Eine romantische Idee, aber leider ohne Tiefgang
Mir tut es immer leid schlechte Bewertungen zu hinterlassen, aber das war nichts...
„Naughty Little Christmas“ von Lili Valente klang vielversprechend: eine zweite Chance für die Liebe, Weihnachtszauber und eine Kleinstadt, die den Charme vergangener Zeiten versprüht. Leider konnte mich das Buch am Ende nicht wirklich überzeugen, obwohl die Grundidee Potenzial hatte.
Die Geschichte folgt Macy Clayton, die nach Jahren in ihre Heimatstadt Lovers Leap zurückkehrt, um sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Ihr Ex-Freund Dean Roberts, der mittlerweile erwachsen ist, versucht, ihr Herz zurückzugewinnen. Die ganze Story dreht sich um ihre zweite Chance, aber irgendwie ging alles viel zu schnell. Macy und Dean haben natürlich ihre alte Liebe und die damit verbundenen Konflikte, aber die Geschichte wirkt leider sehr oberflächlich und schnell abgehandelt. Gerade das, was man sich von einer solchen Erzählung erwartet, eine tiefere emotionale Entwicklung der Charaktere, bleibt hier auf der Strecke.
Die Idee eines „Weihnachtswunders“, das Dean braucht, um Macy zu beweisen, dass er ihr Herz nicht wieder brechen wird, hat viel Potenzial. Doch leider wird dieser Aspekt nie wirklich ausgebaut. Es gibt keine echten Wendepunkte, die die Figuren oder die Handlung voranbringen. Alles fühlt sich ein bisschen zu glatt und vorhersehbar an. Man hat ständig das Gefühl, dass die Geschichte nur vor sich hin plätschert, ohne wirklich tief in die Emotionen der Protagonisten einzutauchen.
Was mich persönlich am meisten gestört hat, war der „Spice“ in der Geschichte. Klar, es gibt heiße Szenen, aber sie wirkten auf mich eher unangemessen und klischeehaft. Die Chemie zwischen den beiden war zwar irgendwie da, aber ich konnte mich nicht wirklich in ihre Momente hineinversetzen. Vielleicht bin ich einfach nicht so der „Sexy Santa“-Typ, aber diese Elemente haben für mich die Stimmung eher gestört als bereichert. Es fühlte sich mehr nach erzwungener Spannung an, die einfach nicht zu der süßen, herzerwärmenden Atmosphäre passen wollte, die ich erwartet hatte.
Die weihnachtliche Stimmung und die Kleinstadt-Idylle waren zwar nett, aber auch diese wurden nur oberflächlich angerissen. Man merkt, dass das Setting und der Charme der Umgebung eine wichtige Rolle spielen sollen, aber irgendwie kam es nie so richtig bei mir an. Ein paar mehr Details und ein tieferes Eintauchen in das „Wunder von Weihnachten“ hätten sicherlich geholfen, die Geschichte zu bereichern.
Fazit:
„Naughty Little Christmas“ hat eine charmante Grundidee, die aber leider zu flach umgesetzt wird. Die Charaktere bleiben oberflächlich, die Handlung zieht sich ohne nennenswerte Entwicklungen, und der spicy Teil fühlt sich für mich eher unpassend und gezwungen an. Wenn du leichte, schnelle Lektüre suchst und dich nicht an den klischeehaften Momenten stört, könnte es für dich passen. Für mich war es jedoch einfach zu platt und ohne die emotionale Tiefe, die ich mir erhofft hatte.
Ein weihnachtliches Setting, das leider nicht das versprochene „Wunder“ liefern konnte.