“Ich habe dein Herz gesehen. Es ist hässlich und nicht halb so gut, wie du glaubst.”
Syllias Verlobter Vilem liegt im Sterben und die Götter hören ihr nicht zu, wie verzweifelt sie auch um Hilfe fleht. Nur eine antwortet auf ihre Scátha, die in Ungnade gefallene Göttin der Toten. Eine alte Piratenlegende erzählt, dass Scátha demjenigen, der sie aus ihrem Gefängnis befreit, einen Wunsch erfüllt. Also folgt Syllia Scáthas Ruf und rettet Vilems Leben. Doch die Gunst der Göttin hat einen hohen Preis. Während Syllia immer tiefer in die Dunkelheit stürzt und Scátha ihren Geist vergiftet, wächst auch die Bedrohung für ihre Heimat Elunestris. Durch Scáthas Befreiung öffnet Syllia die Pforten zur Totenwelt Murra Erabys und bringt alle, die sie liebt, in Gefahr.
Gib acht. Du wirst nie wieder heil sein, wenn du Scátha in die Nähe deines Herzens lässt. - Dark Fantasy, die dich heimsuchen wird! In Scátha findest du Piraten, Tattoomagie und Bodyhorror (und garantiert keine Romance)
Uff, was sagt man zu diesem Buch am besten? Es hätte verdammt gut sein können. Hätte...
Die Idee: Sie war vielversprechend. Syllia befreit die gebannte Totengöttin, um ihren Verlobten vor dem Tod zu retten. Es hätte ein dramatisches Setup sein können, man hätte Verzweiflung spüren können, Liebe, Hoffnung. Man hätte mit Syllia mitfühlen können, verstehen können wie weit sie bereit ist zu gehen, um den Menschen zu retten, den sie liebt. Hätte man... hat man nur nicht. Es war alles sehr schnell, sehr platt und unemotional. Ich habe mit Syllia keinerlei Verbindung aufbauen können.
Das Worldbuilding: Es war konfus. Mal wirkt es nordisch angehaucht, mal eher keltisch, dann wieder urdeutsch, zusammen passt es jedenfalls nicht; macht aber nichts, denn von der Welt bekommt man sowieso nicht viel mit, denn Beschreibungen gibt es praktisch null.
Der Plot: Es passiert viel: Der Berg, der Bund mit Scátha, die Konsequenzen, die Flucht, die Piraten, der Sumpf, die Tattoos, die Mondberührten, die anderen Piraten, das Beziehungsdrama, die Angriffe der Monster, der Berg. Aber alles passiert halt irgendwie, weil es halt so sein muss. Syllia tut aktiv nichts. Sie wird von Plot mitgenommen, hin und hergeschubst und versinkt währenddessen im weinerlichen Selbstmitleid und das von Anfang bis Ende des Buchs. Charakterdevelopment? Fehlanzeige. Auch sind die Szenen durchweg super kurz und knapp erzählt. Es wirkt teilweise eher wie eine Stichpunktsammlung als ein Roman und das trotz 400 Seiten.
Das Fazit: Scàtha möchte eine Erzählung sein, über eine Frau und ihren Kampf gegen die Dunkelheit, die sie zu überwältigen droht, ohne diese Dunkelheit richtig zu erklären. Menschen sind komplex und vielschichtig und treffen schlechte Entscheidungen, wenn sie verzweifelt sind, aber darum geht es in Scàtha nicht. Scàtha ist Traumaporn ohne Trauma, es ist eine Geschichte ohne wirklichen Tiefgang. Es will dramatisch sein, aufwühlend und bedeutend, das merkt man. Und es hätte alles davon sein können, hat es aber leider in der Umsetzung nicht geschafft.
