Drei junge Frauen. Ein Schwur. Wie stark ist eine Freundschaft?
Sie glaubten, die Welt stünde ihnen Die drei Freundinnen Elli, Margot und Käthe werden mit Beginn der NS-Zeit mit der Schule fertig. Im malerischen Tal der Eifel, in dem sie zu Hause sind, muss die Jüdin Margot bald um ihr Leben und das ihrer Familie fürchten. Käthe wird zur überzeugten Nationalsozialistin. Die Halbwaise Elli muss sich entscheiden. Wählt sie die Liebe oder folgt sie ihrem Gewissen?
Eine zutiefst emotionale Geschichte über wahre Freundschaft, bedingungsloses Vertrauen und das Erwachsenwerden in dunkelster Zeit....!
Elli verlebt Anfang der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts eine entbehrungsreiche Jugend in einem kleinen Eifeldorf. Ihre besten Freundinnen Käthe, Margot und sie verbindet vieles....doch als die Nazis die Macht ergreifen, wird ihre Beziehung auf eine harte Probe gestellt..... Denn Margot ist Jüdin.
Bereits die ersten beiden Romane von Lilly Bernstein konnten mich sehr bewegen, so dass ich sehr gespannt war wie mir "Sturmmädchen" gefallen wird.
Elli, Margot und Käthe sind gute Freundinnen, die zur NS-Zeit die Schule beenden und sich schwören für immer für einander da zu sein. Doch schon bald warten die ersten Probleme, denn Margot ist Jüdin und auch Elli hat schwer mit ihrem Leben zu kämpfen, ausgerechnet Käthe lässt sich von den Nazi Ideologien anstecken. Ihre Freundschaft wird auf eine große Probe gestellt.
Die Geschichte war an vielen Stellen wieder sehr erschütternd und bewegend. Es ist wirklich herzzerreißend was Margot durchstehen muss und das schlimmste daran ist, dass es vielen Menschen wirklich passiert ist. Die Freundschaft zwischen Margot und Elli muss einiges durchstehen. Etwas schade fand ich, dass die Verbindung zu Käthe sehr wenig thematisiert wurde. Der Bruch in der Freundschaft ist verständlich, aber dennoch hätte ich mir hier ein bisschen mehr gewünscht.
Das Setting und auch die Geschichte waren wieder sehr interessant und bewegend. Der Autorin gelingt es wieder sehr gut historische Fakten mit einer fiktiven Geschichte zu verbinden. Ich würde mich über weitere Romane der Autorin freuen.
Schauplatz dieser berührenden Geschichte ist ein kleines Dorf in der Eifel in der Nähe von Monschau. Hier wächst Elli behütet mit ihren beiden Freundinnen auf. Bis die Nazis an die Macht kommen. Nun herrscht Schweigen zwischen den Mädchen, die sich ewige Freundschaft geschworen hatten. Käthe fühlt sich zu den Nazis hingezogen, Marion hingegen ist Jüdin und verlässt mit ihren Eltern das Dorf. Elli sitzt zwischen den Stühlen und versucht aus ihrer heilen Welt auszubrechen. Denn in dem kleinen Dorf verändert sich vieles und auch Elli, die aufgrund ihres zu kurzen Beines von allen „das Hinkemädchen“ genannt wird, bekommt den Spott und die Häme der Nazis zu spüren. Aber noch schlimmer sind die Sorgen, die sie sich um ihre Freundin Margot macht.
Die Geschichte ist schon sehr bedrückend. Es war ein Wechselbad der Gefühle. Ich musste ganz oft schlucken aber genau so oft lächeln. Elli ist zwar anfangs schrecklich naiv, aber sie wächst immer weiter über sich hinaus. War ich anfangs etwas genervt von ihrer Naivität, so habe ich letztendlich ihren Mut und ihre unermüdliche Tatkraft bewundert.
Auch wenn diese Geschehnisse aus der dunklen Zeit immer wieder fassungslos machen, so macht besonders diese Geschichte auch Mut. Denn in der Not stehen die Menschen zusammen und manchmal kommt Hilfe, wo man sie gar nicht erwartet.
Der Schreibstil ist wunderschön. Lilly Bernstein hat die Orte wunderbar beschrieben und die Stimmungen gekonnt eingefangen. Ich konnte mich gar nicht aus der Geschichte lösen. Und dann wurde es gegen Ende unfassbar spannend und ich habe regelrecht mitgezittert. Ich verrate natürlich nicht, wie es ausgeht. Aber ich empfehle dieses emotionale Buch uneingeschränkt weiter!
Nach „Trümmermädchen“ und „Findelmädchen“ veröffentlicht Lilly Bernstein mit „Sturmmädchen“ ihren dritten historischen Roman. Von mir gibt es zum dritten Mal 5 Sterne!
Elli, Käthe und Margot wachsen zusammen auf und sind beste Freundinnen. Während Elli und Käthe aus sehr ärmlichen Verhältnissen stammen, sind Margots Eltern finanziell besser gestellt und besitzen sogar ein eigenes Ferienhaus. Als aus den Mädchen junge Frauen werden, wird die Freundschaft auf die Probe gestellt. Käthe geht in der Nazi-Ideologie auf und distanziert sich von der Jüdin Margot.
Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Elli erzählt. Sie lebt mit ihrer Mutter in einer kleinen Kate. Aufgrund ihres verkrüppelten Fußes und der damit verbundenen Scham lebt sie sehr zurückgezogen. Ihre Mutter unterstützt dies zusätzlich, in dem sie ihre Tochter vor allem abschirmt. Elli war wirklich eine interessante Hauptfigur, die eine beeindruckende Entwicklung durchläuft. Vom unsicheren jungen Mädchen wächst sie zu einer mutigen jungen Frau heran, deren Hilfsbereitschaft keine Grenzen kennt. Sie möchte ihrer Freundin Margot um jeden Preis helfen auch wenn sie dafür hungern und Schmerzen erleiden muss. Ihre Selbstlosigkeit war wirklich bewundernswert.
Wer die Bücher von Lilly Bernstein kennt weiß, dass die Autorin nichts beschönigt. Auch „Sturmmädchen“ ist eine sehr, sehr düstere Geschichte, ohne dabei reißerisch zu sein. Obwohl ich schon wirklich viel über diese Zeit gelesen habe, machte mich das hier beschriebene Grauen wirklich sehr betroffen. Margot und ihre Familie müssen in ein Judenhaus ziehen. Ihr Leben, wie sie es gewohnt waren und Margots junge Ehe werden zerstört, einfach aus dem Grund, weil sie Juden sind. Es ist so unfassbar schwer zu begreifen, dass Menschen so grausam sein können und die Geschichte hat mich manches Mal schwer schlucken lassen.
Der Roman macht auch demütig. Demütig, dass man genug zu essen hat, nicht frieren muss und seine Meinung frei äußern kann.
Trotz der permanenten Tragödien, die sich in „Sturmmädchen“ abspielen, gibt es auch Momente der Hoffnung. Elli findet Verbündete und verliebt sich sogar. Dies wird ohne überflüssigen Schmalz beschrieben sondern spiegelt ebenfalls realistisch die Problematiken der damaligen Zeit wieder.
Das Buch endet mitten im 2. Weltkrieg und bietet theoretisch die Möglichkeit auf eine Fortsetzung. Ich würde mich auf jeden Fall über ein Wiedersehen freuen, vielleicht mit Fokus auf Käthe und wie es für sie nach dem Krieg weitergeht.
Die drei Freundinnen Elli, Margot und Käthe kennen sich seit ihren Kindertagen in der malerischen Eifel. Aber die Zeitläufte stellen ihre Freundschaft auf eine harte Probe. Als die Nationalsozialisten die Macht übernehmen, fühlt Käthe sich von der neuen Ideologie angezogen, während die Jüdin Margot bald um ihr Leben und das ihrer Familie fürchten muss. Die gehbehinderte Elli, für die Leute im Dorf nur das »Hinkemädchen«, wird hineingerissen in einen Strudel der Gefühle: Angst und Trauer um ihre Freundinnen, Sorge um ihre überarbeitete Mutter, die einzige Hebamme im Tal. Und sie fühlt eine Liebe in sich aufkeimen, die es gar nicht geben dürfte. Doch sie weiß, dass sie nur eine Wahl hat: Margot zu helfen, um jeden Preis. Auch wenn sie sich dabei selbst in Gefahr bringt und droht, alles zu verlieren, was sie liebt (Klappentext Autorin/Verlag).
