The second book in Jonas Winner’s haunting Berlin Gothic series. Ten years after the death of patriarch Xavier Bentheim, long-estranged Till Anschütz returns to Berlin for the wedding of the family’s youngest daughter. Till carries with him the disturbing memories and macabre secrets surrounding Xavier’s death. And although he doesn’t know it, his return to Berlin has set in motion a sinister plan. With Xavier Bentheim’s dark legacy looming over his family’s future, the tunnels beneath Berlin churn with a new evil―one that threatens to bring down not only the Bentheim family, but the entire city.
Wie auch bei Berlin Gothic 1 war der zweite Band der Reihe erstaunlich brutal. Vielleicht liegt es daran, dass ich normalerweise eher Fantasy und Jugenbücher lese, aber ich mag es nicht besonders, über sich zerfleischende Papageien zu lesen. Berlin Gothic ist eine auf sieben Bände angelegte Serie, die über die menschlichen Abgründe handelt. Kommissar Butz ermittelt in dem Fall einer Mordserie, die sich durch Berlin zieht. Gleichzeitig erzählt die Geschichte von Till, einem Waisenjungen, und Max, dem Sohn der Familie, die Till aufgenommen hat. Diese Geschichte spielt 12 Jahre zuvor. Langsam spinnt sich also die Geschichte immer weiter zusammen. Es geht um umoperationen, charakterliche Veränderungen, und psychische Probleme. Man fragt sich: wer ist dieser Felix eigentlich, der so viele Menschen in der Hand haben soll? Und was will er? Jonas Winner erzählt spannend und bildhaft, aber gleichzeitig distanziert. Als Leser habe ich mich nie wirklich mit den Charakteren identifizieren können, was mir das Lesevergnügen erheblich geschmälert hat.
Ich empfehle Berlin Gothic trotz allem jedem, der gerne Thriller liest - denn spannend ist die Geschichte wohl.