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Lisa

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Lisa, eine Schwerkriminelle, begeht auf der ganzen Welt rätselhafte Verbrechen. Die Zeichen mehren sich, dass ein Mann ihr nächstes Opfer wird: Sie ist bereits in seine Wohnung eingebrochen. Doch sie bleibt unsichtbar, außer ihrer DNA gibt es keine einzige Spur. Verschanzt in einem verlassenen Landhaus, mit reichlich Whiskey und Koks, spricht der Mann jeden Abend per Internet-Radio zu einem virtuellen Publikum. Komisch bis zum bitteren Ende erzählt Thomas Glavinic aus Österreich vom unsichtbaren Grauen der virtuellen Welt. "Lisa" ist ein Meisterwerk zwischen Humor und Horror, ein Psychogramm des Grauens. Denn Lisa ist überall.

208 pages, Paperback

First published February 1, 2011

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About the author

Thomas Glavinic

21 books141 followers
The former writer of advertising copy and taxi driver emerged with his 1998 debut novel Carl Haffner's Love of the Draw. The novel describes the life of chess master Carl Schlechter. The book received several awards and has been translated into other languages, but did not make it onto the bestseller lists. The novel has autobiographical aspects: Thomas Glavinic played his first chess game at the age of five and in 1987 he achieved second place in the Austrian chess rankings for his age group.

The novel Herr Susi (Mr. Susi) followed in 2000. Written in hard prose, it is a statement against the football business, and received mainly negative reviews from the critics. In 2001, the criminal novel Der Kameramörder (The Camera Murderer) (awarded the Friedrich-Glauser-Prize at the Criminale) was published and was enthusiastically celebrated by the feuilletons due to its criticism of the media. In 2004, Glavinic succeeded in convincing both critics (no. 1 on the ORF critics best list) and readers (no. 1 on the Austrian bestseller list) with his satiric development-novel Wie man leben soll (How to Live), written from the perspective of the indefinite "one". In August 2006, the novel Die Arbeit der Nacht (The Work of the Night) was released and scored no. 1 on the critic's list again in the same month. His novel, Das bin doch ich (That's Me), appeared in summer of 2007 and was nominated for the German Book Prize. It made it onto the short list, a selection of six of the twenty authors originally chosen.

Thomas Glavinic is married and lives with his wife and son in Vienna.

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Community Reviews

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1 star
20 (9%)
Displaying 1 - 11 of 11 reviews
Profile Image for PinkAnemone.
254 reviews9 followers
February 24, 2019
Lisa, eine Schwerkriminelle, begeht auf der ganzen Welt rätselhafte Verbrechen. Die Zeichen mehren sich, dass ein Mann ihr nächstes Opfer wird: Sie ist bereits in seine Wohnung eingebrochen. Doch sie bleibt unsichtbar, außer ihrer DNA gibt es keine einzige Spur. Verschanzt in einem verlassenen Landhaus, mit reichlich Whiskey und Koks, spricht der Mann jeden Abend per Internet-Radio zu einem virtuellen Publikum....(Klappentext)

♜♜♜♜♜

"Es ist, als ob mir nichts passieren könnte, solange ich hier sitze und rede, rede, rede.
Alles ist gut, solange ich durch dieses Gerät mit einem kleinen Ausschnitt der Welt kommuniziere.
Zu dem du, mein Zuhörer, gehörst.
Ich rede also um mein Leben."
(S. 116)

Ich bin an und für sich ein Fan des Autors Glavinic, "Das größere Wunder" und "Die Arbeit der Nacht" (was ich wieder einmal lesen und auch rezensieren sollte), sind hierbei meine absoluten Favoriten. Glavinic versteht es Tiefsinnigkeit und literarische Sprachgewalt in Stories zu packen, in denen nie alles so ist wie es scheint. Doch was er mit "Lisa" fabrizierte hat, ist meines Erachtens, einfach nur Mist.

