Jahrelang stand der Koffer ungeöffnet auf ihrem Dachboden. Bis jetzt konnte Frances Stonor Saunders ihn nicht öffnen, denn er enthält Dinge von ihrem Vater, der vor Jahren gestorben ist. Seit sie den Koffer hat, schiebt sie es vor sich her, ihn zu öffnen.
"Wenn der Koffer einmal offen ist, kannst du ihn nicht mehr verschließen". Frances weiß nicht, was der Koffer enthält. Wie wird sie ihren Vater sehen, wenn sie den Koffer geöffnet hat und die Dinge darin in der Hand hält? Schon jetzt ist ihr bewusst, dass ihre Erinnerungen sich nicht immer mit denen der anderen Familienmitglieder decken. Wie auch die an den Koffer, denn wenn sie an den denkt, hat sie ein ganz anderes Modell vor Augen, das ihr damals übergeben wurde und das sie zuerst nicht annehmen wollte.
Irgendwann öffnet sie den Koffer dann doch und findet darin Erinnerungen an den Vater, sondern auch an seine Familie. Die Geschichte der Familie ist interessant. Der Großvater hat vor dem zweiten Weltkrieg als Erdölingenieur in Rumänien gearbeitet, während des Kriegs wurde die Familie vertrieben. Damit begann für den Vater eine Odyssee durch die Türkei und Ägypten, die in einem englischen Internat endete.
So wie der Koffer einzelne Stücke aus dem Leben des Vaters enthält, wird auch die Geschichte in Einzelteilen erzählt. Manche davon waren interessant, aber sie haben sich für mich nie zusammengefügt. Das liegt auch daran, dass Frances über ihren Vater immer ein bisschen so erzählt, als ob er für sie ein Fremder war.