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Landeier

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Es ist das Paradies.
Es ist die Hölle.
Man nennt es Landleben.
Sebastian Kunze ist als Großstadtjournalist gescheitert. Er landet mit Frau und Tochter in der brandenburgischen Provinz, denn Melanie ist Psychotherapeutin, und auf dem Land gibt es, was sie braucht: Einen Kassensitz und therapiebedürftige Menschen. Doch die ländliche Realität zwischen Gurkenständen und Landgaststätten hält für das Paar einige Überraschungen bereit. Melanie traut sich bald kaum mehr auf die Straße - wegen all der «Bescheuerten». Sebastian hingegen lernt die Überschaubarkeit des neuen Lebens zu schätzen ...

336 pages, Paperback

Published September 8, 2023

3 people want to read

About the author

Tom Liehr

17 books9 followers
Tom Liehr wurde 1962 in Berlin geboren. Seinen ersten Science-Fiction-Roman schrieb er als 14jähriger, weil er in einem Schreibmaschinenkurs so schnell tippen wollte wie seine Mitschülerinnen. Nach seinem Abitur studierte er Informatik, danach arbeitete er beim P.M. Magazin, als Unternehmensberater, Rundfunkproduzent und DJ tätig. Seit 1998 Besitzer eines Unternehmens für Softwareentwicklung.Im Jahre 1990, nach einer künstlerischen Verschnaufpause, wurde er Sieger und Drittplazierter des ersten "Playboy-Literaturwettbewerbs". Im Jahr 2003 erschien bei Aufbau sein erster Roman "Radio Nights", es folgten "Idiotentest" (2005), "Stellungswechsel" (Filmadaption, 2007), "Geisterfahrer" (2008) und "Pauschaltourist" (2009). Der sechste Roman, "Sommerhit", erscheint im Juli 2011 bei Aufbau/Rütten & Loening.

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Community Reviews

5 stars
5 (12%)
4 stars
14 (35%)
3 stars
18 (46%)
2 stars
1 (2%)
1 star
1 (2%)
Displaying 1 - 8 of 8 reviews
Profile Image for Sabrina.
595 reviews3 followers
September 30, 2024
Gute 3,5 Sterne.
einfach nett für Zwischendurch, lockere Geschichte, nichts spektakuläres. nett eben.
Profile Image for Jürgen Zeller.
200 reviews14 followers
December 13, 2016
Als Vielleser, oder zumindest als Leser der mehr Bücher liest als der Durchschnitt der Bevölkerung, fällt mir bei Tom Liehr von der ersten Seite an sein gewandter Sprach- bzw. Erzählstil sowie sein charmanter und manchmal ironischer Umgang mit den von ihm entworfenen Protagonisten positiv auf. Mit diesen beiden Punkten hebt er sich deutlich von der grossen Masse auf dem Buchmarkt ab. Ich habe soeben die Liste mit meinen Buchvorstellungen von diesem Jahr durchgesehen und ich habe nur zwei oder drei Romane gefunden, die ich qualitativ auf dem erzählerischen Niveau des Berliner Schriftstellers einsortieren würde. In dieser Beziehung ist und bleibt Tom Liehr erstklassig. Zudem hat er ein ungemein feines Gespür was in seinen Figuren vorgeht, was sie bewegt, was sie denken und wie sie manchmal entgegen aller Logik aus dem Moment heraus richtig oder falsch handeln, was vollkommen irritierendes sagen und ab und zu in Fettnäpfchen treten, die eigentlich gar nicht im Weg stehen. Manchmal überraschen sie einem aber auch positiv und zeigen ungeahnte Seiten ihrer facettenreichen Persönlichkeit. Den eines sind die Figuren bei Tom Liehr nie: Eintönig. Kurzum: Ein scharfer Beobachter des menschlichen Wesens erzählt von Menschen die menschlich handeln. Wunderbar.

Inhaltlich geht es um die ganz normalen Durchschnittsbürger die ein gewöhnliches Leben inmitten unserer Gesellschaft führen. In diesem Fall heissen sie Melanie und Sebastian und leben in der Grossstadt Berlin. Sebastian ist Städter durch und durch und er hat daran zu knabbern, dass seine Frau Melanie ihn zum Auswandern bewegen will. Nein, nicht nach Indien oder Südamerika sondern "nur" in den ländlich gelegenen Spreewald, knapp eine Autostunde entfernt von der Hauptstadt. Was für den eingefleischten Berliner aber mehr oder weniger auf das Gleiche hinausläuft. Schlecht gelaunt fährt Sebastian, der soeben seinen Job als Kolumnist in einem bekannten Berliner Szenemagazin verloren hat, zur Besichtigung eines stattlichen Hauses in dem Melanie ihre psychotherapeutische Praxis eröffnen will und darin wohnen möchte. Da seine Frau noch eine andere Überraschung für Sebastian auf Lager hat, muss er zwangsläufig einige Tage auf dem Lande verbringen und sich mit den langweiligen "Landeier" auseinandersetzen.