In "Sturmmädchen" geht's um Elli und ihre besten Freundinnen in einem kleinen Dorf während der Nazi-Zeit. Als die Nazis an die Macht kommen, gerät ihre Freundschaft ins Wanken: Eine Freundin wird zur Nazi-Anhängerin, die andere, Margot, ist Jüdin und muss um ihr Leben fürchten. Elli versucht, zwischen allem zu vermitteln und ihre Freundin zu retten. Es ist 'ne Geschichte voller Gefühle, von Mut, aber auch von Verlust und Hoffnung. Man fühlt richtig mit den Charakteren mit und hofft, dass sie die dunkle Zeit überstehen. Die Autorin, Lilly Bernstein, hat das alles so packend erzählt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will. Es ist ein Buch, das einen echt berührt und einem zeigt, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt sind, besonders in schweren Zeiten. "Sturmmädchen" ist nicht nur ein Buch über die dunklen Tage der Geschichte, sondern auch über den Mut und die Menschlichkeit in schwierigen Zeiten. Die Charaktere sind so lebendig und authentisch beschrieben, dass man sich richtig in ihre Welt hineinversetzen kann. Am Ende bleibt die Hoffnung, dass solche schrecklichen Ereignisse nie wieder passieren dürfen und dass wir alle aus der Vergangenheit lernen können.
Spätestens mit diesem Buch hat sich die Autorin in die Riege meiner Lieblingsautorinnen geschrieben - zum dritten Mal hat sie mich mit ihrem Schreibstil und ihrer Art, dieses dunkle Kapitel Deutsche Geschichte aus einem frischen Blickwinkel zu erzählen, absolut begeistert, und das, ohne sich wiederholen. Ich lese sehr gern solche Bücher und habe da auch schon einiges durch, aber sie steht für mich qualitativ in einer Reihe mit „Stay away from Gretchen“ und „Die Lautlosen“. Hoffe, sie schreibt noch mehr.
In ihrem Roman ,, Sturmmädchen-Freundinnen in dunkler Zeit " erzählt die Autorin Lilly Bernstein auf großartige Weise die Geschichte von den drei jungen Frauen aus der Eifel. Ihre tiefe Freundschaft aus Kindertagen wird durch den aufkommenden Nationalsozialismus und den Beginn des 2. Weltkrieges auf eine sehr harte Probe gestellt.
Elli und Käthe wohnen in einem kleinen Ort in der Nähe von Monschau in recht ärmlichen Verhältnissen. Ihre Freundin Margot kommt aus Aachen und verbringt ihre Ferien und die Wochenenden mit ihrer Familie im eigenen Ferienhaus . Es wächst eine tiefe Freundschaft, sie schwören sich ,, Eine für alle, alle für eine " . Mit ihrer Mutter Alma wohnt Elli auf dem Hof des Bauer Jansen , kostenfrei, denn für ihre Arbeit als Hebamme und Heilkundige bekommt Alma von ihren ärmlichen Patienten seltenst Lohn.
Mit dem aufkommenden Nationalsozialismus bekommt diese Freundschaft erste Risse. Käthe durch ihre Familie mit dem Gedankengut der Nazi beeinflusst, während Margot mit ihrer jüdischen Familie bereits erste Repressalien zu ertragen hat. Elli, die durch ihr zu kurzes Bein und ihre Gehbehinderung schon immer mit Spott und Hänseleien überschüttet wurde, liegt soviel an ihren Freundinnen, daß sie versucht zu vermitteln. Doch Käthe will mit Margot nichts ( mehr) zu tun haben.
Als die Situation für Margot und ihre Familie immer dramatischer wird, entschließt Elli sich völlig selbstlos , ihrer liebsten Freundin zu helfen , und bringt sich dabei selbst in große Gefahr. Sie wächst in einem fast unmenschlichen Maß an Mut und Kraft über sich hinaus und fühlt sich das erste Mal in ihrem Leben nicht unnütz. Unterstützung erfährt sie vom Nachbarssohn Hans, zu dem sich eine zarte Liebe entwickelt, bis er zu einer arrangierten Ehe gezwungen wird.
Wie stark kann eine Freundschaft sein, was kann man erreichen, wenn die politischen Umstände permanente Gefahr fürs eigene Leben bedeuten? Wer steht zueinander und steht einem zur Seite, vielleicht auch völlig unerwartet?
Lilly Bernstein erzählt auf eine grandiose Weise über die Stärke der Freundschaft in den dunkelsten Zeiten Deutschlands. Ihr bildgewaltiger und emotionaler Erzählstil lässt jeden Handlungsort, jede Person und jede Situation sofort eindrucksvolle Bilder in meinem Kopf entstehen. Dabei baut sie in der Geschichte eine so großartige Spannung auf, die es mir absolut schwer machte, das Buch / Hörbuch zu unterbrechen. So manche Szene wird erschreckend schonungslos beschrieben, daß ich mit Gänsehaut, Tränen in den Augen und angsterfüllt kurz innehalten musste, um dann weiter zu hören, da ich unbedingt wissen wollte, wie es Elli oder Margot ergehen wird.
Die Charaktere sind hervorragend realistisch und dabei in vielen Kleinigkeiten so liebevoll ausgearbeitet. Insbesondere Ellis Entwicklung hat mich tief beeindruckt. Vom ,, Hinkemädchen " zur selbstbewussten , unerschrockenen und überaus mutigen Frau., die ich liebgewonnen und für ihr Handeln sehr bewundere.
Da ich die Geschichte als Hörbuch genossen habe, noch ein Eindruck zur Sprecherin. Elisabeth Grüner hat mit ihrer überaus angenehmen Stimme jede Stimmung, egal ob düster , geheimnisvoll , gefährlich oder friedlich und liebevoll, absolut authentisch herüber gebracht. Alle Personen sind wunderbar zu unterscheiden und ich konnte mich in jedes Gefühl und die Gedanken perfekt hineinversetzen.
Diese aufwühlende und sehr bewegende Geschichte ist für mich ein Highlight, auch , oder gerade weil es keine leichte Kost ist. Sondern nur einmal mehr aufzeigt, daß so eine grausame und dunkle Zeit nie wieder kommen darf.
Von mir gibt es von ganzem Herzen eine uneingeschränkte Empfehlung für diese großartige, fesselnde und aufwühlende Geschichte, die mich in Teilen fassungslos und wütend zurück lässt , aber auch glücklich über die Kraft einer tiefen und selbstlosen Freundschaft.
