Freya hat nur einen Wunsch: die Nacht ungeschehen zu machen, in der ihre erste große Liebe Hendrik sein Leben verlor. Denn die Umstände seines Todes kann sie bis heute nicht glauben. Nur Hendriks Drillingsbruder Emil versteht, warum Freya mit dem Unglück nicht abschließen kann. Gemeinsam versuchen sie, Antworten auf all ihre Fragen zu finden – und fühlen sich dabei nicht nur in ihrer Trauer verbunden. Doch darf Freya Gefühle für den Bruder ihres verstorbenen Freundes haben? Und Emil für sie?
Rebekka Weiler, 1986 geboren, schrieb sie bereits im Alter von zehn Jahren ihren ersten Roman. Er war ganze vier Seiten lang und ein Weihnachtsgeschenk für ihre Mama. Seither begleitet sie die Faszination für das geschriebene Wort und ihre Geschichten wurden länger und länger. Meistens widmet sie sich dramatischen Liebesgeschichten, in denen sie ihre Protagonisten vor allerlei Herausforderungen stellt. Rebekka wohnt in Süddeutschland, reist gerne, liebt guten Kaffee und verbringt freie Zeit oft an ihrem Lieblingssee.
Unter ihrem Pseudonym Rebekka Wedekind hat sie bereits 3 New Adult Bücher veröffentlicht: Keeping Faith Saving Grace Finding Hope
Hendrik soll ein radikaler Aktivist gewesen sein, der in eine Massentierfarm eingebrochen ist, dort den Wachmann angegriffen hat und daraufhin gestorben ist. Freya kann diese Geschichte nicht mit ihrem liebevollen Freund unter einen Hut bringen und besonders die negative öffentliche Meinung über ihn kann sie kaum ertragen. Hendriks Bruder Emil versteht sie und als Freya mehr über Hendriks heimliche Taten herausfindet, ist es Emil, auf dessen Unterstützung sie sich verlassen kann.
Emil hätte Freya damals auf der Party selbst angesprochen, doch sein Drillingsbruder kam ihm zuvor. Jetzt ist der Tod von Hendrik schon Monate her und als Freya ihn braucht, ist Emil für sie da. Ihre gemeinsame Trauer und ihre Liebe für Hendrik bringt sie einander näher, sie spenden einander Trost und haben das Gefühl, wirklich verstanden zu werden.
Denn mit ihren Familien ist es komplizierter. Freyas Eltern glauben daran, dass Hendrik selbst schuld an seinem Tod ist und Freya endlich nach vorne blicken soll. Emil ist genauso allein mit seiner Trauer: Sein Vater distanziert sich als Bürgermeisterkandidat von den Taten seines verstorbenen Sohnes, seine Mutter ist kaum ansprechbar und seine Schwester Lene hat sich aus dem Staub gemacht und ist kaum zu erreichen. Beide Protagonisten haben zwar noch andere Freunde, aber diese können nicht auf die gleiche Art begreifen, wie es ist, Hendrik zu vermissen.
Zwischen Trauer und Trost kommen Freya und Emil sich näher, aber durch die Umstände ist es natürlich schon etwas komplizierter zwischen ihnen. Die Entwicklung ihrer Gefühle und die Veränderung ihrer Beziehung war für mich insgesamt natürlich und nachvollziehbar und ich konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Außerdem ist die Handlung spannend durch die Frage, was wirklich in der Nacht geschah, in der Hendrik gestorben ist. Fazit Insgesamt fand ich die Protagonisten sehr sympathisch und ihre Liebesgeschichte, ihre Trauerbewältigung sowie ihre Familienprobleme konnten mich berühren, dazu ein bisschen Spannung um die Geschichte abzurunden.
Vorneweg möchte ich sagen: es fällt mir sehr schwer das Buch zu bewerten, ich würde sagen sehr subjektiv sind es für mich 2⭐️ und etwas objektiver sind es 3⭐️. Am Anfang hat mir das Buch um Freya, die ihren Freund verloren hat und nun wieder den Kontakt zu seinem Bruder Emil findet, tatsächlich gut gefallen. Ich mochte das Setting, es wirkte alles sehr gemütlich und skandinavisch, das hat mir das gesamte Buch über gut gefallen. Auch der Schreibstil hat mir vor allem für dieses Genre sehr gut gefallen!!
Dass die Geschichte einen kleinen Mystery Anteil rund um den Tod von Hendrik, Freyas Freund, hat, hat mir auch gut gefallen, nur leider hat mich die Ausführung dann nicht überzeugt im Laufe des Buches.
Ansonsten fand ich das Buch leider wirklich zu lang, ich bin ein großer Fan von Charakterbasierten Büchern aber dafür hatten die Charaktere für mich zu wenig tiefe. Für eine Handlungsbasierte Geschichte wiederum war es mir zu wenig Handlung.
Ich kann mir vorstellen, dass das Buch einigen Menschen ganz gut gefallen kann, aber für mich war es leider einfach gar nichts. Es hat mich nicht unterhalten und ich habe mich schwer getan das Buch immer wieder in die Hand zu nehmen.
Daher ist mein Fazit: Objektive 3 Sterne für Schreibstil, Setting und Idee, subjektiv 2 Sterne weil ich einfach nicht reingekommen bin und mich die Charaktere leider einfach gelangweilt haben. 💔
"Somebody to love" passt genau in mein Beuteschema und auch das Setting in Norwegen hat mich sehr gereizt.
Freyas Freund Hendrik ist völlig unerwartet vor 8 Monaten gestorben, und sie tut sich schwer zurück in ihr Leben zu finden. Auch Hendriks Drillingsbruder Emil kann es immer noch nicht fassen, und seine Schwester Lene ist von heute auf morgen nach Neuseeland verschwunden und meldet sich kaum noch. Freya und Emil machen sich auf die Suche nach Antworten zu Hendriks Tod und kommen sich dabei langsam näher. Beide fragen sich, ob diese Gefühle in Ordnung sind.
Die Liebesgeschichte von Freya und Emil hat mich insbesondere in Bezug auf ihre verbotene Liebe absolut überzeugt. Ihre Gedanken und Gefühle, ob ihre Liebe sein darf und wie die Familien darauf reagieren fand ich sehr gut dargestellt. Jedoch sind dabei ein wenig die Beschreibung der Gefühle und die Zweisamkeit von Freya und Emil verloren gegangen, hier hätte ich mir teilweise ein wenig mehr Funken gewünscht.
Freya und Emil waren beide sehr sympathisch und man konnte ihre Gefühle und Empfindungen sehr gut nachvollziehen.
Die Nachforschungen rund um Hendriks Tod haben auch einiges an Spannung in die Geschichte gebracht. Ich wurde hier wirklich gut unterhalten und fand die Thematik sehr interessant.
Das Setting war ebenfalls ein echtes Highlight. Die Natur des kleinen Ortes in Norwegen wurde toll beschrieben und mit den Charakteren durfte man viele interessante Orte und Plätze kennenlernen.
Auch der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ich freue mich auf den zweiten Teil der Reihe.
2.5/5 ----‐--------- Leider, leider hat mich das Buch nicht so überzeugt wie ich es mir erhofft hatte. Für meinen Geschmack hat es zu wenig Inhalt & Spannung für fast 500 Seiten. Ich musste mich immer wieder aufraffen, das Buch in die Hand zu nehmen & weiterzulesen. Die Charktere sind liebenswert, aber mir leider nicht ganz greifbar gewesen. Dennoch ist der Schreibstil sehr schön und das Buch flüssig zu lesen. Mir gefällt auch der Perspektivwechsel und die Zeitsprünge in die Vergangenheit. Leider kann ich insgesamt nur 2.5/5 Sternen geben, weil ich zu oft kurz davor war, das Buch nicht weiterzulesen. Dennoch bin ich gespannt auf Band 2 & Lenes Geschichte!
Der Schreibstil ist schön, gefühlvoll und behutsam und erzeugt damit eine wahnsinnig angenehme Atmosphäre. Es passiert alles irgendwie sehr langsam, aber auf eine gute Art - stellenweise hat es sich fast falsch angefühlt, das Buch in meinem normalen Tempo zu lesen und mich so ein bisschen gebremst und dabei der Leseerfahrung mehr Ruhe verliehen. Wirklich schön!