Man ist gewohnt, dass in Romanen des Autors die Sprache auch einmal derb und direkt ist, dass darin gesoffen, gekokst und rumgehurt wird und, dass er es mit der Political Correctness nicht so ernst nimmt. Doch meist würde überhaupt nichts anderes zu der Story passen, da diese selbst schräg und abgefahren ist.

In dem vorliegenden Buch gibt es jedoch irgendwie keine Story.
Ein Vater hat sich mit seinem Sohn in einem Haus in der Pampa verschanzt. Nachdem bei ihm eingebrochen wurde und dies zur Anzeige gebracht wurde, stellte sich heraus, dass es sich bei der Täterin um eine international operierende Kriminelle handelt, welche auch vor Folter und Mord nicht zurückschreckt. Daraufhin bekommt der Vater Panik und versteckt sich.
Das Internet-Radio ist sein einziger Kontakt zur Außenwelt, welcher er seine Geschichte erzählt. Dabei fließt reichlich Alkohol und das Koks wird sich reingezogen, als gäbe es kein Morgen.
Tja, das war es auch schon. Das ist die ganze Story.

"Jeden Abend schreibe ich meinen Namen mit Kokain auf den freien Schreibtisch, saublöde Angewohnheit, ich weiß,
und jeden Abend ist schon um Mitternacht nichts mehr davon übrig,
obwohl ich einen langen Namen habe und die Buchstaben sehr groß sind."
(S. 9)

Schnell ist klar, dass sich Glavinic hierbei eines bekannten Kriminalfalls bedient, welcher überhaupt keiner war. Dies war bereits nach nur wenigen Seiten ersichtlich. Trotzdem habe ich mich durch dieses Büchlein gequält, da ich es gewohnt bin von dem Autor, die Enden betreffend, immer wieder überrascht zu werden. Doch hier war einfach nichts.
Und wenn ich sage nichts, dann meine ich nichts. Die Story war einfach zu Ende. Als würde jemand während des Erzählens Luft holen, man wartet was derjenige noch zu sagen hat und dieser dreht sich einfach um, geht und war nie mehr gesehen.

"DNA-Spuren dieser Frau sind im Lauf vieler Jahre nahezu bei allen denkbaren Verbrechen gefunden worden. [.....]
In Ungarn hat sie eine junge Frau entführt, gequält und mit ihren eigenen Haaren erwürgt,
in Prag gab es diese Giftserie, bei der sie sicher sind, sie wars,
in der Nähe von Warschau hat sie drei junge englische Adelige aufgehängt,
in Genua einem Obdachlosen die Nieren herausgeschnitten und in München einen Journalisten die Eier,....."
(S. 24)

Was erwartet einem also auf diesen 200 Seiten, wenn es keine Story gibt? Das ich Euch sagen. Nämlich Früher-war-alles-besser-Mimimi, dann war es doch wieder nicht so toll. Erzwungene und aufgesetzte Komik, inklusive Möchte-gern-cool-rüberkommen-Sprüche. Der Protagonist mag diese Leute nicht und er mag jene nicht, alle doof außer ich und Sexgeschichten bis zum Erbrechen. Dabei zieht er sich Koks, Benzos und Alkohol rein, wie andere ihr tägliches Essen. Und dies von Anfang bis Ende...wobei es ja irgendwie kein Ende gibt. Da ist dem Autor wohl, wie dem Protagonisten auch, der Stoff ausgegangen.
Kurz gesagt - to much of nothing.

Fazit:
Verschwendete Lesezeit, mehr gibt es von mir diesbezüglich nicht zu sagen.

© Pink Anemone (inkl. Leseprobe und Autoren-Info)
Profile Image for Barbara.
723 reviews27 followers
January 4, 2022
Ein Mann - trinkend, koksend - erzählt in einer abgelegenen Hütte über ein Internetradio von der Suche nach einer grausamen (wirklich nichts für schwache Gemüter!) Mörderin, die außer ihrer DNA an den Tatorten keine Spuren hinterlässt und der die Polizei einfach nicht auf die Spur kommt.