Einem Menschen, den man liebt, helfen zu wollen, ist vermutlich eine der normalsten Sachen der Welt. Die Frage ist: Wie weit würdest du gehen, um diese Hilfe zu erhalten? Syllia steht vor genau dieser Frage und beschreitet einen Weg, der sie, ihr Umfeld und die ganze Welt an einen ungeahnten Abgrund führt. Konnte sie mit etwas anderem rechnen, wenn sie sich mit Scátha, der in Ungnade gefallenen Göttin der Toten, auf einen Handel einlässt? Vermutlich nicht. Doch die Erkenntnis, eine immer weiter in den Vordergrund dringende Göttin in sich zu beherbergen, kommt zu spät. Syllia benötigt Hilfe. Doch wem kann sie trauen und wer verfolgt ganz eigene Ziele? Die Geschichte ist düster, nachdenklich, von Selbstzweifeln und Ängsten der Protagonistin durchzogen und doch verdammt spannend und abwechslungsreich erzählt. Auch das Setting rund um die vor Anker festsitzenden Piraten hat mir sehr gut gefallen, weil es dem Buch eine Stimmung verliehen hat, die nicht alltäglich ist. Der Schreibstil passt zum Thema und konnte mich genauso überzeugen wie die Thematik. Denn haben wir nicht alle den einen oder anderen Splitter in uns, der in gewissen Situationen zum Tragen kommt oder gar droht, die Kontrolle über unser Handeln zu übernehmen? Gerade die düsteren Momente entwickeln gerne ein Eigenleben und es fällt schwer, sie zu bannen und zu besiegen. Eine schöne und wertvolle Zweideutigkeit, die hier mitschwingt. Wer es mit dunkler Fantasy hält, Piraten mag und schon immer mal eine garstige Göttin der Toten kennenlernen wollte, ist hier verdammt gut aufgehoben.
Piraten, dunkle Götter, grausige Ungeheuer, ein finsterer Fluch. Dieses Buch hat einfach alles, was das Herz von Dark-Fantasy-Fans höher schlagen lässt. Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft und lässt die düsteren Ereignis der Erzählung vor dem inneren Auge lebendig werden. Vor allem die moralisch grauen Figuren des Buches machen es zu einem echten Highlight. Man weiß nie wem man wirklich vertrauen kann und es gibt immer wieder überraschende Wendungen! So muss Dark-Fantasy sein!
Mir hat die Geschichte um Syllia sehr gefallen, ein wirklich gelungener Auftakt in die Welt von Elunestris. Die Erzählung war düster und immer voller Spannung. Ich hatte das Buch zu Beginn einfach nur zur Hand genommen, um kurz hineinzulesen und wollte dann gar nicht mehr aufhören. An manchen Stellen waren mir die Charaktere ein wenig zu naiv und haben zu wenig hinterfragt. Ich war mir zwischendurch auch nicht sicher, ob einige Monate oder nur Tage vergangen waren, da Syllia so schnell Vertrauen in alle Personen legt und das “Training” gefühlt nur zwei Tage gedauert hat, obwohl es als super schwierig bezeichnet wurde. Dennoch haben mir die Geschichte, die Welt und die Charaktere super gefallen.
Ich wusste nicht, wann ich bereit sein würde für dieses Buch. Und nun, da ich es gelesen habe denke ich, dass ich es niemals wirklich gewesen wäre. Mina Bekker nimmt uns mit auf eine Reise durch unendliche Dunkelheit, durch Schmerz, durch Hoffnung und hin zu der Erkenntnis, dass manch falsche Entscheidung aus den richtigen Gründen getroffen wird. Ich denke, es steckt ein bisschen von Syllia in jedem von uns. Und diese Erkenntnis kann ziemlich erschreckend sein. Hier erwartet den Leser Dark Fantasy (wortwörtlich!) die aber viel mehr kann. Jeder Winkel der Menschlichkeit, der damit einhergehenden Fehlbarkeit, der Verletzlichkeit, wird schmerzlich und zugleich wohltuend ergründet. Ich ziehe den Hut vor so viel Tiefgang und kann aus tiefstem Herzen sagen: "Gib Acht. Du wirst nie wieder heil sein, wenn du Scátha in die Nähe deines Herzens lässt." Ich lasse eine große Leseempfehlung da für jeden, der keine Angst vor der Dunkelheit in sich selbst hat und besonders für die, die sie haben. Noch nicht sicher? Dann lass dich hiervon überzeugen: Tattoos, Piraten, Blut, Magie, Götter und eine unvergessliche Leseerfahrung. Lies dieses Buch!
Wie weit würdest du für einen geliebten Menschen gehen?
