Jump to ratings and reviews
Rate this book

Island Mystery series #11

Die Vermisste von Holnis

Rate this book
Eine grenzübergreifende Ermittlung in einem Vermisstenfall. Von SPIEGEL-Bestsellerautorin Anna Johannsen.

In der Nähe der dänischen Stadt Odense wird eine Leiche gefunden. Der Pass der Toten stellt sich als gefälscht heraus, doch der DNA-Abgleich führt die Ermittler zu Sophia Jepsen, die im Alter von 16 Jahren auf der Halbinsel Holnis spurlos verschwunden ist.

Die Inselkommissarin Lena Lorenzen und ihre Kollegin Naya Olsen tauchen tief in den vier Jahre zurückliegenden Vermisstenfall ein und ermitteln zusammen mit der dänischen Polizei. Bei der Obduktion erhält der Fall eine weitere Dimension, Sophia hatte ein Kind Die Ermittler setzen alles daran, es lebend zu finden und den Mörder zu stoppen.

299 pages, Kindle Edition

Published June 18, 2024

46 people are currently reading
27 people want to read

About the author

Anna Johannsen

45 books69 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
71 (36%)
4 stars
91 (46%)
3 stars
29 (14%)
2 stars
3 (1%)
1 star
2 (1%)
Displaying 1 - 12 of 12 reviews
Profile Image for Gitti.
1,159 reviews
July 13, 2024
Lena Johannsen und Naya Olsen haben wieder einen gemeinsamen Fall. Die beiden sind mittlerweile ein gut eingespieltes Team, doch diesmal bekommen sie es mit einem kniffligen, auf mehrere Weisen grenzüberschreitenden Fall zu tun.

Eine junge Frau wurde in Dänemark tot aufgefunden. Es stellt sich heraus, dass es sich um Sophia Jepsen handelt, die vor vier Jahren plötzlich spurlos auf Holnis verschwunden war. Bei ihren Nachforschungen stoßen Lena und Naya auf immer mehr verstörende Hinweise.

Ich fand das Buch wieder sehr gut. Der Fall ist richtig spannend, ich mochte das Buch gegen Ende gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Ereignisse, die hier aufgedeckt werden sind einzeln für sich schon wirklich schlimm, aber die Kombination von allem war schon wirklich heftig. Erstaunlich, dass es die Autorin am Ende schafft trotzdem ein versöhnliches Ende zu schreiben. Es gelingt ihr auch die Sachverhalte, mit denen die Ermitterinnen konfrontiert werden, erstaunlich sachlich und vielschichtig zu beleuchten. Das hat mir richtig gut gefallen.

Und auch das Private kommt wieder nicht zu kurz. Lena macht sich immer mehr Gedanken um ihre berufliche Zukunft, hat sie doch das Gefühl daheim zu viel zu verpassen. Und Naya muss sich mit ihrer isländischen Herkunft auseinander setzen, was sie zwischenzeitlich sehr mitnimmt.

Das Buch ist stimmungsvoll geschrieben und ich fand es schön alte Bekannte wie Johann und Ole Kotten wieder zu treffen. Ich hoffe sehr, dass die Autorin mit dieser Reihe noch nicht am Ende ist.

Von mir eine absolute Leseempfehlung!
Profile Image for black-eyes-black.
261 reviews8 followers
August 13, 2024
Die Autorin Anna Johannsen hat mit ihrem Friesenkrimi „Die Vermisste von Holnis“ den mittlerweile elften Band rund um die Inselkommissarin geschrieben. Diesen kann man jedoch auch ohne Vorkenntnisse aus den vorherigen Bänden lesen. Jedoch entwickelt sich das Privatleben der Kommissarin und ihr Team weiter, sodass es mehr Vergnügen bereitet, wenn man zumindest teilweise diese Reihe schon kennt.