Wir schreiben das Jahr 1933, in einem kleinen Dorf in der Eifel, gleich in der Nähe zur belgischen Grenze, wachsen die Freundinnen Elli und Käthe auf und an den Wochenenden und in den Ferien ist auch Margot, die Tochter eines reichen Aachener Kaufmanns immer dabei. Während Käthe in ärmlichen Verhältnissen und Elli, deren Vater im ersten Weltkrieg fiel, allein bei ihrer Mutter lebt, ist die lebhafte Margot anderes gewohnt. Trotzdem verbindet die drei eine innige Freundschaft. Aber in der Luft liegt bereits der Umbruch und die Nazis gewinnen immer mehr an Einfluss. Die Zeit vergeht, Käthe entscheidet sich für die Frauenschaft der Nazis, während die jüdische Margot und deren Familie immer mehr drangsaliert wird von eben diesen. Elli, zunächst noch völlig unbedarft, steht komplett dazwischen, doch schon bald spürt Elli, was sie zu tun hat. Der Klappentext des Buches sprach mich umgehend an, allein schon, weil die Geschichte von der Zeit des Beginns des Naziregimes erzählt. Das hat die Autorin Lily Bernstein unheimlich gut umgesetzt und mit ihrer wunderschönen Sprache einfach nur absolut bewegend und fesselnd erzählt. Der Schreibstil ist so bildgewaltig, dass man sich in der Zeit zurückversetzt fühlt. Auch den kleinen Ort in der Eifel, der zwar fiktiv ist, aber treffend beschrieben wurde, konnte ich direkt vor mir sehen. Da ich selbst nicht weit entfernt von der Eifel lebe, kenne ich die realen Orte, wie Aachen mit dem Pondtor oder Monschau mit den schiefen Fachwerkhäuschen. Auch der berühmte Westwall, der hier begonnen wird zu bauen, kenne ich und dieser bereitet mir bis heute immer wieder Gänsehaut, wenn ich ihn sehe. All das ist, ohne auszuschweifen, lebendig dargestellt. Das war ganz großes Kino für den Kopf. Die Geschichte ist berührend und fesselnd durch einen neutralen Erzähler wiedergegeben. Dabei ist es von der ersten Seite an unglaublich fesselnd. Wir erleben zunächst den Zusammenhalt zwischen den Mädchen und ihre Veränderungen während sie zu jungen Frauen heranwachsen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so intensiv zog es mich in seinen Bann. Im Mittelpunkt steht Elli, deren Mutter als Hebamme die Frauen in allen Dörfern versorgt. Wir erleben durch Elli, wieviele Menschen große Not leiden, wie Armut und Hunger zum Alltag dazu gehören, wie sich die Menschen in den Dörfern und deren Gesinnung sich unter der Naziherrschaft verändern. Grausamkeiten gegenüber Menschen mit Behinderungen, aber auch gegen die Juden werden schonungslos und doch mit so viel Gefühl erzählt, dass man ganz tief berührt wird. Viele der entsetzlichen Taten, wie zum Beispiel die Reichspogromnacht oder das Stück für Stück Enteignen der jüdischen Menschen erleben wir zwar im wahrsten Sinne des Wortes mit Abstand und doch macht es fassungslos, egal, wie oft man darüber gehört hat. Protagonistin Elli ist eine unglaublich starke Protagonistin, die aufgrund einer körperlichen Einschränkung, ein kürzeres Bein und einen entstellten Fuß, von ihrer Mutter sehr behütet wird. Zunächst ist sie noch naiv, doch Elli, die zunächst nur ahnt, was vor sich geht, öffnet immer mehr ihre Augen und beginnt selbst zu handeln. Sie ist so unglaublich mutig und tapfer und gibt alles für die Menschen, die sie liebt. Mit Entsetzen muss sie erleben, was Margot und ihrer Familie widerfährt, aber Elli setzt alles in Bewegung, um irgendwie zu helfen. Die Entwicklung dieser Protagonistin ist absolut gelungen und ich bewunderte ihre Stärke und ihr Einfühlungsvermögen. Aber auch die Nebencharaktere sind unglaublich gut und mit viel Tiefgang beschrieben. Man erlebt immer wieder Überraschungen und auch hier gibt es immer wieder ein auf und ab der Gefühle. Mein Fazit: Es gibt so unheimlich viel über dieses Buch zu erzählen, aber eigentlich möchte ich nur sagen: lest es! Emotional, bildgewaltig, berührend und bewegend hat mich diese Geschichte von der ersten Seite an abgeholt. Definitiv ein Highlight!
Eine für alle, alle für eine! Freundschaft in dunklen Zeiten „Sturmmädchen – Freundinnen in dunkler Zeit“ von Lilly Bernstein ist ein zutiefst bewegendes Werk, das uns in die düsteren Zeiten des Nationalsozialismus entführt und dabei die Kraft von Freundschaft, Mut und Liebe thematisiert. Die Geschichte dreier junger Frauen – Elli, Margot und Käthe – wird zu einem ergreifenden Spiegel der damaligen Zeit und gleichzeitig zu einem persönlichen Drama, das die Lesenden auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnimmt.
Die Figuren sind meisterhaft gezeichnet, jede von ihnen unverwechselbar und voller Tiefe. Elli, die aufgrund ihrer Behinderung von den Menschen im Dorf „Hinkemädchen“ genannt wird, steht im Zentrum des Romans. Ihre Verletzlichkeit und gleichzeitig ihr innerer Mut machen sie zu einer Protagonistin, mit der man sofort mitfühlt. Die sich langsam entwickelnde, zarte Liebesgeschichte zwischen Elli und Hans ist ein Lichtblick inmitten der Dunkelheit, so zart und gefühlvoll beschrieben, dass man als Leser*in fast selbst die sanften Schwingungen der Liebe spürt. Diese Beziehung ist zugleich leise und doch tief, und verleiht dem Buch eine besondere, fast poetische Note.
Die Entscheidung, Margot, die jüdische Freundin, vor der drohenden Verfolgung zu retten, stellt Elli und ihre Freundinnen vor schwerwiegende moralische Dilemmata. Dabei gelingt es Lilly Bernstein, die emotionalen Spannungen der damaligen Zeit und die wachsende Bedrohung durch die NS-Ideologie mit Feingefühl darzustellen. Käthe, die sich von der Ideologie der Nationalsozialisten angezogen fühlt, bringt eine weitere Ebene in das Buch: die Frage nach der Zersetzung von Freundschaft durch politische Überzeugungen. Man spürt beim Lesen förmlich die Risse, die sich durch ihre Freundschaft ziehen.
Besonders beeindruckend ist, wie geschickt die Autorin die historischen Gegebenheiten mit den persönlichen Schicksalen der Figuren verwebt. Die klare, flüssige Sprache mit eingestreuten Begriffen und Redewendungen aus der damaligen Zeit verleiht dem Roman Authentizität und Tiefe. Man fühlt sich nicht nur als stiller Beobachter*in, sondern direkt hineingezogen in die bedrückende Atmosphäre dieser Zeit. Es gibt Passagen, die tief unter die Haut gehen, voller Ungerechtigkeit, Schmerz und Trauer – nicht zuletzt aufgrund der brutalen Verfolgung von Juden, Menschen mit Behinderungen und allen, die sich gegen das Regime stellten.
Doch es sind nicht nur die grausamen Aspekte der Geschichte, die einen berühren. Bernstein schafft es auch, Momente herzzerreißender Menschlichkeit einzuflechten – Szenen, die einem die Tränen in die Augen treiben, weil sie so voller Wärme und Mitgefühl sind. Gerade diese Gegensätze, die Grausamkeit und die Liebe, die Verzweiflung und die Hoffnung, machen das Buch zu einer wahren emotionalen Erfahrung.
„Sturmmädchen“ ist kein Roman, der einen kalt lässt. Im Gegenteil, er fordert heraus, berührt, lässt mitfühlen und nachdenken. Es ist ein Buch, das lange nachhallt, nicht nur wegen seiner brillanten Darstellung einer düsteren Epoche, sondern vor allem wegen der starken menschlichen Geschichten, die es erzählt. Ein absolutes Meisterwerk, das sowohl historisch als auch emotional eine tiefe Wirkung hinterlässt.
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Es ist ein herrlicher Frühlingstag, ein Sonntag im Mai des Jahres 1933 - die drei Freundinnen Elli, Margot und Käthe verbringen unbeschwerte Stunden am Perlenbach. Bald jedoch ist es vorbei mit ihren sorglosen Tagen, die Nationalsozialisten bekommen immer mehr Zulauf. Für Margot und ihrer jüdischen Familie wird es zunehmend gefährlicher, auch wird Elli durch ihre Gehbehinderung kritisch beäugt und Käthe schließt sich den Braunhemden an, die einstige Mädchenfreundschaft droht zu zerbrechen.
Mit „Sturmmädchen“ führt Lilly Bernstein dann ins Jahr 1938, direkt hinein in eine Zeit, die wir hoffentlich nie wieder erleben müssen. Margot entstammt einer wohlhabenden Familie. Ihr einziges „Vergehen“ ist ihr Glaube. Die Juden müssen ausgerottet werden, wir wissen es alle und doch wissen wir viel zu wenig. Direkt aus den Judenhäusern wurden sie weiter in die Vernichtungslager deportiert, die Autorin gibt Einblicke in menschenverachtende Foltermethoden. Auch wenn im Buch alle Personen und Geschehnisse fiktiv sind, so beruht dieser gut recherchierte, im deutsch-belgischen Grenzgebiet angesiedelte Roman, doch auf wahren Begebenheiten.