Vor dieser alles entscheidenden Frage steht Syllia. Und in dieser wirklich düsteren Dark Fantasy-Welt sollte die Antwort nich "weit" sein. Tattoomagie, mürrische Piraten, lebende Albträume und eine in Ungnade gefallene Todesgöttin. Willkommen in der grandiosen Welt von Mina Bekker! Das Cover hat mich seit Tag 1 in den Bann gezogen und nun war ich bereit, der Autorin in ihre Gedanken zu folgen. Die Hauptfigur ist so unfassbar greifbar, Handlungen und Gedanken waren so gut rübergebracht, es war, als säße ich in Syllias Kopf, als wären es meine Entscheidungen, Ängste, Zweifel, düstere Gedanken, verbotene Gedanken, verletzliche Erinnerungen... Jeder Schritt, und seien die Konsequenzen noch so vorhersehbar, wurde mitgegangen, weil die Hoffnung, dieses miese Fünkchen Hoffnung, auch in mir aufflammte und dann von der Autorin zertrampelt wurde. Aber an jeder Ecke, in jedem Gespräch fließt so viel Liebe für diese Welt, so viel Begeisterung, Leidenschaft, Schmerz und Aufarbeitung. Es ist wie eine Einstiegsdroge, ich möchte mehr con dieser Welt, von den Mondberührten, den Piratenclans, den Schicksalen und dieser so unfassbar gut durchdachten Welt, will Beobachter sein, mit leiden und ja, auch wenn ich weiß, dass ich es werde, Mina Bekker hat mich angefixt, ihr zu folgen, ihren Figuren, auch wenn das, was danach kommt, etwas eigenes ist. Die Schattensaat, sie will erblühen!
Scátha : Schattensaat / Mina Bekker; gesprochen von Natascha Kröhne
Was bist du bereit, für die Liebe zu tun? Vielleicht einen Handel mit einer in Ungnade gefallenen Totengöttin eingehen? Eine alte Piratenlegende besagt nämlich, dass du einen Wunsch frei hast, wenn du sie befreist.
Sylla ist verzweifelt, ihr Verlobter Vilem liegt im Sterben. Ein Handel mit Scátha, der Totengöttin, scheint genau der richtige Ausweg zu sein. Doch der Pakt mit der Göttin erfordert einen Tribut, und die Erkenntnis, wie hoch der Preis ist, kommt leider zu spät. In ihrer Verzweiflung, Scátha wieder loszuwerden, trifft Sylla einige Entscheidungen, die nicht nur die Menschen, die sie liebt, sondern auch ganz Elunestris in grosse Gefahr bringen.
Die Geschichte ist spannend und abwechslungsreich erzählt. Mir gefiel die Storyline mit den Piraten; sie brachte Leichtigkeit in das Leben der von trüben Gedanken und Verzweiflung geplagten Protagonistin. Ausserdem gefiel mir, dass die Liebe ein tragendes Element der Geschichte ist, ohne dabei in Romantasy abzudriften. Die Figuren sind gut ausgearbeitet; ich mochte besonders Runa, die eine unterstützende Freundin ist.
Die tiefe Stimme der Sprecherin gibt dem Buch genau die passende Stimmung und wurde wirklich wundervoll interpretiert: düster, verzweifelt und voller Hoffnung.
Wenn du Dark Fantasy magst, eine unheimliche Totengöttin, Tattoo- und Mondmagie und Piraten, dann ist dieses Buch für dich, aber:
«Gib acht. Du wirst nie wieder heil sein, wenn du Scátha in die Nähe deines Herzens lässt.»
Dies ist ein Buch, welches ich einfach nur klasse finde und liebe, aber nicht mit dem Finger drauf zeigen kann, warum genau. Angefangen vom Schreibstil, übers Setting, die komplette Story, der Tiefgang, das Dunkle,...bis zum Aussehen des Buches passt absolut alles für mich. Scátha spielt mit den dunklen Gedanken und zeigt dir, wie Dunkel du wirklich bist...auch wenn du denkst, Gutes bzw das Richtige zu tun. Wenn man sich richtig auf die Story einlässt, lässt sie einen nicht mehr los und das Gedankenkarussell legt mehr als eine Extraschicht ein. Trotz der Tatsache, daß man "nur" ein Buch mit einer 422 Seiten lange Geschichte in der Hand hält, hält man so viel mehr... Einfach unbeschreiblich.