Klappentext:
In der Nähe der dänischen Stadt Odense wird eine Leiche gefunden. Der Pass der Toten stellt sich als gefälscht heraus, doch der DNA-Abgleich führt die Ermittler zu Sophia Jepsen, die im Alter von 16 Jahren auf der Halbinsel Holnis spurlos verschwunden ist. Die Inselkommissarin Lena Lorenzen und ihre Kollegin Naya Olsen tauchen tief in den vier Jahre zurückliegenden Vermisstenfall ein und ermitteln zusammen mit der dänischen Polizei. Bei der Obduktion erhält der Fall eine weitere Dimension, Sophia hatte ein Kind bekommen: Die Ermittler setzen alles daran, es lebend zu finden und den Mörder zu stoppen.

Ich habe bereits ein paar Kriminalromane aus der Feder von Anna Johannsen gelesen – unter anderem auch Bücher aus der Reihe rund um die Inselkommissarin, welche mir ganz gut gefallen und mich gut unterhalten haben. Daher war ich auf die Weiterführung der Handlung gespannt, auch wie es um das Privatleben von Lena Lorenzen steht, wie es sich weiter entwickelt hat, hat mich interessiert.
Der Schreibstil ist auch in „Die Vermisste von Holnis“ wieder recht angenehm, leicht und bildhaft. Dies bewirkt, dass sich der Krimi zügig lesen lässt und so eine Art Sogwirkung dabei entsteht. Auch die knappen Kapitel führen dazu bei, dass der Stil zügig und temporeicher wirkt. Zusätzlich schafft es die Autorin auf vielseitige Weise Spannung zu erzeugen. Zu Beginn des Buches wird man sofort mitten in das Geschehen geworfen, eine tote Deutsche wurde in Dänemark gefunden, welche vor ein paar Jahren als vermisst gemeldet wurde. Zum einen wird hier das Privatleben der Ermittlerin gekonnt in Szene gesetzt, ohne jedoch zu viel Raum einzunehmen. Aber auch der Fall an sich und das Fortschreiten der Ermittlungsarbeiten hat hier einiges an Spannung zu bieten, nicht alle Hinweise führen ans Ziel und das Ermittlerteam macht hierbei auch Fehler, sodass der Fall nicht sofort gelöst werden kann.
In diesem Regionalkrimi wird auch wieder die Inselkommissarin Lena Lorenzen und ihr Privatleben – mittlerweile hat sie Mann und Sohn - näher beleuchtet. In „Der Tote auf Amrum“ und auch „Die Frau aus der Nordsee“ habe ich damals bemängelt, dass ich zur Protagonistin keine richtige Bindung aufbauen konnte – mit ist Lena einfach nicht ans Herz gewachsen, ich habe nicht mit ihr mitgelitten. Und auch in „Die Vermisste von Holnis“ konnte ich keine wirkliche tiefe Beziehung zu ihr aufbauen, ich habe nicht um sie gebangt oder mit ihr mitgelitten. Lena ist sympathisch und clever, ich mochte es, wie sie den Fall angeht und ihre Ermittlungen voranbringt. Dennoch hat sie auf mich etwas blass gewirkt und mir hat da manchmal einfach die charakterliche Tiefe gefehlt. Für mich ist dies in Ordnung, steht hier ja der Mordfall und dessen Ermittlungen im Mittelpunkt. Ich habe ihre Geschichte mit Neugier gelesen, aber ich habe nicht mitgefiebert. Insgesamt fand ich auch, dass im Privatleben von Lena alles etwas zu glattgeht, sie schaffe es gekonnt, ihren Beruf und ihr Privatleben miteinander zu kombinieren. Dabei hat die Inselkommissarin keinen leichten Job, ist oftmals nicht daheim. Alle sind immer total verständnisvoll und haben einen netten Umgang miteinander. Man nimmt permanent Rücksicht auf den anderen und komischerweise fügt sich immer alles zusammen. Dies fand ich teilweise etwas unrealistisch.
Im Hinblick auf den Kriminalfall bzw. die Aufklärung von diesem bin ich noch etwas zwiegespalten. Zum einen fand ich diesen recht interessant, er ist verzwickt. Vor vier Jahren ist ein junges Mädchen auf der Halbinsel Holnis verschwunden, keiner hat herausgefunden, was mit ihr passiert ist. Und dann taucht ihre Leiche in Dänemark auf. Hier muss einiges an Recherchearbeit nachgeholt werden, die nahestehenden Personen von damals wurden befragt und auch die Familie und nähere Bekannte werden befragt. Das Mädchen schien ein verschlossenes Kind gewesen zu sein und in ihrem privaten Umfeld gilt es, einiges näher zu beleuchten. Wo war sie in diesen vier Jahren und ist sie damals freiwillig gegangen oder wurde sie gezwungen? Hier gibt es einige interessante Aspekte und mir hat es Spaß gemacht, die genauen Zusammenhänge mit Lena und ihrer Kollegin Naya herauszufinden. Aber auf der anderen Seite wurde damals vieles nicht hinterfragt – warum wurden gewisse Leute erst jetzt näher betrachtet? Hier hat mir stellenweise auch ein bisschen der Tiefgang gefehlt. Auch passiert Lena ein gravierender Fehler, sie hat in den Ermittlungsarbeiten den Tunnelblick und fokussiert sich zu sehr auf einen damaligen Vorgang, schaut dabei nicht über den Tellerrand hinaus. Dies war einfach nur der Spannung wegen so konstruiert, fand ich persönlich aber eher unglaubwürdig. Gelungen fand ich dahingegen wieder, diese leicht mitschwingende Gesellschaftskritik. Dies wurde gut in den Kriminalfall mit eingebunden. Jedoch werden diese Themen nur kurz angebunden und nicht näher ausgeführt.

