vaters übernehmen. Doch ihr passiert, was einer angehenden Pastorin auf keinen Fall passieren sollte: Sie vergisst Gott; selbst das ‚Vater unser’ fällt ihr nicht mehr ein - sie nennt es Gottesdemenz. Erst sucht sie nach der Ursache und als das erfolglos bleibt, versucht sie weiter zu machen, weiß aber trotzdem nicht, wie sie damit umgehen soll. Also besucht sie ihre alte Heimat, doch der Tod ihres Bruders überschattet alles. Sie fängt bei einer Steilwand-Show an, was eine ganz eigene Art von Spiritualität mit sich bringt. Sie nimmt den Graupapagei Gertude, den sie seit ihrer Kindheit kennt, bei sich auf. Bis alles eskaliert und sie mit der Zukunft, der Vergangenheit und Gott konfrontiert wird.
„Die Ewigkeit ist ein guter Ort“ von Tamar Noort ist ein wunderbarer Roman. Und das obwohl ich Religion und vor allem der Kirche aus dem Weg gehen. Ich muss eingestehen, manchmal wurde es etwas viel mit Gott und Kirche, aber das macht der Roman in vielem wieder wett. Er ist sehr amüsant und bevölkert von interessanten Menschen. Außerdem geht es um so viel mehr als um Gott und die evangelische Kirche. Es geht um den Tod und dessen Bewältigung, den Glauben ans Leben und die Zukunft, die vor einem liegt und bewältigt werden will.
Die Charaktere sind unglaublich gut gezeichnet und Elke ist nicht nur sympathisch, was ich persönlich gerne mag. Zur wunderbaren Geschichte, die einige Wendungen parat hält und ich als sehr originell empfunden habe, ist „Die Ewigkeit ein guter Ort“ sprachlich hervorragend. Keine abgedroschenen Klischees oder unnötiges Gelaber, dafür gute Metaphern, passende Bilder und ein herrlich flüssiger Sprachstil.
Ein wirklich gelungener Roman, auch für Menschen, die mit Religion und Kirche nichts am Hut haben.
Profile Image for Kathrin Schröder.
Author 11 books3 followers
August 29, 2022
Rezension "Die Ewigkeit ist ein guter Ort" von Tamar Noort, gehört dank Netgalley.

Eine junge angehende Pastorin, die sich über ihren Lebensweg unsicher ist, verliert auf einmal die Fähigkeit zu beten, biblische Texte laut auszusprechen und zu predigen. Sie diagnostiziert sich Gottesdemenz und versucht, den für sie richtigen Lebensweg zu finden.

So weit so gut, doch sie sucht weniger aktiv, sondern lässt sich von ihrem Umfeld treiben, findet einen Job in einer Steilwand-Motorradtruppe, lässt sich den Papagei ihrer ehemaligen Nachbarin, die sie als Kind betreute, aufnötigen und liebäugelt ein wenig mit dem Kurzzeitnachbarn, während ihr Freund kocht, Geld verdient und sich immer mehr aufs Abstellgleis geschoben fühlt. Doch dann soll sie die Gemeinde ihres Vaters während seines Rehaaufenthalts übernehmen und versucht auch dort mit dem Weg des geringsten Widerstands durchzukommen.

Erwartet habe ich himmlisches Eingreifen und eine Art der Bekehrung und Wandlung, bekommen habe ich eine wunderschöne Sprache, eine sperrige "Heldin", die sich nicht wandelt, deren Brüche aber verständlicher werden und die die ersten Schritte in eine geordnete Richtung wagt.

Das Buch/Hörbuch ist von Art und Stil auch für glaubens- und kirchenferne Hörer/Leser geeignet. Der größte Genuss ist das Spiel mit der Sprache, dass Tamar Noort wirklich beherrscht. Wandlung und Entwicklung sind vorstellbar, auch wenn die Schubser hin zu einer Entwicklung viel sanfter als in den meisten Realitäten erfolgen. Als Hörbuch rundum gelungen, kleine Abstriche für die Hauptperson, die zunächst so gar nicht über ihr eigenes Leben entscheiden mochte und dafür gern ihre Mitmenschen ausnutzte.

