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Geordnete Verhältnisse

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Wenn man seine Heimat verlassen muss, kommt es immer darauf an, wo man landet und welche Leute man kennenlernt. Faina landet in einer deutschen Kleinstadt und lernt in der Schule Philipp kennen, einen Jungen mit Wutausbrüchen, der Pflanzen lieber mag als Menschen, sich aber sehnlichst einen Freund wünscht. Faina soll dieser Freund werden, also bringt er ihr Deutsch bei, und wie man Weihnachten richtig feiert. Er macht sie zu seiner Faina. Jahre später ist Philipp der Typ mit Eigentumswohnung und fester Freundin, und Faina steht als verlassene, verschuldete Schwangere vor seiner Tür. Er lässt sie hinein, doch zu welchem Preis? "Geordnete Verhältnisse" ist eine Geschichte über Wut und Obsession – und eine Frau, die sich weigert, zum Besitztum eines Mannes zu werden.

289 pages, Kindle Edition

Published February 19, 2024

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Lana Lux

3 books36 followers

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5 stars
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243 (13%)
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55 (3%)
1 star
7 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 182 reviews
Profile Image for Ulla Scharfenberg.
156 reviews241 followers
March 29, 2024
Literarisch 2,5 Sterne, aber für die fesselnde Spannung gibt es 5!

CN: häusliche Gewalt, Femizid, Antisemitismus

Mir hat schon bei "Jägerin und Sammlerin" der Schreibstil von Lana Lux nicht so richtig gefallen. Zu sehr berichtend, zu wenig literarisch. Aber das ist Geschmackssache und ich bin ein bisschen (ziemlich?) Snob, was belletristische Sprache angeht. Ich mag einfach nicht gerne Wörter wie "nämlich", "apropos" oder "diesbezüglich" im Roman lesen. So viel dazu.

Viel wichtiger als die Sprache ist die Geschichte von "Geordnete Verhältnisse". Es ist eine, die sich tausendfach ereignet und gerade durch ihre Austauschbarkeit an Grausamkeit gewinnt. Es geht um einen Mann, der eine Frau tötet, weil er seinen Besitzanspruch verletzt sieht. Der Mann in "Geordnete Verhältnisse" heißt Philipp. Er ist der Sohn einer alkoholkranken Mutter, asexuell (dazu unten eine persönliche Anmerkung) und besessen davon, dass Faina seine Seelenverwandte ist. Sie ist als Tochter ukrainischer Juden nach Gelsenkirchen gekommen und sitzt in der Schule neben Philipp. Sie werden beste Freunde bis zu dem Tag, als Faina den Kontakt abbricht. Beide sind erwachsen, leben unterschiedliche Leben, doch aus der Not heraus nimmt Faina wieder Kontakt mit Philipp auf und die missbräuchliche Beziehung voller Gewalt und Stalking spitzt sich immer weiter zu. Der Femizid steht am Ende des Romans, es geht um das davor.

"Geordnete Verhältnisse" hat ziemlich schnell einen Sog entwickelt, dem ich mich nicht entziehen konnte. In die Täterperspektive einzutauchen ist fast unerträglich, aber auch so fesselnd, dass ich mich zwischendurch fragte, warum ich es so unbedingt lesen will. "Das ist Spitzenliteratur", sagt Katja Kullmann in ihrem Blurb, ich sage "das ist eine Mischung aus Sensationslust und Copingstrategie". Denn literarisch finde ich es nicht besonders gut. Es ist mir an vielen Stellen und insbesondere auf den letzten ~30 Seiten einfach zu flach, zu holzschnittartig. Philipp ist zu klischeehafter Täter ("Es gibt nur das ewige Gekreische der Weiber nach Frauenrechten. Aber wo bleiben die Rechte für Männer, für Väter in diesem Land?") und Faina ist zu plakativ Opfer ("Ich jedenfalls habe von klein auf gelernt, dass Liebe und Schmerz zusammengehören."), es ist alles ein bisschen zu offensichtlich, zu lehrbuchhaft.

Und dann denke ich wieder: ja, aber genau so ist es leider. Es braucht da keine Layer, keine komplexen Charaktere. Denn Philipp ist alle Männer, die besitzen wollen, kontrollieren, töten. Und Faina ist alle Frauen, die Gewalt erfahren, die sich selbst die Schuld geben, die nicht ernstgenommen werden. "Geordnete Verhältnisse" lebt nicht von Nuancen oder sprachlicher Finesse, sondern von dem Grauen der Austauschbarkeit, vom Horror der Wiederholung. Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann seine (Ex-)Partnerin zu töten. Jeden dritten Tag mit Erfolg.

---
persönliche Ergänzung zur Repräsentation von Asexualität im Roman:

Dass der Täter asexuell ist, hat in mir sehr gemischte Gefühle ausgelöst. Viel zu selten wird Asexualität in der Literatur und generell (Pop)Kultur repräsentiert. Also freue ich mich immer, wenn das Thema Raum bekommt. Gleichzeitig ärgert es mich so sehr, dass hier (wie so oft) diese eine Form der Asexualität beschrieben wird, die nur einen kleinen Teil des Spektrums ausmacht, aber von vielen als die einzige verstanden wird. Philipp ekelt sich vor Sex, insbesondere vor Vulven, aber auch vor Bäuchen und Brüsten, Küssen und Berührungen. Philipp ist "sex repulsed" und das ist natürlich ein valider Teil des asexuellen Spektrums, aber eben nicht repräsentativ.