Insgesamt konnte mich Anna Johannsen mit dem elften Fall der Inselkommissarin „Die Vermisste von Holnis“ wieder gut unterhalten. Man bekommt einen leichten Friesenkrimi mit einem spannenden Fall und einer guten Brise Lokalkolorit. Hierfür möchte ich 4 Sterne vergeben.
259 reviews2 followers
September 16, 2024
Mit „Die Vermisste von Holnis“ geht Anna Johannsens „Inselkommissarin“ Lena Lorenzen schon in die elfte Runde. Für mich war es erst das zweite Buch aus der Reihe, allerdings bin ich ein „altdgedienter“ Fan der Enna-Andersen-Serie der Autorin. Und auch dieser Krimi hat mich nicht enttäuscht, er war zwar nur leidlich spannend, aber durchaus unterhaltsam und eine angenehme Lektüre mit viel norddeutschem und dänischen Lokalkolorit. Auch Einblicke in das Privatleben der Ermittler kommen nicht zu kurz. Für mich ein lesenswertes Buch.
Aber von vorn.
Als in der Nähe der dänischen Stadt Odense die Leiche einer jungen Frau gefunden wird, finden die dänischen Polizisten zu ihrer Überraschung bei ihr einen sehr gut gefälschten Ausweis. Als sich herausstellt, dass es sich in Wirklichkeit bei der Toten um die vor vier Jahren in Deutschland verschwundene Sophia Jepsen handelt, beginnt eine deutsch-dänische Zusammenarbeit zwischen Der Inselkommissarin Lena Lorenzen und ihrer Kollegin Naya Olsen. Aus dem alten Cold Case wird ein neuer Fall, aus dem spurlosen Verschwinden ein Tötungsdelikt. Die beiden Polizistinnen ermitteln akribisch im Umfeld von Sophia, befragen ihre Familie und alte Freundinnen und stoßen immer auf dasselbe: Sophia hatte sich vor ihrem Verschwinden sowohl optisch als auch charakterlich sehr verändert. Sie habe die Haare wachsen lassen und sich nicht mehr geschminkt, insgesamt sei sie erwachsener gewesen und, wie die ehemaligen Freundinnen erzählen, verliebt in einen Mann, aus dem sie ein großes Geheimnis gemacht hat. Waren es „übliche Teenagerwirren“ und ist sie damals mit einem Mann weggelaufen? Als die Gerichtsmedizin dann feststellt, dass Sophia längere Zeit vor ihrem Tod ein Kind geboren hat, läuft den Ermittlerinnen die Zeit davon. Lebt das Kind noch? Und wenn ja, wo ist es?
„Die Vermisste von Holnis“ war für mich eine angenehme Lektüre für Zwischendurch. Der Krimi besticht zwar nicht durch einen übermäßig hohen Spannungsfaktor, aber die Vielschichtigkeit der Geschichte sorgte dafür, dass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte. Die psychologische Komponente fand ich gut herausgearbeitet, wobei der eine oder andere Aspekt für mich ein bisschen zu oberflächlich behandelt wird. Da es aber sehr viele verschiedene Aspekte sind, die die Ermittler auf dem Weg zur Auflösung beleuchten müssen, würde eine tiefere Ausarbeitung vermutlich den Rahmen eines Romans sprengen. Gut beschrieben fand ich die charakterlichen Veränderungen der bei ihrem Verschwinden 16jährigen Sophia. Da konnte man als Leser:in so richtig schön miträtseln, was die Ursache dafür war. Die unterschiedlichen Möglichkeiten sind logisch und stimmig, mehr möchte ich dazu nicht sagen, ich möchte nicht spoilern. Die Charaktere sind für Kenner der Serie sicher einfacher zu verstehen, ich als quasi Neuling musste mich da ein bisschen einfinden, da mit Zusammenhänge zwischen Lena, Naya, Erck, Ole und wie sie alle heißen, fehlten. Aber Anna Johannsen tut ihr Bestes, auch hier keine Lücken entstehen zu lassen.
Keine Lücken gibt es auch bei der Auflösung des Falls, die gut und stimmig ist. Der Weg zur Lösung ist verworren, es gibt einige potenzielle Täter, einige mögliche Motive und dazwischen einiges an Privatleben, vor allem bei Naya Olsen. Die dänische Ermittlerin hat grönländische Wurzeln und kämpft mit ihrer Identität und ihrer Herkunft. Durch sie erfährt man einiges über grönländische Traditionen und die Probleme der indigenen Völker dort. Hier streift Anna Johannsen ein wenig die Gesellschaftskritik. Sie spricht sowohl die Folgen der Kolonialisierung Grönlands durch die Dänen an als auch das Robbenjagdverbot. Der Schreibstil von Anna Johannsen ist wie immer angenehm, die Geschichte an sich weitgehend unblutig und (bis auf den eigentlichen Mord) gewaltarm.
Für mich war das Buch auf jeden Fall eine runde Sache und macht mir Lust auf mehr. Von mir daher wegen der zögerlichen Spannung solide vier Sterne.
1,397 reviews7 followers
June 25, 2024
Grenzübergreifende Ermittlungen

