Falko Cornelsen ist Mitte vierzig, verheiratet und Kriminalkommissar in Norddeutschland. Seine speziellen Ermittlungsmethoden bescheren ihm eine beneidenswert hohe Aufklärungsrate. In "Sekundentod" muss der Ermittler den grausamen Mord an einer erfolgreichen Krimiautorin aufklären, die perfiderweise nach ihrer aktuellen Romanvorlage getötet wurde. Mit Sekundenkleber wurden ihr Mund und Nase verschlossen. Bestürzt stellt Falko Cornelsen fest, dass er es mit einem Serienkiller zu tun haben muss, als ein ähnlicher Fall aus der Vergangenheit auftaucht.
Rebekka Ganter, eine Autorin von Kriminalromanen, wird auf brutale Art und Weise ermordet. Es stellt sich bald heraus, dass sie nach der Vorlage ihres eigenen Buches getötet wurde. Hauptkommissar Falko Cornelsen und sein Team nehmen die Ermittlungen auf und stoßen bald auf eine Verbindung zu anderen Mordfällen... * Mein Leseeindruck: Ab der ersten Seite konnte mich dieses Buch überzeugen. Es war spannend und sehr fesselnd, dazu leicht geschrieben, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Der Kommissar Falko Cornelsen ist zudem sehr sympathisch und wird authentisch beschrieben. Schön ist, dass er auch ein Privatleben hat und man ihn so viel besser "kennenlernen" kann. Erzählt wird einmal die Ermittlungsarbeit rund um den Kommissar und sein Team, und dann gibt es einen Handlungsstrang, der sich mit dem Täter befasst. Dieser Handlungsstrang ist sehr spannend und zeitweise auch sehr schockierend und somit nichts für Leser mit schwachen Nerven. Auch wenn ich mich nicht immer ganz in die Figuren hineinversetzen konnte, so hat mich der Krimi doch überzeugt, und ich freue mich sehr auf den zweiten Teil!
Es passiert doch eher selten, dass ich mich über den Protagonisten eines Romans ärgere. Mit Sekundentod hat es Petra Mattfeldt jedoch geschafft, mir eine an sich gute Story zu verleiden. Denn die Hauptfigur des Romans, Kriminalkomissar Falko Cornelsen, und sein Team erscheinen darin über lange Strecken so verbohrt und mit Brettern vor den Köpfen zu ermitteln, dass ich das Buch fast in die Ecke geknallt hätte.
Cornelsen wird als “superschlauer” Ermittler portraitiert, mit einer (schnell nervig werdenden) Art, sich per “Herunterzählen” autosuggestiv in den Täter zu versetzen oder Tatorte zu analysieren. Ausgangspunkt des Romans ist der Mord an eine Autorin, anscheinend Handlungsgleich zu ihrem aktuellen Roman. Die Erfolgsromane der Autorin handeln allesamt von Serienmördern, die Qualität der Romane scheint zumindest nicht der Grund für den Mord zu sein. Schnell wird auch ein Verdächtiger gefasst, der dann nicht nur für die eine Tat sondern gleich als Serientäter in Frage kommt. Und für die ermittelnde Kommissare steht dies alles wie in Stein gemeißelt fest, auch wenn es für mich als Leser schnell wenig Sinn ergibt.
Natürlich hat der Kommissar auch ein Eheproblem, allerdings trägt die (teilweise eigenartige) Auseinandersetzung damit leider nichts zum Roman oder Charakter Cornelsens bei. Höchstens derart, dass dessen unsympathisches Wesen verstärkt wird. Ob dies Absicht ist, konnte ich nicht wirklich herauslesen. In einer Szene wird beschrieben, wie er sich in der Vergangenheit gegen einen anderen Kommissar durchsetzte, indem er ihn vor anderen bloß stellte. Aus meiner Sicht weniger clever als gehässig.
In meiner Betrachtung zu The Black Echo hatte ich angemerkt, dass recht wenig Frauen darin vorkamen. Nun ist der Roman aus den 90ern. Bei einem Roman aus 2014, zudem noch von einer Autorin, wundert es mich allerdings umso mehr, dass fast alle in der Handlung vorkommenen Frauen die Rollen von Opfer einnehmen. Lediglich eine junge Kommissarin, die eher als Statistin auftritt, trägt zu den Ermittlungen bei.
Offensichtlich lässt mich die Geschichte zwiespältig zurück, wobei mir die Idee wesentlich besser gefallen hat als die Ausführung. Sprachlich und vom Aufbau ist die Erzählung gut gelungen. Vielleicht ergibt sich irgendwann noch ein zweiter Blick in die Welt von Petra Mattfeldt.
Das Buch war ein Geschenk und der Klappentext klang für mich relativ unspektakulär, aber weil ich grad nicht wusste was ich als nächstes lesen soll, habe ich das Buch einfach ohne große Erwartungen begonnen. Zum Glück! Denn den Leser erwartet hier ein spannender, sehr gut durchdachter Kriminalroman mit sehr genialen Thrillerelementen. Ich war vom Anfang bis zum Ende mehr als begeistert. Was auf der Buchrückseite für mich eher langweilig klang wird ab der ersten Seite Spannend, Gänsehautversprechend und einfach nur toll. Weglegen konnte ich das Buch nicht mehr. Auch spielt die ermordete Autorin nur eine kleine “Nebenrolle” und der Plot geht in eine ganz andere Richtung. Der ermittelnde Komissar Falko war für mich sehr authentisch und sympathisch. Die Geschichte um ihn und seine Ehefrau über die man nebenbei im Hintergrund noch liest fand ich auch mitreissend und spannend. Die restlichen Ermittler werden nicht so tiefgründig beschrieben was einen aber auch nicht stört, da man so sehr mit der Handlung und dem ganzen drumherum beschäftigt ist, das man zeitweise nichtmal mehr zum Atmen kommt. Die letzten Seiten war ich echt den Tränen nahe auch wenn ich vielleicht im Epilog noch gern ein paar mehr Dinge gewusst hätte. Rundum gelungenes Buch das ich absolut empfehlen kann!