Müssen sie in der Liebe verlieren, um das Spiel zu gewinnen?Die packende Sports Romance für Fans von LGBTQ+ Romanen
Oliver und Henry sind auf der Spitze ihrer Karrieren – als beste Freunde spielen sie mit den Portland Peaks die erfolgreichste NFL-Saison seit Jahren. Ihr Leben könnte kaum besser laufen, als ein paar unbedachte Worte die Gerüchte über eine geheime Liebesbeziehung zwischen ihnen befeuern. Von der Presse zerrissen und vom Spielfeld verbannt, versuchen sie sich gegenseitig Halt zu geben. Je mehr Zeit sie aber zusammen verbringen, desto verwirrter ist Oliver über seine Gefühle. Er denkt pausenlos daran, Henry zu küssen und auch Henry scheinen die verstohlenen Berührungen nicht kalt zu lassen. Doch ihren Gefühlen nachzugeben, würde sie beide ihre Karriere kosten – können sie auch dieses Spiel zusammen gewinnen?
Leona Bolt hat ein Faible für ebenso dramatische wie humorvolle queere Romance und lebt in ihren Geschichten aus, wie sie die echte Welt gerne sehen würde: mit Höhen und Tiefen, aber einem garantierten Happy End.
Außer dem Schreiben liebt sie grünen Tee, Babykatzen und den Ausblick von ihrer Terrasse.
Es ist Leonas erster Verlagstitel und steht den bisherigen Veröffentlichungen in nichts nach. Diesmal sind wir nicht im Fußball, sondern in der NFL. Henry und Oliver sind Profis bei den Portland Peaks und beste Freunde (Friends to Lovers incoming!!!). Es geht durch die Medien, dass sie eine Liebesbeziehung hätten, was zu sehr viel negativer Presse führt. Außerdem kommen dann doch die Gefühle ins Spiel.
Leona hat es mal wieder geschafft sehr tolle Charaktere zu erschaffen und das LGBTQ Thema im Sport sehr realistisch darzustellen. Denn im Fokus steht die Queerfeindlichkeit im Sport.
Die Gefühle der Charaktere haben mich zerrissen und das Buch ist sehr emotional geworden. Wie immer geht Leona nicht zu tief in den Sportteil, sondern konzentriert sich auf die Entwicklung der Protagonisten.
Am Anfang hatte ich erstmal Probleme mit den ganzen Spitznamen und wer wer ist. Aber das hat mensch dann irgendwann drin.
Es geht mehr in Richtung Slow Burn, da Henry und Oliver erstmal mit ihren Gefühlen klarkommen müssen. Das Buch macht queeren Personen Mut, zeigt aber auch die Abgründe des Sports.
Das Thema Homophobie ist sehr präsent und es sollte dringend beachtet werden, dass es kein Wohlfühlroman ist, sondern an einigen Stellen echt weh tut. Ich habe es sehr gern gelesen, denn die Wahrheit muss manchmal wehtun, damit sich etwas verändern kann.
· · · · · · · · ❥ Das Schlimmste war, dass Henry keine Ahnung hatte, wie die Dinge nun zwischen ihnen standen. Sie waren ohne Verabschiedung auseinandergegangen, als hätten die letzten Wochen voller Küsse und Nächte in den Armen des anderen nie stattgefunden. Was blieb ihm da, als weiterzumachen, so wie er es immer getan hatte? Er hatte gewusst, dass die Wahrscheinlichkeit ihres Scheiterns beinahe übermächtig groß war. Er hatte sich trotzdem darauf eingelassen, unfähig, zu widerstehen, als das, was er wollte, endlich in greifbarer Nähe gewesen war. Nun zahlte er den Preis. · · · · · · · · · · · · ❥
Oliver & Henry (Momo & Cookie)
Erst denken, dann sprechen… tja, dass fällt Oliver manchmal wirklich schwer. Das er damit nicht nur sich selbst, sondern auch seinen besten Freund und Mitspieler so in Schwierigkeiten bringt, hat er nie gewollt.