Ellis Mutter Alma ist als Hebamme viel unterwegs, sie kennt hier alle Pfade, auch die uralten Schmugglerwege sind ihr wohl vertraut. Sie ist eine zupackende Frau, die vieles durchschaut, auch hält sie ihre beschützende Hand stets über ihre Tochter, deren rechtes Bein durch einen unglücklichen Sturz nicht gut mitwächst. So ist sie das Hinkemädchen, immer eine wenig abseits stehend, was sie aber nicht daran hindert, anderen zu helfen. Und Margot braucht ihre Unterstützung in Zeiten höchster Not, denn Käthe hat sich abgesondert, sie hat sich der NS-Frauenschaft angeschlossen. Auch hier, in diesen Reihen, spürt man nur zu deutlich, was aus einer Dorfgemeinschaft wird, welch Feindseligkeit den Andersdenkenden entgegengebracht wird, ganz zu schweigen vom Hass gegen das Judenpack. Neben den Verbrechen der strammen Nationalsozialisten und deren Mitläufern gibt es auch die anderen, die trotz aller Gefahren für ihr eigenes Leben ganz einfach helfen.
Die Autorin spart nichts aus, sie zeigt einmal mehr deutlich auf, was aus einst friedlich zusammenlebenden Nachbarn und Freunden wird, wie schnell sich so mancher aufstacheln lässt. Obwohl ich schon vieles über diese Zeit gelesen habe, so habe ich hier von Foltermethoden erfahren, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Ihre Protagonisten – ob gut oder böse gesinnt – sind lebendig und gut nachvollziehbar gezeichnet. Durch ihren so einnehmenden Schreibstil mochte ich das Buch gar nicht weglegen, ich musste einfach wissen, wie es Margot mitsamt ihrer Familie ergehen wird. Wie Elli, die ich sosehr ins Herz geschlossen habe, mit all dem zurechtkommen mag und auch, was Käthe zu ihrem Handeln letztendlich getrieben hat.
„Sturmmädchen“ erzählt von einer schrecklichen Zeit, geprägt von Menschenverachtung schlimmsten Ausmaßes, aber auch von unbedingter Freundschaft, von Liebe, voller Wärme und nie verlorener Mitmenschlichkeit. Es ist ein Buch, das ich nicht missen möchte, ein Buch, das lange nachhallt.
Worum geht’s? Elli, Margot und Käthe sind von klein auf miteinander befreundet. Doch dann kommen die Nationalsozialisten an die Macht. Käthe tritt einem Frauenbund bei und ist mit Herz bei der Sache. Margot jedoch ist Jüdin und Elli ist das „Hinkemädchen“. Wird die Freundschaft der drei die Ideologie der Zeit überstehen?
Meine Meinung: „Sturmmädchen – Freundinnen in dunkler Zeit“ ist bereits der 3. Historische Roman von Lilly Bernstein, das ich verschlinge. Ich liebe ihren Schreibstil, wie sie die Geschichte in Szene setzt und die Protagonisten zum Leben erweckt. Ihre Bücher sind absolut zauberhaft, emotional und tiefgehend. Zudem verwebt sie gekonnt historische Fakten und Fiktion und erweckt damit die damalige Zeit authentisch wieder zum Leben.
Wir begleiten Käthe, Margot und Elli, wobei Elli die Hauptprotagonistin ist. Ich hatte sie von Anfang an ins Herz geschlossen. Trotz ihrer Behinderung ist Elli eine mutige, liebevolle, sympathische Frau voll Herz. Wer so eine Freundin hat, braucht sich vor nichts zu fürchten.
Und auch die Geschichte der drei, die Jahre, in denen wir ihnen folgen dürfen sind atemberaubend erzählt. Wir tauchen hinein ins Deutschland der 1930er Jahre und es ist grausam. Ich bin so froh, diese Zeit nicht erlebt haben zu müssen. Und Lilly lässt hier wirklich neben den schönen Szenen auch die grausamen Dinge aufleben. Der Umgang mit sog. unwerten Leben, das Judenhaus, in dem Margot wohnt, die Arbeitsbedingungen, denen sie und die anderen unterworfen sind. Die Judenverfolgung. Der Hass gegen Elli. Aber auch die Kriegsgewinnler stellt sie heraus. Und die Menschen, die versucht haben, im Hintergrund unerkannt zu helfen. Historische Fakten, die mit den fiktiven Gestalten und Szenen eine so wundervolle, emotionale aber auch grausame Geschichte ergeben, die die Gefühlswelt der Lesenden Achterbahn fahren lässt. Es gab einige Stellen, an denen ich Wasser in den Augen hatte, so nah ging mir die Erzählung. Es gab Stellen, an denen es um Liebe ging, eine spannende Flucht und ganz besonders ans Herz gewachsen ist mir auch der kleine Friedrich. Ein kleiner Kerl, nur Haut und Knochen und doch das Herz am rechten Fleck und Mut ohne Ende. Ich hoffe sehr, dass wir in einem künftigen Buch erleben dürfen, wie es mit ihm weitergeht. Für mich war das Buch ein absolutes Highlight in diesem Jahr und ein Pageturner, vielleicht sogar das intensivste und packendste Buch der Autorin bislang. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir.
Fazit: Mit „Sturmmädchen – Freundinnen in dunkler Zeit“ lässt Lilly Bernstein uns am Leben von Käthe, Elli und Margot teilhaben. Wir erleben die wirklich dunklen Seiten der Judenverfolgung. Aber auch, wie die Kriegsgewinnler agieren und wie es immer wieder Menschen gab, die ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, um den Verfolgten zu helfen. Das Buch war wieder ein historischer Roman, der es wirklich in sich hatte. Es war emotional, es war grausam, es war unglaublich und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Ein absolutes Lesehighlight in diesem Jahr und ganz klar 5 Sterne von mir!
Seit Margot jedes Jahr ihre Urlaube im Ferienhaus ihrer Eltern in der Eifel verbringt, sind sie, Käthe und Elli unzertrennlich. Und das obwohl sie so unterschiedlich sind: Elli und Käthe stammen aus ärmlichen Verhältnissen und Margot wächst begütert auf. Dann ergreifen die Nationalsozialisten 1933 die Macht und nichts ist mehr wie vorher. Die Jüdin Margot verliert alles und Käthe verfällt mit Haut und Haaren der Ideologie der Nationalsozialisten. Elli, die aufgrund ihrer schweren Gehbehinderung stark beeinträchtigt ist, hofft, dass die Freundschaft dennoch überdauert. Doch dann kommt alles noch viel schlimmer als befürchtet und Elli muss sich entscheiden, wo sie wirklich steht.
Die Geschichte liest sich angenehm und gut verständlich. Sie ist so bildhaft und lebendig formuliert, dass man sich die Figuren, den Schauplatz und die Handlung ganz genau vorstellen kann.
