Nach einem Sturm werden an der Küste von Whitby Knochen gefunden. Die sterblichen Überreste gehören zu einer jungen Frau, sie schon 1987 verschwunden ist. Für DCI Frank Black ist es der erste Fall, den er gemeinsam mit seiner neuen Kollegin DI Gerry Carver, einer jungen Frau mit brillantem Verstand, aber auch mit Eigenheiten, die Frank die Zusammenarbeit zuerst schwer machen.
In seinem ersten Fall lerne ich Frank als einen Mann kennen, der vieles auf seinem Teller hat. In seinen Jahren bei der Polizei hat er zu viel gesehen und könnte such auf seinen Ruhestand freuen, aber sein Leben hat sich nach dem Tod seiner Frau nur um die Arbeit gedreht und er fürchtet sich vor der Leere nach der Pensionierung. Der Kontakt zu seiner Tochter war lange abgebrochen, weil sie auf die schiefe Bahn geraten war, jetzt versucht er, sie von den Drogen wegzubringen. Da kann er sich nicht noch um seine neue Kollegin kümmern, die nicht alleine, sondern mit ihrem Therapiehund kommt und mit deren brüsken Art er anfangs nicht zurecht kommt.
Aber die beiden ergänzen sich, vielleicht gerade weil sie so unterschiedlich sind. Während Gerry bei der Spurensuche eher im Netz zuhause ist, fühlt sich Frank im Umgang mit Menschen wohler. Auch wenn sie noch nicht richtig wissen, was sie mit dem jeweils anderen anfangen sollen und langsam wachsen die beiden Einzelgänger zu einem Team zusammen.
Es ist schwierig, nach so langer Zeit noch Spuren zu finden und die Erinnerungen der Beteiligten sind nicht mehr frisch. So ist es eine mühsame Arbeit für Frank und Gerry. Wes Markin schafft es, dass die beiden in ihren Ermittlungen vorankommen, ohne dass die Handlung konstruiert oder langweilig wirkt. Allerdings kommen die Ermittlungen erst spät wirklich in Fahrt, das hat den Anfang trotz der interessanten Charaktere etwas lang gemacht.