Der deutsche Sehnsuchtsort, Mythos, Identitätsstifter, aber auch Wirtschaftsfaktor. Deutschland hat die größten Holzvorräte in ganz Europa, mehr noch als Finnland oder Schweden, und ist Spitzenreiter in der Forstwirtschaft. In Zeiten der Klimakrise und des Artensterbens kommt dem Wald allerdings eine neue Schlüsselrolle zu, er soll gleichzeitig sauberes Wasser und gute Luft generieren, CO2-Emissionen limitieren, nachhaltige Roh- und Brennstoffe liefern und Naturschutz und Erholung garantieren. Aber ist er dazu überhaupt noch in der Lage? Denn es geht unseren Wäldern so schlecht wie nie.
Martin Levin ist Verfechter des Naturwaldes, der, weitgehend in Ruhe gelassen, sich selbst reguliert. Der langjährige Oberförster des Göttinger Stadtwaldes, erklärt das Ökosystem Wald und seine Geheimnisse und zeigt, wie der resiliente Wald von morgen aussehen könnte.
Was passiert mit einem Wald wenn man ihn sich selbst überlässt? Martin Levin, mittlerweile pensionierter Leiter des Göttinger Stadtwaldes zeigt dies an den Beispielen von Lübek und Göttingen.
Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht was ein Wald für Ziele hat, das wirtschaftlichkeit eins davon ist liegt nahe, hat sich im Deckmantel der Erholung für mich nie gezeigt. Als Konsequenz ist es nur logisch das Förster*Innen die bestmögliche Gesundheit des Waldes im Sinn haben, denn ein gesunder Wald liefert gesundes, gut zu verkaufendes Holz.
Das die Methoden der Forstwirtschaft allerdings nie im Frage gestellt wurden und als gesetzt genommen werden bricht dieses Bild. Levin präsentiert in seinem Buch einen neuen Weg der sowohl Biodiversität, Resistenz gegen Klimaschwankungen und eine höhere, qualitativere Holzernte ermöglicht.
Als Fachfremder Leser ist es mir teilweise schwer gefallen mitzukommen und teilweise verliert man sich in Aufzählungen von Baumarten.