(Bis auf das bisschen Anspannung, das immer dabei war, weil ich einfach nur wollte, dass für Emil alles gut ausgeht. Er ist einfach der liebste Charakter überhaupt.)
"Somebody to Love" konnte mich durch den Klappentext ansprechen. Es ist Band eins einer Dilogie, die im schönen Norwegen spielt. Man lernt Freya kennen und die Drillinge Emil, Hendrick und Lene. Hendrik ist vor 9 Monaten gestorben, erschossen durch einen Wachmann. Dabei soll er eingebrochen sein und den Wachmann angegriffen haben. Freya hat noch lange mit ihrer Trauer zu kämpfen und glaubt auch nicht daran, dass Hendrik zu so einer Tat imstande war. Nichtsahnend stößt Freya auf einen Laptop der Hendrik gehört, versteckt in der kleinen Hütte die sie zusammen gebaut hatten. Sie meldet ihren Fund sofort Emil, da er der einzige ist der noch da ist. Leni macht eine Weltreise und Emil ist der einzige, dem sie vertrauen kann. Zusammen versuchen sie das Passwort für den Laptop zu knacken und kommen dabei der Wahrheit auf der Spur. Aber nicht nur der Wahrheit, zwischen beiden funkt eine verbotene Liebe.
Freya war mir direkt sympathisch. Sie arbeitet bei ihren Eltern im Sägewerk. Zwar nicht das, was sie wirklich mit Herzen machen möchte, aber damit gibt sie sich zufrieden. Nebenbei schnitzt sie gerne Holzfiguren. Doch durch Hendriks Tod, hat sie nicht mehr geschnitzt. Bis zu dem Tag als Emil wieder in ihr Leben tritt. Freya war selbstbewusst und mutig. Langsam findet sie wieder zu sich selbst und hat ein Ziel vor Augen. Sie möchte der Welt beweisen, das Hendrik nicht der Böse ist und gleichzeitig will sie auch ihren Seelenfrieden wieder herstellen. Ihr Weg ist zwar steinig und mit vielen Widerstreitenden Gefühlen geprägt, aber sie gibt nicht auf. Emil war mir auch direkt sympathisch. Auch er trauert immernoch um seinen Bruder und gleichzeitig ist er wütend auf seine Familie, allem voran Lene. Sie ist einfach abgehauen und das kann er nicht ganz nachvollziehen. Er ist ein Herzensguter Mensch und nimmt auch Rücksicht auf seine Mitmenschen. Manchmal vergisst er dabei sich selbst. Auch er war hartnäckig, obwohl er auch gerne aufgeben würde. Durch Freya hat er auch mehr und mehr ein Ziel vor Augen und durch sie findet er auch gleichzeitig sein Glück wieder.
Der Schreibstil war dabei auch wunderbar flüssig zu lesen. Man liest die Sicht aus Freya und Emil und manchmal sogar von den Vergangenheits Drillinge. Als Leser lernt man die Charakter gut kennen und was gerade die Drillinge so verbindet. An manchen Stellen hat sich die Story etwas gezogen, da es vorkam das Themen öfters durch gekaut wurden. Aber die Neugier um den Inhalt des Laptops und die Tatsache über die Verbotene Liebe, konnte mich fesseln, sodass ich bis zum Schluss durch gehalten habe. Am meisten hat mir aber auch die schöne und bildgewaltig beschriebene Landschaft begeistert. Es war ein Traum zu lesen, wie Freya und Emil einen See entdecken und für sich haben. Zum Zeichen hängt genau in dem See, die Äste einer Trauerweide. Dieses kleine Detail hat der Story einen gefühlvollen Touch verliehen und auch eine wichtige Mitteilung. Es war ein süßes Buch, eine Achterbahn der Gefühle, mit einem traurigen und doch gutem Ende. Ich bin sehr gespannt wie es im zweiten Band weitergeht und wer die Protagonisten sein werden. Da habe ich mich noch nicht Spoilern lassen und werde mich auch überraschen lassen. Für mich ist das Buch eine Leseempfehlung wert.
Auf den Auftakt der NORTHERN HEARTS Reihe habe ich mich schon sehr gefreut.
Es ist mein erstes Buch der Autorin, bei dem mich vor allem der Forbidden-Love-Trope und das norwegische Setting ansprachen.
Schon in der Leseprobe begeisterten mich Rebekkas wundervoller Schreib- und Erzählstil, sowie ihr Geschick die traurige und verzweifelte Stimmung einzufangen. Ich wurde förmlich ins Geschehen hineingezogen und war fortan an die Seiten gefesselt.
Freya war mir, trotz ihres gebrochenen Herzens, von Beginn an, sympathisch. Sie hat sowohl eine sehr sanfte, als auch taffe Seite. Sie ist ehrgeizig, kreativ und hat einen starken Willen. Besonders interessant, fand ich, ihr Hobby der Holzschnitzerei.
Emil schien mir von den Drillingen der ruhigere und besonnenere zu sein, und derjenige, der am meisten zurücksteckt. Er geht keine unnötigen Risiken ein und bedenkt Situation im Voraus. Ich mochte Emil - er ist ein ganz lieber, von dem ich mir nur gewünscht hätte, dass er einfach mal nur an sich denkt, und tut, was er will!
Freyas und Emils Liebesgeschichte beginnt mit der Suche nach Antworten, um die Geschehnisse rund um Henriks Tod. Dies war wohl der spannendste Aspekt der Geschichte, und fühlte sich schon sehr nach Cozy Crime an. Die Annäherung von Emil und Freyas dabei, fand ich jedoch eher verhalten, und „spielte“ sich mehr auf freundschaftlicher Basis ab. Der unmoralische Aspekt rückt erst zum Ende hin, in den Mittelpunkt – hat mich mit seiner Zerrissenheit und der Verzweiflung aber völlig mitreißen können!
Der Auftakt der NORTHERN HEARTS Reihe hat mir gut gefallen! Die moralisch umstrittene Liebesgeschichte zwischen Freya und Emil, nahm zwar nicht ganz so viel Raum ein, wie gedacht. Dafür standen Geheimnisse, Trauerbewältigung und ein angeschlagenes Familienband im Mittelpunkt, die mich ebenfalls gut unterhielten und die Neugierde auf Teil 2 weckten!
4 Sterne
Mein Dank gilt dem Ravensburger Verlag und Vorablesen für das Rezensionsexemplar!
Also, eigentlich ist die Geschichte echt gut. Irgendwas fehlt mir aber. Emil und sie ja klar das passt auf den ersten Blick nicht, aber wenn man tiefer reinschaut dann passt das sehr wohl. Ich liebe Lene, ihren Charakter alles und verstehe ihre Reaktion. Trotzdem glaub ich werde ich nicht den 2. band lesen. Weil mir irgendwas noch fehlt.
Dieses Buch hat mich doch mehr berührt als ich es am Anfang für möglich gehalten habe. Zwar hat die "Hauptemotion" des Buches mich nicht wirklich erreichen können, weil mir der Bezug fehlt, so haben es die Themen der Freundschaft, Familie und das für einander da seien, aber umso mehr getan. Ein schönes Buch, das sich mit Trauer, liebe und Angst auseinander setzt.
Lieblingszitat aus dem Buch: »Wenn das Leben einen umhaut«, fährt Jonna fort, als sie sicher ist, dass ich ihre Worte höre, »und ich glaube, dass deins das grad ganz gewaltig tut, dann sollte man vielleicht einfach kurz liegen bleiben.«
Die Drillinge Emil, Hendrick und Lene waren ihr Leben lang unzertrennlich und immer für einander da. Bis zu dem schicksalshaften Tag als Hendrick starb und eine große Lücke hinterließ. Nicht nur seine Familie, auch seine Freundin Freya fühlt sich verloren. Doch jeder geht anders mit seiner Trauer um, vor allem Freya kann nicht glauben, was damals geschah und versucht mit Emil die Umstände von Hendricks Tod zu klären. So kommen sie sich immer näher, aber dürfen sie für einander Gefühle haben ?
