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434 Tage

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"Ich bin sprachlos und das im besten Sinne." (LouLou_Stein)Anja ist erfolgreich, sie ist glücklich verheiratet, sie hat ein gutes Leben. Zumindest denkt sie das, bis sie auf einer Geschäftsreise unerwartet Julian in die Arme läuft. In diesem Moment ahnt Anja noch nicht, dass nach diesem Wiedersehen nichts mehr so sein wird, wie es war. Sie ahnt nicht, dass dieses Begegnung ihr gesamtes Leben ändern wird. Nur leider nicht unbedingt so, wie sie sich das vorgestellt hat.

224 pages, Paperback

First published July 1, 2013

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About the author

Anne Freytag

20 books528 followers

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Community Reviews

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1 star
2 (1%)
Displaying 1 - 14 of 14 reviews
Profile Image for Ela | everydayescapes.
209 reviews
July 6, 2015
"Manchmal wünschte ich , mein Leben hätte ein Drehbuch, in dem ich nachschlagen kann, was als Nächstes passiert. Ich hätte gerne eine Orientierung. So eine Art Leitfaden oder wenigstens eine Richtung." S. 4

Anja ist eine taffe Geschäftsfrau, die ihren eigenen Weg geht. Nur leider lebt sie auch sehr in der Vergangenheit und ist nicht unbedingt in der Lage, sich ihre Schwächen und Gefühle einzugestehen. Bei einer Konferenz trifft sie auf ihren Ex Julian wieder, der eine Mann, den sie im Grunde nie wirklich vergesen konnte. Das Wiedersehen mit Julian bringt sie durcheinander und obwohl ihr Gewissen sie plagt, lässt sie sich auf eine Affäre mit ihm ein. Dabei gerät sie immer weiter in eine Zwickmühle, denn einerseits will sie ihren Ehemann Tobias nicht verlassen, der ihr Sicherheit und Geborgenheit gibt, andererseits kommt sie noch immer nicht von Julian los, dessen Leidenschaft sie so sehr liebt. Ja, Anja ist keineswegs perfekt. Sie macht Fehler und das macht sie so real.

"434 Tage" ist ein Roman, der unter die Haut geht, weil er sehr realistisch gehalten ist. Und damit meine ich nicht nur, dass es hunderte Male im Leben passiert, dass sich jemand in eine Affäre stürzt. Es geht vorallem darum, dass man Entscheidungen trifft, die auf der eigenen Wahrnehmung und den Ängsten basieren und damit das Leben beeinflussen, egal ich welche Richtung. Und für Anja ist es langsam Zeit sich zu entscheiden, denn sie hat sich jahrelang selbst belogen und muss nun die Konsequenzen tragen. Und auf genau diesem Weg begleitet man sie. Erzählt wird die Geschichte dabei auf verschiedenen Zeitebenen. Zum einen wäre da die Gegenwart in der man Anjas Denkweisen und Handlungen beobachtet und wie sie mit dem Betrug, den sie begeht, umgeht. Und dann gibt es überwiegend die Vergangenheit, in denen der Leser immer Rückblicke auf Anjas bisheriges Leben bekommt - wie sie Julian kennen und lieben lernte, wie es zum Bruch in der Beziehung kam und wie sie auf Julian wiedertrifft. Obwohl die Zeitebenen klar durch Kapitel unterteilt sind, hatte ich etwas Probleme damit, denn ich musste einige Absätze doppelt lesen um zu verstehen, wo ich gerade bin. Dennoch versteht Anne Freytag es zu schreiben. Jeder Gedanke von Anja, die Gewissenbisse und ihre Zwiespältigkeit kommen eindeutig beim Leser an.

Das Buch endet sehr plötzlich. Und dramatisch. In ihrer Danksagung erwähnt Anne Freytag eine Freundin, ohne die das Buch eher ein sichereres Ende bekommen hätte. Und ja, ich glaube ich hätte das sichere Ende bevorzugt, ihr kennt mich. Allerdings muss ich auch gestehen: Wann bekommt man schon im echten Leben das sichere Ende? Eben.

