Es ist eine Geschichte von Liebe und Tod. Von späten, aber fetten Sommertagen und von der Ahnungslosigkeit des Malers Moritz Wank, der nicht mehr malt und nur noch zögernd lebt, weil alles sich entzieht. Die eigene Bangigkeit ist ihm so unverständlich wie die Welt, und seine Zehennägel sind ihm fremd. Nur Judith, die Gefährtin, gibt immer wieder Halt, und im Zusammensein mit ihr entsteht - Momente lang - Gewissheit, entsteht Beruhigung, ja Zukunftslust: Auf diese Liebe ist Verlass. Aber worauf verlässt sich die Liebe? Markus Werner berichtet vom Lachhaften unserer Existenz in einer Weise, dass wir tatsächlich lachen müssen. Und mit genauem Gefühl, behutsam und klug, erzählt er auch dort, wo uns das Lachen vergeht.
Markus Werner (December 27, 1944 in Eschlikon, canton of Thurgau) was a German-speaking Swiss writer, the author of Zündels Abgang (Zündel’s Departure).
Life
Markus Werner was born in Eschlikon (canton of Thurgau). In 1948 the family moved to Thayngen (canton of Schaffhausen) where Werner finished school and passed the general qualification for university entrance in 1965. At the University of Zürich he studied German, Philosophy, and Psychology. In 1974 he completed a doctorate on Max Frisch, whose writing has an important influence on Werner. From 1975 to 1985, he worked as a main teacher, and from 1985 to 1990 as an assistant professor at the Kantonsschule (= preparatory high school) in Schaffhausen. He has dedicated himself exclusively to writing since 1990. Werner died on 3rd July 2016 in Schaffhausen.
Performances
The protagonists of Werner’s novels, have quit their jobs. Out of their eyes' view, Werner laconically describes everyday life astonished, with distress and with humour. The results are a lot of strictly calculated scenes and episodes, in which the course of the world appears in too sharp and sometimes laughable details, that Werner’s protagonists cannot deal with. Just this seemingly harmless everyday perfidies let them break down: the deaf ears of their fellow men, their cold, headstrong souls. Human deficiencies are described in a tragicomical way. Werner sees the self-evident as something strange, is astonished and wonders like a child. His protagonists want the right to make mistakes and have deficiencies (“self-assuredness is the sign of the yokel”, in: Die kalte Schulter, a Chinese saying). They crave for love, but at the same time curse the world, their fellow men and themselves. Awards
1984 Prize of the Jürgen Ponto-foundation 1984 and 1993 singular work prize of the Swiss Schiller foundation 1986 Georg-Fischer-Prize of the city Schaffhausen 1990 Alemannic Literaturpreis 1993 Thomas Valentin-Literature price 1995 Prix littéraire Lipp; International Bodensee-Literature price 1997 Prize of the SWR-best-of-list 1999 Hermann Hesse-price 2000 Joseph Breitbach-price (jointly with Ilse Aichinger and W.G.Sebald) 2002 Johann Peter Hebel-price of Baden-Württemberg 2005 complete work prize of the Swiss Schiller foundation 2006 Bodensee-Literature prize of the city Überlingen
Works
Bilder des Endgültigen, Entwürfe des Möglichen. Zum Werk Max Frischs, Univ. Diss. 1974 (literally: “Pictures of the definitive. Drafts of the possible. About Max Frisch’s work”) Zündels Abgang, novel, 1984, ISBN 3-7017-1385-5 (Zündel’s Departure) Froschnacht, novel, 1985, ISBN 3-7017-0424-4, ISBN 3-423-11250-6 (literally: „Frog night“) Die kalte Schulter, novel, 1989, ISBN 3-423-11672-2 (literally: „The cold shoulder“) Bis bald, novel, 1992, ISBN 3-7017-0758-8, ISBN 3-423-12112-2 (2005/2006 in the book series Schweizer Bibliothek) (literally: „Good bye“) Festland, novel, 1996, ISBN 3-7017-0969-6, ISBN 3-423-12529-2 (literally: „Mainland“) Der ägyptische Heinrich, novel, 1999, ISBN 3-7017-1174-7, ISBN 3-423-12901-8 (literally: „The Egyptian Heinrich“) Am Hang, novel, 2004, ISBN 3-10-091066-4 (literally: „Near the cliff“)
Markus Werner ist mit seiner Thematik Freiheit gegen Sicherheit erneut stilsicher. Allerdings ist der Protagonist etwas zu sehr verlottert und nihilistisch veranlagt, als dass man sich in diesem Werk wohlfühlen könnte.
Ist jemand, der das Wort „Panzerbeschaffungsprogramm“ über die Lippen bringt, fähig, ein Kind zu trösten, und wenn ja, warum?
Ein leises Buch über das Leben, die Liebe, die Beziehungen zu Mitmenschen, zu sich selbst, über Erwartungen, Gedanken, Reflexionen. Der "etwas andere" Erzählstil dieses schweizer Autors samt schweizerdeutscher, mir bis dahin teils unbekannter Ausdrucksweisen, ist mir sehr sympathisch. Nicht immer konnte ich besagte Gedanken und Reflexionen nachvollziehen, muss ich aber auch nicht, denn die Charaktere in sich erscheinen konsequent. Nichts großes passiert in diesem kleinen Buch, doch auf wunderbare Weise zeigt der Autor auf, dass das Alltägliche für einen allein schon groß (genug) ist. Das Ende bleibt offen, vielleicht ein bisschen unbefriedigt offen für meinen Geschmack, und nur eines wird klar: nichts ist sicher, alles bleibt im Wandel.
Interessante Geschichte, sehr unterhaltsam. Anspielungen auf Schneewittchen fallen oberflächlich aus und das Ende wirkt für meinen Geschmack zu konstruiert. Schlussendlich fehlt es dem Werk an Tiefgang.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Ein depressiver Maler, der es nie zu dem Künstler bringen wird, der er gerne sein möchte, der im sozialen Umgang schwierig ist, auch beziehungstechnisch, und irgendwie auch noch auf der Suche ist, was ihn erfüllt und seinem Leben Sinn verleiht ist die zentrale Figur dieses kurzen Buches, um die sich die Handlung rankt.
Mich hat dieses Buch mit seiner absoluten Nüchternheit, einer Art narrativen Kälte und Distanz und einer wörtlichen Rede ohne klare Anführungszeichen und Trennung durch Absätze (das macht mich wahnsinnig!) nicht abgeholt. Klar, das ist bewusster Stil, nüchtern, sachlich und nicht mehr als nötig, aber entgegen eines Protagonisten aus Krachts "Faserland" oder auch einer Figur aus einem Frisch-Roman fordern der Pessimismus und die Misanthropie des Protagonisten doch einiges an Energie. Das Ende, wenn auch überraschend, ist zudem ungemein traurig und verstärkt die ohnehin schon dauerhafte Schwarzmalerei noch einmal neu.
Dieses Buch ist eine Geschichte von dem Unsicher sein, der Unfähigkeit zum Handeln und der sicheren Liebe. Ist die sichere Liebe genug? Ist sie was einen am Leben hält oder ist sie was einen Gefangen hält? Eine mittelmässige Erkundung dieser Fragen in einer kurzen Geschichte.