Elli ist keine klassische strahlende Heldin, leider sie doch seit ihrer Kindheit unter ihrem Hinken. Von ihrer Mutter Alma, die als Hebamme arbeitet, wird sie stets geschont. Doch Elli möchte sich endlich auch einmal nützlich fühlen und das „Richtige“ tun. Was das „Richtige“ ist, ist allerdings auf Anhieb nicht immer klar zu erkennen ist. Elli ist enorm willensstark, entwickelt großen Mut, wächst im Verlauf der Geschichte über sich hinaus. Ihre Freundin Margot hingegen bleibt oft passiv, ist eine Träumerin, die stets auf das Gute hofft. Schafft sie es auch in schweren Zeiten, ihren Optimismus zu bewahren? Käthe sieht im Nationalsozialismus eine Chance, endlich aus der Armut auszubrechen und Bedeutung zu erlangen. Und dann ist da noch Hans, der Sohn des Bauern und Ellis Kindheitsfreund, der nach längerer Abwesenheit nach Hause zurückkehrt.…
Lilly Bernstein zeigt mit ihrem Roman „Sturmmädchen“ einmal mehr, wie unvorstellbar grausam die Zustände im Dritten Reich waren. Ihre Heldin Elli ist versehrt, wirkt anfangs schwach, niemand traut ihr zunächst etwas zu. Doch sollte man sie keinesfalls unterschätzen. Immer wieder muss sie große Niederlagen einstecken, doch Ellis größte Stärke ist ihre Willenskraft und ihre Beharrlichkeit, die auch andere inspiriert…. Anschaulich und nie beschönigend erzählt die Autorin von der dunkelsten Stunde Deutschlands. An Ellis und Margots Geschichte, für die alles immer auswegloser wird, wird sehr offensichtlich, was die damaligen politischen Entwicklungen wirklich für die Menschen bedeuteten. Der ergreifende Roman stellt aber auch eindringlich dar, dass es auch in einer ungerechten, falschen Welt noch lohnt, für andere und für Gerechtigkeit zu kämpfen. „Sturmmädchen“ ist ein sehr lesenswertes Plädoyer für Mitgefühl, Freundschaft und Zusammenhalt. Ein Buch für alle, die emotionale, dramatische historische Romane mögen.
Sommer, 1933. Elli, Käthe und Margot sind die besten Freundinnen. Dabei könnten die drei nicht unterschiedlicher sein. Elli, die mit ihrer Mutter in einem kleinen Backes auf dem Hof des reichsten Bauern in der Umgebung lebt und auf Grund eines zu kurzen Beins im Dorf auch ‚Hinkemädchen‘ genannt wird, ist eher schüchtern und zurückhaltend. Käthe, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt, ist nicht auf den Mund gefallen. Und die Jüdin Margot, der es an nichts fehlt, genießt einfach ihr Leben. Sie sind ein eingespieltes Team und helfen einander immer weiter. Und so schwören sie sich an einem warmen Sommertag: Eine für alle, alle für eine.
Doch 1933 zieht bereits ein Sturm herauf. Die Nazis haben die Macht ergriffen und die damit einhergehenden Veränderungen werden mehr und mehr sichtbar. Käthe geht mit der Masse und fällt auf die falschen Versprechungen der Nazis herein, während Margot und ihre Familie immer mehr drangsaliert werden. Elli steht zwischen den Stühlen. Die Freundinnen entfremden sich. Elli, die bisher recht blauäugig durchs Leben gegangen ist, muss schwerwiegende Entscheidungen treffen. Was spielt da ein Schwur aus Kindheitstagen noch für eine Rolle?
Wir begleiten die Freundinnen in einer schwierigen Zeit von 1933 bis 1940. Vor allem Elli, die in diesen Jahren eine ungeheure Entwicklung von dem naiven und behüteten Mädchen von nebenan zu einer wachsamen und starken jungen Frau durchmacht. Und das, obwohl ihr auf Grund ihrer Behinderung viele nicht wohl gesonnen sind und sie sich oft selbst Steine in den Weg legt. Bei Margot ist es genau das Gegenteil. Sie wird von einem jungen, fröhlichen Mädchen, zu einer eingeschüchterten grauen Maus. Und Käthe? Da fällt mir nur das Wort Mitläufer ein.
Die Autorin beschreibt schonungslos und bildgewaltig die damaligen Lebensumstände. Wer nicht ins Bild passte, wurde drangsaliert, enteignet, weggesperrt und deportiert. Doch es gibt auch Menschen, die in dieser Zeit ihre Menschlichkeit bewahren. Davon erzählt das Buch.
Ich habe das Buch richtig gerne gelesen. Auch wenn es dabei um eine schwierige Zeit geht, die viele gerne verdrängen, ist es für mich jetzt schon eines der Highlights in diesem Jahr. Es ist leicht zu lesen, aber alles andere als eine leichte Geschichte. Die Autorin erweckt eine ganze Bandbreite an Emotionen. Es gab rührende Momente und welche zum Schmunzeln. Doch überwogen haben Wut und Fassungslosigkeit. Oft so arg, dass mir das ein oder andere Tränchen die Wange heruntergekullert ist. Vor allem 2-3 Szenen waren wirklich herzzerreißend, eine wahre Achterbahn der Gefühle. Lest das Buch. Von mir gibt es eine Empfehlung, die von Herzen kommt!
- Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist davon unabhängig. -
Es ist Frühsommer im Jahr 1933. Die drei Freundinnen Ellie, Käthe und Margot wachsen gemeinsam in einem kleinen Ort in der Eifel auf. Doch als die Nationalsozialisten an die Macht kommen, wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt. Während Käthe sich immer mehr von der neuen Ideologie angezogen fühlt und der Frauenschaft beitritt, muss die Jüdin Margot um das Leben ihrer Familie fürchten, denn sie werden drangsaliert und schikaniert. Ellie, die durch eine Gehbehinderung beeinträchtigt ist und in ihrem Dorf das „Hinkemädchen“ genannt wird, muss sich Spott und Bosheiten der Nazis gefallen lassen. Doch Elli hat auch große Angst um ihre Freundin Margot und um ihr zu helfen, bringt sie sich selbst in Gefahr und verzichtet auf ihr eigenes Glück.
Nachdem mich von der Autorin bereits die beiden Bücher „Findelmädchen – Aufbruch ins Glück“ und „Trümmermädchen – Annas Traum vom Glück“ begeistert haben, war ich sehr gespannt auf das neue Werk von Lilly Bernstein.
Was soll ich sagen? Auch diesmal ist es der Autorin wieder gelungen, mich von der ersten Seite an mit ihrer Geschichte zu fesseln. Sie versteht es, Emotionen und Gefühle im Worte zu fassen und an so manchen Stellen musste ich das Buch kurz zur Seite legen und mich sammeln.
Ich habe mich schon oft mir der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt, denn mein Großvater ist im Krieg gefallen und meine Großmutter hat meinen Vater und meinen Onkel alleine großziehen müssen. Lilly Bernstein hat die Hintergründe großartig recherchiert und geschichtliche Informationen gekonnt und realitätsnah in die Handlung eingebunden. Auch die atmosphärische Stimmung wunderbar eingefangen. Die Schilderungen über das Judenhaus und die Flucht waren teilweise sehr schockierend und kaum auszuhalten. Sie beschönigt nichts und so begleiten wir Elli, die nicht nur gemeinsam mit ihrer Mutter ums Überleben kämpft, sondern auch um das Leben von Margot und ihre Eltern bangt.
Elli ist eine sehr sympathische junge Frau, die viele Gefahren in Kauf nimmt, um ihrer Freundin zu helfen. Auch wenn sie zu Beginn ziemlich naiv ist, handelt sie selbstlos und verzichtet auf vieles, um es Margot und ihrer Familie etwas leichter zu machen. Doch auch die Nebenfiguren bieten allerlei Facetten, wirken glaubwürdig und fügen sich perfekt in die Geschichte ein. Man spürt, dass die Autorin sie mit viel Herzblut gestaltet hat.
Fazit: „Sturmmädchen: Freundinnen in dunkler Zeit“ ist eine Geschichte, die unter die Haut geht und für mich emotional sehr berührt hat. Ich hatte während des Lesens oft einen dicken Kloß im Hals und sie wird mich bestimmt noch lange begleiten.
Eine bewegende Geschichte über drei Freundinnen zum Beginn des Zweiten Weltkriegs
Die Geschichte handelt von der Halbwaisen Elli, die mit ihren Freundinnen Margot und Käthe in der malerischen Eifel wohnt. Ellis Mutter ist die von allen geschätzten Hebamme im Tal, und Elli hilft ihr auch immer wieder bei der Arbeit. Die beiden leben in der kleinen Kate bei Bauer Jansen. Elli wird von allen nur das "Hinkemädchen" genannt, da sie einen kaputten Fuß hat. Margot ist die Tochter wohlhabender jüdischer Kaufleute. Die Freundschaft ist 1933 noch wunderschön, bis die Nationalsozialisten bald darauf an die Macht kommen.