Wow, das ist eine schöne Geschichte und ich mag Minas Schreibstil sehr. Besonders der Anfang hat mich gehabt. Ich war voll dabei! Die Heldin manövriert sich so wunderbar in immer größere Probleme und ich denke mir so: Verdammt, wie soll das enden?
Gegen Mitte nimmt die Geschichte an Fahrt ab – anstatt weiter zu. Was dem guten Anfang geschuldet sein mag oder den zu schnell gelösten (bzw. verpassten) Konflikten. Manche Dinge gelingen der Heldin zu leicht oder ein Zufall löst ein eigentlich großes Problem.
Trotzdem ist das Buch eine absolute Leseempfehlung: - Eine wunderbare Heldin - Eine dunkle Gegnerin - Eine große Freundschaft - Gute Backstory und Worldbuilding - Unblutig und dennoch düster - Kein Dark Romance! :)
Ich habe Scátha auf der Comic Con Saar erworben. Abgesehen davon, dass das Cover unfassbar schön ist, hat mich der Klappentext direkt gecatched. Ich bin momentan etwas in einem Reading-Slump, weswegen ich dem ganzen Zeit gegeben habe, und nach etwa 1/3 des Buches habe ich es im Auto als Hörbuch weitergehört. Ich konnte mit der Protagonistin so unfassbar gut relaten. Mina beschreibt ihr Innerstes so verdammt gut, dass ich öfter 1-2 Tränen verdrückt habe. Die Story hat mich spätestens ab der Hälfte in ihren Bann gezogen, und dann habe ich es auch fast ziemlich an einem Stück fertig gehört. Wer tiefe, wunderschön geschriebene Dark Fantasy mag, wird dieses Buch hier lieben.
Story, Setting, Charaktere, alles wunderbar. Ich wollte immer wissen, wie es weiter geht, wollte am Anfang sehen, wie Syllia immer tiefer fällt und sich später wieder aus diesem tiefen Loch heraus zieht. Ich weiß nicht mal, ob es fair ist, dass als Kritik anzubringen oder reine Geschmackssache ist, aber es ist nicht meine Art von Prosa. Gegen Ende hat mich z.B. das Wort "Stummelbeinchen" aus einer recht ernsten Szene herausgerissen. 3/5; bin froh, dass mein Leben um diese Geschichte reicher ist, aber ich werde es vermutlich nicht nochmal lesen.
Read this during my vacation and finished it pretty quickly. I usually don't read books in German so it felt a bit weird. It was good and I'm glad I also bought book two. I hope book two has more character development, because I felt like that was missing a bit from book one. At the same time I feel like Syllia was very in her head all the time. I wish there would have been more bonding experiences with her best friend. I really love all things piratey, so I'm really looking forward to dive into the second book.
Irgendwo zwischen 2 und 3. Ich glaube die Idee und die Story hatten viel Potential. Aber leider war es eine Enttäuschung für mich. Jedes Mal wenn ein Problem aufkam, war die passende Lösung keine 10 Seiten weg. Und wie oft kann man denn Verrat in einem Buch haben? Ich mochte wirklich keine Person in diesem Buch. Ein weiteres Mini-Problem das ich hatte war, dass die Namen oft mit dem gleichen Anfangsbuchstaben anfangen, und es wirkt etwas ... faul, und KANN verwirrend sein
Selfpublishing ist oft mit Vorsicht zu genießen. Es gibt vielfältige Gründe warum einige Autoren diesen Weg wählen und nicht selten ist es der, dass das vorliegende Produkt einfach nicht gut genug für einen Verlag ist, um das Risiko einer Veröffentlichung einzugehen. Diesen Vorwurf muss sich Mina Bekker nicht machen lassen. Ist Scátha am Beginn vielleicht noch etwas schüchtern und holprig, entwickelt es sich schon nach wenigen Kapiteln zu einem wahren Pageturner. Wer spätestens ab Akt 2 nicht wirklich mitgerissen ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Die Autorin kennt ihre Protagonisten genau und erzählt eine gut strukturierte Geschichte. Weder das Storytelling noch die Charakterentwicklung stagnieren. Jedes Kapitel bringt neue Entwicklungen und treibt die Handlung bis zum Finale voran. Ich bin schon äußerst gespannt, was man von Mina Bekker in Zukunft noch erwarten kann.
