"Mit uns kann man eine Weltreise machen. Auch ohne, dass man vor die Tür geht." – Motiviert durch dieses liebevolle Motto der Klassenlehrerin Frau Meister wächst die ausgesprochen heterogene "Igelklasse" zu einer ganz besonderen Gemeinschaft zusammen. Als Adam aus Polen neu in die Klasse kommt, findet er schnell Anschluss. Aus seiner Perspektive werden große und kleine Erlebnisse aus dem Schul- und Familienalltag erzählt. Vom Museumsbesuch bis zur Übernachtungsparty ist alles dabei. Das Buch endet mit dem Hinweis, dass es die Weltklasse und ihre Lehrerin wirklich gibt und dass das Erzählte mithin der Realität abgeschaut ist. Gelungen ist eine kinderliterarisch kunstvolle Formung schulischer Wirklichkeit, die Mut und Hoffnung macht für ein gelingendes Miteinander in bereichernder Vielfalt.
Der rasante Roman ist eine lebensbejahende Hommage an unkompliziert gelebte Diversität. Ein enger Lebensweltbezug, Alltagsnähe und Authentizität sowie ein entdramatisiertes Kindergesellschaftsbild zeichnen es aus. Tanya Lieske trifft den kindlichen Ton sehr genau. Dazu gehört auch, dass es mitunter eher kindliche Gedankensprünge gibt als einen erwachsenen roten Faden. Sybille Heins farbenfrohe Zeichnungen entfalten die rasante Geschichte weiter und unterstreichen mit ihren bewusst überspitzten Charakterisierungen der Kinderfiguren den lebendigen Erzählstil.
Wir (Kind 8. Jahre und ich) mögen das Buch, weil es sich so echt anfühlt. Adams Familie (vor allem sein Opa), seine Lehrerinnen, der Hausmeister, einige Eltern, seine ganze Klasse: Sie agieren einfach so, wie auch echte Menschen sich verhalten würden. Teilweise merken wir an den Dialogen, wer spricht, ohne dass es dazu gesagt werden muss und das ganz ohne irgendwelche Tricks. Adams Mitschülerin Kübra haben wir beispielsweise immer an ihrer Wortwahl erkannt, sie hat einfach ihren eigenen Ton.
Außerdem ist das Buch witzig, aber auch sehr ernst. Schwierige Themen werden behandelt. Allen voran der Krieg in der Ukraine, der wirklich sehr erschütternd, aber trotzdem kindgerecht eine Rolle spielt, durch den schweigsamen Artem. Familienstreit um eine demente Oma. Schwierigkeiten, Freundschaft zu schließen und nachvollziehbare, aber auch nicht immer schöne Dynamiken im Klassenverband. Ein Stotterer, der aber unbedingt am Vorlesewettbewerb teilnehmen möchte. Und, was gleichzeitig ein wichtiges Thema ist und auch für etwas Humor sorgt: Das Zusammenprallen von altmodischen Werten (meist verkörpert durch Adams Großvater) und moderner Aufmerksamkeit (Awareness, Wokeness).
So ist das Buch ganz aufrichtig auch für den vorlesenden Elternteil sehr schön. Es ist die ganze Zeit über interessant und auch für mich als erfahrene Leserin mittleren Alters nicht vorhersehbar, aber trotzdem folgerichtig.
In dieser Geschichte haben alle ihren Platz. Auch der Opa, der der Meinung ist, Frauen seien nur zum Heiraten da, nicht zum Spielen. Seine antiquierte Meinung bleibt aber nicht unkommentiert stehen, er kriegt gleich Kontra von Adams Papa.
Adam ist inzwischen in der zweiten Klasse und erst kurz vor der ersten Klasse nach Deutschland gezogen. Mit seiner "Klecksfamilie": Vater, Mutter, Opa und er.
Adam geht in die Igelklasse, dort sind nur zwei Kinder ursprünglich aus Deutschland, alle andere kommen aus folgenden Ländern: Afghanistan, Albanien, Libanon, Marokko, Nigeria, Polen, Russland, Syrien, Türkei, Ukraine.
Adam kann zu Beginn von Klasse 1 nur drei Sätze auf Deutsch sagen. Mein ältestes Kind und ich können nun eine Handvoll Sprüche auf Polnisch sagen, dank dieses Buchs. Allzu weit kommen wir damit in Polen vermutlich nicht, aber Spaß hat es uns trotzdem gemacht.