In der Nähe der dänischen Stadt Odense wird eine Leiche gefunden. Der Pass der Toten stellt sich als gefälscht heraus, doch der DNA-Abgleich führt die Ermittler zu Sophia Jepsen, die im Alter von 16 Jahren auf der Halbinsel Holnis spurlos verschwunden ist.
Die Inselkommissarin Lena Lorenzen und ihre Kollegin Naya Olsen tauchen tief in den vier Jahre zurückliegenden Vermisstenfall ein und ermitteln zusammen mit der dänischen Polizei. Bei der Obduktion erhält der Fall eine weitere Dimension, Sophia hatte ein Kind bekommen: Die Ermittler setzen alles daran, es lebend zu finden und den Mörder zu stoppen.

„Die Vermisste von Holnis“ ist bereits der 11. Fall mit der sympathischen Inselkommissarin Lena Lorenz von Anna Johannsen.

Anna Johannsen ist es auch beim 11. Band der erfolgreichen Krimireihe gelungen, die Spannung von Anfang bis zum Ende aufrechtzuerhalten.
Ihre Kommissarin ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen und ich freue mich immer, wenn wieder ein Treffen mit der taffen Lena Lorenzen ansteht.
Lena versucht immer wieder den Spagat zwischen Familie und Polizeidienst. Wenn eine Ermittlung ansteht und sie wieder einmal einige Tage von der Familie getrennt ist, plagt sie das Gewissen.