Meine Meinung: Über dieses Buch habe ich so viel gutes gehört und nun hatte ich auch richtig Lust auf darauf. Auf große Gefühle, eine bittersüße Geschichte voller Emotionen und Drama. In gewissen Teilen habe ich das auch bekommen, aber nicht so, wie ich es mir vorstellte. Leider berührte es mich beinahe kaum und gerade die Liebesgeschichte mochte ich nicht so gerne. Mir fehlte die Chemie zwischen Emil und Freya und trotz des Klappentextes fand ich es schade, wie sehr sie bei der Suche nach der Wahrheit unterging. Die beiden Handlungsstränge harmonierten nicht und gerade die ganzen Dramen in der Familie wirkten eher aufgesetzt anstatt authenstisch und berührend.
Das fand ich sehr schade, da gerade der Anfang wirklich sehr vielversprechend war und mich auch emotional mitnahm. Die Trauer, die Freya ausstrahlte ging mir unter die Haut und ich rätselte auch mit. Was geschah wirklich und warum musste ein Mensch so früh sterben ? Die aufkeimenden Gefühle zu seinem Bruder Emil boten viel Potenzial, aber in meinen Augen wurde es nicht gut genutzt. Mir fehlte Tiefe, Ausgewogenheit und vor allem authentische Emotionen. Je mehr ich las, desto langweiliger und uninteressanter fand ich es. Zwar gab es zwischendurch auch spannende Momente, aber insgesamt musste ich nach gut hundert Seiten trotz des flüssigen Schreibstils schon etwas kämpfen, da es einfach zu sehr auf Sparflamme lief.
An sich ist sowas auch nicht verkehrt, aber es passierte die meiste Zeit absolut nichts. Es drehte sich viel im Kreis und vor allem das Entschlüsseln des Passworts für Hendriks Laptop nahm einfach zu viel Raum ein. Hätte man das alles gut gestrafft und dem Paar mehr Raum gegeben, hätte es mir vielleicht sogar ganz gut gefallen. Die Chemie war zwischen Freya und Emil durchaus vorhanden, aber die Übergänge fand ich nicht schön ausgearbeitet und mir ging das irgendwie zu plötzlich. Die emotionale Gefangenheit der beiden und die Schuldgefühle, weil ihre Liebe eigentlich nicht akzeptiebar war, kam nicht bei mir an und ich fand es zu oberflächlich. Die auftauchenden Dramen in der Familie, die gerade zum Ende hin viel Handlung beanspruchten, waren mir zu viel und nervten mich eher. Vielleicht lag es am Stil oder daran, dass es so sehr lang gezogen war, ich weiß es nicht genau. Zwischendurch gab es kleine Einblicke in die Kindheit und Jugend der Drillinge. Eigentlich war das eine schöne Idee, aber dadurch, dass diese Kapitel ultra kurz und eher störend waren, fand ich es nicht so passend. Dafür mochte ich es aber sehr, wie die Autorin das Thema Trauer behandelte. Die war bei allen Protagonisten sehr greifbar und es gab einige Momente, wo ich vieles nachempfinden konnte und es mich mitnahm.
Leider waren auch die Charaktere nur bedingt mein Fall. Mit den meisten wurde ich nicht wirklich warm und gerade Lene fand ich furchtbar, auch wenn ich ihre Trauer verstand. Aber sie war sehr unfair, anmaßend und ihr Verhalten kindisch. Hendrik und Freya waren leider auch nicht wirklich mein Fall und ich fand sie nicht sympathisch. Zwar war gerade Freyas Trauer sehr greifbar und ich verstand einige Dinge bei ihr, aber ich konnte zu beiden keinen Draht finden. Irgendwie waren sie mir zu oberflächlich, obwohl die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wurde und man gut in ihre Gedanken eintauchen konnte. Aber diese Zerissenheit kam nicht gut rüber und ehrlich gesagt blieben sie mri auch nicht im Gedächtnis.
Der Schreibstil las sich sehr flüssig, auch wenn es mich ziemlich langweilte. Es konnte mich trotz der Dramen und Emotionen kaum packen und ich habe da einfach mehr erwartet.
Fazit: Leider war die Geschichte nur bedingt mein Fall. Nach den ersten guten 100 Seiten verlor es mich immer mehr und ich fand es dann ziemlich langweilig. Es war schade, dass es oft sehr langatmig erzählt wurde und manche Handlungsstränge sich zu sehr verloren. Die Liebesgeschichte überzeugte mich kaum und die Übergänge wurden nicht schön ausgearbeitet. Dafür fand ich gerade die Trauer von Freya sehr greifbar und es hatte ein paar Momente, die mich durchaus mitnahmen. Insgesamt ist es aber nicht meins gewesen. Von mir gibt es:
Freya ist nur noch ein Schatten ihrer selbst, seid ihr Freund Hendrik gestorben ist. Vor allem da sie die Umstände seines Todes nicht glauben kann, denn die Medien stellen ihn ganz anders dar, als er wirklich war. Der Einzige, der ebenfalls wie Freya denkt und nicht glaubt, dass Hendrik so war, ist Hendriks Drillingsbruder Emil. Zusammen versuchen er und Freya die Umstände von Hendriks Tod in Erfahrung zu bringen, kommen sich dabei jedoch ebenfalls näher. Aber darf Freya sich in Emil verlieben?
Die Charaktere:
Freya ist eine richtig coole Protagonistin. Sie hat eine Ausbildung im Sägewerk ihrer Eltern gemacht und arbeitet dort nun im Büro. Ihr liebstes Hobby ist das schnitzen und sie ist auch echt gut darin. Sie tat mir oft sehr leid, da es ihr nicht leichtfällt, mit Hendriks Verlust zu leben. Ihre Entwicklung im Buch war deshalb noch viel schöner. Sie war mir sehr sympathisch. Emil war ebenfalls ein sympathischer Protagonist. Er ist total nett, zuvorkommend und ich konnte ihn eigentlich nur mögen. Er geht gerne schwimmen, vor allem wenn ihn etwas belastet und er den Kopf frei bekommen möchte, kümmert sich um die sieben nach Göttinnen benannten Hühner seiner Schwester und leidet selbst ziemlich unter dem Verlust von Hendrik. Die Nebencharaktere fand ich ebenfalls ganz interessant. Vor allem die Freundinnen von Freya und die Freunde von Emil.
Die Umsetzung:
Ich liebe die Gestaltung des Covers und des Buchschnitts, aber die Charakterkarte ist nicht ganz mein Fall. Ich war mir nicht sicher, wie sehr mich das Buch mitnehmen würde, denn es steht ja der Verlust eines geliebten Menschen im Vordergrund und schlussendlich muss ich sagen, dass es mich emotional sehr mitgenommen hatte. Zum Schreibstil kann ich sagen, dass ich diesen sehr angenehm und bildlich fand. Ich mochte es sehr, dass das Buch auch aus der Sicht beider Protagonisten geschrieben ist. Anfangs war ich mir nicht sicher, was genau mich erwarten sollte und bekommen habe ich eine Friends-to-Lovers Romance, welche sich nach einer längeren Funkstille beider Protagonisten entwickelte, auch wenn dies nicht beabsichtigt war. Emil interessierte sich früher schon für Freya, diese kam allerdings mit seinem Bruder zusammen und dies hatte er eigentlich auch akzeptiert, bis Freya dann bei ihm aufkreuzte und ihn um Hilfe bat. Das Buch war interessant, ich fand jedoch, dass es an manchen Stellen etwas künstlich in die Länge gezogen wurde, da die Protagonisten die offensichtlichsten Zusammenhänge viel zu lange nicht gesehen haben, was sehr schade war. Dass das Buch in sich abgeschlossen ist, also dass es ein Ende für sich hat, finde ich ebenfalls super.
Mein Fazit:
Wenn man damit umgehen kann, dass es in dem Buch sehr viel darum geht, dass man einen geliebten Menschen verloren hat, würde ich das Buch auf jeden Fall empfehlen. Wenn nicht, sollte man lieber die Finger davonlassen, da das Buch eine emotionale Achterbahnfahrt ist. Ich mochte das Buch an sich trotzdem und gebe ihm deshalb 4 von 5 Sterne.
