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Goldene Steine

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Frühjahr 2023: Leon hat beim Herumalbern einem Mann auf der Straße sein Käppi vom Kopf geschnappt, ohne zu begreifen, was er da tut. Als er es später aus Jux aufsetzt, wird er von zwei Unbekannten brutal zusammengeschlagen – aber warum?
Nikolai ahnt, dass der Angriff auf Leon eigentlich ihm galt. Schließlich ist er einer der wenigen Juden in der Gegend hier. Doch wer kennt überhaupt die Herkunft seiner Familie?
Yara wohnt in einem Haus mit Stolpersteinen vor der Tür. Immer wieder kreisen ihre Gedanken um das Mädchen Ella, dem einer der Steine gewidmet ist. Ist das alles inzwischen längst Geschichte?
Als die drei sich kennenlernen, finden sie nicht nur viel über die Hintergründe der Tat heraus, sondern auch über sich selbst – und über den Wert von Freundschaft …

Vielschichtig und einfühlsam erzählt, mit drei ganz unterschiedlichen Jugendlichen im Zentrum des Romans

224 pages, Hardcover

Published January 29, 2024

22 people want to read

About the author

Cornelia Franz

63 books3 followers

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Community Reviews

5 stars
6 (15%)
4 stars
17 (43%)
3 stars
11 (28%)
2 stars
4 (10%)
1 star
1 (2%)
Displaying 1 - 4 of 4 reviews
46 reviews4 followers
April 25, 2024
Wisst ihr, was es mit den goldenen Steinen auf sich hat, die man hier und da vor Gebäuden findet? Yara hat jahrelang gedacht, es wäre ein Goldschatz. Doch es handelt sich um Stolpersteine, die an ermordete Menschen erinnern sollen. Yara ist besonders von der Geschichte der kleinen Ella berührt; ihre Nachbarin Frau Winter war mit dem Mädchen befreundet und erzählt ihr von der Zeit, als Ella und ihre Eltern plötzlich verschwanden.

Als Yara umziehen muss, ist das für sie ein harter Schlag. Doch in ihrem neuen Stadtviertel lernt sie Leon und Nikolai kennen. Leon berichtet, dass er vor kurzem von ein paar Typen zusammengeschlagen wurde, die ihn als Juden beschimpft haben – lag das daran, dass er einem Mann eine seltsame kleine Kappe gestohlen hatte und sie selbst trug? Nikolai hingegen ahnt, dass diese Prügelattacke eigentlich ihm galt. Denn er ist Jude mit russischen Wurzeln, obwohl er das nicht jedem erzählt.

Yara ist empört und will die Sache aufklären. Doch bei der Polizei nimmt man die Jugendlichen nicht ernst. Also versuchen sie selbst, die Täter aufzuspüren – ob das eine gute Idee ist?

Wer spannende Bücher mit ernsthaftem Hintergrund mag, ist hier genau richtig. Aus drei Perspektiven schildert Cornelia Franz die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft, die mit aktuellen Konflikten zurechtkommen muss. Toller Stoff zum Nachdenken über das Gestern und das Heute.
Profile Image for leali.
373 reviews4 followers
February 2, 2026
3.5 - Super wichtiger Roman über die NS-Zeit, Bedeutung der Stolpersteine und das Judentum. Die Charaktere waren flach und unnahbar geschrieben, auch die Handlung an sich war nicht optimal beschrieben. Aber die Behandlung des eigentlichen Themas war top! Kann ich mir gut für Jugendliche vorstellen - oder vielleicht sogar als Schullektüre :)
Profile Image for Lala :).
27 reviews
February 2, 2024
War ein gutes Buch über ein wichtiges Thema, aber die Hauptfiguren haben mich verwirrt
Profile Image for Piglet and her Books.
117 reviews6 followers
June 4, 2024
Ohne scheinbaren Grund wird Leon auf der Straße von zwei Unbekannten zusammengeschlagen. Noch ist ihm nicht bewusst, dass dies mit dem „Käppi“ zusammenhängt, welches er zuvor einem anderen Mann stibitzt hat. Erst als er Nikolai kennenlernt, wird ihm klar, dass der Angriff einen antisemitischen Hintergrund hatte. Yara ahnt von all dem noch nichts, als sie mit ihrem Vater in ein neues Viertel zieht. Sie ist viel mehr damit beschäftigt, die Stolpersteine vor ihrer ehemaligen Haustür, als auch ihre ältere Nachbarin, zu vermissen.
Als alle drei, durch verschiedene Umstände, sich kennenlernen, wollen sie dem Täter auf die Spur kommen und lernen dabei auch noch viel über sich selbst und Freundschaft.