Abschlusswort
Wieder einmal überrascht Anne Freytag mit einem Buch, hinter dem weitaus mehr steckt, als man vermutet. In "434 Tage" geht es nicht nur um die Affäre, sondern um die Frau Anja selbst, die nach Jahren zu sich selbst zurückfindet und endlich beginnt auf ihr Herz zu hören. Mit Spannung begleitet man Anjas Weg und blickt dabei oft in Zeitsprüngen, mit denen ich jedoch meine Schwierigkeiten hatte, auf die Vergangenheit zurück, in der Anja immer noch gefangen ist. Das Buch endet schnell und mit einem Knall, dürfte sich aber sicherlich so schnell nicht vergessen lassen.
Profile Image for Becky.
197 reviews6 followers
June 27, 2013
Kitschiger Liebesroman? -Fehlanzeige!
Diese Geschichte hat mich wirklich überrascht. Ich war anfangs sehr skeptisch, da der Klappentext nicht wirklich viel vom Inhalt preisgibt außer der Angabe der Hauptprotagonisten und deren Dreiecks-Bekanntschaft. Anfangs war es für mich sehr schwer die Zusammenhänge zusammenzufügen, doch das legte sich relativ schnell nach knapp 10 Seiten.

Mich hat das Buch so gefesselt, dass ich es an einem Tag durchgelesen habe und am Ende sogar Tränen in den Augen stehen hatte. Zwar konnte ich viele Aktionen von Anja nicht wirklich nachvollziehen, vielleicht weil ich nicht verheiratet bin und mit meiner großen Liebe eine Affäre habe, doch sie ist mir durch ihre authentische Art dabei ziemlich ans Herz gewachsen.
Durch die Mischung aus ihrer taffen Art, den auftretenden Selbstzweifeln, der Scheu sich die Liebe zu Julian einzugestehen und dem andauernden inneren Kampf mit sich selbst, ist sie mir sympathisch geworden.

Das Ende wiederum hat mich geschockt und das ist der eigentliche Grund weswegen das für mich kein klassisch kitschiger Liebesroman ist. Die Geschichte nimmt eine so unerwartete Wendung das es mich richtig vom Hocker gehauen hat, anders kann ich das einfach nicht beschreiben. Am liebsten würde ich euch alles ganz genau erklären, aber dann würde der Reiz des Buches verloren gehen.

Meiner Meinung nach richtet sich das Buch ausschließlich an Erwachsene und ich empfehle es allen, die eine leichte Lektüre und eine Mischung aus Spannung, Liebe und Humor mögen.

Copyright © 2013 by Rebecca H.
Profile Image for Leselurch.
231 reviews23 followers
September 21, 2014
*Worum geht's?*
Anja ist erfolgreich, selbstständig, bodenständig. Zusammen mit ihrem Mann Tobias lebt sie in einem Haus, das er als Architekt entworfen und sie als Karrierefrau hat bauen lassen. Alles in Anjas Leben läuft gut; sie hat wahrlich keinen Grund, sich zu beschweren. Doch dann trifft sie nach über 10 Jahren ihre Jugendliebe Julian wieder, mit dem Anjas Leben immer viel mehr als bloß gut war. Es war aufregend, leidenschaftlich, ein Abenteuer. Und trotz der vielen Jahre, die vergangen sind, löst Julian noch immer diese unberechenbaren Gefühle in Anja aus…

*Meine Meinung:*
Anne Freytag ist wohl jeder Leseratte, die sich auch gerne im Internet herumtreibt, ein Begriff. Die lebenslustige Autorin hat sich als Self-Publisherin einen bedeutenden Namen gemacht, wird von ihren Leserinnen hoch gelobt und hat es nun sogar mit Buchprojekten zu einem Verlag geschafft. „434 Tage“ ist eine ihrer ersten Publikationen und auch das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe.

