I read the dutch version of this book. I was very impressed on how the author was able to describe her experiences while being in Birkenau, as if they weren’t hers. The horror of what happened, and with the clear message that we must not forget, and try to prevent this from happening ever again (unfortunately i guess invain…)
Diesem Buch muss man Zeit geben. Das liegt auch am Erzählstil der Autorin, die unbewusst oder bewusst die Eintönigkeit des Lagerlebens darin einfängt. In Wiederholungen, aber vor allem in der Langsamkeit ihres Erzählens. Man ist gezwungen sich jedem Wort zu stellen. Jeder Grausamkeit, die sich entfaltet ins Gesicht zu blicken. Wie kann ein Mensch das ertragen, wenn ich es schon kaum beim Lesen ertragen kann?
Man wird mitten nach Ausschwitz hineingezerrt und erlebt, was es bedeutete dort zu sein. Dort irgendwie zu überleben. Nüchtern, fast sachlich ist der Stil. Er gibt all jenen eine Stimmte, die im Gegensatz zur Autorin nicht mehr darüber sprechen konnte. Manche weil sie es nicht wollten, die meisten weil sie ermordet wurden und ihre Stimmen verstummt waren.
Im Nachwort berichtet die Übersetzerin das Seweryna Szmaglewska zunächst eine Ich Perspektive einnehmen wollte, dann aber aufgrund der Einwirkung ihrer Lektorin, einen anderen Weg gewählt hat. Eigene Erinnerungen und wahrscheinlich die Erlebnisse von anderen vermischen sich in diesem Buch, das irgendwo zwischen Roman und Erlebnisbericht angesiedelt ist.
Wir befinden uns in einer Zeit in der rechte Kräfte zunehmend wieder erstarken. in der das unsagbare längst wieder sagbar wird und in der Menschen wieder fürchten müssen, ihr sicheres Leben wieder zu verlieren - und das obwohl sie Teil unserer Gesellschaft sind und diese auch stark prägen.
Wenn ich dieses Buch lese, dann habe ich nicht nur im Kopf, das Ausschwitz nie wieder die Lebensrealität von Menschen werden darf, sondern auch, das noch Zeit ist, das aktiv zu verhindern. Mit unserer Handlung können wir denjenigen ihre Würde wieder geben, die ihnen von unseren Vorfahren, den Täter:innen genommen wurde. Auschwitzwurde zum Symbol für alles was Menschen anderen Menschen antun können. Aber der Holocaust, die systematische Vernichtung und Ermordung von Menschenleben das begann schon früher.
Die Autorin hat mich wieder daran erinnert, das es Möglich ist zu Handeln.
Es betrifft dich vielleicht heute nicht... aber morgen oder übermorgen. Wer ignoriert was momentan in Deutschland, Europa und auch den USA passiert, der hat nicht verstanden was Auschwitz wirklich bedeutet. Und der versteht dann auch nicht, was "Die Frauen von Birkenau" mit dem hier und jetzt zu tun hat. Nie wieder ist jetzt??? ... Wir sind schon mitten drin.