Evalfine ist Stella Rapps Debüt. Das Cover ist schlicht gehalten, mit beigem Farbverlauf und einer Blumenwiese am unteren Rand. In der Geschichte geht es um Eliana, die sich nach ihrem 18. Geburtstag verändert. Dies stellt zwar auch die Schwelle des Erwachsenwerdens dar, denn sie und ihre Freunde machen Abitur, planen ihren weiteren Lebensweg und werden eben langsam erwachsen. Dennoch geht es über das normale Verändern hinaus, da Eliana Veränderungen an sich wahrnimmt, die kaum normal sein können. Dazu gehört auch, dass sie Bilder vor ihrem inneren Auge sieht, als hätte jemand einen Film angeschaltet. Ausgerechnet der neue Schüler Raphael scheint mehr darüber zu wissen, aber er ist ein richtiges Ekel und hält mit allem hinterm Berg.
Die Autorin hat hier eine sehr spannende Geschichte geschrieben, die sich mit dem Erwachsenwerden beschäftigt. Dazu gehört auch die Phase, in der man mehr Verantwortung übernimmt, aber eben noch nicht alles wissen darf, denn die Erwachsenen halten einen eben noch für zu jung. In Elianas Fall geht es dabei um ihre besondere Veränderung und auch ihre Herkunft, die ihre früh verstorbene Mutter mit einbezieht.
Des Weiteren wird das Thema Neuanfang behandelt, kombiniert mit Verlust, Schuldgefühlen und Verzweiflung. Das Ganze ist in eine magische Verpackung gehüllt, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Sehr wichtig fand ich auch das Thema Ausgrenzung und Misstrauen unter Mitschülern. Durch die Vorurteile, die einem Menschen durch seine Herkunft anhaften, kann der Zusammenhalt einer Gruppe schnell bröckeln und dies geschieht leider auch im realen Leben viel zu oft. Hier hat die Autorin wunderbar aufgegriffen, was es für Folgen haben kann und wie einzelne Gruppenmitglieder in ernste Gefahr geraten können. Ich bin schon gespannt auf Teil 2.