In der Kombination mit der Misogynie und der Gewalttätigkeit von Philipp entsteht hier das Bild des "Gestörten", dessen Asexualität ein weiteres Merkmal des psychisch kranken "Monsters" ist. Ihm gegenüber gestellt ist die sexuell aufgeschlossene, sehr aktive, bisexuelle Faina, die u.a. als Sexarbeiterin tätig ist und sich für Fetische/ Bondage begeistert. Für mich entstand so der Eindruck, dass die Asexualität hier als Stilmittel eingesetzt wurde, um Philipp noch "gestörter" darzustellen und sie als Merkmal der Misogynie, der Freudlosigkeit und politischen Konservativität porträtiert wurde. Das hat mich gestört.
Profile Image for Elena.
1,045 reviews416 followers
April 13, 2024
Philipp ist ein rothaariger, aggressiver Junge, der Pflanzen mehr mag als Menschen. In der Grundschule hat er es schwer, niemand möchte mit ihm befreundet sein - bis die jüdisch-ukrainische Geflüchtete Faina in seine Klasse kommt und seine Sitznachbarin wird. Philipp weiß sofort: Sie wird seine beste Freundin sein. Er bringt ihr Deutsch bei, erklärt ihr, wie man Weihnachten feiert, macht sie zu seiner Faina. Die beiden sind unzertrennlich in ihrem Außenseiter-Sein, bis Philipp einen Fehler macht und Faina den Kontakt zu ihm abbricht. Jahre später steht sie plötzlich wieder vor seiner Tür, schwanger und mittellos. Philipp nimmt Faina auf - doch zu welchem Preis?

Würde ich am Ende dieses Jahres ein Ranking der Buchcharaktere aufstellen, die ich am meisten verachte, würde Philipp ganz sicher auf Platz 1 dieser Liste landen. Philipp ist sexistisch, misogyn, antisemitisch, queerfeindlich, rassistisch und fettfeindlich - aber das alles natürlich nur, weil er eine "schlimme" Kindheit hatte. Von Beginn an manipuliert und misshandelt er Faina physisch und psychisch, erst unterschwellig und unauffällig, dann immer offensichtlicher. Die "Freundschaft" der beiden steuert immer weiter auf die Katastrophe zu, die hinter jeder Seite des Buches lauert. Lana Lux beschreibt in ihrem Roman "Geordnete Verhältnisse" einen Femizid wie aus dem Lehrbuch. Das erste Drittel der Geschichte wird dabei aus der Ich-Perspektive von Philipp, der Täterperspektive erzählt, daran schließt sich Fainas Sicht an und im letzten Teil, dem schrecklichen Finale des Buchs, kommen die beiden abwechselnd zu Wort. Durch diese Perspektivwechsel wird der Roman extrem eindringlich, er lässt sich kaum aus der Hand legen. Für mich ist "Geordnete Verhältnisse" ein sehr, sehr wichtiges Buch, das möglichst viele Menschen lesen sollten, um die Strukturen hinter Femiziden und unseren Umgang als Gesellschaft mit Gewalt gegen Frauen zu verstehen und zu hinterfragen. Nicht ganz glücklich war ich mit der asexuellen Repräsentation, die durch Philipp geschaffen wird und dadurch, gerade im Gegensatz zu Fainas Bisexualität und Zugehörigkeit zur Bondage-Szene, in meinen Augen eine eher negative Konnotation erhält. Trotzdem möchte ich eine Empfehlung für diesen aufrüttelnden Roman aussprechen, vor allem für das Hörbuch, in dem die Autorin selbst Fainas Perspektive einspricht - sehr, sehr intensiv!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Meike.
Author 1 book5,117 followers
March 1, 2024
Lux writes about the doomed friendship of a bipolar, bisexual refugee and the asexual son of an alcoholic mother with severe psychological issues - which leads us right to the heart of the main issue of the novel: Its construction is as forced as it gets. While at the heart of the text, it wants to ponder violence against women, it throws in everything but the kitchen sink and messes up the pacing along the way. Somewhat surprisingly, it's not all bad and does have interesting moments, but as a whole, it does not work.

Protagonists Philipp and Faina, both red-haired, meet in primary school in Gelsenkirchen, where 10-year-old Philipp has just been moved back one grade, is known as a terror with anger management issues among female students and struggles with incontinence and an unreliable, drinking mother. Faina, on the other hand, has just moved to the city with her parents, the Jewish family comes from Ukraine (fun fact: The author was born the same year as her protagonists, 1986, in Ukraine). The two outsiders form a bond that gets disrupted by a decision Philipp makes many years later - and it's one that shows his disregard for Faina's agency. Later again, the two now being in their mid-twenties, Philipp has acquired some money (the reason remaining rather dubious, something with the stock market, rather unbelievable), and Faina has dropped out of college and gotten pregnant by a fling in Tel Aviv - then she shows up at Philipp's doorstep, asking for help.

