Ich bin ein Blobfisch. Was zum Teufel ein Blobfisch sein soll? Genau das ist der Punkt.
Felix ist 16 Jahre alt, vernünftig, kontrolliert, immer perfekt. Eine alte Seele, wie die Erwachsenen sagen. Doch davon hat er jetzt genug. Er will nicht länger den Aufpasser für seine kleine Schwester spielen und endlich mal Zeit für sich haben, vielleicht sogar Freunde finden. Aber so richtig aus seiner Haut kann er nicht. Eines Tages lernt er in einer verkommenen, verlassenen Villa die mysteriöse Lina kennen. Eine Hexe, wie sie sich selbst nennt, die sich vor nichts und niemandem zu fürchten scheint. Die beiden sind wie Feuer und Wasser, könnten unterschiedlicher kaum sein, und doch wird der Lost Place immer wieder ihr gemeinsamer Treffpunkt. Aber irgendetwas scheint dort ganz und gar nicht zu stimmen. Spukt es hier etwa? Sie tun sich zusammen, um das Geheimnis des alten Hauses zu ergründen und Felix muss nicht nur lernen, was wahre Freundschaft bedeutet, sondern auch, endlich für sich selbst einzustehen.
Als Kind verfasste Anne Hoffmann am liebsten Detektivgeschichten. Keine davon schrieb sie je zu Ende. Mittlerweile interessiert sie sich mehr für die zwischenmenschlichen Rätsel: Freundschaft, Liebe, komplizierte Gefühle, aber auch psychische Probleme. Sie wurde 1990 geboren, hat Literaturwissenschaft studiert und lebt mit ihrem Mann in Berlin. Tatsächlich schreibt sie ihre Bücher nun auch zu Ende.
YA Buch über einen Jungen, der keine Freunde hat und sich nach dem Tod seiner Mutter viel um seine Schwester kümmern muss, und wie er in einem Gespensterhaus jemand kennenlernt. Gut.
Mit dem Buch „Vom Mut des ersten Fisches, der das Wasser verlässt“ ist Anne Hoffmann ein Jugendroman gelungen, der nicht einfache Themen anspricht. In dem Buch geht es um Triggerpunkte wie Mobbing, Verlust, Trauer aber auch den Wunsch nach Freundschaften. In der heutigen Zeit spiegeln diese Themen das Leben der Jugendlichen wider. Anne Hoffmann hat in diesem Buch ein positives Ende eingebaut und darüber bin ich sehr froh.
In dem Buch geht es um Felix und Lina. Sie leben beide in Berlin und treffen sich zufällig in einem alten Haus, welches den Spitznamen „Theodora“ hat. Beide haben keine richtigen Freunde und haben Dinge erlebt, die Sie traumatisiert haben. Sie haben beide einen unterschiedlichen Charakter, aber doch kann man bei Ihnen die gleichen Wünsche erkennen. In dem Haus „Theodora“ haben beide Ihren gemeinsamen Rückzugsort gefunden.
Das Buch wurde sehr ansprechend geschrieben. Des Weiteren finde ich 240 Seiten zum lesen für einen Jugendroma von der Länge her sehr gut. Obwohl auch Themen wie Mobbing, etc. angesprochen werden, ist auch eine Menge Humor enthalten.
Dadurch das ich noch nicht so lange aus meiner Jugendzeit raus bin, kann ich mich noch gut in die Jugendsprache hineinversetzen und finde das der Einbau dieser Elemente passend ist.
Das Cover ist einfach wunderschön, vor allem da es Elemente aus dem Roman aufnimmt, besonders den Mond und auch das Amulett. Sehr ansprechend finde ich das düstere Haus mit den leuchtenden Fenstern. Es ist durchaus ein Hingucker in meinem Bücherregal.
Für mich ist es ein wundervoller Jugendroman und ich hoffe, dass viele es lesen werden und sich eventuell auch so in die Geschichte hineinversetzen können, wie ich es konnte.
Felix ist 16 und eigentlich viel zu erwachsen für sein Alter. Er kümmert sich rührend um Andere und hat dabei kaum Zeit für sich oder Freunde. Letztere zu finden ist gar nicht mal so einfach. Unverhofft trifft er in einem alten Spukhaus auf ein Mädchen - gemeinsam wollen sie das Rätsel um das Haus lösen.