Freya hat in einer Unglücksnacht ihren Freund verloren und das nagt noch sehr an ihr. Doch nur Emil versteht sie, hat er ihn doch auch verloren, seinen Drillingsbruder…
Freya kämpft immer noch. Sie kann einfach nicht glauben, dass sie Hendrik verloren hat. Doch noch weniger, wie es dazu gekommen sein soll. Eines Tages findet sie etwas, womit sie nicht gerechnet hat, was aber sich dazu führt, dass sie mit Emil wieder Kontakt aufnimmt. Dieser vorsichtige und zaghafte Versuch, sich gegenseitig zu verstehen, führt zu noch mehr Annäherung. Bei ihm fühlt sie sich angekommen, verstanden und emotional geliebt. Bis mehr daraus wird…
Emil ist wirklich ein wundervoller Charakter. Man muss ihn einfach mögen. Er ist eher der ruhige und doch vertritt er auch seine Meinung und kann aufbrausen. Ich kann absolut nachvollziehen, warum Freya sich schon immer so wohlgefühlt hat in seiner Nähe. Dabei hat er es nach dem Tod des Bruders nicht leicht mit seiner Familie. Aber auch Freya kämpft mit ihrer Familie, da sie sich nicht verstanden fühl. Vielleicht schweißt auch das die beiden zusammen. Ich habe von Anfang an meinen Emotionen freien Lauf lassen können und hab die eine oder andere Träne verdrückt. ❄️ Wieder ein richtig tolles Buch von Rebekka. Ich liebe einfach ihren Schreibstil und bin immer wieder auch von ihrer Art, etwas zu beschreiben, fasziniert. Sie packt mich einfach immer wieder an der richtigen Stelle. Emotionen, Spannung (auch wenn ich an mancher Stelle schon etwas vorausahnen konnte), tolle Nebencharaktere, die wichtig für die Geschichte sind und ein tolles Setting. Und auch die Thematik mit dem verlieben in den Bruder des Verstorbenen wurde toll umgesetzt. All die Ängste und Vorurteile, die man entgegen gesetzt wird. Großartig. Ich freu mich auf Band 2
Das Setting in diesem Buch hatte mich am meisten angesprochen, da ich Norwegen sehr gerne mag und gespannt war, wie die Autorin dieses einbeziehen wird in die Geschichte. Zuerst einmal geht es um die Drillinge Hendrick, Emil und Lene, die auch in den Rückblenden erwähnt werden und man deren gemeinsame Beziehung dadurch besser greifen konnte. Bei der Hauptgeschichte geht es um den Tod von Hendrick und wie die anderen seinen Tod verarbeiten. Früher waren die Drillinge sehr gut befreundet mit Hendricks Freundin Freya. Doch das hat sich seit Hendricks Tod verändert. Jeder der Familie Berg geht mit der Trauer anders um und so auch Freya. Als Freya Hendricks versteckten Laptop wiederfindet, beginnt sie wieder Kontakt zu Emil aufzunehmen. In der ersten Phase des Buches dominiert die Trauer in dem Buch und als Lesender kann man gut die unterschiedlichen Arten von Trauer entdecken. Durch die Suche nach dem Geheimnis um den Laptop kommen sich Emil und Freya näher und ich mag die Art, wie die Autorin die positiven und negativen Meinungen zu der Beziehung beschreibt. Teilweise hatte ich Längen in dem Buch gehabt, weshalb ich das Buch pausieren musste und ich bin mit einer etwas anderen Erfahrung hereingegangen, weil mich eine andere Reihe von der Autorin so begeistert hatte.
Das Cover finde ich wunderschön. Es wirkt edel, nicht überladen und ist ein richtig schönes Buch. Die Haptik des Einbandes fand ich toll und auch der Farbschnitt ist zauberhaft. Der Schreibstil der Autorin war äußerst angenehm und flüssig zu lesen. Man konnte der Handlung problemlos folgen und mit den Charakteren richtig gut mitfühlen. Ich mochte es super gerne, dass das Buch aus der Sicht beider Protagonisten (Emil und Fee) erzählt wird. Dadurch wirkt die Geschichte noch lebendiger und man kann die Charaktere besser kennen lernen und ihre Handlungen und Gefühle noch besser nachvollziehen. Die Charaktere waren großartig, man kann die Geschichte durch sie richtig gut fühlen. Fee und auch Emil sind mir sofort sympathisch gewesen, sie wirken beide bodenständig und haben schon wirklich viel mitgemacht. Das Buch konnte mich von der ersten Seite an gut fesseln und ich konnte es nur schwer beiseitelegen. Die Emotionen der Protagonisten konnte die Autorin ausgesprochen gut transportieren. Ein Buch, dass ich wirklich empfehlen kann. Meine Vorfreude auf den zweiten Band ist riesig. Ich vergebe für das großartige Buch verdiente 5 von 5 Sterne.
Ein wunderschönes Setting. Erst wusste ich nicht, ob das Buch mir gefällt. Aber es wurde immer besser. Natürlich gibt es Herzschmerzen. Die Beziehung zwischen Freya und Emil war der Hauptbestandteil. Die Gefühle standen im Vordergrund und auch die Hindernisse waren immer wieder ein Großes Thema. Ich kann Lene ihre Sichtweise auf eine Art verstehen, aber auch Emil und Freya Ihre Sichtweise verstehen. Und was ich persönlich gut fand, es gab so gut wie kein Spice, sondern es wurde auf alles andere Wert gelegt.
Ich liebe ja Norwegen! Die unberührte Natur, die beeindruckenden Fjorde, die kleinen Dörfer und Städtchen mit den gemütlichen Holzhäusern in den Fjorden... Erst letztes Jahr war ich auf Kreuzfahrt am Polarkreis unterwegs und habe es zum ersten Mal zum Nordkapp und nach Spitzbergen geschafft. Und es war einfach atemberaubend schön!
Deswegen habe ich mich total gefreut, dass die Northern Hearts-Reihe von Rebekka Weiler in Norwegen angesiedelt ist. Leider hat man davon aber nicht viel bemerkt. Klar, die Story spielt in Drammen und Oslo und gelegentlich wurde auch mal ein Fjord kurz erwähnt. Aber abgesehen davon war das Setting komplett austauschbar, was ich extrem schade fand, da hier so viel Potenzial für bildliche Landschaftsbeschreibungen gewesen wäre.
Abgesehen davon fand ich den Schreibstil aber sehr flüssig und angenehm. Erzählt wird die Story abwechselnd aus Sicht von Freya und Emil, mit kurzen Rückblenden zu den Drillingen alle paar Kapitel, was mir gut gefallen hat. Auch fand ich Freya und Emil sympathisch. Die Nebencharaktere wie die Freunde der beiden blieben aber leider total oberflächlich, austauschbar und zum Teil unsympathisch.
Leider bin ich aber nicht wirklich in die Geschichte reingekommen, da sie mir viel zu konstruiert war und sich nicht natürlich angefühlt hat. Zuerst gab es die Suspense-Storyline um den Laptop und die Videos – als sie dieses Rätsel jedoch nicht lösen konnten, wurde das Thema bis zum Ende des Buchs einfach nicht mehr wirklich erwähnt. Stattdessen ging es nur noch um die sich anbahnende Romanze zwischen Freya und Emil, die für mich nicht wirklich gepasst hat, und den Einbruch, bei dem ich sofort eine Ahnung hatte, wer hier warum dahintersteckt. Diese Ahnung hat sich dann auch bestätigt. Außerdem fand ich etwas unrealistisch, wie lange es gedauert hat, bis Freya ihre neue Haustür bekommen hat.
Alles in allem musste ich mich leider oft dazu zwingen, "Somebody to Love" weiterzulesen, da es mich einfach nicht gecatcht hat.
Die Geschichte von Freya und Emil ist bittersüß und lässt einen hinterfragen, was okay ist, wenn man trauert. Ab wann darf man wieder glücklich sein, wenn man jemanden wichtiges verloren hat? Und darf das "Glück" der Bruder bzw. die Freundin des Verstorbenen sein? Den Zwiespalt, den beide Protagonisten spüren, konnte man wirklich gut nachvollziehen, die Zweifel waren absolut greifbar. Und auch die Widerstände, auf die die beiden gestoßen sind, sind sehr realistisch dargestellt. Durch die Nachforschungen, die Freya und Emil anstellen, gibt es einen spannenden Twist, da es sich stellenweise ein bisschen wie ein Krimi anfühlt. Der Schreibstil von Rebekka Weiler hat mir sehr gut gefallen. Die Rückblenden in die Kindheit und Jugend der Drillinge fand ich toll, um die Beziehung der drei noch besser nachvollziehen zu können. Cover und Farbschnitt sind wirklich schön.