So we meet two people who went tthrough very difficult circumstances as young children, and who are in need of psychological assistance. Their relationship is mainly based on projection, and while Philipp first appears as a guy who honestly wants to help Faina, letting her move in and deciding to co-parent her child, he quickly develops his own idea of what Faina should be for him - and Faina accumulates more and more strings of dependency, failing to protect herself or acknowledge the apparent power Philipp gains over her and her child.

Lux has smartly decided to tell the story by constantly changing between Philipp's and Faina's viewpoints, and both do not fit easily into the stereotypes of victim and perpetrator. Still, Lux shows their queer identities as somewhat flashy gimmicks, blending Faina's bisexuality with her mania and a sub plot featuring sex work, and Philipp's asexuality gets mixed up with his difficulty dealing with people in general, his violent outbursts, and his right-wing opinions.

I respect that Lux tried to do something loud and flashy here, but in the end, it's just a mess - fortunately and somewhat miraculously, it still remains rather pleasant to read, because the book keeps taking odd turns and the character development is flawed in a puzzling way that kept me asking "what the hell will Lux throw at me next?!". Clearly not what the author intended, but oh well...

You can listen to us discussing the novel on the podcast here: https://papierstaupodcast.de/podcast/...
Profile Image for mitkaffeeundkafka.
67 reviews103 followers
February 24, 2024
»Eine Beziehungstat aus Leidenschaft, wird man später dazu sagen.«

In ihrem neuen Roman »Geordnete Verhältnisse« erzählt Lana Lux eine Geschichte über Wut und Obsession – aus der Sicht des Täters und des Opfers.

Philipp ist ein Einzelgänger. Er wünscht sich nichts sehnlicher als einen Freund. Dann kommt Faina in seine Klasse und Philipp beschließt, sie soll dieser Freund werden. Faina kommt mit ihren Eltern aus der Ukraine. Er bringt ihr Deutsch bei, macht sie zu ✨seiner✨ Faina.

Sie sind erwachsen, haben sich nach einem Vorfall Jahre nicht mehr gesehen. Plötzlich steht Faina wieder vor seiner Tür. Sie ist schwanger, obdachlos und verschuldet. Philipp lässt sie rein, bietet seine Hilfe an. Doch Faina wird einen Preis dafür zahlen müssen. Sie gerät in eine gefährliche Abwärtsspirale aus toxischer Abhängigkeit, emotionalem Missbrauch und körperlicher Gewalt.

Lana Lux erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Philipp und Faina. Philipps Gedankenwelt ist faszinierend und zugleich verstörend. Er ist krankhaft eifersüchtig, asexuell (was ich positiv hervorheben möchte, weil noch viel zu selten in der Literatur, wenngleich hier nicht explizit genannt und zudem durch die Figur negativ konnotiert) und äußert sich antisemitisch, rassistisch und misogyn. Und doch gelingt es der Autorin, den Täter trotz aller Abneigung nicht zu dämonisieren. Lux zeichnet zwei komplexe und vielschichtige Charaktere, die keinesfalls einer plakativen Täter- und Opferrolle folgen. Eine absolute Stärke des Romans. Ebenso raffiniert empfinde ich den Aufbau. Die Geschichte fängt vermeint harmlos an. Es ist ein schleichender Prozess. Ein ungutes Gefühl. Und dann kommt das letzte Drittel - und diese unterschätzte Harmlosigkeit knallt dir mit voller Wucht entgegen und raubt dir den Atem. Es ist ein unbequemes, erschütterndes Leseerlebnis. Eines, das nachhallt.


TW: Psychische und physische Gewalt, Alkoholsucht, Femizid
Profile Image for Anika.
970 reviews325 followers
February 28, 2024
Ich bin mit diesem Buch leider nicht so richtig warm geworden. Es wollte ziemlich viel und ist dabei ein paar Mal gestolpert - sowohl in der Plotlogik als auch beim Vermengen der zahlreichen Themen. Ein ganz subjektiver Minuspunkt war für mich auch Protagonist Philipp - nicht, dass ich sympathische Charaktere brauche, im Gegenteil, aber er ihn konnte ich kaum ertragen. Nichtdestotrotz durchgehend solide Spannung auf der Erzählebene mit konsequentem Ende.

