An der Wende zum 20. Jahrhundert rebellieren junge Menschen gegen altes, prüdes Denken. Allen Widerständen zum Trotz wollen sie nichts weniger, als ausbrechen, das Leben genießen und sich selbst verwirklichen. Unter ihnen: Erich Mühsam, Else Lasker-Schüler und Arthur Schnitzler. Im Wiener „Café Griensteidl“, im Münchner „Café Stefanie“ und im Berliner „Café des Westens“ lieben und streiten sie sich, schmieden Allianzen und diskutieren dabei aberwitzige Visionen einer anderen, neuen Welt. Dirk Liesemer zeichnet ein ebenso faszinierendes wie höchst unterhaltsames Porträt der „Belle Époque“ – eine Zeit, in der jahrhundertealte Gefüge zerbrechen und die den eigenen Größenwahn stets um ein Vielfaches zu übertreffen vermochte.
Es war anstrengend, dieses Buch zu Ende zu lesen, da es nicht gerade spannend geschrieben ist und ich nur ein Grundinteresse an ein paar der Autor:innen habe. Ich habe das erwartet, was auf dem Cover versprochen wird: Etwas darüber, wie "die Welt neu erfunden wurde".
Das Buch ist etwas für Fans von Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler, Hermann Bahr, Karl Kraus, Peter Altenberg, Richard Beer-Hofmann, Lou Andreas-Salomé, Frank Wedekind, Felix Salten, Rainer Maria Rilke, Max Halbe, Franziska zu Reventlow, Else Lasker-Schüler, Ernst von Wolzogen, Stefan Zweig, Peter Hille, Erich Mühsahm, John Höxter, Eduard von Keyserling, Leonhard Frank, Joachim Ringelnatz und Georg Heym. Wer nicht mindestens einen Drittel davon sehr gerne liest, wird auch dieses Buch eher enttäuschend finden. 1.5★