Die ersten paar Tracks habe ich gebraucht, um in die Geschichte zu kommen. Keine Ahnung, woran das lag, denn die Sprecherin macht einen guten Job. Und auch die Geschichte ist fesselnd erzählt. Mir gefällt es sehr gut, die drei unterschiedlichen Freundinnen kennenzulernen. Die (sozialen) Unterschieden sind gut herausgearbeitet, aber ebenso, warum die drei trotzdem gute Freundinnen sind. Und später, bei Margots Hochzeit, kommen die schrecklichen Zustände der damaligen Zeit soo gut rüber. Margot 'muss' heiraten und mitarbeiten und hoffen, dass ihr und ihrer Familie dadurch ein schreckliches Schicksal erspart bleibt.
Die schlimme politische Stimmung entzweit die Freundschaft der Mädels, und man fiebert mit Elli soo sehr mit. Und natürlich auch mit Margot, der es nicht gut ergeht. Und Käthe ist leider von der neuen Ideologie angezogen, man könnte sie einfach nur schütteln und fragen, ob ihr das den Verlust der Freundschaften wert ist. Und dann ist da auch noch Hans, der Sohn des Bauern Jansen, für den Elli schon immer mehr als nur Freundschaft empfindet. Doch dieser soll "gut" verheiratet werden. Alle - aber besonders Ellis - Gefühle werden authentisch transportiert, und auch ihre weitreichende Entscheidung kann man so gut nachvollziehen. Die Geschichte spiegelt die bekannten schrecklichen Umstände der damaligen Zeit, den Rassenhass und wie Menschen auf einmal über ehemalige Freunde anders denken. Unsagbar traurig. Elli ist so eine sympathische Person mit jeder Menge Liebe, Mitgefühl, Loyalität zu ihren Freunden und Hilfsbereitschaft für alle unterdrückten Menschen. Deshalb begibt sie sich auch in große Gefahr.
Fazit: Eine emotionale und bewegende Geschichte dreier Freundinnen zum Beginn des Zweiten Weltkriegs, die die Geschehnisse von damals authentisch transportiert. Man fiebert sooo mit der sympathischen und liebevollen Elli mit!
Die drei Freundinnen Elli, Margot und Käthe kennen sich seit ihren Kindertagen in der malerischen Eifel. Aber die Zeitläufte stellen ihre Freundschaft auf eine harte Probe. Als die Nationalsozialisten die Macht übernehmen, fühlt Käthe sich von der neuen Ideologie angezogen, während die Jüdin Margot bald um ihr Leben und das ihrer Familie fürchten muss. Die gehbehinderte Elli, für die Leute im Dorf nur das „Hinkemädchen“ wird hineingerissen in einen Strudel der Gefühle: Angst und Trauer um ihre Freundinnen, Sorge um ihre überarbeitete Mutter, die einzige Hebamme im Tal. Und sie fühlt eine Liebe in sich aufkeimen, die es gar nicht geben dürfte. Doch sie weiß, dass sie nur eine Wahl hat: Margot zu helfen, um jeden Preis. Auch wenn sie sich dabei selbst in Gefahr bringt und droht, alles zu verlieren, was sie liebt.
„Sturmmädchen“ von Lilly Bernstein hat mich wieder sehr begeistert. Die Autorin entführt ihre Leser*innen in die Eifel in die Jahre 1933 - 1940. Im Mittelpunkt stehen die drei Freundinnen Eli, Margot und Käthe. Sie sind Freundinnen seit Kindertagen und schwören sich immer füreinander da zu sein. Doch die politische Lage in Deutschland wird prekär. Die Nationalsozialisten kommen an die Macht. Käthe fühlt sich zu den neuen Machthabern hingezogen, Margot ist Jüdin und fürchtet um ihre Sicherheit. Elli dagegen ist voller Sorge um ihre Mutter und um Margot.
Lilly Bernstein hat für ihren Roman tolle Charaktere entwickelt und ihnen Leben eingehaucht. Man kann sich die Schicksale der Protagonisten gut vor Augen führen. Die drei Frauen waren mir, jede auf ihre Art sympathisch. Die LeserInnen bekommen aber auch vor Augen geführt wie schwer es in den Jahren war, wenn man eine andere Meinung hatte. Man fragt sich oft, ob die Freundschaft der drei Frauen diese dunkle Zeit überstehen kann. Wegen der Zeiten und der verschiedenen Lebenssituationen scheint die Freundschaft auseinanderzubrechen.
Lilly Bernstein vermittelt die Zeit der Handlung sehr authentisch. Die Autorin hat einen fesselnden und gut verständlichen Schreibstil. „Sturmmädchen“ ist ein Roman mit einer oft traurigen Stimmung aber auch ein Roman der Mut macht.
Wie schon mit „Trümmermädchen“ und „Findelmädchen“ hat mich Lilly Bernstein auch mit „Sturmmädchen wieder begeistert.
Freundschaft im Dritten Reich Die Bücher von Lilly Bernstein konnten mich immer begeistern und so war es für mich selbstverständlich auch oihr neusten Buch zu lesen. " Sturmmädchen" ist ein Buch über eine Freundschaft im Dritten Reich.
Elli, Margot und Käthe kennen sich seit langem und ihre Freundschaft scheint unzerbrechlich. Unterschiedlich wie sie sind, halten sie zusammen und schwören sich ewige Freundschaft. Elli und Käthe kennen sich seit ihrer Kindheit im kleinen Eifeldorf, in dem sie aufgewachsen sind. Käthe, ein jüdisches Mädchen, ist später zum Kleeblatt dazugekommen , als ihre Eltern ein Ferienhaus in dem kleinen Eifelstädtchen kauften.
Mit Aufkommen des Nationalsozialismus zeigen sich erste Risse in der Freundschaft. Käthe ist eine glühende Verehrerin der neuen Ideologie, Elli steht dem ganzen skeptisch gegenüber und Margot als Jüdin und zusammen mit hrer Familie immer mehr unter Repressalien zu leiden.
Als die Nazis an die Macht kommen, spitzt sich die Lage zu und Margot und ihre Familie müssen um ihr Leben fürchten. Elli, die durch ein Gehbehinderung körperlich eingeschränkt ist, hilft wo sie kann, doch auch ihr Möglichkleiten sind begrenzt.
Dieses Buch zu lesen,macht wieder deutlich, wie wichtig es ist, die Geschehnisse der damaligen Zeit in Erinnerung zu behalten, damit so etwas nicht wieder geschieht. Das Buch berührt und es läuft einem mehr als einmal eiskalt über den Rücken mitzuerleben, wie Juden damals leben mussten. Die Autrorin schreibt ihre Geschichte sehr berührend, die Charaktere sind sehr gut und liebevoll ausgestaltet und man folgt der Geschichte teilweise atemlos.
Trotzdem konnte mich dieses Buch nicht so begeistern, wie die Vorgängerbände.Voran das genau lag, kann ich gar nicht mal sagen, aber irgendwas fehlte mir in dieser Geschichte.Ich habe auch gar nicht verstanden, warum die Behinderung von Elli so eine große Rolle einnahm, weil sie eigentlich für den Verlauf der Geschichte keine allzu große Rolle spielte.
Alles in allem habe ich das Buch aber sehr gerne gelesen und kann es weiterempfehlen.
„Sturmmädchen: Freundinnen in dunkler Zeit“ ist nach "Trümmermädchen" und "Findelmädchen" der dritte historische Roman der Autorin Lilly Bernstein.
Der Prolog beginnt im Jahr 1933 und für die drei Freundinnen Elli, Margot und Käthe ist die Welt in Ordnung. Sie kennen sich bereits seit ihrer Einschulung vor acht Jahren. Es folgt ein Zeitsprung in das Jahr 1938 und damit werden auch die Auswirkungen der Nationalsozialisten auf das Leben der Freundinnen deutlich spürbar. Während es für Margot und ihre Familie aufgrund ihres jüdischen Glaubens gefährlich wird, ist Käthe durch ihre Familie den Nationalsozialisten zugetan. Elli, die durch Kinderlähmung gehbehindert ist, möchte Margot helfen. Die Freundschaft der drei droht zu zerbrechen.