#TamarNoort #DieEwigkeitisteinguterOrt #Netgalleyde #KathrinliebtLesen #Audiobook #Hörbuch #Rezension #Bookstagram
1,044 reviews9 followers
September 8, 2022
Bei einem Gebet in einem Seniorenheim fällt Elke das Vater-Unser nicht mehr ein. Mehr wie die ersten beiden Zeilen fallen ihr nicht mehr ein. Sie murmelt etwas und flüchtet. Die alte Dame mit der sie beten wollte, nennt es einen Brei und ist wütend auf die junge Pastorin. Was ist passiert? Hat Elke ihren Glauben verloren oder hat sie einen Burn Out. Die Erwartungen ihrer Eltern endlich in die Fußstapfen ihres Vaters zutreten stehen im Gegensatz zu ihren atheistischen Lebensgefährten der gerne alles sehr ordentlich hat. Das ist Glaube aber nicht. Glaube erlaubt Unordnung, Zweifel, Angst, er ist auch Vertrauen, Zuversicht und Kraft. Das alles weiß jeder, was er oder sie oder es daraus macht ist jeden selbst überlassen.
Dieses Machen ist aber nicht einfach. Was macht man, wie macht man es und wo? Die Protagonistin flieht in den Ort ihrer Kindheit, zu ihren Eltern die keine Hilfe sind. Denn alle drei haben dasselbe Problem. Es fehlt jemand, jemand ,Unersetzliches.
Die Suche nach dem Glauben, dem Vertrauen in Gott, wird sehr gut und nachvollziehbar dargestellt. Auch für jemanden der wenig glaubt und den Glauben auch nicht vermisst. Es liegt nicht nur an dem Beruf, es ist auch die Suche nach einem Sinn, nach sich Selbst, nach einen Neuanfang.
Das Buch ist nicht spirituell geschrieben, es ist eine Beschreibung von Tatsachen und Fragen die wir alle in dieser oder jener Form schon erlebt haben. Es gibt auch keine Antworten außer vielleicht die Empfehlung Vertrauen im Partner und auch mal miteinander reden über die Dinge die wirklich wichtig sind.
733 reviews5 followers
August 16, 2022
Meine Meinung:
Tatsächlich war ich aufgrund der Thematik zunächst einmal eher skeptisch, da ich in der Religion nicht so bewandert bin und ich diese Thematik oft etwas anstrengend in Büchern dargestellt finde. Doch diese Geschichte ist weniger etwas über Gott oder Religion, als vielmehr etwas über uns Menschen und der Weg zu uns selbst.

Wie es die Autorin schafft, eine Geschichte auf so wenigen Seiten zu erzählen, die so bereichernd und emotional ist, ist mehr als herausragend und überraschend.
Diese Buch zeigte nicht nur eine Seite der Emotionen oder des Menschseins, sondern alle, auf so intensive, neuartige und niemals klischeehafte Art. Stets von einer Ehrlichkeit und Authentizität geprägt, die kein Leserherz kalt lässt.
Die Autorin wählt nie die großen, spektakulären Szenen, sondern erschafft Stärke, bildhafte Momente, die den Leser sprachlos zurücklassen, indem sie die kleinen Schicksale erzählt, in alltäglichen Situationen, die so authentisch sind, dass man vergisst gerade ein Buch in der Hand zu halten.

Zwar ist dieses Buch ein mit religiösen Aspekten erzählte Geschichte, doch eigentlich spielt dieses Buch fernab jeder Religion, sondern erzählt von Menschen, die verzweifelt versuchen ihren Platz im Leben zu finden und mit den Hürden des Lebens kämpfen und dabei schafft dieses Buch trotz der Emotionalität eine unglaubliche Hoffnung zu erschaffen.

