GANZ WEIT IM TIEFSTEN RUMÄNIEN, im hügeligen Herzen Transsilvaniens, liegt ein kleines Dorf mit bunten Bauernhöfen, drei Storchennestern und null Kanalisation. Bei Vollmond heult hinter der Kirche ein einsamer Wolf, und manchmal heulen die Straßenhunde mit. Für den Preis eines Münchner Tiefgaragenstellplatzes kaufte sich die sechsköpfige oberbayerische Familie Klaus dort einen hundertjährigen, unrenovierten Bauernhof. Zwischen schnapsbrennenden Selbstversorgern und lebensklugen Nachbarn mit Pferdekarren versucht die Familie ein ECHTES Leben zu führen. Holz hacken, Truthahn schlachten, Spinat einkochen – hier lernt sie rumänische Alltagsskills, die wir längst verlernt haben. Ein Leben mit Kuttelsuppe, Katzenbabies, sehr viel Knoblauch – und leider so ziemlich ohne Vampire.
Backstage mitten im Dorfleben RumäniensEchtes, ursprüngliches Leben im SelbstversuchBayrisch-rumänischer Culture-Clash – liebevoll und irrwitzig komisch
Das Buch besteht aus einzelnen Anekdoten über die Auswanderung einer deutschen Familie nach Siebenbürgen. Die ersten zwei Drittel des Buches waren nett, aber belanglos und hätten auch auf 50 Seiten gekürzt werden können, da sich die Kapitel alle irgendwie ähneln. Im letzten Drittel wird es dann doch noch sogar teilweise informativ und davon hätte es gerne mehr geben können. Unangenehm: die Rumänen werden alle lieb, aber auch ein wenig trottelig dargestellt. Es wird gerne herausgestellt, dass man es als Deutsche in Rumänien gut habe, denn man müsse sich nicht zu stark anpassen und das „Deutschsein allein hebt uns schon irgendwie positiv heraus“.