Ungewöhnlich, derb - und doch hat es mich irgendwie fasziniert.
Profile Image for Angela Falkner.
186 reviews10 followers
March 2, 2024
Ich mag Glavinic eigentlich gern, aber mit diesem Roman bin ich leider nicht warm geworden. Meiner Meinung nach hat Glavinic hier etwas Entscheidendes vergessen: die Story!
Profile Image for Audrey Auster.
5 reviews1 follower
January 1, 2017
Glavinic ist ja grundsätzlich eher speziell, man sollte sich überlegen, ob man den lesen möchte. Entweder lesen und fasziniert sein, oder nach 10 Seiten weglegen - dazwischen gibt's wohl kaum was. In diesem Buch, wie in anderen Büchern des Autors, passiert nicht wirklich viel. Aber so ist das Leben halt. Und es ist eben schon etwas gehobenere Literatur, die nicht unbedingt auf eine zu erzählende Geschichte à la Kriminalroman abzielt. Es geht nicht unbedingt um das, was erzählt wird, sondern darum, wie es erzählt wird - und das ist Glavinic-genial (allerdings nicht so gut wie "Wie man leben soll", deswegen "nur" vier Sterne... eigentlich 4.5...). Außerdem sollte man bedenken, dass das Ganze auf einer wahren Begebenheit beruht! Ich finde es lesenswert und man sollte dem Buch eine Chance geben... Für Glavinic-Beginner empfehle ich aber eher den "Kameramörder".
Profile Image for bookaholic.
113 reviews
January 31, 2016
Ich hatte mehr von diesem Buch erwartet. Viel Lärm um nichts und das Ende ? Überzeugt euch selbst, für mich einfach unbefriedigend. In 204 Seiten spricht man allerhöchstens auf 5 Seiten von dem Problem, der Rest ist einfach unnötig. Bei einem Typen, dessen Name nicht bekannt ist wird eingebrochen, die Diebin ist eine berüchtigte Mörderin und Einbrecherin. Aus Angst flüchtet er mit seinem Sohn in eine weniger bekannte Gegend und hofft dort sicher zu sein. Das wars. Das ist kein Spoiler, sondern die Inhaltsangabe, als ich diese gelesen habe dachte ich,dass ich mich auf eine interessante Geschichte freuen kann,aber Fehlanzeige, denn diese Inhaltsangabe ist gleichzeitig ein Zusammenfassung.
Profile Image for Petra.
98 reviews9 followers
July 25, 2011
Naja. Die Idee mit dem Paranoiden, der Internet-Radio macht und sich zu allem und jedem äußert, ist ja ganz nett, aber ich finde, das Thema trägt nicht das ganze Buch (auch wenn's nur 200 Seiten hat). Es liest sich auch ein bißchen anstrengend mit seinen vielen Unterbrechungen fürs Koksen und Trinken. Und der Schluß bietet dann leider auch keinen Aha-Effekt.
Profile Image for Michaela.
Author 6 books11 followers
November 6, 2014
strange book - it has its moments, some wonderful observations, but it somehow stressed me out ... quite probably the pace set by the author, the drug-induced monologue that jumps from one topic to another. my favourite sentence is (loosely translated) "really, life is to blame for everything". :) on to the next glavinic.
Profile Image for jacks_eye.
24 reviews
February 1, 2015
Leider ein eher schwacher Glavinic.

Die Kokain- und Alkohol-Monologe an sich haben ein unterhaltendes Element, auch schafft es der Autor immer wieder, mit gewohnt guten Beobachtungen helle Momente zu erzeugen -- allerdings ist die gewählte Rahmenhandlung mit ihren Gewaltporno-Einlagen nicht mein Fall. Nach ca. 50 Seiten weggelegt. Schade.
Profile Image for Ishtar.
21 reviews
March 29, 2014
hab das buch nicht geschafft...irgendwie wusste ich nach 30 seiten worum es ging und wie es endet und die anekdoten waren nicht so erhellend bzw erheiternd wie ich gehofft hatte...
Displaying 1 - 11 of 11 reviews

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