Fazit :
Unbedingt lesen!!!
77 reviews1 follower
September 16, 2025
Tamar Noorts Roman „Die Ewigkeit ist ein guter Ort“ hat mir insgesamt gut gefallen. Auch wenn ich mit der Protagonistin Elke nicht ganz warm geworden bin, fand ich ihre innere Suche nach Orientierung und Halt im Glauben sehr berührend und nachvollziehbar.
Elke steht nach ihrem abgeschlossenen Theologiestudium an einem entscheidenden Punkt: Eigentlich soll sie das Pastorenamt ihres Vaters übernehmen, doch sie ist selbst voller Zweifel. Zwischen Tradition und eigener Identität, zwischen Glaubenskrise und Sehnsucht nach Sinn, wirkt sie oft zerrissen. Besonders der Tod ihres Bruders, über den in der Familie kaum gesprochen wurde, prägt ihr Ringen um Glauben und Selbstverständnis nachhaltig.
Was das Buch für mich so stark macht, ist die Mischung aus Tiefe und Leichtigkeit. Noort gelingt es, existenzielle Themen wie Verlust, Glaubenszweifel und familiäre Erwartungen sensibel und nachdenklich darzustellen, ohne den Text schwer werden zu lassen. Im Gegenteil, die Geschichte ist auch von feinem Humor durchzogen und lässt einen immer wieder schmunzeln.
„Die Ewigkeit ist ein guter Ort“ ist ein Roman, der zum Innehalten und Reflektieren anregt. Er zeigt, dass die Suche nach sich selbst und nach einem persönlichen Glauben nicht geradlinig verläuft, sondern voller Umwege, Zweifel und leiser Momente ist.
Ein Buch, das nachwirkt – nachdenklich stimmt, aber zugleich tröstlich und sogar leichtfüßig erzählt ist.
Profile Image for Martina Weiss.
486 reviews5 followers
July 21, 2022
Dieses Buch hat mich dezent aggressiv gemacht, nicht weil mich der Inhalt so gefesselt hätte, sondern weil es extrem konstruiert wirkt.
Die Protagonisten haben ein riesiges Problem, speziell die Hauptfigur: Null Kommunikation.
Es kann schon sein, dass die Autorin daraufhin weisen möchte, dass wir verlernt haben Probleme anzusprechen, über Gefühle generell zu sprechen, oder einfach miteinander zu sprechen. Aber in diesem Buch wirkt es allzu gewollt. Selbst der Papagei Gertrude möchte was sagen und kann nicht.

Als Agnostikerin (eine, die sich kaum Namen merken kann, geschweige denn Liedtexte oder Gedichte) hatte ich ja schon meine Probleme mit dem eigentlichen Problem der Hauptprotagonistin: sie ist Pastorin und kann sich von einem Tag auf den anderen an kein einziges Gebet mehr erinnern, ja sie kann noch nicht einmal aus der Bibel vorlesen.
Nun ja, ich erkenne vielleicht die Metapher dahinter.
Kurz und gut: dieses Buch konnte mich an keiner Stelle abholen. Es zog und zog sich dahin mit unsympathischen - teils psychopathischen - Protagonisten.
Auf der Suche nach sich selbst oder seiner inneren Mitte - da gibt es weit bessere Lektüre.

Nein, ich kenne niemanden dem ich dieses Buch empfehlen möchte.
Profile Image for Davinagoesculture.
27 reviews
August 10, 2022
Die Rezension fällt mir schwer, da ich in dem Genre gar nicht daheim bin.

Die Grundidee der „Gottesdemenz" gefällt mir gut, das Thema Selbstfindung lässt sich gut verarbeitet.

Allerdings hat man bei Elke, der Protagonistin, eher das Gefühl, dass sie professionelle Hilfe bräuchte, anstatt sich selbst zu finden.

Sie scheint sich komplett verloren zu haben und durch die Erzählperspektive und den Aufbau des Textes überträgt sich dieses unangenehme Gefühl auf den/die Leser*in.

Sie verhält sich komplett unnachvollziehbar, scheint komplett durch den Wind zu sein.

Der Schreibstil ist gut und flüssig zu Lesen, aber durch die Übertragung dieser unschönen Empfindungen hat mein während dem Lesen wenig Spaß.

Das Ende musste ich zweimal lesen, um dann zu erraten, was der Schluss der Geschichte ist uns was Elke aus ihren Erfahrungen schließt.

