Seit zwei Monaten beobachtet Ines aus Niebüll eine Stellenausschreibung auf Sylt. Die kleine Konditorei "Hummers Torten" wäre ihr absoluter Traumarbeitsplatz, doch sie traut sich nicht, dort anzurufen. Nachdem ihre Mutter ihr Mut zugesprochen hat, wagt sie diesen Schritt doch und reist auf die Insel. Dort begegnet sie Ben, dem Inhaber der kleinen Konditorei, der sie nach einem Probetag direkt einstellt. Doch nicht nur das ...
Eine romantische, weihnachtliche Liebesgeschichte rund um die kleine Konditorei "Hummers Torten". Ein in sich abgeschlossener Einzelband mit süßen Rezepten und ganz viel Herz.
Der Klappentext klang so vielversprechend, dass ich mir das Buch geholt habe (es gab es kostenlos auf A)
Wie im KT schon beschrieben, sucht Ines eine neue Stelle als Konditorin und schmachtet seit zwei Monaten eine Traumjobanzeige an. Immer so ein wenig mit dem Gefühl im Hinterkopf, das ist zu gut um wahr zu sein. Als sie sich dann doch überwindet, darf sie die Stelle auch bald antreten. Wie der Titel schon vermittelt, soll es sich um eine kleine Konditorei handeln, was leider in der Story irgendwann untergeht, dazu aber später mehr. Ines darf sich bei dem jungen, attraktiven Konditoreibesitzer Ben auf alle Fälle ausleben. Sie darf ihre Ideen einbringen, gibt alles und erstaunt dabei Ben immer wieder. Sie sind in der Konditorei auch nur zu zweit und müssen, wenn sie um 10 Uhr anfangen zu backen auch nebenher den Verkauf managen, was in meinen (unerfahrenen) Augen nicht machbar ist.
Im Laufe der Story bekommen wir nun also das Backen um die Ohren gehauen (sorry für den Ausdruck, aber so hat es sich angefühlt). 2/3 des Buches dreht sich fast ausschließlich um Gebäck, die Rezepte mit genauer (Großküchenmengen-)Angabe und wie es gebacken wird. Ines möchte anscheinend hoch hinaus und auch Ben scheint dem nicht abgeneigt, wenn die mal so eben 4000 Kekse in 800! Keksvariationen verbacken will....!!! Zu zweit, bzw eigentlich Ines alleine und das an einem Nachmittag. Ich lasse mich gerne berichtigen, ob das machbar ist oder nicht, ich denke nicht. Einige hundert Zimtsterne sind geplant, die Ben dann alle einzeln mit Guß verzieren soll, ich denke, dass macht man in solchen Mengen anders... Es hat sich am Ende leider nicht mehr so angefühlt, als würde man in einer kleinen Konditorei sein, eher in einem Großbäcker, der die halbe Stadt versorgt, dann ist es aber auch nichts mehr besonderes, mMn.
Für mich hätte es vollkommen gereicht, wenn man zwar auf die Backwaren eingegangen wäre, aber nur angeteasert und nicht immer mit vollen Angaben und dann lieber 3-4 besondere Rezepte ans Ende des Buches angehängt, dafür mehr auf die Konditorei ansich und auch auf die Beziehung von Ben und Ines. Dann hätte man mich nicht verloren und ich hätte mir überlegt, die Reihe weiterzulesen. Sehr schade