»Ich will nicht bei ihm bleiben, aber ich habe Angst zu gehen. Mit mir an seiner Seite bleibt er berechenbar. Doch wenn ich mich trenne, fürchte ich nicht nur um meine Existenz, sondern um die der Welt.«
Ermutigt durch Medusas Prozess versucht die Frühlingsgöttin Persephone, sich aus der Zwangsehe mit dem Herrscher der Unterwelt Hades zu befreien. Sie träumt von einem ruhigen Leben auf der Oberwelt. Allerdings ist sowohl ihr Körper an die Unterwelt gebunden, als auch ihre Seele nach Jahrtausenden im Reich der Toten vergiftet. Verzweifelt setzt sie für ihre Freiheit die Göttlichkeit aufs Spiel, während Hades im Gegenzug bereit ist, die Welten der Lebenden und der Toten ins Chaos zu stürzen, um sie zurückzubekommen. Erst in seiner Falle begreift Persephone, dass es neben Fügen oder Fliehen noch eine dritte Option gibt: Kämpfen.
Abgesehen von den Content Notes und Triggerwarnungen habe ich dieses Buch genauso geliebt wie das erste Buch „Medusa - Verdammt lebendig".
Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte fortgesetzt wurde, aber dennoch Persephones Geschichte im Vordergrund. Die Beziehungen zu Medusa, Hel und all den anderen Charakteren, die auch schon im ersten Buch vorkamen, waren bei all dem Trauma was Persephone durch Hades ertragen musste, wirklich herzerwärmend.
Als Leserin habe ich nicht nur mit Persephone mit gelitten, sondern auch innere Genugtuung verspürt, als sie sich ihre erfolgreich verdiente Gerechtigkeit erkämpft hat. Ihre ganze Entwicklung von der jungen, unerfahrenen Frühlingsgöttin bis hin zu ihrer vorherbestimmten Verwandlung in die Göttin der Unterwelt.
Bei diesem Buch handelt es sich um den 2. Teil der Reihe. Man kann Teil 1 übrigens auch als Einzelband lesen, denn die Handlung ist abgeschlossen. Teil 2 baut ein wenig auf die Handlung auf und man sollte vorher schon den 1. Teil kennen, auch wenn dieses Mal Persephone die Hauptfigur ist.
Persephone will sich aus ihrer toxischen Beziehung zu Hades befreien, was gar nicht so einfach ist. Die Autorin verpackte hier sehr ernste Themen und erzählt die Geschichte von Persephone und Hades auf ihre Art und Weise. Ich muss gestehen, dass ich die Art wie sie Hades beschreibt, nicht mochte. Irgendwie sind Persephone und Hades für mich ein glückliches Paar und kein unglückliches. Das hat mich irgendwie gestört.
Ansonsten bleibt die Autorin ihrem Stil treu und hat mich sehr gut unterhalten. Ich vergebe 4 von 5 Punkte.
Griechische Mythologie meets Moderne Band 2: Nun geht es um die besondere Geschichte von Persephone. Ich habe etwas länger gebraucht, um in die Story zu kommen. Gott sei Dank gab es das Glossar mit allen möglichen Wesen. Ansonsten wäre es mir manchmal schwergefallen, wirklich durchzusehen. Abgesehen davon ist die Geschichte thematisch so aktuell. Manipulation und sexuelle sowie häusliche Gewalt in Beziehungen sind immer noch sehr präsent. Für meinen Geschmack könnte der Schreibstil insbesondere bezüglich der Figuren/Götter etwas bildhafter sein. In Band 3 scheint es dann wohl um Psyche zu gehen. Ich bin sehr gespannt!
4,5 Sterne Ich habe sehr mit Persephone gefühlt. Allerdings war ihre toxische Beziehung wirklich sehr hart zu lesen. Eine sehr düstere Lektüre entgegen dem pinken bunten Cover. Man muss sich beim Lesen darauf einlassen, sonst kann die Geschichte einen auch runterziehen.
