Ein sehr kosmisch-philosophischer Roman von Robert Corvus, der natürlich nicht ohne Thermostrahler-Action leben kann.
Flach angefangen, aber spätestens ab der Invasion der Baccunen eine unglaubliche Steigerung hingelegt, die mir doch gut gefallen hat. Natürlich lebt auch dieser Teil 1 von 2 von seinem Nachfolger, der nun noch mehr aus der Geschichte herausholen muss. Das ewige Dilemma mit Doppelbänden.
Besonders hervorheben möchte ich den Weltenbau und das kosmische Volk der Sorgoren, was wirklich sehr stimmig beschrieben wurde. Das Entdecken der fremden Welt , welche zudem unter der Strangeness leidet, hat Spaß gemacht.
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War nicht mein Ding, dieser Roman, wobei sowieso Robert Corvus allgemein nicht mein favorisierter PR-Autor ist. Der Besuch Rhodans im Sonnensystem der Sorgoren ist nicht gerade von Erfolg gekrönt und seine Baccunischen Verfolger sind ihm auf der Spur, der Anführer der Baccunischen Eroberer ist ein Bewunderer seiner Fähigkeiten, aber sein Ziel ist es ihn zu töten. Ich hoffe, dass im 2. Teil seines Doppelbandes etwas mehr Substanz rüberkommt...
Schön mal etwas über das Volk der Sorgoren zu lesen; die Beschreibungen des Mondes und der "Eigenarten" der dortigen Bewohner sind gelungen. Sowohl die einzelgängerischen Sorgoren als auch die kampfwütigen Baccunen sind zwar fremdartig aber genau sowas will ich ja lesen. Gekämpft wird vor allem mit Waffen ohne Hyderenergie - Sandpuster, Klingen, Muskelkraft, Feuerwaffen. Nicht nur Telpecc der Baccunenanführer die sich Perry als "Lehrer" ausgesucht hat, auch Lato entwickelt sich.
Da er keine Dirkussionsbasis sah, zog Lato seinen Kombistrahler und schoss den Sorgoren nieder. ... "Was passiert gerade?", erkundigte sich Rhodan wohltuend sachlich. "Ich habe die unbefriedigende Diskussion zu einem Abschluss geführt." (S. 71)
:-))) oh, Aragorn vor dem Tor von Mordor "Die Verhandlungen sind beendet" :-)))
Tja, irgendwie weiß ich jetzt auch nicht. Der Roman war nicht schlecht, aber irgendwie auch nicht so mitreißend wie erhofft.
Die Sorgoren sind sicherlich faszinierende Fremdwesen, aber sie gehen für mich im Kontext etwas unter. Sogar der Tod Vinculons hat mich kalt gelassen. Die Gesamthandlung kommt hier auch eher wenig voran. Da das ja ein Doppelband von Robert ist, hoffe ich auf Teil 2.
Insgesamt irgendwie ein Roman bei dem für mich das Motto "Irgendwo im Nirgendwo" passt.
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Telpecc, ein Kriegskommandant der Baccunen, ist hinter Perry Rhodan her und jagt diesen hinterher. Perry landet auf einen Sorgoren Nebenplaneten und wird auf diesen gejagt. Es ist quasi ein Doppelroman, weil der nächste auch von Robert Corvus ist und auf den freu ich mich, denn dieser war auch sehr gut.
Ich habe in diesem Roman eine deutlich andere Charakterisierung der Baccunen gelesen als im Vorgängerband. Vielleicht ist es ja so, dass das ominöse “Erbe” immer stärker wird, trotzdem wirkte es auf mich schlecht abgestimmt. Wahrscheinlich wird sich dieses “Erbe” als etwas erweisen, das noch wichtig für die Gesamthandlung ist. Sehr gut gefallen haben mir im Roman die vielen Details zur Sorgorenwelt, zur Architektur und zum Leben der Sorgoren. Ihre Gesellschaft ist anarchistisch aufgebaut und sie ändern ihr Geschlecht. Originell fand ich auch den Sorgoren, der ein Bild seines Lebens malen will, das er einmal für wenige Sekunden anschauen kann, bevor es vom Wind zerstört wird. Bedrückend ist, dass er für sein Bild vielen Vögeln die Farbe nimmt. Ohnehin gibt es auch in diesem Corvus-Roman wieder durchaus drastische Schilderungen. Die Sorgoren sind eine - anscheinend sehr statische - Zivilisation, die es seit mindestens 70 Millionen (!) Jahren gibt (s. Perrypedia). Betrachtet man ihre Reaktion auf den Angriff ihres Systems, so kann man dies kaum glauben. Eine so langlebige Zivilisation sollte auch in der Lage sein, genügend über die Baccunen zu wissen, die ja alle paar hundert Jahre aggressiv werden. Das ist doch nichts für die Sorgoren Zivilisation. Trotz der Details zur Kultur, langweilte der Roman mich mehr und mehr und auch der herumphilosophierende Perry rettet nur den gutgemeinten dritten Stern.