Mehr zum Buch in unserer ausführlichen Besprechung @ Papierstau Podcast: Folge 293: Tierliebe X-treme
Profile Image for Ellinor.
772 reviews366 followers
March 27, 2024
Lana Lux ist eine Spezialistin für die Abgründe der Seele. Sie scheut sich nicht davor, die dunklen Seiten der Menschen zu beleuchten. Während wir in Kukolka nur die Perspektive des Opfers kannten, so zeigt sie uns in Geordnete Verhältnisse eine weitere: die des Täters. Dabei geht sie äußerst geschickt vor: durch die Erzählung in der ersten Person wird erst nach und nach das ganze Ausmaß klar. Denn Philipp, der Täter, hält sich für das Opfer, gibt Faina, die ihm letztendlich zum Opfer fällt, die Schuld.
Zu Beginn der Geschichte lässt sich dies zwischen den Zeilen herauslesen, später wird dies deutlicher. Philipps Handlungen werden konkreter, während er sich gleichzeitig als Leidender stilisiert. Fainas Version ist hingegen eine ganz andere. Wir erfahren zwar nicht alles über sie, bekommen jedoch ein viel klareres Bild der Situation.
Während bei Kukolka immer die Hoffnung bestand, dass dieses Mädchen allem entfliehen könnte, war hier von Anfang an klar: diese Geschichte kann kein gutes Ende nehmen. Dies nimmt dem Buch aber nichts von seiner Spannung. Ich flog beim Lesen nur so durch die Seiten. Denn trotz meiner Abscheu vor Philipp war ich eigenartig fasziniert von seinen Gedankengängen, stand ihnen ungläubig gegenüber. Denn wenn man sich die Anzahl der Femizide auch hier in Deutschland anschaut ist ganz klar: er ist bei Weitem nicht der einzige der so denkt.
Profile Image for Clarissa.
718 reviews21 followers
June 1, 2024
Dieses Buch ist absolut soghaft, rasend, konsequent, machte mich sprachlos vor Wut und, ich gebe es zu, es war auch ziemlich plakativ.
Nach dem lesen einiger Rezensionen möchte ich mich der Kritik anschließen, dass es problematische Seiten hat, in welcher Form die Asexualität von Philipp dargestellt wird, vor allem in Kombination mit seinen extremen Ansichten und den Gewaltausbrüchen. Ich hoffe, wir können uns alle darauf einigen, dass Asexualität nichts krankhaftes ist und nichts mit Neigung zu Gewalttätigkeit zu tun hat.
Profile Image for Re.
133 reviews19 followers
March 20, 2024
Das Ende💔😭
Profile Image for Larissa.
Author 1 book19 followers
February 27, 2024
Lana Lux hat ein sehr lesbares Buch geschrieben, das stellenweise treffende Beschreibungen, Bilder und Gefühle ihrer Figuren vermittelt. Die Anlage, abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Protagonist:innen, Faina und Philipp zu schreiben, ist vielversprechend, sowie auch die Tatsache, dass sich die beiden kennen, seit sie Kinder sind und der Text deshalb eine relativ grosse Zeitspanne abdecken kann.

Leider nehme ich der Figur von Philipp, der später zum Täter wird, viele seiner Aussagen nicht ab. In ihm vermischen sich, zusätzlich zu seinem Kindheitstrauma und seiner Asexualität auch noch wirres Alphamann-Getue, Fremdenfeindlichkeit und einige merkwürdige Züge, die an Incels erinnern. Es wäre gar nicht nötig gewesen, bei dieser Figur so dick aufzutragen, man würde mit weniger von Klischees überladener
Sprache dieser Figur mehr glauben, sie würd einem nicht so entgleiten. Zynisch formuliert: auch durchaus weniger “auffällige” Männer begehen Femizide.

Die Figur von Faina fand ich um einiges besser geschrieben, obwohl auch sie manchmal sehr klischiert beschrieben wird. Die Gespräche zwischen den beiden fand ich sehr treffend und hart und aufgeladen, was zum Thema sehr passt.

Ich würde wieder ein Buch der Autorin lesen, aber hoffe, dass die Figuren bei ihrem nächsten glaubwürdiger geschrieben sind.
Profile Image for Johanna.
358 reviews1 follower
July 19, 2024
4.5 sterne


Finde Geordnete Verhältnisse auf jeden Fall empfehlenswert und sehr wichtig aber hab‘s zwischendurch auch fast abgebrochen weil ich nicht so ganz wusste ob das gut für mich ist.

Habe das völlig unvorbereitet gelesen weil ich wieder mehr deutsche Bücher lesen möchte und das war bisschen wild.
Ich empfehle auf jeden Fall content warnings zu lesen aber wenn man, anders als ich, den Klappentext liest nimmt der auch vieles vorweg.
War erst gar nicht relatable dann viel zu doll und dann wieder nicht, zum Glück.

Finde Philipps potentielle Asexualität ist ganz komisch dargestellt und ich finde eine Verbindung von Asexualität mit irgendwie unsozialem, obsessiven und missbräuchlichen Verhalten sehr kritisch. Da hätte ich mir irgendwie mehr oder weniger gewünscht.

Ein sehr wichtiges Buch was glaube ich gut macht, was es machen möchte.
Profile Image for Veronika.
41 reviews9 followers
March 18, 2024
Dieses Buch ist so plastisch geschrieben, dass man teilweise ein Teil der Geschichte wird.
Man sich beim Lesen überraschend ertappt fühlt in einigen Situationen ähnlich zu denken oder zu handeln, obwohl man sich sehr gerne distanzieren möchte, denn es kippt so schnell in etwas fassungsloses. Die beiden Charaktere sind so gut umschrieben und beschrieben, man taucht so tief in die Erzählung.
Dieses Buch ist so gar nicht eine wohlfühl Lektüre, sollte sie bei dem Thema auch nicht sein.
Große Klasse an die Schriftstellerin, dieses Thema so zu umschreiben, dass man in einen Sog gerät und froh ist, wenn es dann aber durch ist.
Profile Image for leas_liest.
21 reviews36 followers
March 2, 2024
Kukolka zählt zu meinen ALL TIME-Highlights. Dementsprechend groß war die Vorfreude auf „Geordnete Verhältnisse“ von Lana Lux. Und was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht!