Persephone ist der zweite Teil der Greek Goddesses Reihe von Lucia Herbst. Wir schon in Teil 1, geht es hier um starke Frauen. Das Cover ist hier neben dunklen Tönen in pink gehalten, was wunderbar zu der Frühlingsgöttin passt. Aber ist sie das? Die Frühlingsgöttin, die wir auf dem Cover sehen oder eben nur Hades Ehefrau als die sie in der Mystik bekannt ist. Nachdem wir in Band 1 Medusas Prozess beigewohnt haben, der Persephone bestärkt hat, sich gegen ihre Ehe aufzulehnen, erleben wir ihren Kampf nun hautnah mit und das nicht nur gegen Hades, sondern auch in sich selbst. Die Autorin schreibt von einer Frau, die sich ihrem Schicksal gefügt hat, lernen musste, dass jeder noch so kleine Fehler Konsequenzen hat und wie man sich in seinem Innen versteckt, um diese zu überstehen. Wir erleben den Konflikt einer Frau, die eine grausame Ehe sucht, dennoch schöne Momente in ihr findet und hin- und hergerissen ist, zwischen bleiben und gehen. Teilweise schafft Hades es ihr, Schuld und Mitleid hervorzurufen. Oft ist es auch einfach Angst, vor dem Ungewissen, die Persephone zögern lässt. Wo wird sie leben? Wird er sie verfolgen? Was wird er tun, wenn er sie bekommt? Was passiert denjenigen, die ihr helfen? Und dann die leise Stimme, die ihr sagt, dass er ihr doch versprochen hat, sich zu ändern. Dennoch überlebt Persephone ihre Gefangenschaft und hegt erste Zweifel an ihrem bisherigen Leben. Gibt es vielleicht doch eine Chance? Lucia zeigt auf, wie schwer es ist, einer toxischen Beziehung zu entkommen, vor allem wenn niemand um einen ist, der dir Glauben macht, dass du recht hast, etwas wert bist, eigene Entscheidungen treffen darfst und keine Schuld an der Situation trägst. Mit ihrem Roman ermutigt sie Frauen für ihr Recht zu kämpfen und auch für sich selbst einzustehen, wenn es niemand sonst tut oder sie nur zuschauen. Dennoch ist es wichtig sich Unterstützung zu suchen, Freunde, die einem beistehen. Ein weiterer Aspekt, der mir sehr gefallen hat, ist, wie Lucia mit Psyche umgeht. Sie tritt nicht nur als Ehefrau des Liebesgottes Eros auf, sondern auch als Erfinderin der Psychotherapie. Indem sie Persephone hilft, schafft die Autorin eine Natürlichkeit an der Heilung der Seele, die mir in der Gesellschaft manchmal fehlt. Einerseits kann man nicht jede nicht erklärbare Erkrankung auf die Psyche schieben, andererseits sollte man sich auch nicht dafür schämen, wenn die Seele Heilung und Hilfe braucht. Auch sehr gut gefallen hat mit die Konfliktlösung durch Kommunikation und Gespräche. Nicht alles muss in einem Krieg enden. Es gibt noch einige weitere Szenen und Momente, die mir sehr gefallen haben, unter anderem jahrtausendealte Götter mit Smartphones, aber mehr kann ich nicht verraten. Ich jedenfalls freue mich auf Psyches Geschichte.
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘ Schon der erste Teil „Medusa“ hatte mich überzeugt und deshalb waren meine Erwartungen an „Persephone“ sehr hoch. Wurden sie erfüllt? Ja, absolut! Persephone lebt mit Hades in einer toxischen Beziehung, die von häuslicher Gewalt physischer wie psychischer Natur geprägt ist und Hades’ manipulative Art hat mich total erschreckt. Mir schoss beim Hören immer wieder durch den Kopf, dass es sich zwar um eine fiktive Story handelt, aber die Realität noch viel dramatischer und tragischer ist. Aber zurück zum Buch. Persephone trennt sich von Hades, entflieht ihrer brutalen, manipulativen Beziehung. Doch Hades gibt nicht auf und setzt sie mal wieder so richtig unter Druck. Sein perfides Handeln ist erschreckend und immer wieder schiebt er Persephone die Schuld zu. Ich spürte Persephones Zerrissenheit, wie sie die Verantwortung für Hades’ Taten, die Schuld für alles auf sich nahm. Das alles wurde nachvollziehbar und lebendig von Herbst in Szene gesetzt. Ich traf auch die bunte Mischung an Göttern des Olymps, Ägyptens und Sumers wieder. Sie gewannen weiter an Format und es war wieder klasse zu sehen, wie sie zusammenhalten und für Persephone in jeder Situation da waren. Sie unterstützten sie und kämpften für sie, offen und im Verborgenen. So konnte Persephone