Acht Monate und siebzehn Tage ist es her, dass Freya ihren Freund Hendrik verloren hat. Er starb bei einem Einbruch in eine Massentierfarm, eine Seite von Hendrik, die Freya nicht kannte. Auch Monate später hat die Trauer sie noch fest im Griff, als sie plötzlich Hendriks Laptop findet und so die Möglichkeit erhält, vielleicht doch noch Antworten auf die Fragen zu bekommen, die ihr seit Hendriks Tod auf der Seele brennen. Gemeinsam mit Hendriks Drillingsbruder Emil begibt sie sich auf die Suche nach Antworten und sie kommen sich dabei immer näher. Doch darf sie so für den Bruder ihres verstorbenen Freundes empfinden?
"Somebody to Love" von Rebekka Weiler ist der erste Band der Northern-Hearts-Dilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der vierundzwanzig Jahre alten Freya Olsen und des zweiundzwanzig Jahre alten Emiljan Berg erzählt wird.
Für Freya brach eine Welt zusammen, als sie über Nacht ihren Freund Hendrik verlor, als dieser bei einem Einbruch auf eine Massentierfarm zu Tode kam. Eine Seite, die Freya von Hendrik nicht kannte und die in ihr besonders die Frage hervorgerufen hat, wie gut sie ihren Freund denn eigentlich kannte. Als Sohn des Bürgermeisters war diese radikale Seite von Hendrik natürlich ein gefundenes Fressen für die Presse, sodass sein Ruf nicht mehr der beste ist. Als Freya dann Hendriks Laptop findet, erhält sie so eine kleine Möglichkeit herauszufinden, warum er wirklich sterben musste und welcher Mensch er wirklich war. Dazu kontaktiert sie nach Monaten der Funkstille Hendriks Bruder Emil und gemeinsam versuchen sie Licht in die Schatten von Hendriks letzten Wochen zu bringen.
Von Rebekka Weiler habe ich bisher nur Kurzgeschichten gelesen, die mir aber sehr gut gefallen haben und auch diesen Auftakt mochte ich richtig gerne! Das Buch spielt überwiegend in Drammen, Norwegen, aber auch die Hauptstadt Oslo dürfen wir gemeinsam mit Freya und Emil besuchen. Der Sommer naht und so sind die beiden viel in der Natur unterwegs, einfach ein wundervolles Setting, das mir total gut gefallen hat!
Freya hat früher viel geschnitzt, Figuren aus Holz gefertigt, doch seit dem Tod von Hendrik hat sie ihr Hobby aufgegeben. Er ist seit fast neun Monaten tot und die Trauer hat Freya noch fest im Griff. Auf ihre besten Freundinnen Merrit und Sarisha kann sie sich zum Glück immer verlassen, denn sie haben sich nicht von Freya abgewandt, sondern sind an ihrer Seite geblieben und unterstützen Freya, wo sie können. Mit Hendriks Laptop, der durch ein ihr unbekanntes Passwort geschützt ist, bekommt sie eine Aufgabe, auf die sie sich konzentrieren und die sie ein wenig aus ihrer Starre herausreißen kann.
Hendrik, Emil und Lene waren wie die drei Musketiere, legt man sich mit einem Kind der Familie Berg an, legt man sich mit allen an. Doch Hendriks Tod hat ein tiefes Loch in die Familie gerissen. Ihr Vater konzentriert sich auf seine politischen Karriereambitionen, seine Mutter flüchtet sich in den Schlaf und Lene hat ihre Sachen gepackt und sich in ein Flugzeug gesetzt, das sie auf die andere Seite der Welt gebracht hat. Nur Emil ist geblieben und versucht so gut wie möglich mit seinem Leben weiterzumachen. Als Freya plötzlich wieder vor seiner Tür steht, finden sie in dem jeweils anderen jemanden, der ihre Trauer versteht und sie können gemeinsam trauern. Doch Emil hatte schon früher eine Schwäche für Fee, hat sich jedoch für seinen Bruder zurückgehalten. Diese Gefühle kommen wieder an die Oberfläche und schon bald geht das, was die beiden fühlen, über Freundschaft hinaus. Doch da ist natürlich auch der Zwiespalt, dass Freya mit Emils Bruder zusammen war, der alles kompliziert macht.
Mir haben Freya und Emil richtig gut gefallen! Es war so schön zu sehen, wie sie in dem jeweils anderen jemanden gefunden haben, der versteht, was der andere gerade durchmacht. Sie mussten ihre Gefühle, ihre Trauer nicht verstecken. Mussten nicht so tun, als würde es einem gut gehen, wenn es dann doch nicht so war. Es ging mit den beiden auch nicht zu schnell, man konnte die Entwicklung sehr gut nachvollziehen und ich mochte die beiden auch zusammen sehr gerne, weil sie sehr empathisch und einfühlsam waren.
Mit dem Fund von Hendriks Laptop kam etwas Spannung in die Geschichte, denn es gibt da jemanden, der nicht möchte, dass die Wahrheit über Hendriks Todesnacht ans Licht kommt. Von diesem Handlungsstrang hätte ich mir allerdings noch etwas mehr Spannung erhofft, denn im Mittelteil konnte mich die Geschichte nicht mehr ganz so stark mitreißen wie noch am Anfang, aber das Buch ließ sich immer sehr gut lesen und konnte mich echt berühren! Ich freue mich auf Lenes Geschichte im zweiten Band, weil ich einerseits gespannt bin, wie sie mir gefallen wird, denn sonderlich sympathisch war sie mir bisher nicht. Aber auch, weil es da ein paar Dinge gibt, die im Auftakt noch keinen richtigen Abschluss bekommen haben und von denen ich hoffe, dass sie diesen im zweiten Band bekommen!
Fazit: "Somebody to Love" von Rebekka Weiler ist ein mitreißender Auftakt der Northern-Hearts-Dilogie! Ich mochte Freya und Emil richtig gerne, konnte mit ihnen mitfiebern und ihre Geschichte konnte mich auch berühren. Von einem Handlungsstrang hätte ich mir noch etwas mehr Spannung erhofft, denn der Mittelteil konnte mich nicht komplett fesseln, aber auch so hat es mir sehr gut gefallen und besonders das Setting Norwegen war ein Traum! Ich vergebe vier Kleeblätter und freue mich auf Lenes Geschichte im zweiten Band!
Das Cover und der Farbschnitt haben mich sofort angesprochen und neugierig gemacht. Es ist in diesem Genre mal etwas anderes und beides passt wirklich perfekt zu dieser Geschichte.
Freyas Freund Hendrik ist vor ca. 9 Monaten gestorben, weil ein Wachmann ihn bei einem Einbruch erschossen hat. Noch immer kann sie nicht glauben, dass Hendrik einen Wachmann angegriffen haben soll, der dann in Notwehr gehandelt hat. Doch dann stößt Freya auf einen Laptop von Hendrik, der versteckt war und möchte nun in Erfahrung bringen, wofür er den Laptop hatte. Weil es ihr nicht gelingt, das Passwort zu knacken, geht sie auf seinen Drillingsbruder Emil zu und fragt, ob er ihr helfen könnte. Emil ist sofort dabei, doch geht es sehr schnell nicht mehr nur um Hendriks Geheimnisse.
Freya ist eine junge, selbstbewusste Frau, die in der Firma ihrer Eltern arbeitet. Sie hat immer noch sehr mit dem Tod ihres Freundes zu kämpfen und verkriecht sich zu Hause. Aber ihre beiden Freundinnen passen auf, dass sie nicht vereinsamt. Doch mit dem Finden des Laptops ändert sich Freyas Leben wieder. Es wird aufregend, sie hat wieder ein Ziel und sie erlaubt sich auch wieder etwas Glück. Doch ist das ein ziemlich schwieriger Weg. Ich fand die Konstellation mit den Brüdern überaus interessant und die Gewissensbisse, das schlechte Gewissen und die Gedanken dazu super authentisch rübergebracht. Freya fühlt sich innerlich zerrissen, sie lässt sich in eine Richtung drängen und verharrt dort erstmal. Aber ist es das was man will? Sich den Erwartungen und Zwängen anderer beugen? Freya wächst an dieser Herausforderung und ich fand sie super gelungen.