Lux schreibt über die Beziehung von Philipp (ein durch und durch misogynes, komisches und verqueres Ars*******) und Faina (eine ukrainische/jüdische Migrantin, die erst extrem ehrgeizig ist und dann die Orientierung im Leben verliert). Die beiden sind von Kindheit an befreundet, zerstreiten sich irgendwann. Dann gerät Faina in Notlage und nur Philipp kann ihr helfen. So nimmt das Unheil seinen Lauf.

Das Buch hat mich gefesselt, ich hab es in drei Tagen gelesen und konnte es nicht aus der Hand legen. Auch Tage danach war ich noch aufgewühlt. Es ist ein starker, aussagekräftiger Roman.

(Achtung ab hier Spoiler)
Eine kleine Kritik meinerseits: Für mich war Philipp zu sonderbar, ich hätte ihn mir gerne normaler gewünscht. So kam - überspitzt gesagt - die Message bei mir an, dass sonderbare Freaks eben irgendwann zu Frauenmördern werden. Und ich denke, das stellt nicht die Realität der über 100 Femizide in Deutschland dar.

Nichtsdestotrotz ein extrem gutes Buch, stark geschrieben, düster, ehrlich, direkt, fesselnd. Ganz klare Leseempfehlung meinerseits!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Linda.
21 reviews1 follower
May 15, 2024
Je mehr ich darüber nachdenke und spreche, desto besser finde ich das Buch. Anfangs fand ich den ersten Teil zu zäh, aber nun insgesamt betrachtet, ist das stilistisch einfach klug gemacht. Eine langsame nicht so offensichtliche Zuspitzung, die irgendwann so deutlich und laut wird, um dann mit einem Mal schnell ganz zum Ende zu kommen.
Ich kannte das Ende vorher nicht, auch wenn auf dem Buch hinten steht und bin froh darüber, es ohne diesen Blick gelesen zu haben.
Profile Image for Makeda.
16 reviews1 follower
December 14, 2025
Es hat mich am Anfang sofort richtig gepackt und mitgerissen! Irgendwann wurde mir das Erzähltempo aber irgendwie zu schnell, die Figuren haben durch die vielen Zeitsprünge an Tiefe verloren, weshalb ich dann nicht mehr ganz dabei war :( Mit 200 Seiten mehr hätt ich‘s glaub ich wieder grandios gefunden aber so bleibt Kukolka mein liebstes Buch in 2025 :)
Profile Image for Anouk Rose.
26 reviews1 follower
March 30, 2025
Mir hat die Sprache nicht so wahnsinnig gut gefallen. Der Aufbau der Beziehung, die Elemente von Lovebombing, Kontrolle, Herabwürdigung und explizit erzeugten Abhängigkeiten, sowie Stalking, zeigen sehr gut die Dynamik einer gewaltvollen Beziehung auf. Der große Faktor der psychischen Gewalt wird sehr deutlich. Vor allem das Ende finde ich sehr gelungen und es hinterlässt mich betroffen und ausgelaugt von dieser Geschichte. Es ist wichtig, dass diese Geschichten erzählt werden.
Profile Image for Reading Daydreamer.
72 reviews4 followers
June 21, 2024
4,5 ⭐️ Eine fesselnde Geschichte über eine toxische Beziehung, häusliche Gewalt, Familie und Privilegien. Die Figuren wirkten so vielschichtig und real (verstärkt durch die verschiedenen, sehr passenden Hörbuchstimmen) und es war spannend - teilweise auch beklemmend - die Entwicklung von ihnen über einen längeren Zeitraum hinweg zu verfolgen.
Ich möchte definitiv mehr von der Autorin lesen!
Profile Image for Annenas.
85 reviews7 followers
April 15, 2024
„Geordnete Verhältnisse“ heißt der neue Roman von Lana Lux, der im Februar im Hanser Berlin Verlag erschienen ist. Nach ihrem Debütroman „Kukolka“ und ihrem zweiten Roman „Jägerin und Sammlerin“ hat sie nun einen weiteren Roman veröffentlicht, der unter die Haut geht und thematisiert, was sich nur wenige Autor:innen trauen.

„Es musste sich also dringend etwas ändern, und ich wartete auf eine passende Gelegenheit, um Faina zu meiner Freundin zu machen.“ (S. 39)

Faina ist die Neue in der Klasse. Sie musste ihre Heimat, die Ukraine, verlassen und soll nun in einer ihr fremden deutschen Kleinstadt Fuß fassen. Wie passend, dass Philipp aufgeschlossen ist und sich ohnehin nichts sehnlicher wünscht als einen besten Freund. Von nun an kümmert er sich um sie, bringt ihr Deutsch bei und zeigt ihr, wie sie sich in diesem Land zu verhalten hat, damit sie nicht aneckt. Er zähmt sie und macht sie zu seiner Faina, doch die Wege trennen sich.
Fast. Denn nach Jahren der Distanz steht Faina eines Tages wieder vor Philipps Tür und braucht seine Hilfe. Er lässt sie herein und macht da weiter, wo er vor Jahren aufgehört hat. Die Rechnung hat er allerdings ohne sie gemacht.