In diesem Band wird Lena wieder von der jungen Kollegin Naya begleitet. Von Naya, die halb Grönländerin ist, erfährt man einiges über die Lebensweise der Inuk, was ich sehr interessant fand.

Der Fall ist recht kompliziert. Vor 4 Jahren ist auf der Halbinsel Holnis ein 16-jähriges Mädchen verschwunden. Weder das Mädchen noch ihre Leiche wurden gefunden.
Jetzt wurde eine Leiche, die in der dänischen Stadt Odense gefunden und durch einen DNA-Test als das verschwundene Mädchen identifiziert.
Allerdings wurde das Mädchen erst kürzlich ermordet.
Lena Lorenz und Naya ermitteln zusammen mit der dänischen Polizei.
Viele Fragen tauchen auf, vor allem wo war das Mädchen die ganze Zeit gewesen.

Anna Johannsen schafft genau die richtige Mischung zwischen Ermittlungsarbeit und dem Privatleben von Lena Lorenzen.
Es macht Freude, die Entwicklung von Lena mitzuerleben und ihren kleinen Sohn aufwachsen zu sehen.

Der leichtverständliche und unkomplizierte Schreibstil der Autorin macht das Lesen zu einem Genuss.
Ganz nebenbei vermittelt die Autorin ihren LeserInnen auch immer wieder schöne Eindrücke von der Inselwelt. Jeder Band führt die Leser*innen an einen anderen Ort.

Viel zu schnell hat sich der Krimi wieder gelesen, einmal angefangen kann man das Buch kaum aus der Hand legen.
Jetzt heißt es Warten, bis der 12. Fall der Inselkommissarin erscheint.
Aber zum Glück gibt es noch die Enna Andersen-Reihe und die Hanna Will & Jan de Bruyn Reihe von der Autorin. Somit wird die Wartezeit nicht zu lange.
90 reviews
June 18, 2024
Dies ist nun schon der 11.Band rund um die sympathische Inselkommissarin Lena Lorenz und ich habe ihn mit Spannung erwartet und meine Erwartungen sind mehr als übertroffen worden.
In Dänemark wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Der Pass, den sie bei sich trug, war gefälscht, aber ein DNA Abgleich führt zu einem alten Vermisstenfall.
So wird nun in alle Richtungen ermittelt und auch die Koordination zwischen den Dienststellen der verschiedenen Länder erweist sich – mal wieder – als sehr kompetent. Lena arbeitet perfekt mit ihrer Kollegin Naya zusammen und greift auch immer auch mal wieder auf das Knowhow ihres pensionierten Freundes Ole zurück.
Es ist unglaublich spannend und da irgendwie mehrere Stränge miteinander verknüpft zu sein scheinen, kommt man als Leser kaum zum Luftholen, damit man auch ja keinen noch so kleinen Hinweis verpasst.
Besonders gut an Reihen wie dieser, gefällt mir, dass man an der Entwicklung der Protagonisten Anteil nehmen kann. Und auch hier finde ich die Mischung aus Fall und Privatleben perfekt ausjustiert. Und so ganz nebenbei bildet man sich dann auch noch beim Lesen dieses Krimis. Da immer mal wieder Themen aufgegriffen werden, von denen ich gar nichts wusste. So erzählt Naya von ihrem Besuch bei ihrem Großvater in Grönland. Und mit der Geschichte dieses Landes hatte ich mich bisher noch nie auseinandergesetzt.
Ein Krimi, der einfach nur zu empfehlen ist. Flüssig und schlüssig geschrieben, gut recherchiert und mit solch sympathischen Protagonisten bestückt, dass das Lesen eine wahre Freude ist.
Da ich nicht spoilern möchte, kann ich nur sagen, dass mehrere Themen angerissen werden, die mich sehr bewegen und aus denen man jeweils einen eigenen Krimi hätte machen können. Von daher hatte ich zeitweilig das Gefühl, dass alles nur so angerissen ist und ich hätte mir eine Vertiefung gewünscht. Aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch.
Ich freue mich schon sehr auf ein Wiedersehen mit Lena.
Profile Image for mellidiezahnfee.
1,028 reviews6 followers
June 23, 2024
Ein neuer Fall für Lena. Zusammen mit ihrer Kollegin Naya soll sie im Fall einer Leiche ermitteln, die mit gefälschten Papieren in Dänemark gefunden wurde. Es stellt sich heraus, dass das Opfer vor vier Jahren im Alter von 16 Jahren auf der Halbinsel Holnis verschwand.
Wo war Sophia in diesen vier Jahren? Und wo ist ihr Kind?
Ich lese immer wieder gerne Bücher dieser Autorin. Ihre Protagonistinnen stehen mitten im Leben, sie balancieren mit dem Gleichgewicht von Beruf und Privatleben, sind kommunikativ und stehen auf Seiten der Gerechtigkeit. Das macht es dem Leser leicht, in den Fall einzutauchen. Zudem zeigen die Protagonistinnen ihre Gefühle offen egal ob in Bezug auf Teilzeitarbeit oder wie in Nayas Fall Identitätsfindung.
Außerdem, und das fand ich in diesem Fall besonders schön, führt mich die Autorin oft an deutsche Orte, von denen ich noch nie etwas gehört habe. Wie jetzt die Halbinsel Holnis. Egal ob Nord- oder Ostsee, so idyllisch die Landschaft, so grausig die Abgründe der menschlichen Psyche.
Diesen Fall habe ich besonders gemocht, da ich die Entwicklung und die Ermittlungsentwicklungen sehr spannend fand. Und erschreckend. Schön, dass Ole noch beratend und unterstützend dabei ist, und immer wieder über Lenas Privatleben berichtet wird.
Die länderübergreifenden Ermittlungen sind sympathisch beschrieben und geben dem Fall Raum sich voll zu entfalten, ohne störendes Kompetenzgerangel. Die Entwicklung an sich ist schon spannend genug.
Auch Umgebungsbeschreibungen fügen sich wieder bildhaft in das Geschehen ein, und machen dieses Buch zu einem rundum gelungenen Lesegenuss.



