Albert Camus’ mysteriöser Todesfall neu aufgerollt: eine perfide Verschwörung des KGB? Eine Mischung aus Investigativ-Roman und Spionage-Thriller – glänzend recherchiert und hochspannend. Frankreich, Januar 1960: Albert Camus und sein Verleger Michel Gallimard sind auf dem Weg nach Paris, als ihr Auto ins Schleudern gerät und gegen einen Baum prallt – Camus ist sofort tot. Die Kollision wird als tragischer Unfall zu den Akten gelegt. Doch mehr als vierzig Jahre später tauchen Informationen auf, die ein neues Licht auf das angebliche Unglück werfen: Sind dem Autor seine sowjetkritischen Reden letztlich zum Verhängnis geworden? Wurde Camus’ Tod vom KGB geplant?
Giovanni Gatelli, ein Osteuropaexperte, vermutet, dass der KGB in den Tod Camus verwickelt ist. Er Zeit zahlreiche Morde, Attentate, Spione, aber auch die brutale Invasion in Ungarnauf, gegen die sich Camus zur Wehr gesetzt hatte. Es ist interessant, aber Beweise existieren keine. Mir war es zu sehr spekulativ
- Worum geht's? - In „Camus muss sterben“ rollt der Autor Giovanni Catelli den Autounfall des Nobelpreisträgers Albert Camus und seinem Verleger Michel Gallimard – die im Januar 1960 ums Leben kamen – wieder neu auf. 40 Jahre nach dem Unfall tauchen neue Informationen auf, die ein neues Licht auf den angeblichen Unfall werfen.
- Meine Meinung - Der Autor Giovanni Catelli versucht in seinem Buch das Unfallgeschehen vom 4. Januar 1960 neu aufzurollen. Stellenweise ist das Buch verstörend – Catelli ist der Meinung, dass der KGB die Finger bei dem Unfall im Spiel hatte. Der französische Autor war sowjetkritisch und hat daraus keinen Hehl gemacht – wurden ihm seine sowjetkritischen Reden am Ende zum Verhängnis?
Catelli stützt sich bei seinen Theorien auf ein Tagebuch von Jan Zabrana – welcher jedoch bereits verstorben ist und daher nicht mehr befragt werden kann. Außerdem gibt es historische Ausflüge nach Ungarn von 1956 und in die Tschechoslowakei von 1968, als die UdSSR die Volksaufstände niederschlägt. Ein weiterer Schwenk zu den Geschichten rund um den Historienepos von Boris Pasternaks „Dr. Schiwago“, der in der UdSSR verboten war. Sowie die politische Lage in Frankreich der 1960-er.
Er erstellt sogar ein Weg-Zeit-Diagramm, welches schlussendlich eine Manipulation des KGB am Fahrzeug von Camus möglich erscheinen lässt - ABER Tatsache ist leider allerdings, dass Catelli keinerlei handfeste Beweise für diese ganzen Theorien liefern kann die er im Laufe des Buches aufstellt.
- Fazit - Ein teilweise verstörendes Buch, der Autor hat keinerlei handfeste Beweise für seine Theorien. Das Buch ist ein Mix aus Spionage-Thriller, Investigativ-Roman und vor allem Verschwörungstheorien! Von mir gibt es hier 3 Sterne.