Handlungsort ist Monschau, ein kleines Dorf in der Eifel, das ich beim Lesen direkt vor Augen hatte. Das Leben der Dorfbewohner und der Einfluß der Nationalsozialisten auf deren Leben wird gut beschrieben. Im Mittelpunkt stehen die drei Freundinnen, insbesondere Elli, deren größtes Anliegen es ist Margot und ihrer Familie zu helfen. Elli, Margot und Käthe sind drei vollkommen unterschiedliche Charaktere. Jede von ihnen reagiert anders auf die Ereignisse um sich herum und Lilly Bernstein ist es ausgesprochen gut gelungen die Entscheidungen und Gedanken jeder einzelnen, nachvollziehbar darzustellen. Ihr Schreibstil liest sich sehr angenehm und enthält genau die richtige Mischung aus Emotionen und Informationen.
Der Roman ist ein Stück erschreckende und bedrückende Zeitgeschichte, in dem es um Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und Liebe geht. Die Schicksale stehen stellvertretend für viele andere.
Mich haben die Ereignisse sehr berührt und ich kann das Buch jedem, der gerne historische Romane liest und sich für die Schicksale der Menschen interessiert nur ans Herz legen.
Den Roman “Sturmmädchen” hat Lilly Bernstein gemeinsam mit dem Verlag Ullstein am 1. Februar 2024 herausgebracht. Das Cover passt gut zum Genre und zur Geschichte. Es zeigt Elli, wie sie auf dem Weg ist. An ihrer Kleidung und an ihrer Frisur wird deutlich, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Lilly Bernstein kenne ich unter dem Namen Lioba Werrelmann. Da ich ihren Kriminalroman “Tod in Siebenbürgen” bereits ausgezeichnet fand, war ich auf “Sturmmädchen” mehr als gespannt. Sehr gerne lese ich neben Kriminalromanen historische Erzählungen und mein Leseschwerpunkt liegt rund um den 2. Weltkrieg. Gekonnt und mit nur wenigen Worten zieht Lilly Bernstein meinen Geist in ihrer Geschichte. Fasziniert von ihrem Umgang mit der Sprache folge ich ihr in ihre Geschichte. Schnell lerne ich ihre drei Mädels Elli, Margot und Käthe kennen. Alle drei mag ich, auch wenn mein Herz schnell für Elli schlägt. Elli legt in der Geschichte eine erstaunliche Persönlichkeitsentwicklung hin und wird von einem kleinen Mädchen zu einer taffen Frau. Einmal mit dem Lesen gestartet fällt es mir schwer, dieses Buch wieder aus der Hand zu legen. Es ist und bleibt stetig spannend. Die Autorin versteht es geschickt, ihren Erzählstrang immer wieder mit neuen Informationen zu füttern. Dabei bleibt ihre Geschichte jederzeit menschlich. Sie ist nachvollziehbar und hätte zu dieser Zeit exakt in dieser Art und Weise exakt so passiert sein können. Dabei verschont Lilly Bernstein den Leser nicht mit den schrecklichen Geschehnissen der Zeit und betont die Macht der Freundschaft. Lilly Bernstein hat einen sehr spannenden Roman mit fiktiven Persönlichkeiten vor einem sorgfältig recherchierten historischen Hintergrund geschrieben, mit dem ich viele unterhaltsame Lesestunden verbracht habe. Sehr gerne empfehle ich diese Erzählung uneingeschränkt weiter!
Ich habe von der Autorin bereits "Trümmermädchen" und "Findelmädchen" gelesen und war jedes mal sehr begeistert von den tollen, berührenden Geschichten. Auch diesmal konnte mich die Autorin wieder ganz für sich einnehmen und hat mir ein paar wunderbare Lesestunden geschenkt.
Die Geschichte handelt diesmal von den drei Freundinnen Elli, Margot und Käthe, die seit Kindertagen Zeit miteinander verbringen und eine Einheit sind. Dann jedoch kommen die Nazis an die Macht und 1938 sind aus den Mädchen junge Frauen geworden. Margot ist Jüdin und muss bald um ihr Leben fürchten, während Käthe ganz im Bund der deutschen Frauen aufgeht. Elli ist zunächst noch etwas naiv, bis die Schrecken immer größere Ausmaße einnehmen und sie sich irgendwann entscheiden muss welchen Weg sie geht und was richtig ist.
Der Schreibstil war wunderbar leicht zu lesen und dennoch voller Emotionen und Lebendigkeit. Ausserdem wurde das Perlenbachtal sehr anschaulich beschrieben und ich habe große Lust bekommen dort selbst einmal die Gegend zu sehen.
Die Geschichte ist sehr berührend und ich habe mit den Frauen mitgefiebert, vorallem natürlich mit Margot und Elli. Die Autorin hat es wiedermal wunderbar geschafft die dunkle Vergangenheit einzufangen und eine tolle fiktive Geschichte darum zu schreiben die einem die Tränen in die Augen treibt.
Da die Geschichte aus Sicht von Elli geschrieben wurde, bekommt man vorallem die Geschichte von Elli selbst und ihrer Freundin Margot mit, Käthe stand da etwas außerhalb und ich hätte gern noch etwas mehr über sie und ihren Standpunkt gelesen. Das Ende ist unglaublich spannend, emotional und berührend und rundet die ganze Geschichte wunderbar ab.
Fazit: Wieder eine ganz tolle Geschichte aus der Feder der Autorin. Ich kann jedes Buch der Reihe empfehlen (die Bücher sind alle komplett unabhängig voneinander).
Elli, Käthe und Margot sind beste Freundinnen. Doch das ändert sich schlagartig, als der Nationalsozialismus Einzug hält. Während Käthe die neue Ideologie begrüsst, ist Elli entsetzt, denn ihre Freundin Margot ist Jüdin und wird somit zur Zielscheibe von Ausgrenzung und Gewalt. Es kommt wie es kommen muss: die Freundschaft der drei bricht auseinander. Doch Elli versucht weiterhin Kontakt zu Margot zu halten, und schliesslich reift in ihr der Plan der Freundin zu helfen. Elli, das im ganzen Dorf aufgrund ihres kranken Fusses nur das HInkemädchen genannt und nicht für voll genommen wird, wächst schliesslich über sich hinaus - doch dazu muss sie erst einmal selbst an sich glauben, und der Weg dorthin ist nicht einfach. Zudem ist da noch Hans, ihr Freund aus Kindertagen. Kann Elli ihm trauen? Oder wendet sich Hans der falschen Seite zu?
Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt und gebannt verfolgte ich vor allem Ellis Geschichte, aber natürlich auch das grausame Schicksal von Margot. Dabei hat die Autorin viele interessante historische Details eingewoben, die den Roman sehr anschaulich, real und greifbar machen. Somit bietet das Buch eine ausgewogene und zugleich packende Mischung aus Zeitzeugnis und Frauenroman, in der die Entwicklung einer Freundschaft im Schatten der Zeit im Vordergrund steht.
Lilly Bernsteins „Das Sturmmädchen“ ist ein weiteres Werk der Autorin, das mich sehr berührt hat. Schon die beiden vorherigen historischen Romane der Autorin konnten mich fesseln. Mit seiner emotionalen Tiefe hielt er mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen. Die Geschichte dreht sich um die drei engen Freundinnen Elli, Margot und Käthe, die in der idyllischen Eifel aufgewachsen sind. Als die Nationalsozialisten die Macht übernehmen, wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt: Während Käthe von der neuen Ideologie angezogen wird, muss Margot, eine Jüdin, um ihr Leben fürchten. Elli, die aufgrund ihrer Gehbehinderung als „Hinkemädchen“ bekannt ist, wird in einen Strudel aus Angst, Sorge und verbotener Liebe gezogen. Das Buch beleuchtet intensiv die Themen Freundschaft, Liebe und die Herausforderungen, die während der dunklen Ära des Nationalsozialismus aufkommen. Besonders faszinierend ist die Art und Weise, wie die unterschiedlichen Charaktere mit den schwierigen Umständen umgehen und wie sich ihre Beziehungen zueinander im Laufe der Geschichte entwickeln. Bernstein gelingt es sehr gut, die Tiefe der Gefühle und die Komplexität zwischenmenschlicher Beziehungen darzustellen. „Das Sturmmädchen“ hat mich bewegt und hallt noch lange nach.