„Seine Gedanken kehren zu Faina zurück. Natürlich will er, dass es ihr gut geht. Aber die Wahrheit ist auch, dass er sie weniger mag, wenn sie so aufgedreht, so irrational, so egoistisch oder, wie sie es selbst nennt - glücklich ist.“ (S. 184)

In „Geordnete Verhältnisse“ ist alles an seinem Platz, kein Wort ist zu viel oder zu wenig. Ich bin nur so durch das Buch geflogen und wollte es gar nicht mehr zur Seite legen, denn Lana Lux hat es wieder einmal geschafft, sprachlich und inhaltlich zu überzeugen. Beide Charaktere sind fein gezeichnet, glänzen mit spannenden Charakterzügen und Eigenheiten und lassen so ein klares Bild vor dem inneren Auge entstehen. Philipp denkt antisemitisch, ist gönnerhaft, besessen, verlangt ständige Dankbarkeit und wünscht sich geordnete Verhältnisse. Faina ist jüdisch-ukrainischer Herkunft (wie Lana Lux), sucht ihren Platz, braucht Sicherheit und weigert sich, Eigentum eines Mannes zu werden. Hier prallen Welten aufeinander – Und genau diese Gegenüberstellung finde ich äußerst spannend und gelungen. Während Philipp das Narrativ der Mannosphäre verkörpert, in dem Frauenhass und Selbstmitleid im Mittelpunkt stehen, nimmt Faina die feministische und antipatriarchale Perspektive ein. Beide sind also in ihrer Weltsicht meilenweit voneinander entfernt und glauben dennoch, etwas in der anderen Person zu finden. Es gibt Türen, die besser verschlossen geblieben wären.

An dieser Stelle möchte ich auch gerne noch einmal auf das Sachbuch „Männer, die Frauen hassen“ von Laura Bates hinweisen, das im &Töchter Verlag erschienen ist und diesen Roman thematisch ergänzt.

Von mir gibt es eine große Leseempfehlung für „Geordnete Verhältnisse“. Lana Lux kann es einfach.

Vielen Dank an Hanser Berlin und Vorablesen für die Bereitstellung des kostenlosen Rezensionsexemplars 🧡
Profile Image for Gina.
76 reviews4 followers
April 7, 2025
Das Buch konnte ich nicht an einem Stück lesen und brauchte zwischendurch mal eine Pause, da der Inhalt über häusliche Gewalt nicht leicht zu verdauen ist. Faina, die aus der Ukraine nach Deutschland zieht, und Philipp, der mit einer alkoholkranken Mutter und ohne Freundschaften aufwachsen, lernen sich mit 10 Jahren in der Schule kennen. Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden. Philipp hilft Faina beim Deutsch lernen, und sie verbringen ihre Freizeit miteinander. Schnell zeigt sich allerdings, dass Philipp eine wandelnde Red Flag ist. Er "bringt ihr bei", wie man(n) sich in Deutschland verhält, schämt sich für ihre kulturellen Gepflogenheiten und lacht sie aus, wenn sie beim Sprechen Fehler macht. Schon bald wird seine Kontrollsucht deutlich: Faina ist "Seine" beste Freundin, andere Freundschaften soll Faina am besten erst gar nicht pflegen.
Ihre Wege trennen sich als junge Erwachsene aus Gründen. Aber als Faina Hilfe benötigt, sucht sie wieder den Kontakt zu ihm. Es entwickelt sich ein starkes Machtgefälle. Das Buch ist sowohl aus Philipps als auch Fainas Sicht geschrieben. So werden Philipps misogyne Gedanken deutlich, aber auch, wie schleichend der Prozess häuslicher Gewalt ist, und dass er nicht zwingend mit physischer sondern mit oft mit psychischer Gewalt beginnt. Oft wird bei Fällen häuslicher Gewalt argumentiert, warum die Frau nicht früher gegangen ist. Dieses Buch zeigt exakt, warum. Faina sucht die Schuld für Philipps Wutausbrüche bei sich, fragt sich, warum sie nicht anders gehandelt hat und merkt die schleichende Manipulation vonseiten Philipps gar nicht oder erst spät.
Das Ende war für mich ein wenig abrupt. Ich hätte mir da tatsächlich gerne noch mehr Einblick in Philipps Kopf während der Tat gewünscht.
Als feministische Literatur sehr empfohlen, vor allem für Leser*innen, denen die Die schönste Version gefallen hat. Ich finde es toll, dass solche Bücher aus o.g. Gründen auf dem Buchmarkt sind und hoffentlich eine breite Leser*innenschaft finden!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Paula.
290 reviews32 followers
June 24, 2024
ich finde es ganz schwer, etwas zu dem buch zu sagen. grundsätzlich sind es wichtige themen, die behandelt werden, aber es war mir alles ein bisschen zu plakativ und plump. so als hätte die autorin "toxische beziehung" gegoogelt und dann alles benutzt was sie finden konnte.

dazu kommt: das lese-erlebnis war einfach grässlich. ich weiß, das soll auch der punkt sein - es ist eine schreckliche beziehung und philipp ist ein schrecklicher mensch - aber ich hab mich echt durchgequält.

insgesamt war es einfach nur wirklich traurig und ich glaube ich würde es nicht wirklich weiterempfehlen. es war schon ok und ich verstehe die message, aber ich habe auch einfach schon viel bessere und differenziertere bücher zu ähnlichen themen gelesen
Profile Image for Mona.
198 reviews7 followers
April 13, 2024
Wow, was ein Ritt. Lana Lux hat mich in den Bann gezogen mit ihrer klaren, aber fesselnden Sprache und der subtilen, stetig steigenden Spannung.