über sich hinauswachsen und, wie schon im Klappentext geschrieben wurde, für sich kämpfen. Ja, das Thema ist harter Tobak, doch durch Humor, Ironie und Sarkasmus wurde das Ganze aufgelockert. Die Gratwanderung zwischen „schweres Thema“, „Voyeurismus“ und kurzweiliger „Unterhaltung“ ist Herbst hervorragend gelungen. Die Spannung kam in Wellen daher und zwischen den Wellen konnten wir alle durchatmen, uns mit Selbstzweifeln zerfleischen, neue Kraft schöpfen und das weitere Vorgehen planen. Denn die Autorin hat Überraschungen und Twists geschickt platziert. Der Schreibstil ist locker-flockig und Viola Müller hat Allem Leben eingehaucht. Ich hörte durch ihre fantastische Sprechweise Verzweiflung, Wut, Resignation und Freude. Das Thema ist kein leichtes, aber Herbst hat es geschafft, es angemessen zu verarbeiten und trotzdem kurzweilig in Szene zu setzen. Ich vergebe 5 Zerberus-Sterne. Nun warte ich auf die Vertonung des dritten Teils „Psyche: Verdammt frei“. ‘*‘ Klappentext ‘*‘ Die Göttin der vielen Gesichter Die Frühlingsgöttin Persephone will den Herrscher der Unterwelt und ihren Ehemann Hades verlassen. Sie gibt für ihre Freiheit sogar ihre göttliche Macht auf. Daraufhin stürzt Hades die Welten der Lebenden und der Toten ins Chaos. Erst in seiner Falle begreift Persephone, dass es neben Fügen oder Fliehen noch eine dritte Option gibt: Kämpfen.
4.5 stars I knew I was gonna love this one since I was completely blown away by Lucia Herbst's debut "Medusa". I adore the setting and the character work she puts into her novels. The Greek Goddesses series is set in the 21st century and each book focuses on a different wronged woman of greek mythology, Medusa kickstarting an entire movement by putting Athena and Poseidon on trial for what they did to her. It's the #metoo movement on a divine scale and all the horrible gods finally have to own up to what they did.
Persephone's story is all about self-acceptance as a goddess of death where she literally has a shadow self that manifests when her anger and pain is at an all time high and she despises that part of herself. It's also about overcoming and surviving toxic and abusive relationships as she's trying to divorce Hades while struggling with victim-blaming and even sympathy for her abuser. She has 6000 years of brain-washing and gaslighting to overcome but she has a strong support system.
Medusa shows up a lot, as do the egyptian gods and Persephone has the most adorable crush on Anubis but mostly ends up bonding with Medusa over their similar experiences. I love that we got more animal companion goodness as well. In "Medusa" it was the snakes who all had distinct personalities, and here it's Zeberus, the adorable threeheaded hellhound. The ending was extremely satisfying and I don't know who I dislike more of all the greek gods now. The shit list in order of who I want to suffer the most goes as follows: Zeus > Poseidon > Hades > Athena > Hera > Hermes There are SOME redeemable ones but the unholy trifecta of brothers belong in the darkest circle of hell.
So all in all, I loved it. I'm deducting some points simply because sometimes the info-dumping gets overwhelming, especially for readers who aren't as familiar with greek mythology. That extends to Psyche's role as a mediator in this book, who's the main character in the final book of the series. Her introduction felt a bit rushed and came out of nowhere but I'm very excited for her perspective and what spin Herbst puts on the Eros and Psyche "love-story".
Schon Band 1 hat mir verdammt gut gefallen. Nach Medusas Prozess gegen Athene und Poseidon, reicht Persephone nun vor dem universellen Göttergericht die Scheidung ein. Während Band 1 der Reihe ein in sich geschlossenes Werk ist, baut Band 2 ganz überwiegend auf die vorangegangene Geschichte auf.
Viel beschrieben wurden Inhalt und Thematik in den Kommentaren zu diesem Buch und es scheint, als wären sich die meisten einig: Ein großartiges Buch, berührend geschrieben, und von einer Sensibilität, die gleichzeitig unter die Haut geht und aber auch ermutigt, wie ich finde.