Das Grundthema mit den Stadtbewohner, die angeblich grosse Mühe haben, sich das Leben der Leute auf dem Land vorzustellen ist nicht neu und wurde schon vielfach in der Literatur sowie und Filmen und Fernsehserien verarbeitet. Liehr hat den Stoff in einer eigenständigen, mit viel klugem und situativem Wortwitz angereicherten Version verarbeitet die die Konsistenz von einem perfekt zubereiteten Viereinhalb-Minuten Ei besitzt. Den männlichen Protagonisten wird man nicht unbedingt mögen, er bringt aber alles mit, damit ein Spannungsbogen entsteht und der Roman funktioniert. Wie schon ein anderer Rezensent geschrieben hat: der Roman ist zu kurz. Ich hätte mir einerseits mehr Seiten gewünscht und das Ende hätte man möglicherweise anders gestalten können. "Hätte hätte Fahrradkette" wie ein bekannter Politiker sagte aber schlussendlich ist das eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Für den Berliner Schriftsteller Tom Liehr bleibt zu hoffen, dass seine Frau nie auf die Idee kommt, sich irgendwo in ländlichen Regionen beruflich selbst verwirklichen zu wollen. Beispielsweise im rein zufällig gewählten Örtchen Altwarmbüchen bei Hannover. Grundsätzlich können Schriftsteller ihre Bücher ja überall schreiben, sogar auf dem niedersächsischen Lande. Falls Frau Liehr dies dennoch möchte, wäre die Fortsetzung zu diesem Roman wohl stark autobiografisch geprägt … ;-)
Profile Image for Gerti.
317 reviews
November 30, 2016
Ein unterhaltsamer Roman um einen Stadtneurotiker, der das Landleben für sich entdeckt. Gezwungenermaßen. Denn seine Frau hat im Spreewald eigenmächtig ein haus gekauft und renoviert.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten und amüsanter Kontaktaufnahme mit der Dorfbevölkerung, fühlt sich Basti, der seine Frau zwar liebt und auf eine Skala von 1 bis 10 erreicht sie immerhin 10 Punkte, seltsam wohl auf dem Land.
Wer schonungslose Worte gepaart mit Sprachwitz in einem Buch liebt, der darf sich hier auf eine neue Fallstudie über das normale Paarleben in der Großstadt oder auf dem Land freuen.
Mich hat das Buch gut unterhalten.
Profile Image for Cindy.
341 reviews49 followers
November 4, 2016
Müsste ich nur die ersten 75 % des Buches bewerten, hätte ich sicherlich 5 Sterne gegeben. Über den nach meinem Geschmack zu glattgebügelten Schluß ärgere ich mich allerdings sehr. Das hat die sehr gute Geschichte kaputt gemacht und mir das Lesevergnügen verleidet. Nichtsdestotrotz gibt es sprachlich, wie immer, nichts zu meckern. Dafür und für die ersten drei Viertel des Buches gibt es die 3 Sterne.

12 reviews
April 19, 2024
Unterhaltsam, mit vielen (häufig nicht unbegründeten) Vorurteilen gegenüber dem ländlichen Leben gespickt. Man weiß eben nicht immer ob etwas gut für einen ist bevor man es ausprobiert hat und der Sache eine faire Chance gegeben hat. Alles hat seine Vorzüge und Nachteile und jeder braucht seine ganz individuelle Mischung davon.
Profile Image for Sternenstaubsucherin.
752 reviews2 followers
March 11, 2017
Bin im letzten Jahr Tim Liehr Fangirl geworden.
Leider konnte mich sein neuestes Buch nicht überzeugen.
Die Story blieb flach und die Charaktere oberflächlich.
Viel dumme Sprüche und ständige Wiederholungen.
Hätte er mal lieber ne Kurzgeschichte daraus gemacht...
Profile Image for Ellemir.
276 reviews5 followers
May 25, 2021
Hmm, das Buch ist nicht ganz einfach zu bewerten. Für mich lesenswert hat es eindeutig die Hauptfigur gemacht - ich fand es sehr erfrischend, mal einen Roman aus der Sicht eines Arschlochs zu lesen. Auch die Beschreibung des Landlebens und der meisten Nebenfiguren fand ich sehr gelungen. Die Sprache und der Humor haben mich auch mal wieder begeistert. Bis dahin eine typische Leseerfahrung bei einem Buch von Tom Liehr.

Aber... das Ende. Ne, das hat mir wirklich keinen Spaß gemacht, das wirkte auf mich zu gewollt und zu wenig authentisch. Deshalb in Summe nur 3 Sterne.

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