Leider bin ich mit dieser Dilogie nicht warm geworden. Fragile Heart fand ich etwas besser als den ersten Teil, allerdings hat mich auch dieses Buch eher mit gemischten Gefühlen zurückgelassen.
Es passiert nicht super viel, was in diesem Band ganz passend war. Mir fehlte bei Rosie leider die Entwicklung, die man bei Adam im Vergleich von Anfang zum Ende erkennen kann. Sie ist irgendwann in Band 1 zusammengebrochen und rappelt sich nicht mehr auf. Dafür, dass Mental Health so stark thematisiert wird, fehlte mir der Umgang mit dem Thema.
Adams Sucht und die Gefahr durch einen Rückfall wegen der Beziehung werden erwähnt und dann vergessen, Rosie kann auf einmal mit allem umgehen, weil ihr die Meinungen anderer Leute doch egal sind. Adam kommt aus dem Entzug und scheint keine festen Termine mit seinem Therapeuten zu haben, irgendwann war das Thema auch weg.
Das Ende ging recht schnell, weswegen es sich irgendwie so anfühlte, als wären nur etwa 30% des Buches für die Handlung wirklich wichtig und der Rest eben … da? Keine Ahnung, es passiert teils eben nicht so viel und die wichtigen Punkte, die ich gerade im Kopf habe, kamen alle erst spät.
Mein größter Kritikpunkt ist der Umgang mit Adams Vergangenheit. In Band 1 gab es keine Antworten, hier erst nach mehr als zwei Dritteln. Man wartet so lange, es wird darum herumgetanzt – und dann übergangen. Er erzählt Rosie davon und lässt seine Angst vor Berührungen quasi direkt zurück. Auf einmal? Das Trauma wurde als so tief dargestellt, aber sehr oberflächlich abgehandelt – leider sehr enttäuschend. Irgendwo wurde auch noch eine Unsicherheit bzgl. seines Körpers eingestreut, die fast mehr Beachtung zukam, als dem großen Problem, das Adam an den Abgrund, zum Alkohol und schließlich in den Entzug getrieben hat.
Die Nebenfiguren waren hier etwas besser, aber ich habe es am Ende aufgegeben, verstehen zu wollen, wer von Adams Bandkollegen jetzt wer ist. Ich weiß, es sind 3, aber individuell habe ich keine Ahnung, wer diese Menschen sind.