Ein offenes Ende ist ein Stilmittel, aber bei diesem Buch wäre ein klareres Ende passender gewesen nach meinem Gefühl.
Profile Image for Bärbel.
143 reviews1 follower
August 27, 2022
Etwas enttäuschend
Ich war bei der Leseprobe und auch im Anfangsteil der Romanlektüre sehr fasziniert. Die “Gottesdemenz” einer jungen Theologin hat etwas Aufmüpfiges, Unerhörtes, Interessantes. Das ungewöhnliche Thema und die sehr erfrischende Sprache: Das kann was werden, dachte ich mir. Leider bin ich etwas enttäuscht worden.
Das Thema hätte womöglich mit weniger Plot und mehr Reflexionen, in dieser frischen, ironischen, unerschrockenen Sprache besser zum Zuge kommen können. Stattdessen wird es irgendwie kaputt erzählt, mit jeder Menge plötzlich auftauchendem Personal, wilden Abenteuern, alter Tante, Liebes-Irrungen usw. Durch die Fülle des Stoffes wird viel Ablenkung und weniger Sinn produziert. Natürlich ist es nicht gerade einfach, der sehr spannenden Ausgangsidee gerecht zu werden, das sehe ich schon ein, aber ein solch kunterbuntes Kuddelmuddel hätte es wirklich nicht gebraucht!
Profile Image for Hannah.Nele.
3 reviews12 followers
August 26, 2022
Ein Buch in das ich gut reingekommen bin und zwischendrin dann aber das Gefühl bekam im Treibsand von Nebensächlichkeiten zu versinken. Ich bewegte mich dort also eine zeitlang nicht viel und nur sehr langsam. Sobald ich aber ab ca. dem letzten Drittel wieder festen Boden zwischen den Zeilen fasste ließ es mich tatsächlich nicht mehr los. Plötzlich sah ich die Schönheit dieser ganzen Geschichte deutlicher - ohne das sie etwas total weltbewegendes oder Neues erzählte, aber Tamaras Art es zu erzählen lies Licht und Wärme durch die Seiten fließen. Am Ende bleiben einige Eselsohren und Markierungen für Sätze, die mich sehr bewegten. Und es bleibt das Gefühl, wenn man am Ende eines Buches, bei dem man dachte nie ganz ankommen zu können, als würde man ein Stück Heimat verlassen. Man weiß man muss weiterziehen und doch werden einige Dinge einen nie wieder verlassen.
Profile Image for Michaela Moser.
22 reviews2 followers
July 26, 2022
Ein Buch, bei dem ich mir gewünscht hätte, dass es noch ein paar hundert Seiten weiter geht. Weil die Protagonistin - eine Theologin übrigens - herrlich schlingernd durchs Leben geht bzw stolpert, weil so gute Motive und Themen vorkommen wie "Gott-Demenz" (sie kann sich von einem Tag auf den anderen an keine Gebetstexte mehr erinnern), Steilwand-Motorrad-Artist*innen (kannte ich vorher nicht), eine absinkende Kirche, die Trauer um den verstorbenen Bruder, Röschen, die frühere Richterin, die ihr Hab und Gut in Form alphabetischer Stapel organisiert, Kleingarten-Liebhaber und und und
Toller Lesestoff, witzig und hintergründig, beste Unterhaltung - nicht nur für Theolog*innen.
Profile Image for Sarah.
149 reviews13 followers
June 29, 2025
"Die Hitze legte eine Pause ein, aber die Stadt war immer noch heiß genug, um mich ins Schwitzen zu bringen. Wie einen Herd, den man herunterdreht, weil die Restwärme noch zum Garen reicht."

"Ich spürte, wie meine Haut sich spannte. Mein ganzer Körper war gerade eine Nummer zu klein. Er beugte sich zu mir und küsste mich, und ich weitete mich noch mehr aus, drohte zu zerbersten. Aber dann weichte sich alles auf, wurde fließend, die Dinge ordneten sich und lösten sich auf."