Syllia nickte. »Man spürt sie nicht. Und was man spürt, glaubt man nicht.« »Nay, man spürt sie nicht, bis es zu spät ist.«
Aus „Scátha – Schattensaat 1“ von Mina Bekker
FAKTEN Das Buch „Scátha – Schattensaat 1“ von Mina Bekker ist im April 2024 erschienen. Es handelt sich den ersten Band einer geplanten Dark Fantasy Reihe. Das Buch ist als eBook, Taschenbuch und Hardcover erhältlich.
KURZMEINUNG Eindrucksvoll, ehrlich, schonungslos – vielschichtige Dark Fantasy, die mich beeindruckt zurücklässt.
KLAPPENTEXT “Ich habe dein Herz gesehen. Es ist hässlich und nicht halb so gut, wie du glaubst.” Syllias Verlobter Vilem liegt im Sterben und die Götter hören ihr nicht zu, wie verzweifelt sie auch um Hilfe fleht. Nur eine antwortet auf ihre Gebete: Scátha, die in Ungnade gefallene Göttin der Toten. Eine alte Piratenlegende erzählt, dass Scátha demjenigen, der sie aus ihrem Gefängnis befreit, einen Wunsch erfüllt. Also folgt Syllia Scáthas Ruf und rettet Vilems Leben. Doch die Gunst der Göttin hat einen hohen Preis. Während Syllia immer tiefer in die Dunkelheit stürzt und Scátha ihren Geist vergiftet, wächst auch die Bedrohung für ihre Heimat Elunestris. Durch Scáthas Befreiung öffnet Syllia die Pforten zur Totenwelt Murra Erabys und bringt alle, die sie liebt, in Gefahr. Gib acht. Du wirst nie wieder heil sein, wenn du Scátha in die Nähe deines Herzens lässt.
SCHREIBSTIL & MEHR Manchmal lese ich ein Buch und manchmal tauche ich in eine Geschichte so sehr ein, dass es fast wehtut.
Eines möchte ich vorwegnehmen: Ich denke nicht, dass man dieses Buch so lesen muss wie ich, dass man hineininterpretieren und einen Spiegel vorgehalten bekommen muss. Die Geschichte kann auch für sich allein und ohne zwischen den Zeilen gelesen zu werden gewinnen. Lasst Euch also nicht von meinen eigenen Gedanken vereinnahmen, denn dieses Buch verdient es, gelesen zu werden!
Mina Bekker hat mich mit Scátha voll erwischt – auf allen Ebenen! Da gibt es vor allem die Ebene der finsterdunklen Düsternis. Hier lebt und atmet Scátha, dort entdeckt Syllia ihre tiefsten Abgründe. Doch was die Autorin hier bewirkt hat, ist eine Nummer für sich. Denn Scátha ist für mich ein Sinnbild für all die dunklen Schatten, die tief in uns lauern. Wir alle haben eine Scátha in uns. Und je nachdem, auf welchen Nährboden sie fällt, ist sie stärker oder schwächer. Sie verstärkt im Grunde nur, was schon in uns ist. So beschreibt Syllias Geschichte einen Kampf, den viele von uns täglich ausfechten müssen. Und hier steckt für mich die brutale Wahrheit zwischen den Zeilen.
Es gibt so viele Schichten in dieser Geschichte, die zwei Seiten haben. Und doch scheint zwischen all dem Hass, der Wut und Verzweiflung immer wieder Licht durch die Zeilen hindurch. Ich weiß nicht, ob Mina Bekker das beabsichtigt hat, doch diese Geschichte spricht das Herz an, schenkt auch Hoffnung. Sie hallt nach und schenkt mir Selbstreflexion.
Ich kann nicht recht in Worte fassen, wie die finstere Atmosphäre dieses Romans auf mich gewirkt hat. Es war in jedem Fall beeindruckend. Ein gefährliches Spiel mit der Hoffnung, die oft so trügerisch ist.
