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Silberne Saiten. Gedichte

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Das erste publizierte Buch des großen Erzählers Stefan Zweig war: ein Bändchen mit Lyrik. An der Schwelle zum 20. Jahrhundert schrieb sich der junge Wiener Philosophie-Student seine Empfindungen von der Seele. Mit zarten Fingern griff er in »Silberne Saiten« und brachte Stimmungen und Gedanken in wohlgesetzten Versen zum Klingen. Diese sechzig Gedichte sind das berückende Dokument eines geistigen Aufbruchs, der ihren Autor zu ganz neuen Ufern führen sollte.

80 pages, Hardcover

First published January 1, 1901

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About the author

Stefan Zweig

2,299 books10.6k followers
Stefan Zweig was one of the world's most famous writers during the 1920s and 1930s, especially in the U.S., South America, and Europe. He produced novels, plays, biographies, and journalist pieces. Among his most famous works are Beware of Pity, Letter from an Unknown Woman, and Mary, Queen of Scotland and the Isles. He and his second wife committed suicide in 1942.
Zweig studied in Austria, France, and Germany before settling in Salzburg in 1913. In 1934, driven into exile by the Nazis, he emigrated to England and then, in 1940, to Brazil by way of New York. Finding only growing loneliness and disillusionment in their new surroundings, he and his second wife committed suicide.
Zweig's interest in psychology and the teachings of Sigmund Freud led to his most characteristic work, the subtle portrayal of character. Zweig's essays include studies of Honoré de Balzac, Charles Dickens, and Fyodor Dostoevsky (Drei Meister, 1920; Three Masters) and of Friedrich Hölderlin, Heinrich von Kleist, and Friedrich Nietzsche (Der Kampf mit dem Dämon, 1925; Master Builders). He achieved popularity with Sternstunden der Menschheit (1928; The Tide of Fortune), five historical portraits in miniature. He wrote full-scale, intuitive rather than objective, biographies of the French statesman Joseph Fouché (1929), Mary Stuart (1935), and others. His stories include those in Verwirrung der Gefühle (1925; Conflicts). He also wrote a psychological novel, Ungeduld des Herzens (1938; Beware of Pity), and translated works of Charles Baudelaire, Paul Verlaine, and Emile Verhaeren.
Most recently, his works provided the inspiration for 2014 film The Grand Budapest Hotel.

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Steve.
441 reviews586 followers
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May 15, 2015
A young man's technically competent effusions about longing, loneliness, the Soul and Nature. Zweig's first book, published at the age of 19.
Profile Image for Daniel.
641 reviews53 followers
December 30, 2024
Hätte jemand je Zweifel daran geäußert, dass Stefan Zweig einmal ein junger Mann war - dieses kleine Büchlein wäre wohl der Gegenbeweis.

Es sind kleine Gedicht von der Liebe, von der Sehnsucht. Unausgereift, sehr jugendlich und stets geradeaus und auf das Thema zu. Die Reife, die Weisheit seiner späteren Jahre; von ihr kann man Spuren nur mit der Lupe finden.

Also ... zumindest ich konnte das nur. Der eine oder andere Gedanke hat sicher etwas für sich. Aber zu Ende gedacht ist hier noch nichts.

Sehr lehrreich und durchaus aufbauend. Immerhin: Auch ein literarisches Genie wie Zweig musste also irgendwo anfangen.
Profile Image for Maja.
1,199 reviews4 followers
November 30, 2020
Die meisten Gedichte von Stefan Zweig sind aus seinen jungen Jahren, der erste Gedichtband veröffentlicht mit 19 unter Pseudonym. Manchmal merkt man das den Gedichten an (will sagen: ist auch viel Schund hier versammelt). Aber da wo mir die Gedichte gefallen haben, da haben sie mir dann auch wirklich sehr, sehr gut gefallen, und daher hatte ich insgesamt doch viel Freude an diesem Bändchen.
Profile Image for Salome.
20 reviews
December 10, 2024
„…Und jedes Lebensmal, das ich gefühlt,
Hat in mir dunkle Klänge aufgewühlt.