123 reviews1 follower
July 7, 2024
Ein kleiner feiner Kriminalroman von Anna Johannsen, der eine grenzübergreifende Ermittlung (Deutschland + Dänemark) in den Mittelpunkt stellt. Mit der Inselkommissarin Lena Lorenzen ist es der 11. Band der Reihe, man kann den Krimi aber auch gut ohne Vorkenntnisse lesen.
In der Nähe der dänischen Stadt Odense wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass der dänische Pass, den die Tote bei sich trägt, gefälscht ist. Ein DNA-Abgleich zeigt, dass es sich bei dem Opfer um Sophia Jepsen handelt, die bereits vor vier Jahren im Alter von 16 Jahren von der Halbinsel Holnis verschwand.
Gemeinsam mit ihren dänischen Kollegen ermitteln die beiden Kommissarinnen Lena Lorenzen und Naya Olsen in dem Mordfall. Sie tappen lange im Dunkeln. Wo war Sophia die ganzen Jahre? Was ist geschehen? Die Ermittlungen sind interessant und es gibt die ein oder andere Wendung, sodass man nicht weiß, in welche Richtung es geht und wer von den Verdächtigen der Täter sein könnte. Die Spannung zieht sich von Anfang bis Ende durch und der Schreibstil ist flüssig. Auch die Infomationen über Nayas Heimat Grönland haben mich abgeholt und Lenas Geschichten aus ihrem Privatleben sowie ein schöner Lokalkolorit mit Tee, Kaffee und viel Meeresstimmung sind schön zu lesen.
Insgesamt ein guter Nordseekrimi, dem ich gerne meine Leseempfehlung ausspreche.
(Unbezahlte Werbung: Danke an @lovelybooks für das Rezensionsexemplar und die Leserunde)
Profile Image for Sunsy.
1,903 reviews28 followers
July 10, 2024
Die Themen, um die es in diesem Band geht, sind alles andere als leicht zu verkraften. Darum ist es nicht verkehrt, dass die Autorin hier nicht ins Detail gegangen ist, so entsteht gar nicht erst ein Kopfkino, welches man nicht so einfach abstellen kann.