Auch Emil war mir sofort sympathisch. Ihn plagen die gleichen Probleme wie Freya. Aus diesem Grund verstehen sie sich auch so gut. Emil ist super verständnisvoll, hat ein großes Herz und beschützt seine Lieben. Dabei nimmt er aber auch immer sehr viel Rücksicht auf andere und vergisst sich darüber zum Teil selbst. Es hat mich schon sehr bewegt, wie er für Frey nur das Beste möchte und selbst darunter leidet. Trotzdem gibt er ihr genau das, was sie möchte. Emil ist ein Familienmensch und hat schwer damit zu kämpfen, was Hendriks Tod mit seiner Familie gemacht hat, doch so leidet jeder für sich, anstatt einen gemeinsamen Weg zu suchen. Auch diese Situation fand ich sehr berührend. Aber auch Emil lernt dazu und es ist wirklich so schön zu beobachten, wie er mehr und mehr zu sich findet.
Alle anderen Figuren haben mir auch sehr gut gefallen. Sie waren alle sehr authentisch und hatten alle eine eigene Motivation. Gefallen hat mir, dass Emils Vater sein Verhalten reflektiert und daraus gelernt hat. In Emils Familie wurde sehr deutlich gezeigt, welche Gesichter Trauer haben kann. Das hat mir sehr gefallen. Freyas Freundinnen, aber auch Emils Freunde fand ich super. Sie waren da, als man sie gebraucht hat.
Die Handlung fand ich insgesamt auch sehr gelungen. Es wurde eine ansteigende Spannungskurve mit vielen kleineren und größeren Konflikten und überraschenden Wendungen entwickelt. Gut gefallen hat mir der Handlungsstrang zu den Ermittlungen. Das hat einfach Spannung reingebracht. Trotzdem hat es sich für mich an manchen Stellen doch etwas gezogen. Es hat sich ein wenig angefühlt, als würde Freya machmal auf der Stelle trampeln und dann passiert recht lange hinsichtlich der Handlung nichts. Dafür fand ich aber diese Thematik super interessant und toll bearbeitet. Man konnte die ambivalenten Gefühle nachvollziehen und auch verstehen. Und das Ende hat mir auch sehr gut gefallen. Es war passend zu der Geschichte und hat mich zufrieden zurückgelassen.
Der Schreibstil von Rebekka Weiler ist einfach wundervoll. Alles liest sich angenehm, flüssig und harmonisch. Die Dialoge sind sehr authentisch, unterhaltsam und auch sehr gefühlvoll. Die Beschreibungen der Settings und die atmosphärischen Beschreibungen waren ganz großartig. Ich konnte mich da super reindenken und die Atmosphäre hat mich total eingenommen. Auch die Darstellung der emotionalen Ebene hat mich total abgeholt. Ich habe mit Freya und Emil wirklich mitgelitten und mitgefiebert bis zum Schluss. Und ihre Geschichte hat mich sehr bewegt.
Von mir erhält dieses Buch eine ganz klare Kaufempfehlung (4,5/5 Sterne), weil Freya und Emil zwei so sympathische und authentische Figuren sind, weil es eine ganz besondere Handlung ist, weil die Thematik sehr bewegend ist und prima bearbeitet wurde und weil der Schreibstil so einzigartig und gefühlvoll ist. Ein halbes Sternchen ziehe ich aber ab, weil es aus meiner Sicht ein paar Längen gab. Das ist aber nur mein persönlicher Geschmack. Trotzdem lohnt es sich in jedem Fall dieses Buch zu lesen.
Vielen Dank an Rebekka Weiler und Ravensburger Verlag für diese Geschichte.
Mein erster Vorablesen-Gewinn, der angekommen ist. Ich bin schon sehr gespannt auf das Buch gewesen, weil die Leseprobe schon sehr spannend angefangen hat.
Inhalt
Erst 9 Monate ist es her, seit Freya die Liebe ihres Lebens verloren hat. Die Trauer begleitet sie treu im Alltag, den an ein Vergessen ist nicht zu denken. Egal wie sehr es weh tut. Als sie an ihrem Geburtstag eine unerwartete Entdeckung macht, ist sie gezwungen sich wieder mit der Familie ihres verstorbenen Freundes auseinanderzusetzen - vor allem seinem Drillingsbruder Emil. Doch diese gemeinsame Zeit weckt Gefühle in ihr, die eigentlich nicht sein dürften.
Meine Leseerfahrung
Was mich von der ersten Seite überzeugt hat, war das Thema Veganismus und Aktivismus. Wie es im Buch dargestellt wird ist sehr wichtig und passend, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass ein bisschen mehr darauf eingegangen wird.
Das Setting in Drammen ist sehr schön und malerisch beschrieben. Die Fjorde und Seen spielen eine große Rolle, man spürt die sommerliche Atmosphäre. Auch die Hütte von Freya ist mit dem Lagerfeuer davor ein sehr cozy Ort. Man bekommt definitiv dieses cozy Kleinstadtsetting. Auch die gelegentlichen Ausflüge nach Oslo tragen gut zur Geschichte bei und bieten einen Szenenwechsel.
Der Grundstein für den Spannungsbogen wird schon mit den ersten Seiten gelegt und ist gut über das gesamte Buch verteilt. Stück für Stück findet man die Wahrheit über Hendrick und seinen Tod heraus, was als Gesamtbild sehr schlüssig ist und man auch einen toten Charakter kennenlernt.
Parallel dazu findet Freyas und Emils Geschichte statt, die ein Paket von cuteness ist. Die Gefühle verleihen einem Schmetterlinge um Bauch und es ist eine der schönsten Entwicklungen die man lesen kann.
Bevor die Wahrheit über Hendriks Tod ans Licht kommt, bekommt man definitiv Romeo und Julia Vibes und der Trope "Forbidden Love" ist klar zu spüren. Damit werden auch die familiären Probleme aufgegriffen, die wohl sehr viele junge Erwachsene nachempfinden können, weil Familien immer irgendwie mitmischen in Beziehungen.
Sehr schön dargestellt wird die Beziehung der Drillinge mit gelegentlichen Rückblicken in die jüngeren Jahre. Dieser Zusammenhalt und Bond den sie teilen und durch die verschiedensten Situationen nur gestärkt wird, war besonders schön nachzuempfinden.
Aber auch Freundschaften kommen nicht zu kurz. Freya und Emil teilen sich nicht den selben Freundeskreis, weshalb viele Nebencharaktere auftauchen, die die Geschichte nicht nur auflockern, sondern auch wertvolle Ratschläge geben.
Das Buch lässt einen ein ganzes Spektrum an Gefühlen zurück, die man intensiv mit den Charakteren durchlebt. Ebenso wird das ganze Spektrum von Trauer und ihrer Bewältigung in dem Buch widergegeben, sodass man Emils Gefühle im Bezug zu seiner Schwester sehr gut nachempfinden kann.
Die Charaktere
Freya und Emil bekommen ihre ganz besonderen Kleinigkeiten, die sie von anderen Protagonisten hervorstechen lässt. Freya hat als Hobby, die Holzschnitzerei bekommen, was einen positiv überrascht. Dieses Hobby kommt selten vor und wurde in diesem Buch gut umgesetzt.
Emil sticht mit seinem Job im Gift Shop eines Museums hervor (welchen anderen Charakter kennt ihr, der in einem Museums Gift Shop arbeitet?) und ist einer der verständnisvollsten und liebsten Charaktere, die ich seit einer Weile gelesen habe.
Man braucht wohl nicht nochmal zu erwähnen, dass beide Hendriks Tod auf ihren Schultern tragen und auf die eigene Weise damit zurechtkommen.
Fazit
Ein sehr emotionales Buch, das viele Problematiken aber vor allem Verlust und Trauer auf eine sehr schöne Weise bearbeitet. Das Setting, der Spannungsanteil als auch die Charaktere regen von den ersten Seiten zum Lesen an. Ich freue mich schon auf Band 2.