Das Buch vermittelt Werte wie Akzeptanz und Zusammenhalt. Aber man darf eben auch "Kind sein" und ein Kind möchte eben manchmal am liebsten mit den coolen Jungs spielen.
Und ein polnischer Großvater kann vielleicht mit vegetarischem Essen nicht so viel anfangen oder hat noch sehr altmodische Vorurteile und Gender-Vorstellungen im Kopf. Das wird humorvoll aufgebrochen oder darf eben seinen Platz haben - nur eben nicht unwidersprochen.
Das Buch zeigt einfach: So ist die Welt. Wir leben alle in ihr, akzeptieren uns, hinterfragen uns aber auch, stellen die Werte unserer Eltern oder Großeltern in Frage und bilden uns unsere eigene Meinung.
Ein witziges, wichtiges und lesenswertes Buch, das uns viel Spaß gemacht hat, aber auch berührt hat.
Lustige, lebensnahe Geschichten aus der Weltklasse mit wichtigen Themen wie Freundschaft, Streit, Integration und kultureller Vielfalt
„Integrativ ist, wenn alle mitmachen dürfen.“ (S. 16) ist für die Igelklasse ganz normal, denn eine ihrer Klassenregeln lautet: „Igelkinder lassen alle mitmachen.“ (S. 17)
Auch Adam, der erst seit kurzer Zeit in Deutschland ist und uns die Geschichten aus seiner Sicht erzählt, ist Teil der Igelklasse. Hier kommen Kinder aus der ganzen Welt zusammen: Afghanistan, Albanien, Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Kanada, Kroatien, Libanon, Marokko, Nigeria, Polen, Russland, Syrien, Türkei, Ukraine
Adam berichtet uns auf kindliche Weise, was er alles mit der Igelklasse erlebt hat. Der Schreibstil ist sehr locker und orientiert sich dabei an der Sprache, die Grundschulkinder nutzen. Für Adam bedeutet das auch, dass er einige polnische Ausdrücke einfließen lässt, die am Ende des Buches erklärt werden.
In kurzen, lustigen Episoden erleben wir mit den Kindern der Igelklasse unter anderem ein Schulfest, das durch eine kleine Maus durcheinandergewirbelt wird, einen Museumsausflug mit Polizeieinsatz und einen Vorlesewettbewerb, bei dem alle Kinder auf ihre Weise glänzen. Themen wie Freundschaft, Streit oder Probleme mit Erwachsenen werden dabei wunderbar leicht in die Geschichte eingebaut, ohne dass der Spaß beim Lesen zu kurz kommt.
Besonders sympathisch ist die Klassenlehrerin Frau Meister, die alle Kinder ernst nimmt, sich für sie einsetzt und darauf achtet, dass niemand in der Klasse untergeht. Auch in Situationen, in denen andere Erwachsene die Kinder falsch behandeln, setzt sich Frau Meister für ihre Schüler*innen ein.
Für die Kinder der Igelklasse gibt es immer wieder unangenehme Situationen, die wahrscheinlich der Lebensrealität vieler Kinder entspringen. Tanya Lieske schafft es aber, durch ihre Geschichte zu zeigen, dass es sich hier um Ungerechtigkeiten handelt, denen man sich entgegenstellen muss. Dabei werden die Kinder der Weltklasse mit ihren Problemen nie allein gelassen und alle halten zusammen, auch wenn es mal zum Streit in der Klasse kommt.
Das Buch zeigt auf wunderbare Weise, wie schön kulturelle Vielfalt ist und wie viel Spaß eine Klasse zusammen haben kann. Uns hat die Geschichte der Igelklasse sehr gut gefallen. Kinder ab ca. 8 Jahren werden beim selbstständigen Lesen mit Sicherheit viel Spaß haben. Auch als Vorlesebuch ist die Geschichte sehr gut für jüngere Grundschulkinder (1./2. Klasse) geeignet.
Wir sind die Weltklasse! Mit uns kann man eine Weltreise machen - auch, ohne dass man vor die Tür geht!