Dieses Buch war eine kleine Berg- und Talfahrt für mich, denn „Goldene Steine“ – und das steht außer Frage – thematisiert auf gekonnte Weise den Antisemitismus in unserer heutigen Gesellschaft und vor allem Jugend. Und genau dieser Umstand ist für mich der Grund, warum ich das Buch trotz anderer Schwächen aus meiner Sicht immer wieder empfehlen würde. Cornelia Franz zeichnet hier nicht nur ein Bild einer Freundschaft, die durch denkbare schwierige Umstände entsteht, sondern auch in der Art eines Palimpsests die Sicht auf ein Hamburg während und nach der Zeit der Nationalsozialisten. Gekonnt wechselt die Autorin dabei zwischen Vergangenheit und Gegenwart und schafft es die Parallelen zu ziehen, bis zu dem Punkt wo erschreckender Weise die Ereignisse verschwimmen, denn mit der fiktiven Zeitzeugin Frau Winter gibt es eine greifbare Verbindung, die die Ereignisse für junge Menschen erschreckend real macht und aus dem üblichen Milieu des Schulunterrichts herausholt.



Unser Protagonisten Yara, Nicolai und Leon sind typische Jugendliche mit den ganz klassischen, fast schon klischeehaften, Problemen. Dabei spielen Gefühle füreinander, egal ob freundschaftlicher Natur oder Liebe, auch eine große Rolle, denn gerade das füreinander und miteinander ist der unterschwellige Ton in dieser Geschichte. Es geht auch darum, über sich selbst hinauszuwachsen, zu verstehen, dass man für sich einstehen sollte, aber auch den Ernst des Lebens zu erkennen. Auch wenn ich zu Beginn leichte Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte zu kommen, fand ich das Zusammenspiel zwischen den Figuren interessant, gerade Yara mit ihrer Art, zeigt wunderbar den Wechsel vom kindlichen/jugendlichen Denken hin zum Erwachsen werden.



So wichtig ich die Thematik und den Grundtenor des Buches finde, um so ärgerlicher sind für mich die Feinheiten, die dazu geführt haben, dass für mich das Lesen stellenweise etwas langatmiger wurde. Obwohl der Beginn der Geschichte mit einem guten Tempo los geht, verliert sich danach für mich an einigen Stellen der rote Faden, gerade mit Blick auf den Ausgang der Geschichte, wirkt der Beginn leicht verloren, bevor dann – zum Glück – die Geschichte wieder Fahrt aufnimmt und die Thematik in einem guten Tempo aufarbeitet. Zudem wird der Erzählfluss durch einige „Zufälligkeiten“ im Buch gestört, natürlich ist die Geschichte fiktiv und es braucht natürlich die zahlreichen Begegnungen der verschiedenen Figuren und auch Ortswechsel, dennoch wirkten einige davon zu aufgesetzt, was dann in der gesamten Sicht nicht wirklich gepasst hat. Was aber dem Ganzen wieder aus diesen einzelnen Stellen hinaus hilft ist der Schreibstil, der insgesamt mit einer einfachen und spannenden Art auskommt und somit dennoch dafür sorgt, dass man zu jeder Zeit dran bleibt und „Goldene Steine“ weiterlesen möchte.





Fazit:

„Goldene Steine“ von Cornelia Franz ist ein Jugendbuch, dem es gelingt, ein wichtiges, gesellschaftliches Thema aufzuarbeiten und dabei sich dennoch in einer ruhigen und verständlichen Sprache an die Lesenden zu wenden. Auch wenn es einige Leserstolpersteine gibt, bleibt dennoch die erzählte Geschichte rund um Leon, Yara und Nicolai interessant und vor allem verbindet sie auf einfache Art und Weise historischen Kontext mit dem Suchen und Finden von Freunden.
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