Hades wird in den Geschichten über griechische Mythologie mal gut und mal schlecht dargestellt. Manchmal auch einfach neutral - so war das wohl eben einfach. Demeters Trauer über den Verlust der Tochter, der zum halbjährigen Winter auf der Erde führt, würde ich nicht gleich als Beweis sehen, dass von Seiten Persephones keine Einwilligung stattfand. In der 2024 Netflix Serie KAOS zum Beispiel wird die Ehe von Persephone und Hades sehr liebevoll und unterstützend dargestellt. Die Serie war auch vor dieser Reihe das letzte Medium zum Thema griechische Mythologie, die ich konsumiert habe. Umso spannender fand ich den Kontrast: Hades als gutmütigen, lebensklugen wenn gleich beugsamen grauen Mann in der Serie vs. jugendlicher Matrix styled Neo mit langen schwarzen Haaren und bodenlangem schwarzen Ledermantel. Intriguing! Aber es geht hier ja nicht darum, irgendetwas zu beweisen. Griechische Mythologie ist auch keine exakte Wissenschaft.
Jedenfalls fand ich die Behandlung gesellschaftlich so tiefsitzender Themen wie Vergewaltigung, häuslicher Gewalt, toxischer Abhängigkeitsbeziehungen von Manipulation bis Erniedrigung, meisterhaft. Die Geschichte erschien durchdacht, rund, psychologisch überzeugend (behaupt ich jetzt mal). Das quälende Hin und Her - und doch so ... erträglich, man möchte fast sagen unterhaltsam, wenn es im Angesicht der Thematik nicht so verfehlt klänge. Es ist immer noch eine Geschichte, ein Roman, und ich finde gerade darin liegt das besondere Kunstschaffen der Autorin.
"Persephone: Verdammt mächtig" ist der zweite Teil der "Greek Goddesses" Reihe. Jeder Teil kann vollkommen unabhängig voneinander gelesen werden, jede Geschichte ist abgeschlossen und kann unabhängig voneinander gelesen werden, doch es gibt immer ein Wiedersehen.
Nachdem ich den ersten Teil entdeckt , mich regelrecht in dieses wunderschöne Cover schockverliebt habe und an nur zwei Tagen dieses Highlight durchgesuchtet hatte, habe ich mich so wahnsinnig gefreut, als ich hörte es geht weiter und dann auch noch mit meinem Lieblingspärchen aus der griechischen Mythologie. Ich habe laut gejubelt und mich wieder auf Anhieb in das Cover verliebt.
Ich liebe Göttergeschichten schon seit frühster Jugend und besonders die griechische und ägyptische Mythologie haben es mir angetan. Ich weiß gar nicht so genau wie viele Bücher ich schon gelesen habe, bei denen es um Hades und Persephone geht, alle waren toll, gar keine Frage, doch keins hat mich so fasziniert wie dieses. Ich kann es gar nicht wirklich in Worte fassen wie sehr ich dieses Buch liebe. Es ist von innen wie außen einfach nur wunderschön. Das Setting ist auch etwas ganz besonderes und ganz anders wie ich ihre Geschichte normalerwiese kenne, doch genau so kann ich sie mir wirklich vorstellen. Wer also Göttergeschichten genau so sehr liebt wie ich , darf sich diese Bücher auf gar keinen Fall entgehen lassen.
Der Schreibstil ist einfach wieder unglaublich. Er ist spannend, so mitreißend und wieder so bildgewaltig. Ich habe alles direkt vor mir gesehen. Jetzt warte ich schon sehnsüchtig auf Psyches Geschichte, das kann einfach nur genial werden. Dankeschön das ich es lesen durfte.
Ermutigt durch Medusas Prozess und ihren neuen Freunden findet Persephone endlich den Mut sich aus der Zwangsehe mit Hades zu befreien. Doch ganz so einfach wird dieses Vorhaben nicht, denn Hades tut alles um sie umzustimmen, doch er hat nicht mit Persephones Willensstärke gerechnet.
Nach diesem grandiosen Band 1 musste ich Band 2 lesen. Und nicht nur, weils meine beiden Lieblingsgöttlichen trifft, ne ne. Na ja, vielleicht war das ein klein wenig der Anstoß, den ich schlussendlich gebraucht hab. Ich bereue nichts! @luciaherbst_autorin schenkt uns einen zweiten grandiosen Band und ich LIEBE ALLES DARAN. Außer Hades.
📗Ich bin auch hier maximal beeindruckt, wie gut sich der Reim einbettet, mit dem die Geschichte startet. Ich wollte bei Medusas Geschichte schon wissen, was Persephone erlebt hat - ich konnte die Geschichte nicht aus der Hand legen.