Mina Bekkers Schreibstil finde ich genial. Sie trägt so viele Emotionen mit ihren Worten, das man nicht umhinkann, diese in sich aufzunehmen und nachzuspüren. Das ist auch einer der Hauptgründe dafür, dass mich diese Geschichte so überrascht und überwältigt hat. Es fühlt sich auf der Gefühlsebene echt an, nachvollziehbar. Man wird ein Teil davon und versucht unweigerlich auch, gegen Scátha anzukämpfen. Nur gegen Syllias oder die Eigene? Das ist die Frage …
FAZIT Für mich eines der besten Bücher, das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Mina Bekker beeindruckt mit schonungsloser Wahrheit und der Konfrontation mit menschlichen Abgründen. Sehr geniale Dark Fantasy!
Disclaimer: Das Buch wurde mir von der Autorin vor Veröffentlichung kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt. Trotzdem ist das hier meine ehrliche Meinung.
"Scátha" hat mich von Anfang an vor allem durch die Bewerbung der Autorin überzeugt: Dark Fantasy ohne Romance. Oh, wie ich mich nach einem Fantasy-Buch gesehnt habe, bei dem die Charaktere durch etwas anderes als ihre übereifrige Libido motiviert werden. Mit "Scátha" kombiniert Mina Bekker alte Mythen und Götter mit Piraten und vor allem sehr kantigen Charakteren, die sich alle durch ihre Dreidimensionalität auszeichnen. Jeder einzelne Charakter hat Schwächen. Mary Sue? Fehlanzeige. Launische alte Piratinnen, übermotivierte Mondberührte, Mütter, die niemals Kinder hätten haben sollten, zwiegespaltene Kapitäne und vor allem eine Hauptfigur, deren Kindheitsängste und Selbstzweifel sie an den Rand der Verzweiflung bringen.
"Doch für die Liebe blutete man gerne, oder nicht?" ist ein Zitat, was mir besonders in Erinnerung geblieben ist. Auch wenn Romance nicht im Vordergrund steht, ist es in erster Linie die Liebe, die die Protagonist Syllia in die Arme der Totengöttin Scátha treibt, um ihren Verlobten zu retten. Doch letztendlich wird diese Geschichte von anderen Arten der Lieben getragen: Die Liebe unter Freunden, die Liebe eines Sohnes zu seiner Mutter, und letztendlich auch ein Mangel an Liebe, den Syllia und Scátha beide von ihren Müttern erfahren.
Bekker hat mit diesem Roman einen abenteuerlichen, schnellen Roman erschaffen, mit einer Welt, in die man gerne zurückkehrt. An manchen Stellen hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht: teilweise mehr Beschreibungen, wie die Charaktere aussehen, und manchmal ein bisschen mehr Hintergrund zum Worldbuilding und den Kreaturen, die diese Welt bevölkern. Doch man bedenke: Das hier ist Band 1 - und der Epilog ist bereits mehr als vielversprechend. Bekkers lockerer Stil, ihre unglaubliche Fantasie und vor allem die Art, wie sie ihre Charaktere emotional zerpflückt, lassen mich diesem Buch ohne Frage die verdienten fünf Sterne geben.
Was würdest du für die Liebe tun? In Mina Bekkers Buch „Scátha - Schattensaat 1“ steht Syllia vor genau dieser Entscheidung und muss erfahren, dass uralte wütende Göttinnen einem zwar helfen können, dafür aber einen hohen Preis fordern.
„Scátha“ ist Dark Fantasy, wie man es sich von Herzen wünscht. Düster, voller böser Mächte und immer wieder morally-grey. Denn ist Scátha wirklich die Böse in der Geschichte? Und ist an Syllias Entscheidungen und Taten wirklich die Göttin Schuld oder kommt die Dunkelheit viel mehr aus ihrem eigenen Herzen? Mina Bekker versteht es, eine Geschichte zu erzählen, in der „Gut“ und „Böse“ fließend ineinander übergehen. Auch die rachsüchtige Göttin hat durchaus ihre Gründe und ist kein Charakter, den man einfach so hassen kann. Sehr gut gefallen hat mir, dass Entscheidungen hier wirklich Konsequenzen haben und das Leben der Charaktere tatsächlich verändern. Auch zum negativen. Die Welt von Elunestris ist gut ausgearbeitet und wirkt wie aus einem Guss. Die verschiedenen Fantasy-Themen sind spannend miteinander verwoben und bilden eine mitreisende Geschichte, die trotz des düsteren Settings mit einer guten Portion Humor aufwartet und sich selbst nicht zu Ernst nimmt.
