Oliver Fröhlich macht seine Sache gut und schildert Perry Rhodans Karriere als Likedeeler, oder allgemein ausgedrückt; als Pirat auf eine andere Weise, als ich es zunächst erwartet habe. Ich habe eine etwas humorvollere Schilderung des Weltraumpiraten-Daseins erwartet, vieleicht ähnlich wie in Lois McMaster Bujolds Roman "Der Kadett" (The Warrior's Apprentice) aus dem Barryar-Zyklus, bei Oliver Fröhlich klang es etwas ernster, wobei Rhodan als Administrator (!) der Hyperfluss-Piraten ob der ungewöhnlicher Art seines neuen Jobs, schlau und gerissen rüberkam. Denn seine Stellung ist gefährdet, weil sein Konkurent noch am Leben ist und der mit abgrundtiefen Hass gegen ihn im Hintergrund vorgeht. Dabei indoktriniert er ein Kind, dessen Mutter er getötet hat und Rhodan dafür die Schuld gibt, dieses Kind mit einer schwachen Mutantengabe setzt er gegen Rhodan ein, bis es die Wahrheit erkennt. Den Großteil des Inhalts des Romans beschäftigt sich mit diesem Stellungskampf, der sich jedoch zu Ende in Wohlgefallen auflöst. Viel interessanter fand ich den Einstieg in einen (wahrscheinlich) neuen Handlungsbogen, nämlich die Begegnung mit Besuchern aus einem anderen Universum. Von dieser Sache weiß man noch nicht viel, aber das könnte die Begründung sein, warum das ES-Refugium hier in der Galaxis Spaphu angesiedelt wurde. Bin gespannt, wie es mit dieser Piratengeschichte weitergeht, nachdem die RA wieder in Besitz der Galaktiker gekommen ist und wie Rhodan mit den Piraten umgehen wird?...
Schon wieder Seeräuber, da hatten wir doch bei 3220 gerade erst welche. Aber Perry macht seine Sache als Pirat gut und versucht einen Ausgleich zu finden zwischen seinen Idealen und den Regeln der Piraten. Nach dem Motto: "Es wird sich eine Lösung finden. Es findet sich immer eine Lösung." (S.41) ... und dann findet Perry die RA und gleich noch ein weiters Geheimnis, wird also spannend.
Ich mag Oliver Fröhlichs Charakterisierungen und hier ist es der junge Eryck, den er sehr schön beschreibt und entwickelt. Obwohl ich Piraten im Weltraum überhaupt nicht mag, gelingt ein unterhaltsamer Roman, der unseren edlen Weltraumhelden von der besten Seite zeigt: Es gelingt Perry, die Piraten durch seine Führungsfähigkeiten und Integrität nach und und nach auf seine Seite zu ziehen. Er schafft die Balance zwischen seinen Moralvorstellungen und der rauen Profitgier seiner Mannschaft. Ich hoffe trotzdem, dass dieses Piratengetue nur eine kurze Episode bleibt.
Der Titel ist schon seltsam. Ich hatte zuerst gedacht, es ginge um jemanden, der mit Social-Media “Likes” “dealt” :-). Da ich die Romane aber höre, wurde ich schnell eine Besseren belehrt: es geht um einen Lik-ke-dee-ler, um jemanden, der alles gleich verteilt.
Trinkt aus (Hyperfluss-)Piraten, joho! So oder so ähnlich laß sich der Roman von Oliver Fröhlich - und ich habe es geliebt! Fantastisch geschrieben, wie Perry mit sich als Oberster der Hyperfluss-Piraten hadert und eigentlich gewillt ist seine Vorstellung von Moral und Ethik unauffällig zu etablieren.
Die Bande drängt auf einen schnellen Raubzug, doch der »Likedeeler«, wie sich Perry selbst nennt, ist eigentlich auf der Suche nach der RA. Herrlich, wie der Autor die Geschichte des deutschen Piraten Klaus Störtebeker, ein Vitalienbruder, einbindet, bzw. Perry erzählen lässt. Hatten wir bei NEO auch schon einmal, funktioniert immer wieder!
Am Ende kommt es dann noch zu kosmischen Erscheinungen und die RA taucht wieder auf. Ganz großes Tennis!
Auch der Konflikt des kleinen Prym Eryck, der zwischen dem hasserfüllten Tashzuren Tozzchord und seinem eigentlichen Obersten Perry Rhodan hin und her gerissen ist - absolut stimmungsvoll und grandios erzählt!
Kurzum, mir hat der Roman sehr gut gefallen!
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Toll! Das ist Perry, wie ich ihn mag: smart, aktiv, den Gegenspielern einfach immer einen Gedanken voraus. ..und am Ende dann noch ein bisschen Mysterium und Sense of Wonder. Spaphu als Schauplatz eines Durchbruches in ein anderes Universum? Noch weiß Perry nichts vom Gespinst als dem Bauplatz von FENERIK. Ich bin gespannt. 4/5 für diesen Roman, fast sogar mehr.
Back to the Pirates. Dieses Heft schließt an Heft 3247 an. Wir sind also wieder bei den Hyperflusspiraten Rhodan ist nun Oberhaupt dieser Bande und sucht gleichzeitig die RA. Die RA ist nicht da wo sie sein sollte, aber wo ist sie? Zwei Handlungsstränge sind hier schön miteinander verwoben, zum einen natürlich Perrys suche nach der RA und dann einmal die Geschichte des Prym Eryck. Die Geschichte um Eryck ist auch irgendwie eine traurige, aber wunderbar erzählt, wie der ganze Roman.
Kurzweilig und gut zu lesen, teilweise aber etwas zu "piratig" für meinen Geschmack. Trotzdem ein ordentlicher Roman, der die Handlung um Perry den Administrator der Hyperraumpiraten wieder aufgreift und ein paar spannende Ausblicke liefert.
Wie sich wohl Atlan als Piratenführer benommen hätte? So wie bei den Armadabarbaren? Ich glaube, in irgendeinem Zeitabenteuer war er sogar Teil Störtebekers Mannschaft...
Eine schöne Piratengeschichte um Perry Rhodan war das! Eryck hat es richtig gesagt: Er ist der einzig richtige Administrator. Das Wiedersehen mit der RA, die wir so lange gesucht haben hätte ich mir dann doch aber etwas ausführlicher gewünscht.
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Hmmm. Inhalt und Themen waren okay, auch einige der Wendungen im Roman. Wie aber öfters bei Oliver Fröhlich komme ich mit seinem Romanaufbau nicht so ganz klar. Diesmal war es wieder einer, der mich immer wieder aus dem Lesefluss riss. Keine Ahnung warum...
Gut geschriebener Roman von Oliver Fröhlich, der mehr Sterne verdient hätte, wenn das blöde Setting nicht wäre. Und so wie's aussieht, bleiben wir die nächsten Romane noch bei den Piraten :-(