„434 Tage“ ist ein Gegenwartsroman, der die Geschichte von Anja Plöger erzählt. Kaum hat man das erste Kapitel gelesen, weiß man schon, worauf Anjas Gefühlswirrwarr hinausgelaufen ist: Sie hat eine Affäre mit Julian begonnen und betrügt ihren Ehemann Tobias schon länger als ein Jahr regelmäßig mit ihm. Auch wenn ihr Gewissen sie plagt, kann sich Anja nicht für einen der beiden Männer entscheiden. Sie will weder auf die Sicherheit und Geborgenheit von Tobias, noch auf die Leidenschaft und den Genuss von Julian verzichten. Anja steckt fest, zwischen den Stühlen, zwischen ihren Gefühlen, die Anne Freytag auf höchst authentische und ehrliche Weise widerzuspiegeln vermag.

Dennoch ist Anja natürlich klar, dass sie ihr verbotenes Spiel beenden muss. Sie muss sich entscheiden, ob sie ihre Ehe retten will oder ob sie einen neuen Versuch mit ihrer Jugendliebe wagen soll, die ihr vor 12 Jahren das Herz gebrochen hat. In „434 Tage“ begleitet man Anja auf dem Weg zu ihrer Entscheidung. Man durchlebt mit ihr eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle, wird von ihrer Lust auf Spontanität und Abenteuer mitgerissen. Zugleich versteht man aber auch Anjas Sehnsucht nach einem sicheren Hafen. Was sich im ersten Moment nach einer typischen Geschichte über das Fremdgehen anhören mag, ist ein aufwühlender und nachdenklich stimmender Roman, in dem man nichts nur schwarz und weiß betrachten kann.

Vor allem aber ist „434 Tage“ keine Geschichte, die sich bloß um die Entscheidung zwischen zwei Männern dreht. Es ist die Geschichte einer Frau, die nach vielen Jahren des Vergessens und Verdrängens endlich wieder auf ihr Herz hört. Die sich traut, in sich hineinzuhorchen, ihre Sehnsüchte zu ergründen. Die es wagt, sich neu zu definieren, sich selbst zu finden. Anja ist eine tolle Protagonistin, die man gern auf diesem Weg begleitet, auch wenn sie einem nicht immer sympathisch ist. Auch sie macht Fehler, trifft falsche Entscheidungen, die man nicht unterstützen kann und will. Aber genau diese Ecken und Kanten sind es, die Anja zu einer lebendigen Protagonistin werden lassen, der man auch über die Seiten hinaus im echten Leben begegnen könnte.

Anne Freytag erzählt ihren Roman über mehrere Ebenen. Kapitel für Kapitel springt die Autorin zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und zurück, sodass man jeden Handlungsstrang kennenlernt, der schlussendlich zu Anjas Entscheidung führen wird. Man erlebt jede Facette ihrer Liebe zu Julian, die Hintergründe ihrer gescheiterten Beziehung, die aufwallenden Gefühle für Tobias und auch die wiederkehrenden Emotionen, die Anja mit Julian verbinden. Mit jeder Seite lernt man nicht nur Anjas Leben, sondern auch sie selbst besser kennen, und es wird immer deutlicher, wie viel Anne Freytag zwischen den Buchdeckeln versteckt hat. Verworren oder gar verwirrend wirkt die Geschichte trotz der vielen Sprünge nie.

So gut „434 Tage“ mir auch gefallen hat, ein Aspekt der Geschichte ging mir doch gehörig auf die Nerven und ist mir so manches Mal negativ ins Auge gefallen. Anja vergleicht ihre Gefühlswallungen nämlich gerne mit einem inneren Dämon, der Ana Steels innerer Göttin aus „Shades of Grey“ mächtig Konkurrenz macht. Jedes Mal, wenn Anja an Julian denkt oder ihn trifft, wird sie von ihrem inneren Dämon begleitet, der mal wohlig schnurrt, sich ein anderes Mal lautstark beschwert oder auch einfach nur mit seiner bloßen Anwesenheit nervt. Tut mir leid, Anja, aber deinem inneren Dämon konnte ich leider partout nichts abgewinnen.

Mit den letzten Seiten beweist Anne Freytag, was sie kann, und übertrumpft sich sogar selbst. Sie überrascht mit einem Ende der Geschichte, das perfekt passt, ich aber niemals so hätte kommen sehen. Ganz plötzlich, ganz unerwartet, dafür mit einer ordentlichen Portion Gänsehaut findet Anjas Geschichte ihren Abschluss – und bleibt ganz sicher noch eine lange Weile im Gedächtnis ihrer Leser.

