Mareikes Mutter ist verschwunden. Einfach weg. Von einem Tag auf den anderen. Warum und Wohin? Mareike hat keine Ahnung. Auch nicht, wie sie darauf reagieren soll. Ebenso wenig, wie ihr Vater und ihre Geschwister. Also verhalten sich alle erst einmal so wie bisher, als wäre nichts geschehen.
Aber dann macht Mareike sich auf den Weg und versucht, sich ihre Geschichte zusammenzureimen. Doch von jeder Geschichte gibt es unendlich viele Versionen. Und alle sind nur Möglichkeiten. Welche wird Mareike zu ihrem Leben zusammensetzen?
Tamara Bach has been writing since she was sixteen. She spent her teen years living in Oppenheim -- a small town very much like Miriam's -- and, like Miriam, wishing she lived in a big city. Today she lives and writes in Berlin, where she also works in young people's television and theater.
3,5 Sterne. Während des Buches war ich sehr oft verwirrt, weil man nie wusste, welche Kapitel echt und welche "Traum" sind. Das Ende des Buches, insbesondere der letzte Satz, hat das ganze Buch noch einmal in eine bestimmte Richtung gedreht. Das war toll, denn man hat dadurch mehr verstanden und all das Chaos hat einen Sinn bekommen.
Der Zug kommt. Der Zug kommt nicht. Es kommt ein anderer Zug.
Ich mag das Buch. Ich mag das Buch nicht. Ich mag ein anderes Buch.
Wie so viele Bücher hat dieses hier gespaltene Gefühle in mir hervorgerufen. Einerseits ist es innovativ. Es werden verschieden Möglichkeiten durchgespielt, die Charaktere passen in unsere moderne Welt und könnten auch aus meinem Alltag stammen. Wir erfahren nicht nur eine Geschichte, sondern die von Großmutter, Mutter, Tochter. Aber dann auch wieder nicht. Manche Kapitel beschäftigen sich mit der Hauptfigur. Und sie ist wirklich keine schlechte Person. Sie hat ihre Probleme, sie ist ein Teenager, ihre Familie ist mehr oder weniger kaputt und mehr oder weniger normal. Sie trifft gute und schlechte Entscheidungen. Aber dann geht es auf einmal um ihre Mutter. Irgendwo kommt noch das ein oder andere Kapitel über die Großmutter dazu. Und auf einmal steht sie wieder da, fragt sich was wäre wenn, und überlegt sich verschieden Versionen, wie ihr Leben weitergehen könnte. Dabei sind die ersten durchaus plausibel, aber mit der Zeit werden sie immer unwahrscheinlicher, immer unglaubwürdiger. Dazu kommt die Sprache. Jugendsprache zu schreiben ist schwer und meiner Meinung nach in erster Linie gar nicht möglich. Man kann etwas erschaffen das ein wenig wie Jugendsprache klingt, aber ein Buch wird nie klingen, wie die Jugend spricht und es wird immer etwas komisch klingen. Voll abgedreht Alta. Oder so. Am schlimmsten war aber das Ende. Man kennt sich dann gar nicht mehr aus, weiß nicht was war und was nicht, was passiert ist, oder nicht passiert ist oder nicht passieren kann.
Marienbilder hat zwar gute Ideen und ist auch schnell zu lesen, aber es übertreibt eigentlich genau diese Ideen an jeden Punkt auch. Ein wenig weniger was wenn, etwas weniger Drama, ein Hauch mehr Standardsprache und auch etwas mehr Seiten für die einzelnen Personen und es wäre richtig gut geworden.
Einfach Nein. Ich verstehe die Idee und Intention hinter der Novelle. Trotzdem hat sie mir einfach nicht gefallen. Musste mich trotzdem fürs Studium damit beschäftigen.