Aber was, wenn an seiner so salopp dahingesagten Liebesbekundung für seinen besten Freund, mehr dran ist als gedacht?! Wie konnte er es all die Jahre nicht bemerken? Und wie soll das nur funktionieren? Sie sind Footballspieler. Profis. Die sind nicht schwul… dürfen es nicht sein… 🥺
Thema Profisport und queerness ist in vielen Köpfen unvereinbar. Was das mit den Betroffenen machen kann, führt uns Leona hier sehr deutlich vor Augen… und f4ck.. es hat mir das Herz gebrochen! Für Momo, sowie auch für Cookie 💔🥺
Fazit: lustig, traurig, bewegend, mitreißend und absolut #lesenswert 🥰🫶🏼
Oliver ist wie ein kleiner Spaßvogel, der gerne Witze reißt, das Leben liebt und das Herz auf der Zunge hat. Und genau das wird ihm in einem unbedachten Moment zum Verhängnis, denn bei einem Interview sagt er frei heraus, dass er seinen besten Freund Henry liebt und damit kommt der Stein ins Rollen. Eigentlich meint Oliver das auf eine platonische Art und Weise, schließlich ist er mit Henry schon so lange befreundet, aber die Gerüchte, die um sie beide kursieren, bekommen damit neue Nahrung und die Medien stürzen sich direkt darauf. Damit beginnt die Abwärtsspirale für die beiden NFL-Spieler, für die Football seit jeher ein fester Bestandteil ihres Lebens ist. Durch den ganzen Medienzirkus werden sowohl Henry, als auch Oliver von der laufenden Saison ausgeschlossen und versuchen sich irgendwie im Hintergrund zu halten, obwohl ein so großer Teil ihres Lebens fehlt. Während es in Oliver zu arbeiten beginnt und er nicht versteht, was so schlimm daran ist, dass er vor laufender Kamera sagt, dass er seinen besten Freund liebt, sieht sich Henry mit seinen sonst so gut gehüteten Gefühlen konfrontiert, die nach und nach zurück ans Tageslicht drängen. Und dadurch alles nur noch komplizierter machen - denn wie soll eine Beziehung funktionieren, wenn es um einen reinen Männersport geht, wo homosexuelle Liebe nicht gern gesehen ist?!
Am Anfang hatte ich Probleme mit dem Schreibstil und in die Geschichte zu finden, aber es gibt da eine Szene mit Henry, die mir ihn in einem Licht gezeigt hat, wo ich dachte: Okay, ja, jetzt wird ein Schuh draus, jetzt kann ich es fühlen. Zwar noch nicht komplett, aber ich war dann drin in der Story und konnte mich darauf einlassen. Auf die verrückten Gefühle von Henry, der versucht, sie in den Griff zu bekommen, obwohl er schon seit Jahren damit lebt. Auf die verrückten Gedanken von Oliver und seine Versuche zu verstehen, was eigentlich das Problem ist und warum die Medien und die Football-Welt so einen großen Zirkus um seine Worte, seinen kleinen Scherz, macht. Besonders gut dargestellt fand ich den Umgang zwischen den beiden Protagonisten und den Teamkameraden, die dagegen sind, die sich strikt weigern, zuzulassen, dass Homosexualität genau so ein Teil des Sports sein kann und ist. Es wurde nicht verharmlost dargestellt und nicht mit glitzerndem Puderzucker übergossen, sodass es am Schluss heißt "Heile Welt", sondern in meinen Augen reflektiert damit umgegangen.
Die Annäherung zwischen Oliver und Henry war richtig süß zum Lesen, das ist für mich teilweise Slow Burn und teilweise "100 x berührt und nichts passiert", bis was passiert und die Emotionen überhand nehmen. Bei der ein oder anderen Stelle habe ich sogar leicht feuchte Augen bekommen oder musste vor mich hin grinsen, wenn Oliver mal wieder den Vogel abgeschossen hat. Die Interaktion zwischen den beiden Protagonisten war schön dargestellt, egal ob die normalen freundschaftlichen, die süß liebhabenden oder die spicy Szenen, es hat Spaß gemacht, sie zu Lesen. Besonders, wenn einer der beiden auf dem Feld war und der Andere ihn von der Seitenlinie geradezu angehimmelt hat, in der Hoffnung, es bemerkt keiner von den Umstehenden.