Warum ich trotzdem ambivalent bin, in meiner Bewertung?
Ich mag derart abrupte Enden sehr, ich finde Philipps Darstellung als letztlich armes Würstchen gut und doch bleibt etwas leicht schales zurück.
Vielleicht, dass hier Asexualität dargestellt und leider gleich so negativ behaftet wird. Oder das eine bipolare Störung so schnell abgehandelt wird?
Auf jeden Fall ein Roman zum Nachdenken und gerade als Hörbuch empfehlenswert.
Profile Image for Immy.
7 reviews
November 27, 2024
Ich bin so aufgewühlt und sauer. Es macht mich sauer wie wahr das Buch ist und dass es ein Klischee ist. Es macht mich sauer, weil es die Realität von Millionen von Frauen tagtäglich ist.
Es ist wirklich gutes und wichtiges Buch über Strukturen in gewaltvollen Beziehung und inwieweit die eigene Biografie Grund dafür sein kann.
Es wurde mit jeder Seite deutlicher was am Ende passiert, meine Hoffnung was trotzdem dass es am Ende nicht passiert…
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Sophie.
120 reviews6 followers
Read
August 21, 2024
Uff. Also den dritten Teil konnte ich kaum lesen, das war wirklich schlimm und das wird mir wirklich noch eine Weile bleiben. Keine gute Idee gewesen, das Buch vor dem schlafen gehen fertigzulesen. Die toxischen Beziehungsmuster, die Manipulation und die Gewalt auf so vielen Ebenen waren wirklich gut rübergebracht, alles hat sich einfach in mir zusammengezogen und ich war schon lange nicht mehr so wütend und verstört beim Lesen. Das mal generell zum Buch, nun zu einem anderen Thema: Es wird nie explizit das Wort "asexuell" benutzt, aber dass Philipp das ist wurde mir auf Seite 30 klar und es hat sich nur mehr und mehr bestätigt. I'm all for ace rep natürlich, das müssen auch nicht immer die heiligsten Lieblingscharaktere aller Leser*innen sein, schliesslich ist das auch nicht die Realität, aber ich habe trotzdem Mühe mit der Repräsentation hier. Andere Rezensionen haben das bereits zusammengefasst, ich bin mal so frech und zitiere Ulla Scharfenberg (weiss leider nicht wie ich Leute taggen kann), denn besser hätte ich es wirklich nicht formulieren können:

"(...)Philipp ist sex-repulsed und das ist natürlich ein valider Teil des asexuellen Spektrums, aber eben nicht repräsentativ. In Kombination mit der Misogynie und der Gewalttätigkeit von Philipp entsteht hier das Bild des "Gestörten", dessen Asexualität ein weiteres Merkmal des psychisch kranken "Monsters" ist. Ihm gegenübergestellt ist die sexuell aufgeschlossene, sehr aktive, bisexuelle Faina, die u.a. als Sexarbeiterin tätig ist und sich für Fetische/Bondage begeistert. Für mich entstand so der Eindruck, dass die Asexualität hier als Stilmittel eingesetzt wurde, um Philipp noch "gestörter" darzustellen und sie als Merkmal der Misogynie, der Freudlosigkeit und politischen Konservativität porträtiert wurde.(...)"

Ich hatte leider wirklich genau dieses Gefühl beim Lesen, dass die Passagen in denen Philipp über Sex nachdenkt vor allem dazu dienen sollten, ihn als noch gestörter wahrzunehmen. Als selber sexabgeneigte asexuelle Person konnte ich aber jeden seiner Gedankengänge bezüglich Sex 1 zu 1 nachvollziehen* und da ich spürte, dass das laut diesem Buch (wie es für mich rüberkam zumindest) keine wünschenswerten Gefühle sind, war mir einfach extrem unwohl dabei. Tbh habe ich wirklich Angst davor, dass Menschen dieses Buch lesen und dann denken, jede asexuelle Person ist psychisch gestört, hasst Körperteile und will allen verbieten Sex zu haben. Mag vielleicht übertrieben klingen, aber ich bin mittlerweile seit bald 4 Jahren openly asexual und ICH WEISS, dass solche Repräsentation Folgen hat. Umso erleichterter war ich, als ich gesehen habe, dass sich auch in anderen Rezensionen Menschen kritisch zur ace-repräsentation geäussert haben.


* "...Nur ist mir Körperkontakt in den meisten Fällen extrem unangenehm und diese Nummer mit dem Genitalienineinanderstecken finde ich einfach nur eklig. Von Anfang an stimmte mit mir in dieser Hinsicht etwas nicht. Ich weiss nicht, was, aber etwas scheint anders zu sein. Ich meine, ich konnte schon immer beurteilen, welche Mädchen hübsch waren und welche nicht. Aber geil machten mich ihre Körperteile nicht."