Wieder ein besonderes Lob für das Journal! Diesmal enthält es Artikel an der Grenze zwischen Science und Science Fiction und behandelt theoretisch mögliche, aber für uns im Augenblick unerreichbare Kommunikationsmöglichkeiten “für Fortgeschrittene".
Ein echter Corvus: Komplex und mit großer Sorgfältigkeit in Bezug auf serieninterne Details geschrieben - zum Beispiel erwähnt er die Obsidian-Datei, die fast jeder sonst einfach vergisst, legt wie immer großen Wert auf die korrekte Schilderung physiognomischer Eigenschaften der Charaktere. Leider kann ich seinen Stil mit den vielen Relativbezügen nicht genießen, ich finde ihn anstrengend, er ist einfach nicht meins.
Der Roman ist handlungstechnisch auch eher seicht. Zudem gibt es einen grundsätzlichen Totalunfall in der Story-Konstruktion, der mich wirklich störte: der Ausfall der Hypertechnik, speziell der Antigravs. Ich verlange keine scheersche Sorgfalt in der technischen Gesamtkonzeption. Ob irgendwelche Leitungsquerschnitte bestimmte Leistungsparameter tragen können, interessiert mich nicht - von diesen grundsätzlichen physikalischen Konzepten hat sich die PR-Technik sowieso längst entfernt. Aber dass die Bewegung von Raumschiffen im All bei sonst üblichen (und auch bei den Distanzen nötigen!) Beschleunigungswerten in der Größenordnung 100 km/s^2 ohne Antigravs bzw. tadellos funktionierende Andruckabsorber (was am Ende das gleiche ist - künstliche Beschleunigung) einfach nicht funktionieren kann - das sind nicht 10 g, sondern 10.000 g!!! - muss doch irgendwann in der Konzeption der Handlung aufgefallen sein? Schlussendlich erscheint diese Plot-Entscheidung auch völlig unnötig, da der Ausfall der Hypertechnik keinen Spannungsgewinn bringt.
Insgesamt ist dieser Roman deshalb für mich eher eine 1,5/5 - aufgerundet auf 2.
Irgendwie fand ich den Übergang vom Vorgängerband etwas holprig, ich schätze ich muss da das Ende und den Anfang noch mal nachlesen.
Im Roman selbst fand ich die Mischung zwischen den "kosmischen" Sorgoren und den Aktion-Elementen sehr interessant. Wie wehrt sich ein Volk, dass aus den personifizierten Individualisten besteht, gegen ein Volk, dass den unbedingten Willen zu erobern hat und deren Anführer nur eines Will: Rache an Perry Rhodan. Und alles in einer Höllenwelt aus Strangeness, die das Leben und Manövieren im System zur Hölle macht.
Ein toller Ritt, ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Arrgh, diese Spaphu-Ebene wird immer schlimmer. Diese Baccunen ergeben für mich keinen Sinn. Wenn sie tatsächlich nur alle 500 Jahre in diese Expansion kommen und vorher ein "normales" Leben leben, woher kommen die Kampfschiffe? Die Waffen, all die Logisik? Warum wehren sich die unterworfenen Völker nicht nach der Expansion? Und warum wird das überhaupt zugelassen (gab's da nicht einen Völkerbund)? Das gleiche gilt natürlich auch für die Piraten.... Ich kann nur hoffen, dass das Fragment bald gefunden wird und es woanders weitergeht...
Ein schöner Roman war das! Er begann mit einer aufregenden Raumschlacht und die anschließende Beschreibung des Mondes mit Sorgorenport darauf hat mir sehr gut gefallen. Die späteren gewalttätigen Darstellungen und das tragische Endehaben mich dann doch überrascht.
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