Für mich geht es hier um: Diskriminierung, Intoleranz und wie man Toleranz finden kann, um Akzeptanz und das Erkennen der eigenen Gefühle, Bedürfnisse und dass man manchmal - oft - gegen den Strom gehen muss, um das zu bekommen, was man sich wünscht, aber es sich auch - fast immer - eben auch lohnt, zu kämpfen. Und wenn man strauchelt, sollte man nie Angst haben, die dargebotene Hand zu ergreifen.
Manchmal hat es mir jedoch an emotionaler Tiefe gefehlt. Manchmal, nicht immer, überwog dann das Erzählen mehr als das Zeigen der Emotionen und das war schade. Und trotzdem war es ein richtig gutes Buch und hat mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit Henry und Oliver genommen. Es war mein erstes Buch der Autorin, aber es wird sicher nicht mein Letztes bleiben.
Als ich "Lost in Your Game" in den sozialen Medien entdeckt habe, war ich sofort Feuer und Flamme und musste einfach schauen was dahintersteckt. Als ich den Klapptext gelesen hatte, brauchte ich nicht wirklich lange zu überlegen, das ist genau die Art von Büchern die ich unheimlich gerne lese. Für mich stand sofort fest, das ich es unbedingt lesen muss.
Einige Schwierigkeiten hatte ich allerdings richtig in das Buch hineinzukommen. Es hat wirklich ein wenig gedauert. Mit diesem hin und her von Oliver zu Momo und Henry zu Cookie hatte ich so meine Schwierigkeiten, das war mir einfach doch zuviel. Als ich dann doch richtig in der Geschichte angekommen bin, konnte ich das Buch kaum wieder aus der Hand legen.
Ich liebe Sport-Romance einfach so sehr und besonders Football hat es mir dabei angetan. Einer der wenigen Sportarten die ich schon live im Stadion gesehen habe. Das Setting hier ist einfach der Hammer und auch die Protagonisten haben mein Herz in Sturm erobert, obwohl Momo mir manchmal doch zuviel war. In dem Buch geht es um Freundschaft und wie aus dieser die ganz große Liebe werden kann Obwohl dieser Weg auch leider heutzutage immer noch nicht einfach ist. Dankeschön das ich es lesen durfte.
Oliver und Henry sind seit ihrer Schulzeit die besten Freunde. Seit einem Jahr spielen sie sogar zusammen im selben NFL Team. Oliver ist ein großer Spaßvogel, doch mit seinem letzten Scherz ist er zu weit gegangen. Als er vor der Presse erklärte Henry zu lieben ist der Teufel los. Je mehr Zeit sie von nun an miteinander verbringen, umso mehr merkt er ein Kribbeln, das er so nicht kennt, was wird Henry bloß dazu sagen??
Ich hätte das Buch gern mehr gemocht. Die Chemie zwischen den Figuren ist toll, wild und humorvoll, sie ergänzen sich wunderbar. Die expliziten Szenen waren echt heiß. Auf Dauer kam der Spannungsbogen in meinen Augen aber nicht genug zum Vorschein. Es fühlte sich etwas überdramatisiert und dann zu leicht aufgelöst an und ich finde, man hätte mehr aus den zwei Perspektiven herausholen können, was dieses Thema anging. Die Jokes waren irgendwann etwas drüber und die Auseinandersetzung mit Queerness immer wieder sehr holzschnittartig, was ich schade fand. Nebenfiguren wie Charlie, Liam und Perez haben mir aber immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Wer Lust auf Sports Romance, Friends to Lovers, M/M Spice und den Traum von einer toleranteren Sportwelt hat, kann aber durchaus zugreifen ;)