Und doch das eine will mir nie gelingen,
Mein Schicksal in ein Lebenslied zu zwingen,

Was mir die Welt in Tag und Nacht gegeben,
Schwankt meine Seele steuerlos einher

Und sucht und findet dennoch nie,
Den eig‘nen Wiederklang der Weltenharmonie

(…)“ -Lebenslied


„ (…)Verhaltne Worte, die auf dieser Brücke
Mit goldnen Flügeln stumm hinüberschweben
Und unsre Seelen leise ineinander Weben.
(…)
Du schweigst.- doch deine dunklen Augen leichten
In mattem Glanz und deine Hände winken
Verheißung mir.- ich küsse dir die feuchten
Tauperlen ab, die von den Wangen blinken.-
-und tosend will mein Leben in dein Sein versinken…“ - Gewährung

„Ein Trüber Tag spinnt Nebel um die Fernen
Und haucht das Dunkel auf die Saaten hin.-
Ich sehne mich nach lichten, blanken Sternen
Die stumm, wie Schwäne durch den Äther ziehn

Nach einer stillen, weichen, duftgeschwellten
An Traumesschätzen wunderreichen Nacht,
Die neu mich wiedergibt an meine Welten
Und meiner Seele Unrast schweigen macht.“
- Dunkle Sehnsucht

„Siehe die Nacht hat silberne Saiten
In die träumenden Saaten gespannt!
(…)
Und die Seele hebt ihre Schwingen
-Silberne Klänge sind ihre Flügel-
(…)“ - Nocturno

„(…) das sie so kläglich und- so glücklich macht.

Und ich,türm‘ im Geiste Welt auf Welten,
Der dunklen Weisheit Rätselsprüche, sie zerschellten
Zu reiner Klarheit stets vor meinem Blick.-
Doch mich verlangt nach jeden Toren Glück,

Zu spüren, wie sich durch verschloss‘ne Türen
Der Seele ungekannte Stürme rühren,
Bis sie erbebt vor innerlicher Kraft,
Die sie vernichtet- und dann neu erschafft.

Und jähe Sehnsucht fasst mich. All‘ mein Streben
Für dieses Glück der Liebe hinzugeben,
Zu lassen Ziel und Pfade und allein
Nur einer von den Tausenden zu sein…“
-der Forscher

„(…) nun gleicht die Erde meinen leisen Tagen,
Die auch so müd sind und lichtenrwöhnt
Und doch den reichsten Siehespurpur tragen
Weil sie der Sternenglanz der Dichtung krönt…

Erst wenn die laute Welt dir fremd geworden,
Und du ein Fremder allen andren bist,
Lauschst du aus deines Lebenslieds Akkorden
Den Klang, der nur aus eigner Seele fließt.

Tief tauchst du in den Wundenstrom der Zeiten,
Der sehnend über dir zusammenschlägt,
Und selig spürst du, wie zu Ewigkeiten
Die starke Seele dich hinüberträgt.“
-Stille Größe

„(…) Zu der lichten Tagespurpur hinüber:
Wieder ging ein reicher Tag vorüber
Ungenützt und inhaltsleer!“- Vorüber

„ ein Drängen ist in meinem Herz, ein Beben
nach einem großen, sehnenden Erleben,
Nach einer Liebe, die die Seele weiter
Und jede fremde Regung niederstreitet.

Ich harre Tage, Stunden, lange Wochen,
Mein Herz bleibt stimm, die Worte ungesprochen
In müde Lieder flüchtet sich mein Sehnen;
Und heiße Nächte trinken meine Tränen…“
-ein drängen…

„(…) kaum verspür ich‘s noch, so leise, leise
Rinnt an mir die Jugendzeit vorbei. (…)“

„Tag und Nacht-„

„(…) als wollte sich erfüllen,
Was in uns noch in Blüten steht.-
Wir ahnen den geheimen Willen,
Und unsre Liebe neigt die stillen
Versehnten Augen zum Gebet…“
-ahnung

„(…) Begrüßen wir den Tagestod und senden
(…)
Auf allen wegen träumt das große Schweigen,
Das Mondlicht sickert silbern duchs Geäst,
Die Sehnsucht spielt auf zaubersüßen Geigen…
(…)
Und sorgsam webt der Abend dichte Schleier…
Im fernen Äther ist ein Sternenreich erblüht,
Und glitzernd ruht sein Bild im friedesstillen Weiher.
Der Park ist aufgeblüht… zu unsrer Liebesfeier
Singt er Klänge und der Düfte schönstes Lied.“
-Erfüllung
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