„Ring the bells that still can ring
Forget your perfect offering
There is a crack, a crack in everything
That's how the light gets in“
3 reviews
December 22, 2022
As a reader, you're following Elke, a German who has just finished her theology studies. Her life falls apart step by step. She looses her job, her boyfriend, her wits and her faith - returns home and is confronted with a trauma of her youth. There she fights her demons, until in the end she is able again to ... well read yourself. I guess you could call this book a ficitonal case study about post traumatic stress disorder. Sometimes really strange, sometimes funny, always very human.
The German audio book is read by Luise Helm. I'd listen to any book she reads.
851 reviews11 followers
May 21, 2023
Irgendwie war mir die Geschichte einfach zu schräg. Angefangen mit der "Gottdemenz" über Röschen und ihre Eigenheiten bis hin zu ihrer Beziehung und ihrem zwischenzeitlichen "Job". Ich habe mich mehrmals dabei ertappt, beim Lesen ein "und jetzt?" zu formulieren und habe lange darauf gewartet, dass sich die entscheidende Wendung einstellt. Einfach nicht so mein Buch, allein die Erzählweise hat mir gut gefallen.
Profile Image for Frau HafSi.
40 reviews
July 25, 2023
Was ist wichtig? Hast du die wichtigen Dinge erzählt? Wie geht man mit Zweifeln um? Hält das Fundament? Im Grunde die ganz großen Fragen, aber Tamar Noort gelingt es, sie auf eine Ebene zu bringen, die ansprechend ist und zugleich unterhaltend. Diese Geschichte bringt die Leserin zum Nachdenken, ohne dabei aufdringlich zu sein. Ich finde sie wunderbar, weil sie eine gewisse Poesie in sich trägt, Humor auch nicht fehlt und das Eintauchen ganz unkompliziert passiert.
Profile Image for Heidi.
271 reviews4 followers
August 27, 2022
2,5 Sterne, nicht aufgerundet

Wie so viele andere hatte mich die "Pastorin mit Gottdemenz" auch zunächst gereizt. Leider bestand das Buch dann am Ende aus mehr Klisschees als an einer Orgel Pfeifen sind. Außerdem wurde wohl der Rekord an plumpen Metaphern gebrochen, die man in einem Buch unterbringen kann.

Was vielversprechend begann, fand leider ein lahmes Ende. Kein Buch für mich.
4 reviews
August 31, 2022
Ein wunderbares Buch (mit einem kleinen Hänger fast am Ende). Aber allein das Wort: Gottdemenz! Großsartig! Eine junge Frau, der sich nach ihrem Theologiestudium plötzlich die Sinnfrage stellt. Und die sich mit ihrer Vergangenheit auseienandersetzen muss. Lesenswert! Und dabei keine schwere Kost!.
1,368 reviews6 followers
August 3, 2023
Angehende Pfarrerin zweifelt plötzlich an Gott und weiss nicht wie es weitergehen soll. Hat den Tod ihres Bruders nicht verwunden und fühlt sich schuldig am Unfall einer Freundin. Gut zu lesen, mal was anderes.
Profile Image for Hannah.
210 reviews1 follower
September 12, 2022
Die junge Pastorin Elke vergisst am Sterbebett einer älteren Dame alle Gebete, eigentlich alles, was mit Gott zu tun hat, sie nennt es Gottdemenz. Dies ist jedoch eher Symptom als Ursache, denn Elke weiß nicht, was sie mit sich und ihrem Leben anfangen soll und muss sich nun auf die Suche nach einem Sinn und der Ursache ihrer ‚Erkrankung’ machen.

Auf unterhaltsame Art erzählt die Autorin diese Geschichte, die mich vom Klappentext her angesprochen hat. Das Buchcover ist passend minimalistisch und farblich gedämmt gestaltet, denn es geht für die Protagonistin Elke eigentlich um die Bewusstwerden ihrer Trauer um den Verlust ihres Bruders. Leider ist Elke mir durch das gesamte Buch hinweg unsympathisch geblieben, ich empfand sie als egoistisch und unselbstständig und ihre Handlungen teilweise als zu skurril, um vielleicht doch noch auf liebenswerte Art anders zu sein. Auch wenn mir der Stil des Buches gefallen hat, der Aufbau gelungen und das Ende stimmig ist, ich wurde nicht warm mit der Protagonistin, was am Ende dazu geführt hat, dass ich froh war, als ich das Buch fertig gelesen hatte. Wenn man darüber hinweg sehen kann, ist das Buch vielleicht empfehlenswert für jene, die sich mit der Frage nach Gott (gibt es einen, wenn ja, wie finde ich ihn?) auseinandersetzen möchten.
Profile Image for Andreea Irina.
77 reviews
October 21, 2024
Man kann zum Teil die Wut, die Zweifeln und Unsicherheit spüren, was das Lesen nicht immer einfach macht. Aber jeder hat so eine Situation mal erlebt und das Buch hilft dabei, sich mit alldem auseinanderzusetzen.
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