Neun Monate ist es her, dass sich die Welt für Freya änderte, denn in dieser Nacht starb Hendrik, ihre erste große Liebe. Niemand kann sich erklären, warum er gemeinsam mit anderen in die Tierfarm einbrach, denn er war kein Aktivist. Als Sohn des Bürgermeisters wurde er in der Presse zerrissen, was es für Freya nur noch schwerer machte. Als Freya in der Hütte, die sie gemeinsam mit Hendrik gebaut hat, Hendriks Laptop findet, ist sie verwirrt. Warum hat Hendrik ihn versteckt? In der Hoffnung, dass Hendriks Drillingsbruder Emil ihr beim Knacken des Passworts helfen kann, ruft sie ihn an. Zwar finden sie nicht gleich das Passwort, doch sie geben sich gegenseitig Halt in ihrer Trauer. Das zauberhafte Cover und der Klappentext machen neugierig und man möchte erfahren, warum Hendrik wirklich gestorben ist, denn dass da etwas nicht stimmt, merkt man recht schnell. Dank des unheimlich gefühlvollen Schreibstils fällt der Einstieg in den Roman leicht. Auch sonst verzaubert Autorin Rebekka Weiler mit ihrem Schreibstil, der die Emotionen glaubhaft und authentisch werden lässt. Die Geschichte ist zwar sehr gefühlvoll, aber ohne kitschig zu sein. Das Gefühl der Trauer fand ich sehr gut dargestellt, diese innere Zerrissenheit, aber auch der Moment, in dem man sich fragt, ob man Glück empfinden darf, obwohl man seine Liebe verloren hat. Ja, man darf, man muss sogar, doch der Weg dahin ist schwer. Rebekka Weiler schafft diese Gratwanderung richtig gut. Insgesamt hat mir die Handlung gut gefallen, gerade auch mit dem Finden des Laptops und der daraus resultierenden Suche nach der Wahrheit steigt die Spannung. Zwischendurch gab es aber auch Momente, in denen die Handlung auf der Stelle trat und sich für mich die ein oder andere Länge einschleichen. Trotzdem haben mir die vielen kleinen, inneren wie auch äußeren Konflikte gut gefallen. Protagonistin Freya, Fee genannt, fand ich authentisch und glaubwürdig. Der Wunsch, sich zu verkriechen und einfach allein sein zu wollen, konnte ich sofort nachvollziehen. Trotzdem ist sie unglaublich stark und überzeugt in ihrer Art. Dass sie sich hier und da einschüchtern lässt, ist verständlich, trotzdem wächst sie nach und nach an ihren Herausforderungen und ihre Veränderungen innerhalb der Geschichte von zerbrochen zu neuer Kraft fand ich richtig gut. Auch Emil fand ich sehr sympathisch und vor allem extrem einfühlsam. Die Art, wie er für Freya da ist, obwohl er selbst so sehr unter dem Tod seines Bruders leidet, fand ich unheimlich berührend. Doch er versucht es immer allen recht zu machen und vergisst dabei seine eigenen Bedürfnisse. Gerade im Konflikt mit Lene, seiner Drillingsschwester, zeigt sich so gut, dass er sich kaum Zeit für seine eigene Trauer eingesteht. Aber auch Emil wächst innerhalb der Geschichte, was mir gut gefallen hat. Die Nebencharaktere bleiben recht übersichtlich, aber auch hier gelingt es der Autorin jeden einzelnen glaubhaft zu zeichnen. Freyas Freundinnen, die ihr Halt geben, ihre Eltern, die im Grunde das beste für die Tochter wollen und doch Schwierigkeiten haben, richtig zu reagieren, aber auch Emils Familie bei der die Schwester flieht vor der Trauer, der Vater sich in Arbeit stürzt und die Mutter einfach nervlich am Ende ist, fand ich sehr lebendig und authentisch. Mein Fazit: Eine sehr emotionale Geschichte, die wundervoll erzählt wird, ohne dabei zu dramatisch oder kitschig wirkt. Tolle, greifbare Charaktere, deren Dialoge so natürlich rüberkamen, sorgten zusätzlich dafür, dass man das Buch gerne liest. Sehr lesenswerte Geschichte.
Titel: Somebody to Love Autorin: Rebekka Weiler Verlag: Ravensburger Preis: 14,99€ Seitenzahl: 480 Seiten
Inhalt:
Emil, Hendrick und Lene sind Drillinge. Ihr ganzes Leben lang waren sie unzertrennlich. Doch dann starb Hendrick unterwartet.
Freya hat nur einen Wunsch: die Nacht ungeschehen zu machen, in der ihre erste große Liebe Hendrik sein Leben verlor. Denn die Umstände seines Todes kann sie bis heute nicht glauben. Nur Hendriks Drillingsbruder Emil versteht, warum Freya mit dem Unglück nicht abschließen kann. Gemeinsam versuchen sie, Antworten auf all ihre Fragen zu finden – und fühlen sich dabei nicht nur in ihrer Trauer verbunden. Doch darf Freya Gefühle für den Bruder ihres verstorbenen Freundes haben? Und Emil für sie?
Meine Meinung:
In das Cover des Buches habe ich mich vom ersten Moment an unglaublich verliebt. Es strahlt direkt etwas sehr skandinavisches aus und passt damit perfekt zum Setting des Buches. Die Farben harmonieren perfekt miteinander und so freue ich mich schon sehr darauf, wenn bald der zweite Band erscheinen wird und ich die Bücher zusammen im Regal stehen haben kann.
Auch der Farbschnitt ist ein absoluter Traum. Er passt hervorragend zu dem Cover und sieht großartig aus. Schade finde ich allerdings an den Ravensburger Farbschnitt Ausgaben immer, dass nur eine Seite einen Farbschnitt hat und nicht alle drei, aber so schlimm ist das auch nicht.
Emil und Freya waren zwei sehr authentische und nahbare Charaktere. Ihre Trauer war gut nachvollziehbar und wurde realistisch dargestellt. Beide haben auf ihre Weise mit ihren Problemen zu kämpfen. Während Freya nicht damit klarkommt nicht zu wissen, was mit Hendrick wirklich passiert ist, hat Emil das Gefühl gefangen zu sein, denn seit Hendrick's Tod ist in seiner Familie nichts mehr wie es war. Beide helfen sich gegenseitig und machen so auch in meinen Augen eine tolle Entwicklung im Verlauf des Buches durch.
Gerade dieses Verbotene, von Freya's Seite aus, den Bruder des Mannes zu lieben, der ihr einst alles bedeutet hat, aber auch von Emil's Seite, der mit einem ähnlichen Problem konfrontiert ist, wurde hier auf eine so schmerzhafte Weise geschildert, dass mir manchmal regelrecht der Atem gestockt hat. Mir taten die Beiden so leid, denn man hat gemerkt, dass sie einander verstehen und doch ist da dieser Barriere zwischen ihnen von der Beide nicht wissen, wie sie sie durchbrechen sollen.
Die Handlung fand ich auch sehr spannend. In ihrer Trauer um Hendrick kommen Freya und Emil sich näher, versuchen aber auch gleichzeitig mehr über die Person herauszufinden, die ihnen beiden so viel bedeutet hat und die sie verloren haben.
Der Schreibstil von Rebekka Weiler hat mir wahnsinnig gut gefallen. Es ist für mich das erste Buch der Autorin und konnte mich direkt von ihr überzeugen. Das Buch war gefühlsintensiv, emotional und vor allem sehr schmerzhaft. Es war eins der besten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe und so freue ich mich schon sehr darauf, wenn bald Band Zwei erscheinen wird.
Vor 8 Monaten ist Freyas Freund Hendrik gestorben. Sie kann ihn nicht vergessen und will nicht glauben, dass er wirklich bei einem Einbruch einen Wachmann angegriffen hat. Als sie eine unerwartete Entdeckung macht, bitte Freya Hendriks Bruder Emil um Hilfe. Sie teilen ihre Trauer, gehen den Ereignissen der Todesnacht auf die Spur und kommen einander näher. Doch ihre Gefühle füreinander wollen sie nicht zulassen…
Freya und Emil schildern abwechselnd ihre Erlebnisse aus der Ich-Perspektive. Dazwischen gibt es kurze Rückblicke ins Leben der Drillinge Hendrik, Emil und Lene, die einigen Unsinn gemacht, aber immer zusammengehalten haben.
Emil mochte ich sofort. Er ist freundlich und hilfsbereit. Er ist jederzeit für Freya da, stützt und unterstützt sie und versucht auch in seiner Familie für eine friedliche Stimmung zu sorgen, obwohl die Situation sehr angespannt ist.