📗 Fair enough - der Hades in dieser Geschichte ist ein Uhrensohn. Ein richtiger, richtiger Uhrensohn. Können wir ihn bitte massiv treten? Und mit treten mein ich den Theon Greyjoy-Würstchen-Moment.
📗Persephones Geschichte ist eindringlich, düster und ihr Weg zu sich selbst, zu ihrem wahren Selbst, und auch wie sie sich selbst lieben lernt, sich selbst vertrauen lernt - sehr eindringlich und stark.
📗 Persephones Weg ist unfassbar gut geschrieben und auch die Interaktionen mit den anderen Göttern ein Highlight. Ich liebe alles daran und würde mich gerne für einen eigenen ägyptischen Gott melden. Danke :D
Fazit: Hades kommt nicht gut weg, aber das ist verkraftbar. Ich liebe Persephone so sehr, wie ich ihre Geschichte liebe. Absolute Empfehlung!
"Persephone: Verdammt mächtig" ist der Nachfolgeband von "Medusa" und steht diesem in nichts nach. Nach dem von Medusa initiierten Prozess gegen Poseidon und Athene wird nun auch Persephone nachdenklich und hinterfragt ihre Zwangsehe mit dem Herrscher der Unterwelt, Hades. Gefangen in einer toxischen Beziehung und beeinflusst von Hades, der ihr Schuldgefühle einredet und Mitleid heuchelt, fällt es Persephone zunächst schwer, ihre eigene Stärke und Macht zu erkennen. Eindrücklich schildert Lucia Herbst den Missbrauch durch Zeus, die Entführung durch Hades, die Hilflosigkeit von Demeter. Persephone steht fast alleine da und es fällt ihr schwer, Vertrauen zu fassen und in Frage zu stellen, was ihr über Jahrtausende eingeredet wurde. Gänsehaut hat es bei mir ausgelöst, wie Hades sich auf die "guten Zeiten" beruft, die sie doch hatten. Manchmal mochte ich Persephone nehmen und schütteln, damit sie erkennt, was um sie hervorgeht, aber umso bewegender war dann ihr Prozess der Selbsterkenntnis. Mit ihrem zweiten Werk liefert Lucia Herbst ein weiteres Meisterwerk ab, dass ein ganz anderes, neues Licht auf die griechische Mythologie wirft und auch hier einiges in Frage stellt. Eine unbedingte Lese-Empfehlung!
Mir gefällt die Reihe sehr. Nach Medusa ist hier Persephone an der Reihe, ihren Weg zurück zu einem selbstbestimmten Leben zu finden.
Das gelingt mMn sehr gut. Das manipulative an Hades und der Weg in seine Abhängigkeit sind nachvollziehbar beschrieben. Man nimmt Persephone ihre Entscheidungen und Gefühle ab und versteht, warum sie sich so lange nicht wehrt. Und auch, warum sie es am Ende doch tut und wie wichtig Hilfe von Außen sein kann.
Das Setting der griechischen und alten Götter, die auf die sich verändernde Welt reagieren und einiges anders machen, ist gut gewählt. Mir haben auch die Nebencharaktere gut gefallen.
Ich habe Persephone gern begleitet und mich gefreut, wie sich die Geschichte für sie entwickelt hat.
Ich habs wieder genauso sehr geliebt den ersten Teil. Auf Persephones Geschichte bin ich schon im ersten Teil neugierig geworden und wurde nicht enttäuscht. Es geht viel um um toxische Beziehung, aber auch sich selbst anzunehmen (mit allem was dazu gehört). Zudem trifft man alle aus Band 1 wieder. Diesmal ging es weniger um einen Gerichtsprozess, sondern eher um das Danach. Es hat mehr Spannung und mehr unerwartete Wendungen. Ich bin jetzt super gespannt, was im dritten und letzten Teil noch passiert.
Gute Story, aber Persephone lässt sich viel Zeit mit ihrer Charakterentwicklung, die von vornherein zu erwarten war, dadurch zog sich die Lektüre in die Länge. Der erste Band über Medusa hat mir besser gefallen, ich werde auch den dritten Band über Psyche noch lesen.
Mal was anderes als die üblichen Hades Persephone Romane. Die abhängige, schwache Persephone findet zu ihrer wahren Stärke. Raus aus der toxischen Beziehung, hin zur persönlichen Freiheit.