Der kleine Adam aus Polen kommt in eine neue Schule, in die Igel-Klasse, wo es klare Regeln gibt. Es gibt dort viele Kinder, die aus allen möglichen Ländern der Erde kommen, wie Syrien, Ukraine, Türkei, Marokko oder Kroatien und einige mehr. Es handelt sich nämlich um eine integrative Klasse. Ihre Lehrerin, Frau Meister, ist sehr nett und lässt sich immer wieder etwas Neues für ihre Schüler einfallen, außerdem sorgt sie stets für gute Stimmung und die Kinder mögen sie sehr. So wird es Adam und seinen neuen Freunden nie langweilig, denn sie besuchen ein Dinosaurier-Museum und bauen danach selbst einen riesigen Stegosaurus für ihre Schule.
Dieses tolle Kinderbuch ist sehr witzig und unterhaltsam geschrieben. Es will sagen, dass Freundschaft auch ohne Rassismus möglich ist und dass auch Kinder, die etwas anders sind, dazu gehören. Im Anhang sind einige polnische Sätze und Wörter, die im Buch vorkommen, nochmal mit Übersetzung und Lautsprache zu finden.
Adam ist neu in Deutschland, seine Familie kommt aus Polen. Als er in die Igelklasse kommt, kann er noch kein Deutsch. Und nicht nur ihm geht es so. In der Igelklasse sind Kinder aus der ganzen Welt oder zumindest aus ganz Europa. Bunt zusammengewürfelt müssen sie erstmal eine Gemeinschaft werden.
Meine Meinung:
Ich mag solche ruhigen Geschichten, die dennoch so viel Aussagen. Erst erzählt Adam von seiner Familie, in der fast alle Männer Adam heißen, Adam ist in Polen ein sehr beliebter Namen. Da gibt es unter anderem seinen Opa, der eine Laden für polnische Spezialitäten hat. Mir hat die Diversität der Klasse gefallen, die Probleme die die Kinder haben uns wie darauf eingegangen wird. Frau Meister, die tolle Lehrerin, die ihre Kinder so nimmt wie sie sind und der Hausmeister, Herr Schrecklich, bei dem nur der Namen schrecklich ist. Vor allem aber der Zusammenhalt der Kinder, die Freundschaften, die sie schließen. Eigentlich ein fast normaler Alltag in Schulen, aber toll erzählt. Hat Spaß gemacht.
Es macht einfach Spaß dieses Buch zu lesen! Zu oft passiert es bei Büchern über Diversität, dass sie langweilig, gezwungen oder belehrend sind. Hier nicht.
Der kleine Adam ist in der zweiten Klasse und berichtet über seine eigenen Erfahrungen als Einwanderer. In seiner Klasse gibt es Kinder aus allen möglichen Ländern. Er selbst kommt aus Polen und spricht am Anfang gar kein Deutsch. Im Buch gibt es immer wieder polnische Wörter, die am Ende in einem Glossar gesammelt sind.
In der Geschichte geht es um den Alltag der Schulkinder. Die Kinder sind freundlich und die Lehrerin ist wirklich toll und engagiert. Adam erzählt in seiner Kinderstimme wie die Kinder lernen, miteinander umzugehen. Die Klassenregeln werden auch vorgestellt, in einer unterhaltsamen Art und Weise.
Ich finde es schön, dass das Buch ein gutes Vorbild zeigt. Man kann respektvoll gegenüber seinen Mitmenschen sein und immer noch Spaß haben.
Adam ist mit seinen Eltern nach Deutschland gezogen und kommt neu in die Igelklasse. Eine kunterbunte Klasse, deren Schüler und Schülerinnen aus vielen verschiedenen Ländern kommen. Frau Meister, die Lehrerin, ist eine einfallsreiche Persin, die viele, zum Teil verrückte, Ideen hat.
Im Buchvorsatz sind Bilder der einzelnen Kinder, so kann man sich besser vorstellen, wer wer ist und lernt die Kinder schonmal kennen. Die Geschixhte wird total warmherzig und humorvoll erzählt. Frau Meister, die Lehrerin der Igelklasse, ist eine Lehrerin, die man sich nur wünschen kann. Sie hat tolle Ideen, die die Kinder aus den verschiedenen Ländern zusammenführt. Mit gefiel die Vorstellung, wie die Kinder alle zusammenhalten, wie unterschiedlich sie alle sind. Toller Schreibstil, kurzweilig und sehr unterhaltsam. Hat mir viel Spaß gemacht. Und es ist ein Auftakt, also kann man mit der Igelklasse noch mehr Abenteuer erleben.