*Fazit:*
„434 Tage“ war mein erstes Buch der Autorin Anne Freytag und wird ganz sicher nicht mein letztes sein! Mit der Geschichte der erfolgreichen Anja, die sich zwischen ihrer sicheren Ehe mit Tobias und ihrer leidenschaftlichen Affäre mit Julian entscheiden muss – und dabei nicht nur auf Beziehungsebene entdeckt, was sie wirklich will –, hat mich mitgerissen und mit jeder Seite zunehmend begeistern können. Zwischen den Buchdeckeln steckt so viel mehr als man dem Roman auf den ersten Blick zutrauen würde: eine ernste, nachdenklich stimmende Geschichte, die einen nach der letzten Seite mit Gänsehaut allein lässt. Bloß Anjas innerer Dämon, der mindestens ebenso nervig ist wie Ana Steeles innere Göttin, hat mir den Lesespaß stellenweise etwas vermiest. Für „434 Tage“ vergebe ich 4 Lurche.
Profile Image for Ophelia.
72 reviews
July 9, 2025
Anne Freytag gehört wirklich zu meinen Lieblingsautoren, oder vielleicht ist sie sogar meine Lieblingsautorin..?
Dieses Buch war sehr emotional! Anscheinend gibt es die wahre Liebe wirklich nur einmal im Leben und man sollte für sie kämpfen und sie nicht so einfach gehen lassen. Denn später kann es schon zu spät sein und gerade wenn man denkt, dass alles gut wird, passiert etwas Unvorhergesehenes und ändert alles für IMMER.
Profile Image for Nicole Ramge.
366 reviews6 followers
September 28, 2013
Wie kann etwas das sich so anfühlt so schlecht sein?
(Position 14o8)



der Klappentext:

Anja ist erfolgreich, sie ist glücklich verheiratet, sie hat ein gutes Leben. Zumindest denkt sie das, bis sie auf einer Geschäftsreise unerwartet Julian in die Arme läuft. In diesem Moment ahnt Anja noch nicht, dass nach diesem Wiedersehen nichts mehr so sein wird, wie es war. Sie ahnt nicht, dass dieses Begegnung ihr gesamtes Leben ändern wird. Nur leider nicht unbedingt so, wie sie sich das vorgestellt hat.



zu den Charakteren:

Anja ist die normalste Frau der Welt!
Wie jede andere Frau im Leben strebt sie danach eine erfolgreiche, attraktive Frau zu sein. Sie ist erfolgreich in Ihrem Beruf, hat einen wundervollen fürsorglichen Mann und keine Sorgen. Genau das, was sich jede Frau von seinem Leben erhofft!
Prinzipiell könnte man sagen, sie hat alles erreicht. Aber ist sie glücklich?
Ja, das denkt Sie zumindest bis Julian ihr zufällig über den Weg läuft.
Ihre erste große Liebe von der Sie nie wirklich ablassen konnte und der letztendlich ihr ganzen Leben geprägt hat, auch wenn er gar nicht da war!

Ich konnte mich mit Anja sehr gut (wie erschreckend!) auseinandersetzten, da ich ihre Gedanken wirklich 1 zu 1 nachvollziehen konnte und sie auch unterstreichen würde! All ihre Sorgen, Ängste und Gefühle sind sehr reell und völlig nachvollziehbar.

Julian erscheint uns Anfangs als Karriere- SunnyBoy der jede mit seinem charmanten Lächeln um den Finger wickeln kann. Seine persönlich Waffe so wie es scheint, die er immer und überall einsetzen kann. Und dieses Masche zieht immer ...
Aber wir lernten ihn auch von einer Seite kennen, die wir so gar nicht von einem Mann solchen Formates vermuten würden. Er ist wirklich ein Mann für den Kleinigkeiten mehr zählen, als das große Pompöse.