Nach Medusas Beispiel will Persephone sich aus ihrer Zwangsehe zu Hades befreien, aber sie ist abhängig von der Unterwelt. Doch ihr Drang nach Freiheit ist stärker. . Persephone ist eine unglaubliche Protagonistin. Auf der einen Seite ist sie so stark und bereit, sich durch alles hindurch zu kämpfen. Auf der anderen Seite ist sie das kleine Mädchen, das schon ewig leidet und dem nie jemand beistand. Ich habe beim Lesen sehr stark zwischen absoluter Bewunderung und tiefem Mitleid ihr gegenüber geschwankt. Der alte Stoff über Hades und Persephone wird hier als extrem toxische Beziehung mit Persephones Freiheitskampf neu aufgerollt. Ich mag die Story der beiden als Lovestory, keine Frage, aber diese Variante ist einfach nur unglaublich gut geworden. Von Anfang an ist die Handlung total spannend, ich habe so stark mit Persephone mitgefiebert, dass es stellenweise schon fast unangenehm war. Aber bei diesem Thema muss es auch genau so sein. Wie auch schon im ersten Band war der Kreis der unterstützenden Charaktere einfach großartig und es war wunderschön zu lesen, wie Persephone in ihrer Gegenwart immer weiter über sich hinauswächst und richtig aufblüht. Wie nicht anders erwartet, war der Schreibstil wieder großartig. Nach dem Ausblick freue ich mich sehr auf Band 3. . Bewegender Freiheitskampf
Vorab vielen Dank an den Saga Egmont Verlag und Netgalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.
Nachdem ich vom ersten Band so fasziniert war, musste ich die Fortsetzung der Reihe unbedingt lesen. Und trotz kleiner Kritikpunkte kann ich schon einmal vorwegnehmen, dass ich mich auch schon sehr auf den dritten Band freue.
Um gleich mit dem Negativen anzufangen, muss ich sagen, dass sich das Buch anfangs schon sehr gezogen hat, weshalb es auch nur 3,5 Sterne von mir gibt. Wir starten zwar gleich nach Ende des ersten Bandes und auch wenn Bücher erst aufbauen müssen, ist lange Zeit nichts unglaublich relevantes passiert. Schon am Schluss des ersten Buches haben wir den Kernpunkt dieses Bandes erfahren und damit wusste ich schon auf was ich mich einlasse. Dennoch haben mir ein paar spannende Aspekte oder Informationen gefehlt.
Nichtsdestotrotz fand ich es aber gut, dass es gleich an den Handlungsstrang angeknüpft hat und der Fokus nun auf Persephone lag. Vor allem die bestehenden Beziehung zu Medusa und den weiteren Charakteren fand ich herzerwärmend und auf jeden Fall sehr hilfreich für unsere Protagonistin. Die Freundschaft zueinander war definitiv ein wichtiger Punkt für Persephones Durchhaltevermögen.
Zwar wusste man durch das vorherige Ende und den Klappentext schon mit was für einem Hades man es zu tun hat, allerdings haben mich seine Taten und Handlung schon sehr oft erschreckt und mir ist es an der ein oder anderen Stelle eiskalt den Rücken runtergelaufen. Hades war trotz der relativ wenigen Auftritte eine sehr detaillierte Person, deren Charakter man schon früh erkennen konnte.
Durch verschiedene Twists im Handlungsstrang und recht unerwarteten Wendungen hielt vor allem die zweite Hälfte einiges für die Leser bereit. Ich empfand auch diesen Band wieder für eine gelungene Neuerzählung und erstaunte über einige der Wendungen. Auch Persephone war eine sehr starke Protagonistin, wobei ich Medusa ein kleines bisschen mehr zu schätzen gewusst habe.
Wie auch im ersten Band erfuhren wir im zweiten Teil einige pikante Details zum nächsten Teil, weshalb ich nun schon umso gespannter auf Teil 3 bin und hoffe, dass auch dieser wieder so gut wird wie seine Vorgänger.
Die Gerichtsverhandlung war interessant. Leider passiert kaum etwas. Dafür sind die Hintergrundgeschichten schön und traurig zu gleich. Die Charaktere blieben ansonsten aber recht blass. Die ernsteren Themen wurden zwar angesprochen aber die Umsetzung hat mir nicht gefallen. Die Love Story im Medusa hätte nicht sein müssen, sie bleibt am Ende ja sowieso Single. Anubis hat mir gut gefallen. Die innere Dunkelheot von Persephone war nervig. Der Höllenhund dafür echt süß. Die Verhandlungen hätte man aufregender gestalten können!
This entire review has been hidden because of spoilers.