Freya hat es seit Hendriks Tod nicht leicht. Nicht nur mit ihrem Verlust hat sie zu kämpfen, sondern auch mit dem negativen Bild, dass seitdem von Hendrik geschaffen wurde und an das auch ihre Eltern plötzlich glauben wollen, sodass sie wenig Verständnis für Freyas anhaltende Traurigkeit aufbringen. Die Suche nach neuen Spuren gibt ihr Hoffnung und ein Ziel, bringt aber natürlich auch viele Erinnerungen zurück.
Durch die gemeinsame Suche verbringen Freya und Emil viel Zeit miteinander. Ganz langsam kommen sie sich näher. Wie sie beginnen, einander mit anderen Augen zu sehen, aber wegen ihrer Gefühle einen inneren Konflikt entwickeln, fand ich schön beschrieben. Letztlich war ich aber doch überrascht, wie schnell es sich dann entwickelt. Und obwohl zwischen Emil und Freya eigentlich alles geklärt ist, kommt es dann zu unschönen Szenen. Das Verhalten mancher Figuren fand ich ziemlich übertrieben und unpassend. Auch die Lösung des Konflikts hat mir nicht zugesagt, da es in meinen Augen die falsche Person ist, die sich für die falschen Dinge einsetzen muss.
Die verschiedenen Charaktere haben alle ihren ganz eigenen Umgang mit der Trauer. Aber auch wer trauert, darf (wieder) glücklich sein. Und trotz Verlust darf Freya wieder lieben – diese Botschaften waren schön in die Handlung eingebunden.
Spannend fand ich die Such nach Antworten, die einige unerwatete Hintergründe zutage fördert. Allerdings dauert dieser Prozess sehr lange, sodass der Handlungsverlauf letztlich sehr ruhig ist und insgesamt sehr wenig passiert.
Die bildhaften, stimmungsvollen Landschaftsbeschreibungen machen Lust auf einen Norwegenurlaub.
Fazit
Ruhige Geschichte, die voller Emotionen steckt, die allerdings manchmal zu sehr überkochen. Jede/r trauert auf seine ganze eigene Art – aber nicht immer war das Handeln der Figuren für mich nachvollziehbar. Obwohl die Entwicklung zwischen Freya und Emil schön beschrieben ist und die Suche nach Antworten spannende Momente hat, hatte die Handlung für mich einige Längen.
In dem Buch geht es um Freya, die versucht den plötzlichen Tod ihres Freundes Hendrik zu verarbeiten und um Emil, den Drillingsbruder von Hendrik. Beide Protagonisten glauben nicht, was die Presse über die Umstände von Henrdiks Tod berichtet, aber haben auch keine Beweise für das Gegenteil. Bis Freya an ihrem Geburtstag einen Fund macht, der sie dazu bringt Kontakt zu Emil aufzunehmen. Er hatte sich bereits bei der ersten Begegnung zu Freya angezogen gefühlt, jedoch hatte sein Drillingsbruder Hendrik sie zuerst angesprochen und somit war sie tabu für ihn. Freya findet in Emil Trost und Geborgenheit, doch darf die sich in den Bruder ihres toten Freundes verlieben?
Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich habe es aufgrund des nordischen Settings und aufgrund des Buchttopes Forbidden Love gekauft.
Bereits zu Beginn bringt die Autorin mich dazu mit der Protagonistin zu fühlen und Sympathie für sie zu entwickeln. Durch die detaillierte Beschreibung der Umgebung kann man sich die Geschichte bildlich vor Augen vorstellen. Man fühlt sich teilweise als sei man selber gerade an dem See oder im Wald.
So gut wie die Protagonisten und die Natur beschrieben wurden, fehlte es leider an Beschreibung der Nebencharaktere. Es wirkt teilweise so, als hätten sie keine eigenen Leben. Ihre Freundinnen springen sofort, wenn Freya sie braucht, haben keine eigenen Probleme und alles dreht sich nur um Freya. In einer Stelle wird sogar geschrieben, dass die Freundinen sagen , dass das Freyas Geschichte ist. Finde ich persönlich nicht gut. Ja sie hat viel durchgemacht, aber ich würde auch gerne lesen, das sie Menschen sind mit eigenen Problemen und Gefühlen.
Die Familien gehen unterschiedlich mit ihrer Trauer um, aber dass die Drillingsschwester für 9 Monate abhaut, wiederkommt und dann nur meckert und rumschreit ist für mich nicht nachvollziehbar. Sie wirft den beiden vor, dass Emil und Freya den Ruf von Hendrik schädigen würden und Emil erwähnt mit keinem Wort, dass er, im Gegensatz zu Lene, versucht hat Hendriks Ruf wiederherzustellen. Lene verhält sich wie ein kleines Kind und ich bin gespannt, wie die Autorin das im zweiten Band rechtfertigen möchte.
Für ein Buch mit über 450 Seiten fehlt es mir hier leider an Handlung. Die Rückblicke in die Vergangenheit hatte ich hier selten benötigt. Die Charaktereigenschaften könnte man auch kürzer ausarbeiten und dafür etwas mehr Spannung oder Drama einbauen können. Ich bin gespannt, ob das im zweiten Band besser wird.
Fazit: "Schönes Buch für nebenbei, wenn man Beschreibungen von der norwegischen Natur mit ein bisschen Gefühl mag.
Das hier war mein erstes Buch von Rebekka Weiler. Das Setting in Norwegen und die wunderschöne, farblich mal etwas andere, schlichte Covergestaltung hatten sofort meine Aufmerksamkeit, aber auch die Thematik der Trauer und der neuen Liebe danach hat mich sehr interessiert. Es ist meiner Meinung nach immer ein schmaler Grad, Trauer und die Verarbeitung dieser in einem Roman vernunftig wiederzugeben, da nun einmal jeder anders trauert. Aber Rebekka Weiler hat hier den prozess der Trauer sehr einfühlsam dargestellt, gezeigt, dass es zwar einfacher wird, damit umzugehen, aber dass sie nie wirklich aufhört. Letzteres war auch wunderbar in die beiden Charaktere, also Freya, Hendriks frühere Freundin und Emil, Hendriks Bruder, geschrieben worden. Sie waren sich beide dauerhaft darüber bewusst, dass sie Hendrik niemals vergessen und niemals aufhören werden zu lieben. Und dennoch dürfen sich beide erlauben zu lieben, einander zu lieben. Diesen Heilungsprozess beim Lesen miterleben zu dürfen, war für mich etwas sehr Berührendes und Intimes, da die Emotionen der Protagonisten immer sehr greifbar und detailliert beschrieben waren. Man hatte komplette Innensicht in beide, Nichts blieb verborgen. Auch der Schreibstil hat zu diesem intensivem Miterleben während des Lesens beigetragen. Rebekka Weiler hat für mich ein absolutes Händchen dafür, Gefühle als überwältigend und real darzustellen, in jeder Situation, auch ohne viele Worte. Ihre Wörter sind treffend, aber zwischen den Zeilen steht noch so viel mehr. Der emotionale Aspekt der Geschichte, die verschiedenen Arten von Trauer, damit umzugehen und sich selbst Glück zu erlauben, hat mich sehr begeistert. Aber auch der Spannungseffekt in diesem Buch hat mir gefallen, der durch die undurchsichtigen Aktionen von Hendrik vor seinem Tod hervorgerufen wurde. Er gab, den Protagonisten nicht nur einen Grund, zusammenzukommen, aber ließ mich auch als Leser Rätseln und gab der sonst eher langsam aufkeimenden Liebesgeschichte einen kleinen Twist. Gut geschrieben, war für mich auch die Kommunikation zwischen Emil und Freya, sie waren ehrlich miteinander und haben über ihre Gefühle geredet, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Ich denke das war, was die Geschichte für mich so authentisch und glaubhaft gemacht hat. Denn alles in "Somebody to love" ist für mich absolut ehrlich, rau und wirklich. Eine Geschichte, die Heilung begleitet, die zeigt, wie vielfältig Trauer sein kann und das man sich dennoch Glück erlauben darf! Diese Botschaft finde ich persönlich sehr wichtig. Insgesamt eine klare Leseempfehlung!