Ein kurzer Einblick:

"Abartig.
Ich bleibe stehen. Das ist mir nie aufgefallen. Aber wie kann es sein, dass mir das nie aufgefallen ist? Wenn Julian und ich geheiratet hätte, wäre mein Name Anja Bartig. A.Bartig. Um Gottes willen. ...."
(Position 3o8)
"Sie ist klein und zierlich und hat diesen püppchenhaften Gesichtsausdruck. Und diesen Blick. so als wäre hinter ihren Augen ein Vakuum. Oder ein kleines walnussgroßes Gebilde, das bei jeder Bewegung klappernd gegen die Innenseiten ihres Schädels knallt. Katies Kopf ist eine von außen gut aussehende Rassel."
(Position 349)
"Man überlebt alles. Das Einzige, was bleibt, sind Narben. Und diese Narben erinnern einen an den Verlust, an das Gefühl der Leere und der Verzweiflung. Doch man überlebt es.
(Position 1o32)

"Und wenn einem das klar wird, wenn man realisiert, wie man sich die Realität schönlügt, wird es ganz plötzlich, völlig unvermittelt, unerträglich"
(Position 1446)
meine Meinung:

Die Autorin zeigt ein wunderbares Gespür dafür, Gedanken auf Papier zu bringen. Ihre realistischen Einblicke in die Welt einer Frau die alles hat und trotzdem nichts, ist sehr realistisch und einfach. Es fesselt einen ungemein obwohl man eigentlich ganz genau weiß wie es weiter geht. Und trotzdem ist man absolut fasziniert.

Eigentlich haben wir hier mehrere Geschichten auf einmal, da wir die Anfangszeit mit Julian im Schulalter erzählt bekommen, und Außerdem erklärt Sie uns warum ihre Wahl ausgerechnet auf Tobias fiel. Die letztendliche Misere in der sie heute steckt, macht dieses Buch komplett.
Die ganzen Gewissensbisse, und die Selbsterklärungen die ein Jeder hat und sich jeder schön redet. Wir verstehen Anja nur zu gut und viele Frauen können sich mit ihr identifizieren.

Typisch Frau würde ich fast sagen, da wir immer den Hang dazu haben alles zu durchleuchten und zu analysieren. Wäre Anja ein Mann, wäre dieses Buch noch nicht mal halb so lange ;-)



Fazit:

Meine Reise ins Land des Alltags hat sich gelohnt.
Die nackte Realität hat dieses Buch voll im Griff, aber auch ohne Vampire und Gestaltwandler war dieses Buch mehr als unterhaltsam und ein echter Gaumenschmaus den ich nicht miesen möchte.

Und trotz alledem muss ich leider ein Sternchen abziehen und jeder der es gelesen hat, weiß bestimmt warum!
Für die Anderen; findet es selbst heraus ...

Update (28.o9.13) ...

nachdem ich dieses Woche Revue passieren ließ und einen tollen Diskussionsaustausch mit der Autorin hatte, gebe ich Anne in allen Punkten recht und stelle Euch nun die Frage, die mich dazu bewogen hat die Bewertung zu ändern:

* Was ist das perfekte Buch für den Leser?
Muss es immer vorrausschaubar sein, damit man vorher schon weiß was passiert?
Oder sind genau die Bücher die eine ungeahnte Wendung beinhalten die Besseren?

Ich habe mich nun ganz klar für zweites Entschieden nachdem ich nun länger darüber nachgedacht habe. Den auch wenn diese ungeahnte Wende hier nicht meinem Ideal entspricht, so ist es einfach die realistischste Variante für dieses Buch.
Dieses Buch kommt so real rüber und könnte mitten aus "Jederfrau" Leben gegriffen sein, das alles andere einfach keinen runden Abschluss ergeben würde!

Es ist schwer Euch das alles mitzuteilen, ohne zu Spoilern und hoffe das ihr nun nicht nur Fragezeichen seht, aber wenn ihr es gelesen habt wird Euch die selbe Frage beschäftigen. Davon bin ich überzeugt!
98 reviews
May 12, 2019
4 Sterne, überraschendes Ende, das mich allerdings nicht wirklich überzeugen konnte
Profile Image for Kora.
88 reviews2 followers
August 3, 2016
Der Punkt, an dem du dich entscheiden musst ...