Das Buch liest sich mehr wie eine Erzählung mit wörtlicher Rede, der Spannungslevel liegt nicht so hoch wie erwartet und erhofft. Das ist dann auch der Grund, warum ich nicht an jedem Tag gelesen habe.

Während die Themen nicht von schlechten Eltern sind, gestaltet sich die Polizeiarbeit länderübergreifend aufgeräumt und unaufgeregt. - Ob dies wohl der Abschluss der Reihe ist?

Das Buch hat mir gut gefallen. Ich gebe 75/100 bzw. 08/10 Punkte.

https://sunsys-blog.blogspot.com/2024...
Profile Image for Elena.
18 reviews
April 12, 2025
Ich fand das Buch richtig gut. Der Fall war nicht herausschauend und ich konnte bei den Ermittlungen richtig mitfiebern. Ich bin echt überrascht wie viel sich die Autorin hat einfallen lassen und werde sicher auch noch weitere Bücher von ihr lesen.
Klare Empfehlung.

Das Einzige, was ich als etwas nervig empfand, war das extrem wiederkehrende Thema von Grönland, es störte mich aber nicht so sehr dass ich mich lange daran aufgehalten habe und war wahrscheinlich wichtig für die Erklärung, wieso Naya im nächsten Buch nicht mehr als Kommissarin dabei ist?
7 reviews
October 5, 2024
Dieses Buch enthält diskriminierende voreingenommene Meinungen und Aussagen über anders
denkende Gruppen die man sich als Deutsche im Hinblick auf die Vergangenheit nicht leisten sollte. Das gleiche gilt für andere Religionen die man nicht kennt - oder höchstens aus Schlagzeilen die sich dann verkaufen lassen. Das ist meine persönliche Meinung. Rk.
Profile Image for Bookxn_belly.
123 reviews2 followers
December 15, 2024
Für mich war dieser 11. Band, das erste Buch der Reihe „Die Inselkomissarin“. Trotz dessen hatte ich keine Probleme beim Einstieg und kann auch im Nachhinein sagen, dass sich dieses Buch gut lesen lässt ohne die Vorgänger zu kennen.

Das Cover fand ich zuvor tatsächlich nur so „okay“, es passt nach dem Lesen des Buches aber doch sehr gut. Insbesondere, da es mit den weiteren Büchern der Reihe sehr harmonisch aussieht.

Der Schreibstil ist einfach gehalten und flüssig zu lesen.

Lena und Naya sind mir als die beiden Hauptcharaktere grundlegend sympathisch und Ihre eigentliche Ermittlungsarbeit finde ich großartig! Es läuft nicht immer alles reibungslos und gerät durchaus auch mal etwas ins stocken. Dennoch zieht es sich nicht und ist spannend bis zum Schluss.
Hier gibt es dann auch noch die ein oder andere Wendung.

Ein weiterer Punkt, welcher mir immer wichtig ist, ist das Privatleben der Ermittler.
Auch dieses kommt hier nicht zu kurz, übernimmt aber auch nicht die Überhand.
Ein Mix der mir gut gefällt und die Geschichte viel realistischer macht.

Einige Fragen bleiben am Ende dann aber doch noch offen.
Um mich schlussendlich voll und ganz überzeugen zu können, hätte es dann eine vollumfänglichere Auflösung geben dürfen mit ein paar mehr Erläuterungen.

Zusammengefasst ein spannendes Buch mit hervorragender Ermittlungsarbeit und einem realistischen Anteil Privatleben der Ermittler.
Mich konnte das Buch gut unterhalten. Ich kann mir durchaus vorstellen zu einem weiteren Teil der Reihe zu greifen und kann das Buch daher nur empfehlen.
Displaying 1 - 12 of 12 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.