Es schreit ef würk so hert nach asexuality I cannot.

"Ich kann nicht behaupten, grosse Lust auf dieses Date zu haben. Oder auf Daten generell. Ich komme jedoch nicht darum herum, wenn ich nicht einsam sterben will. Am Sex sicherlich auch nicht. Allerdings habe ich von einer Studie gelesen, die sagt, dass Sex in Langzeitbeziehungen nicht mehr so häufig stattfindet. (...) Es stand zwar nicht geschrieben, ab wann eine Beziehung als Langzeitbeziehung gilt, aber das gibt mir Hoffnung."

I mean z gfüu z ha dasme MUESS sex ha aber insgeheim z hoffe dasme iwenn drann verbichunnt? Sehr relatable.

Dr Kolleg u er rede drüber e Latte z becho wegemne Frouearsch. Dr Philipp lügt, idem er behouptet, daser ds o erlebt. Si gedanke derbi: "In meiner Hose passiert nichts, und ich kann nicht behaupten, dass ich etwas vermisse, ausser das Gefühl, wie alle anderen zu sein."

ds het am meiste ghittet. Ig aus asexual Person, we angeri Lüt über sex rede i denke NIE mir fäut eppis wüui gern wett sex ha aber ni cha oder so, i denke nur immer "boah wiso füeles aui ussr ig, i wott doch ef nur derzueghöre" aso mittlerwile bini fine mit mire asexuality u denke ds nüm so krass, aber es isch scho ni immer ganz eifach gsi ef eppis wo schiinbar aui um mi ume füele ef zero chönne nachevouzzie.

Usserdem isch dr Philipp Verfechter vo "Sex u (romantischi) Liebi chas unabhängig vonenang gä" u ds isch zwar ni spezifisch es asexuells ding, aber wie oft ig scho ha müesse erkläre was für mi dr unterschied zwüsche romantischer u sexueller aziehig isch oder bi usgfragt worde wiso ig de e beziehig wett wenn kei sex u wienimer de ds vorsteue und und und... segemer mau so, isch meh aus einisch vorcho.

Drum iz NUR uf asexuality u die zitat bezoge, ni uf sini angere sitene, er isch u blibt e huere creep u e stalker u e gwauttäter u e mörder und i hassene abgrundtöif:

I füelene sooo hert u i fings so schad dases so aus eppis chrankhafts u negativs dargsteut wird derbi ischs doch ef nur e angeri art vo empfindig. U i bi iz mega im dilemma, wüui haut so weni repräsentation ha dasimi a jedes chliine relatable ding muess drachlammere, aber i wott doch ni zu so eim relate, i want nothing to do with him, fuck him.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Lilli.
13 reviews
December 1, 2025
Die Geschichte von Faina und Philipp lässt mich erschüttert, sprachlos, traurig und wütend zurück. Lana Lux gelingt es, ihre beiden Protagonist*innen so eindringlich und lebendig zu zeichnen und insbesondere jene zunächst subtile Kontrolle – die sich zunehmend zu offener Machtausübung, Gewalt und schließlich zu einem Femizid steigert – derart anschaulich zu beschreiben, dass mir beim Lesen bisweilen wirklich die Luft wegblieb.
Profile Image for Nadine.
74 reviews
January 5, 2026
Das Buch ist ganz toll und mir fehlen noch immer die Worte für die Rezension.
Einerseits erwartet man das Ende und gleichzeitig wird man davon auch so überrascht, weil die Darstellung so gut beschreibt wie subtil sich häusliche Gewalt in Beziehungen einschleicht und wie wenig Betroffene sie kommen sehen.
Durch die Tiefe beider Charaktere kann man sich vieles von dem dargelegten Verhalten erklären und in gewissem Maße mitfühlen. Umso sprachloser bleibt man am Ende zurück.
Ich fand das Buch von der ersten Seite an fesselnd, habe beim Lesen wirklich alle Gefühle gefühlt (am meisten davon Verachtung) – und doch fehlt mir etwas, um den fünften Stern zu vergeben. Noch habe ich nicht ganz greifen können, was genau das ist.


PS: Für alle, die das Buch bereits gelesen haben, wirken meine Worte vermutlich etwas zu seicht gewählt. Das ist der Versuch, Spoiler zu vermeiden.
Profile Image for Chiara.
72 reviews
July 14, 2025
Puh, das Buch ist nicht ohne. Die Story wird auch verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Ein Blickwinkel ist die Perspektive von Philipp, einem Incel - es ist mir sehr schwer gefallen, gefallen an seiner Perspektive zu finden (aus offensichtlichen Gründen). Von Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und so weiter, ist alles dabei. Mich hat es teilweise müde gemacht. Ansonsten wurde die Story gut erzählt und arbeitet auf ein offensichtliches unschönes Ende hin.
Profile Image for Lena.
69 reviews
August 21, 2025
WOW, was war das für ein Buch!?!
Mich können Bücher mit verstörenden Inhalten meistens begeistern. Was das wohl über mich aussagt 🫣
Profile Image for Anne.
11 reviews
October 11, 2025
Krasses Buch! Sehr fesselnd, aber auch belastend 😮‍💨
Displaying 1 - 30 of 182 reviews

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