Anja ist glücklich. Allerdings nur in Julians Gegenwart. Die beiden verbindet ein sehr besonderes Band aus Höhen und Tiefen. Dass Anja seit Jahren mit Tobias verheiratet ist und sich mit ihm eine sichere Existenz aufgebaut hat, versucht sie in den Nächten mit Julian zu verdrängen. Ebenso wie die Tatsache, dass ihr Tobias als betrogener Ehemann zwar leid tut, der Fakt, dass sie ihren sie bedingungslos liebenden Mann hintergeht, jedoch keine Schuldgefühle in ihr weckt. Anja steckt in einer Krise, obwohl ihre Erfüllung so nah liegt. Sie muss endlich einen Schritt vorwärts gehen. Daher trifft sie eines Abends eine folgenschwere Entscheidung, welche die Narben der Vergangenheit aufreißt und im gleichen Atemzug neue Wunden zum Brennen bringt. Ein hoher Preis als Einsatz in einem Spiel mit dem Feuer.

Mit "434 Tage" erzählt Anne Freytag eine Liebesgeschichte, die resolut vom Weg der Tugend abweicht und nichtsdestotrotz dabei die Nuancen der Zwischenmenschlichkeit in vollem Facettenreichtum zum Klingen und Nachhallen bringt.

Offensiv und unverblümt zieht die Autorin ihre Figuren in einen emotional aufwühlenden Strudel aus unbändiger Anziehungskraft und Seelenverwandtschaft, aus moralischer Unanständigkeit und Aufrichtigkeit auf Raten.
Während es ein Leichtes wäre, die Protagonistin Anja als undankbare Übeltäterin abzustempeln, umrahmt Anne Freytag das Porträt dieser mit menschlichen Schwächen und Eingeständnissen, die schlussendlich für Schattierungen aller Gefühlsebenen sorgen. Nicht minder kontrastreich werden die beiden männlichen Rollen, Julian und Tobias, ausgestaltet. Die Verteilung von Sympathie und Antipathie scheint rasch geklärt. Doch auch hier weiß Anne Freytag gekonnt Fäden zu spinnen, die eine klare Sicht der Dinge zu verhindern wissen.

Als beeindruckend empfinde ich (wieder einmal) Anne Freytags prägnante Stilistik und die entschlossene Ausführung dieser. Die Quintessenz des Romans ließe sich auf eine pointierte Kernaussage herunterbrechen. Doch dass es weder ein blütenreines Weiß noch ein gestochen scharfes Pechschwarz gibt, stellt die Autorin mit ihren Ausführungen unter Beweis. Vielmehr jongliert sie mit Gewissensfragen, Moralvorstellungen und unter die Haut gehenden Empfindungen. Dabei entstehen von Kapitel zu Kapitel neue Mosaike, die durch Intensität bestechen.

Sowohl der Moralapostel als auch der erhobene Zeigefinger fallen in diesem Roman unter den Tisch. Stattdessen wird eine Vielseitigkeit dargeboten, die Fassaden zum Einsturz und Perspektiven zum Blühen bringt. Indem Anne Freytag Thematiken wie Vertrauensbruch, Betrug und Verrat bei der Wurzel packt, berührt sie auf polarisierende Art und Weise.

Alles in allem ein Roman, dessen Liebesgeschichte das Überraschungsmoment ausgefeilt darzustellen weiß und dessen kribbelnde Ungewissheit packt. Kopf oder Herz? Vernunft oder Sehnsucht? Anne Freytag initiiert Stimmen, deren Echo kakofonisch oder eben harmonisch klingt. Warum sich festlegen, wenn Konformität in einem Falle wie diesem eher einengt?
Profile Image for Beate.
93 reviews6 followers
December 20, 2013
Meine Meinung:
Was wäre wenn ...? Wer hat sich diese Frage nicht schon selbst gestellt. Was wäre, wenn Julian nie nach New York gegangen wäre, sondern bei Anja in München? Sie waren glücklich, hatten eine kleine Wohnung und dachten an die Zukunft. Wäre da nicht der Job in New York gewesen, den Julian angetreten und Anja zurückgelassen hat, ohne zufragen, was sie gerne möchte? Dann hätten sie beide wahrscheinlich geheiratet und Kinder bekommen. Doch es kam anders. Julian war weg und Anja hat sich kurz danach von ihm getrennt, einen netten Mann kennengelernt und ihn geheiratet. Anja hat ein behütetes Leben, ein Mann der ihre Wünsche erfüllt, aber den sie nie wirklich so liebt, wie sie Julian je geliebt hat.
Dann passiert es. Durch einen Zufall treffen Anja und Julian wieder aufeinander. Gefühle kommen hoch, die Anja all die Jahre verdrängt hat. Es beginnt eine heiße Affaire, in der Anja oft Schuldgefühle gegenüber ihrem Mann hat, aber nicht verleugnen kann, dass sie die Nähe von Julian brauch.