Elli, Margot und Käthe sind drei Freundinnen, die einem Dörfchen in der Eifel gemeinsam aufwachsen. Margot lebt in Aachen. Ihre Familie besitzt ein Ferienhaus, wo sich Margot jedes Wochenende und in den Schulferien mit ihren Freundinnen treffen kann. Doch die politischen Entwicklungen ab 1933 zeigen die Folgen ihrer unterschiedlichen Herkunft auf schmerzliche Weise auf. Margot ist jüdisch. Die Familie führt ein Geschäft und leidet schon früh unter den Repressalien der Nazidiktatur. Elli lebt mit ihrer Mutter in einem alten Bachhäuschen auf einem Bauernhof. Der Bauer Janssen fühlt sich Ellis Mutter Alma auf eine Weise verbunden, die ihren Grund in der Vergangenheit hat. Alma ist Hebamme und ihre Tochter Elli hat einen verkrüppelten Fuß. Schon bald wird ein geistig beeinträchtigtes Mädchen aus dem Dorf abgeholt. Ist auch Elli aufgrund ihrer körperlichen Behinderung in Gefahr? Käthe ist sehr angetan von den Nazis. Sie engagiert sich bei den nationalsozialistischen Frauen und bricht jeden Kontakt zu Margot ab. Mir haben die drei unterschiedlichen Charaktere sehr gut gefallen. Ich konnte richtig mitleiden mit Elli. Interessant und grausam, war der Umgang der Nazis mit Margots jüdischer Familie. Sie wurden in einem Judenhaus untergebracht, wo sie unter sehr engen Bedingungen hausten, schlechtes Essen erhielten und jeden Tag bis zum Umfallen arbeiten mussten. Gelingt es Elli, den Kontakt zur jüdischen Familie aufrecht zu erhalten? Das ist in diesem Roman sehr gefühlvoll und spannend dargestellt. Ich vergebe diesem Roman gerne 5 Sterne.
In diesem Roman geht es um drei Freundinnen, Elli, Margot und Käthe.
Elli hat eine Behinderung an ihrem rechten Fuß, wird von allen gehänselt und das "Hinkemädchen" genannt. Käthe arbeitet in einer Fabrik und Margot kommt aus reichem Elternhaus.
Der Roman beginnt 1933 zur Nazi Zeit. Die Wege der drei Freundinnen verlaufen dann in ganz unterschiedliche Richtungen.
Elli kümmert sich zu Hause um Haushalt und Hof, da ihr niemand etwas zutraut, während ihre Mutter als Hebamme arbeitet, ihr Vater ist bereits gestorben.
Käthe geht über in die NS Frauenschaft, womit Elli nicht umgehen kann.
Margot ist Jüdin. Sie und ihre Familie werden von den Nazis verfolgt.
Es ist sehr erschreckend und ergreifend was zu dieser Zeit alles geschehen ist und was die Menschen alles mitgemacht haben.
Die Entwicklung, vor allem von Elli hat mir sehr gut gefallen. Sie ist immer wieder über sich hinaus gewachsen.
Alle Protagonisten in diesem Buch mochte ich.
Mein Fazit: Eine sehr ergreifende und erschreckende Geschichte mit sehr liebevollen Charakteren in einer ganz grauenhaften Zeit. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung.
Elli, Käthe und Margot kennen sich gefühlt schon immer und sind genauso lange Freundinnen. A er die 1930er Jahre bringen auch Bitterkeit und Fremdenhass in das kleine Eifeldorf. Das muss vor allem Margot spüren, denn sie ist Jüdin. Käthe fühlt sich hingegen angezogen von dem Gefühl der Macht und Elli, die mit einer Behinderung am Fuß leben muss und vom ganzen Dorf nur Hinkemädchen genannt wird, sitzt zwischen den Stühlen. Ihr ist die Freundschaft zu beiden wichtig.
Eine typische Kriegsgeschichte über drei junge Frauen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil, der gut zu lesen ist, die Idee mit den drei völlig unterschiedlichen "Mächen", die ja junge Damen sind, ist gut. Aber dennoch konnte es mich nicht so richtig packen. Die Geschichte hatte durchaus Potenzial, aber es wurde meiner Meinung nach, immernur an der Oberfläche gekratzt. Vielleicht las ich auch einfach zuviel über die Zeit und es ist nichts neues mehr. Gute Unterhaltung.
Zum Inhalt: Elli, Margot und Käthe sind dicke Freundinnen, doch der aufziehende Nationalsozialismus stellt die Freundschaft auf eine harte Probe. Margot ist Jüdin, Käthe fühlt sich von der neuen Ideologie angezogen, die gebehinderte Elli fühlt sich hin und her gerissen und nicht nur zwischen den Freundinnen. Zudem kommt eine aufkeimende Liebe dazu. Und dann bringt sie sich in eine Gefahr, die alles zerstören könnte. Meine Meinung: Das war ein richtig tolle Geschichte, die zeigt, dass es Menschen gibt, die einfach alles geben und Zivilcourage beweisen. Ich fand die Geschichte sehr glaubhaft erzählt und konnte mir die Verhältnisse gut vorstellen. Elli ist so eine Protagonistin, die man gerne im eigenen Leben als Freund hätte, denn gerade diese Figur ist einfach so toll gestaltet. Natürlich ist es nur ein Roman, aber man könnte sich vorstellen, dass genau solche Geschichten damals passiert sind. Fazit: Tolle Geschichte
Ich war von Anfang an in dem Buch gefangen. Die drei Freundinnen wurden unheimlich realistisch und nah beschrieben. Vor allem Ellie, die Hauptprotagonistin hat es mir sofort angetan. Die drei Mädchen haben sich geschworden für immer zusammenzuhalten, um dann mitten im Krieg, auseinandergerissen zu werden.
Ich habe jede Seite geliebt und mit Ellie mitgelebt. Ihre kleine, zart aufkeimende Liebe, ihre 2 Freundinnen, wovon eine stets in Lebensgefahr schwebt und ihre Mutter...zu tun hatte Ellie in diesem Buch genug. Sie war gefangen zwischen Tod, Hoffnung und falschen Menschen. Vielen falschen Menschen.
Als sich die Lage immer mehr zuspitzt, gerät Ellie selbst in tödliche Gefahr und es droht ein schlimmer Verrat. Werden die 3 Freundinnen irgendwie wieder zueinander finden? Und noch wichtiger: wer wird überhaupt überleben? Das Buch kann ich wirklich soooooo sehr empfehlen! Unbedingt lesen!
Da mir bereits zwei andere Bücher der Autorin sehr gefallen haben, war ich sehr auf ihren neuen Roman "Sturmmädchen" gespannt und ich muss sagen, dass Lilly Bernstein erneut einen Roman geschaffen hat, den ich kaum aus den Händen legen wollte. Die Geschichte rund um die drei Freundinnen hat mich unglaublich berührt. Nicht selten musste ich Inne halten, um das Gelesene zu verdauen. Ich hoffe sehr, dass noch viele weitere Romane rund um diese Zeit und/oder die Charaktere folgen werden.
Lilly Bernstein schreibt auch hier ein wundervolles Buch über Freundschaft, Mut und Willenskraft aber auch Ausgrenzung und enorme Brutalität im zweiten Weltkrieg. Die Geschichte beginnt 1933 mit der Freundschaft zwischen Elli, welche nach der Kinderlähmung ein kürzeres Bein und einen zu kleinen Fuß hat, der armen Käthe und der Jüdin Margot. Der Wahlspruch der Drei lautet" Alle für einen, einer für alle "- doch die Zeiten werden härter. Eine absolute Leseempfehlung
Dieses Buch war sehr aufwühlend und ich habe unentwegt mit der Protagonistin Elli mitgefiebert und mitgelitten. Wunderbare Charaktere, in die man sich sehr gut hineinversetzen kann. Da das Setting auch Kreis Aachen rund um Monschau und dem Perlbachtal ist, hat dieses Buch für mich auch einen besonderen Bezug.