Felix, der Erzähler, gewährt den Leser einen tiefen Einblick in seine Welt und in seine Suche nach sich selbst. Auf eindrucksvolle Weise gelingt es Anne Hoffmann uns diesen schwierigen Prozess und vor allem die Gefühle dabei authentisch näher zu bringen. Dabei wird kein einseitiges oder verklärtes Bild von Freundschaft gezeigt, sondern was sie wirklich ausmacht. Viele Phrasen oder auch Beschreibungen erzeugten bei mir einen richtigen Nachhall und regten mich sehr zum Nachdenken an. Tiefgreifend und sehr achtsam setzt sich die Autorin mit Themen wie Identitätsfindung, Freundschaft, Zugehörigkeit und gesundes Verantwortungsbewusstsein auseinander. Ihre Figuren sind vielschichtig, herzlich und so was von menschlich, dass ich sie am liebsten geknuddelt hätte. Sie reiben sich aneinander, entwickeln sich und finden ihren Weg - wie im richtigen Leben eben auch. Dabei verlieren sie auch nicht ihren Humor, was die Geschichte auch noch sehr unterhaltsam macht. Selten habe ich beim Lesen so viele Emotionen durchgemacht wie hier und das Buch mit einem wohlig schönen, aber auch nachdenklichem, Gefühl im Bauch geschlossen. Die Bezeichnung Coming-of-Age Roman mit Tiefgang trifft es wirklich gut und habe das Lesen richtig genossen. Ein Bücherschätzchen, das ich jedem nur ans Herz legen kann.
Der Roman erzählt die Geschichte von Felix, einem 16-jährigen Jungen, der an Halloween auf seine kleine Schwester und ihre Freundin aufpassen muss. Gemeinsam begeben sie sich zur angeblich von Geistern heimgesuchten Villa namens Theodora. Dort treffen sie auf Felix' Schulkameraden, die ihn überreden, mit ihnen in das verlassene Anwesen einzubrechen. In der Villa begegnet er einer mysteriösen selbsternannten Hexe. Zusammen untersuchen Felix und sie nicht nur die Spukgeschichten der Villa, sondern lernen auch sich selbst und einander besser kennen.
"Vom Mut des ersten Fisches, der das Wasser verlässt " ist ein Buch, das mich von Anfang an gefesselt hat. Das Cover ist ansprechend gestaltet und vermittelt bereits einen Eindruck von der Vielschichtigkeit der Geschichte. Nachdem ich das Buch gelesen habe, habe ich erst die volle Bedeutung verschiedener Elemente auf dem Cover verstanden.
Die Autorin beeindruckt mit einem angenehmen und flüssigen Schreibstil. Die Charaktere sind authentisch dargestellt, und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist gut nachvollziehbar. Die Verwendung von Jugendsprache wirkt dabei keineswegs aufgesetzt, sondern verstärkt die Glaubwürdigkeit der Jugendlichen Figuren.
Besonders gelungen fand ich die Einbindung von Textnachrichten und Zeitungsartikeln, die den Lesefluss nicht stören, sondern die Spannung erhöhen. Dadurch wurde ich regelrecht durch die Seiten gezogen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Vielfalt der behandlten Themen, wie Freundschaft, Verantwortung und Selbstvertrauen, wird auf eine eindringliche Weise dargestellt. Die Charaktere stehen vor Herausforderungen, die sie meistern müssen, und ihre Entwicklung wirkt authentisch und glaubhaft.
Das Buch regt nicht nur zum Nachdenken an, sondern enthält auch viele lehrreiche Zitate wie "[d]u kannst Dich auf niemanden verlassen. Vor allem nicht, wenn es ernst wird. Deinen Ballast trägst du allein. Durch die Hölle gehst du allein" (S.136) die einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Es ist eine Lektüre, die sowohl unterhält als auch zum Reflektieren anregt. Insgesamt kann ich "vom Mut des ersten Fisches, der das Wasser verlässt " uneingeschränkt empfehlen. Es ist ein Buch mit Tiefgang und Authentizität, das mich nachhaltig beeindruckt hat. Daher vergebe ich gerne alle 5 Sterne.