Anne Freytag hat einen sehr berührenden und nachdenklichen Roman geschrieben. Sie hat die Geschichte von Anja und Julian aus Sicht von Anja geschrieben und man konnte wunderbar in die Gefühlswelt von ihr eintauchen.
Der Leser erfährt was in der Gegenwart geschieht,wird aber immer dazwischen mit der Vergangenheit der beiden vertraut gemacht. So kann man sehr gut nachvollziehen, wie und warum das Leben der beiden auf diese Art verlief.
Fängt man einmal an zu lesen, kann man das Buch schlecht wieder weglegen, da es den Leser fesselt.
Julian hat während den ganzen Jahren immer wieder Briefe an Anja geschrieben, aber nie abgeschickt.
Erst als Anja Gewissenbisse bekommt, gibt er ihr diese und so erfährt sie, dass Julian nie aufgehört hat sie zu lieben.
Und dann ist sie wieder da die Frage. Was wäre wenn Anja ihren Mund aufgemacht hätte und vielleicht mit nach New York gegangen wäre. Dann hätte ihre Liebe zueinander gesiegt und beide wären glücklich gewesen. Ist es nicht das was jeder möchte? Glücklich im Leben sein? Zufrieden mit dem was man erreicht hat? Mit einem Partner zusammen sein, den man wirklich liebt und nie diese Liebe in Frage stellt?

Genau diese Fragen hat Anne Freytag aufgeworfen. So spielt das Leben, könnte man sagen, aber muss das so sein? Jeder ist seines Glückes Schmied oder etwa nicht?

Fazit:
Anne Freytag hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen und wieder in meine Gegenwart zurückgeholt. Das Ende des Buches ist tragisch. Vielleicht sollte auch das so sein. Dadurch fängt man ja zu grübeln an, ob das eigene Leben wirklich so schön ist oder ob man etwas verpasst hat.

Liebe Anne, ich danke Dir für die kostbarsten Stunden, die Du mir beschert hast. Schreibe weiterhin solche Bücher, die aus dem Leben gegriffen sind, denn das ist das was viele Leser und auch ich oftmals brauchen.

Meine Bewertung: 5/5
Profile Image for Linh.
37 reviews21 followers
June 21, 2014
1 Stern Abzug wegen diesem Ende!!!! aaargh bin so traurig.. ich meine.. nein, das kann man doch nicht machen!! Und vor allem ist das Ende noch so offen!!! Was passiert denn jetzt mit den Anderen? ...
Abeeeer jetzt mal vom Ende abgesehen, war das Buch wirklich tiefergreifend und sehr gefühlsgeladen dank Anjas Gedankenwelt und Julian mochte ich wirklich suupeer gerne.
Wer Lust auf eine etwas andere Liebesgeschichte hat, die auf keinen Fall kitschig oder überhaupt diese typischen Klischees beeinhaltet, sollte sich ,,434 Tage" von Anne Freytag nicht entgehen lassen.

This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Ellen Dunne.
Author 16 books32 followers
July 9, 2015
Really like Anne Freytag's way of telling a story. The ending comes out of the blue - maybe a bit too much even - but is a refreshing surprise to other by-the-numbers books. A fast and easy but not necessarily light read. Glad to read more of Anne's books.
Profile Image for Eli.
3 reviews2 followers
November 15, 2013
Beautiful book, the writing style needs a bit getting used to in the beginning, but then I fell in love with the characters and their story :)
Displaying 1 - 14 of 14 reviews

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