Positiv ist, dass Syllia auf ihrer Reise eine echte Entwicklung durchmacht und sich verändert. Man spürt, wie Scátha sie beeinflusst, aber auch, wie sie sich immer stärker wehrt und entscheidet, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Und das so, dass man nicht mit allem einverstanden ist. Dadurch entsteht das Gefühl, es mit einem echten Menschen zu tun zu haben, der versucht, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Syllia ist dadurch weniger ein Charakter, in den man sich hineinversetzen kann, sondern eher eine Freundin, die man auf ihrem Weg begleitet und die dabei auch Fehler macht. Das hat mit sehr gut gefallen und machte die Story und die Welt sehr glaubhaft und greifbar.
Ein tolles Buch mit viel dunkler Magie, bösen Wesen & Göttern, Aber viel Humor, Freundschaft und Loyalität (& ohne toxische Lovestory 😉).
Schattensaat ist das erste Buch, das ich von Mina Bekker gelesen habe. Mein Interesse wurde durch meine Liebe zum Dark Fantasy Genre und dem Cover geweckt.
Das Buch macht meiner Meinung nach sofort etwas richtig. Es beginnt mit einer spannendend "Lagerfeuergeschichte" und lädt den Leser ein, tiefer in die Erzählung einzutauchen.
Unsere Protagonistin Syllia gerät in eine Abmachung mit der Totengöttin Scátha, deren Hilfe sie benötigte, um anderen Menschen zu helfen, doch fiel immer mehr in die Tiefen der hinterlistigen Göttin. Wie weit wird sie gehen, um ihren Geliebten und Freunde vor dem Bösen zu retten? Die Charaktere sind gut geschrieben, man konnte anhand des Dialoges feststellen, wer gerade spricht. Die Kreaturen, auf die unsere Protagonistin im Verlaufe der Geschichte trifft passen sehr gut in die dunkle Welt, die mit dem Buch geschaffen wurde.
Ich bin ungern die erste Person, die vier anstatt fünf Sterne vergibt, jedoch habe ich mir an einigen Ecken mehr gewünscht. Mehr von der Welt, in der das Buch spielt und hauptsächlich mehr Wissen über die Götter. Vielleicht ging ich aber einfach mit falschen Erwartungen in das Buch.
Trotz der Kritik werde ich definitiv schauen, was die Autorin als nächstes geplant hat und auf jeden Fall vorbeischauen. Klare Empfehlung für alle Liebhaber von Dark Fantasy und Horror-Elementen. Vielen Dank für die Geschichte!
Bei Dark Fantasy ohne Romance bin ich gleich hellhörig geworden und wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil. Die Geschichte ist düster und hat mich so in ihren Bann gezogen, dass ich die Zerrissenheit unserer Protagonistin selbst fühlen konnte. Ich wollte sie schütteln, damit sie aufhört, und konnte sie doch auch so gut verstehen.
Besonders geliebt habe ich die Charaktere. Sie sind vielschichtig und erfüllen nicht die klassischen Tropes - jede Person hat ihre eigene Motivationen und einen ganz persönlichen moralischen Kompass.
Einzige Anmerkung, hier und da musste ich den Abschnitt mehrfach lesen um zu verstehen wer was gesagt hat oder wie ein Charakter von A nach B gekommen ist. Das kam aber nur selten vor. Dennoch ist Scátha ein Buch, das aktiv gelesen werden muss. Mal schnell nebenher wird man die Hälfte verpassen und irgendwann nicht mehr hinterher kommen.
Ich freue mich schon sehr auf Band 2, der Epilog hat definitiv Potential aufgezeigt. ... Und er war furchtbar. Bitte mehr davon.