Manja, 16, muss ihr Leben ändern. Endlich auch zu den Angesagten in der Clique gehören, das wär’s. Und tatsächlich freundet sie sich mit der beliebten Kati an, die sie auf eine Party an der Isar mitnimmt. Dort verliebt sich Manja in Moritz. Plötzlich ist alles neu und wunderbar. Dass Moritz kifft, findet Manja eigentlich ganz spannend – bis sie Moritz’ bedrohliche Aussetzer bemerkt…
Bei dem Klappentext habe ich auf eine etwas ander Geschichte zu dem Thema “Jugendliche und Kiffen” erwartet. Etwas Besonderes, wobei auf das Thema viel intensiver eingegangen wird, dass man tatsächlich durch den Konsum von Marihuana auch Psychosen bekommen kann. Das war es leider nicht. Dennoch ein nettes Jugendbuch zu dem Thema.
Manja ist endlich in der Mauer-Clique und mit der, von allen bewunderten, Kati befreundet. Zum ganzen Glück hat auch noch der smarte Moritz Interesse an ihr. Sie kommen zusammen und Manja versucht ihm immer wieder was zum “rauchen” zu beschaffen, damit es ihm gut geht. Dabei verliert sie fast ihre beste Freundin Sophie. Was ist Manja wichtiger? Der Freund und die neu entdeckte Manja, oder die Vernunft und Sophie?
Erster Satz: “Willste?” Sie sieht mich an.
Idee: Grundsätzlich hat das Buch keine neue Idee. Es gibt zig Geschichten, die das Thema behandeln und durch seine Idee kann es sich nicht hervorheben.
Plot: Das Thema auf 200 Seiten zu verpacken kommt zwar der jugendlichen Leserschaft zugute, lässt aber wenig Spielraum tiefer in die Geschichte einzutauchen. Ich denke, dass es selbst für die Autorin ein Drahtseilakt war. Insgesamt ist der Plot für die Kürze jedoch ganz gut aufgebaut. Ein etwas abruptes Ende, aber am Anfang überzeugend durch ein langsames Hineingleiten in die Geschehnisse.
Schreibstil: Für mich, war der Stil viel zu einfach gehalten. Die Sätze sind sehr kurz, sodass man regelrecht durch die Seiten ganz von allein hechtet. Was für eine junge Leserschaft sicher gut ist, empfand ich als kontraproduktiv. Mir fehlte das Verweilen in der Handlung und die Zeit über Dinge nachzudenken. Bei den Dialogen hätte ich mir mehr Dynamik gewünscht. Da “passiert” zu viel zwischen zwei Sätzen. Positiv empfand ich jedoch die Sprache, die ich als zeitgemäß empfand. Die Wortwahl entspricht der Szene und dem Alter der Protagonisten.
Charaktere: Manja hätte ich zu gerne gerüttelt und gefragt, ob sie wirklich so blind ist. Aber ich denke man ist in dem Alter tatsächlich geflasht von der ersten Liebe, wenn es ein Typ ist, der vorher als unerreichbar galt. Leider hat die Autorin in der Hinsicht ein bisschen zu viel gemacht, denn durch Manjas Gedankengänge, in denen sie eigentlich die richtigen Schlüsse ziehen müsste, wird man als Leser zu sehr darauf aufmerksam gemacht. Ansonsten empfinde ich ihr Verhalten als authentisch. Das Mädchen, das als Mauerblümchen nun etwas wagt. Ein alleiniger Auslandsaufenhalt, gegen Gesetze verstoßen und den Spaß voranzustellen. Das hat mir besonders an ihr gefallen.
Moritz hingegen war nicht ganz so authentisch. Einem Kerl, der so abhängig vom Kiffen ist, dass er Aussetzer bekommt, nehme ich nicht ab, das er unbedingt das neue Mädchen braucht und sie ständig drängt, Marihuana zu besorgen. Jeder Süchtige weiß, woher er seinen Stoff bekommt. Vom THC wird man nicht über Nacht süchtig, wie bei Crack beispielsweise, das bedarf einen längeren Prozess. Auch eine derartige Psychose mit Aussetzern zu bekommen ist schon eher eine heftige Form der Abhängigkeit und nicht Alltag, wie es manchmal in der Geschichte wirkte. Moritz hat mich von daher eher an einen Junkie erinnert. Was jedoch gut bei mir ankam, war eben dieses nervös werden, wenn kein Gras greifbar ist. Das man, nur um etwas zu besorgen, eine Party vorzeitig verlässt. Das war authentisch dargestellt.
Hintergrund: Die Autorin hat sich eingehend mit dem Thema beschäftigt, das merkt man schon. Für eine fiktive Story in der Kürze hat sie das Beste herausgeholt. Aber man merkt eben dem Geschehen die Fiktion an, was schade ist. Gut sind die Beratungshinweise am Ende des Buches.
Fazit: Jeder Jugendliche kommt aktiv oder passiv sicher einmal mit dem Thema Kiffen in Kontakt. Aufklärung und Augen öffnen ist da wichtig. Ich lese gerne mal so eine Geschichte, wenn es um das Thema Drogen geht, musste aber feststellen, dass ein fiktiver Text einfach nicht an Tatsachenberichte heran kommt. “High Love” hat dies erneut bestätigt. Für meinen Geschmack wurde nur an der Oberfläche gekratzt. Ob das selbst für Jugendliche ausreicht, zweifle ich an. Ich hätte mir gewünscht, dass das Buch nach der ersten wirklich guten Hälfte nicht so offensichtlich ein Buch zum Thema Jugend und Kiffen geworden wäre.
Andererseits trägt “High Love” eine ganz andere Message für mich: Das man nicht naiv seinem Partner gegenüber sein sollte und sich treu bleibt. Dass man sich als junges Mädchen traut etwas zu sagen, was im Kopf herumschwirrt, auch wenn es im ersten Augenblick unschöne Konsequenzen hat. Dies zeigt der Roman sehr gut und ist vielmehr dadurch in meinen Augen eine Leseempfehlung an junge Mädchen.
Von Anfang an hat mich dieses Buch hin und weg gerissen. Es war sehr interessant, spannend und auch sehr lehrreich.
Die Autorin hat bezüglich der Figuren alle frei erfunden, und doch fließt natürlich Beobachtetes/Erlebtes in die Figuren mit ein. Die Personen aus dem Buch haben zwar nicht in Madlens realem Leben existiert und doch kannte sie Beispielsweise das Gefühl, als Jugendliche auf eine Party zu kommen, auf der man fast niemanden kennt. Manja und ihre Freunde sind somit aus Mosaiksteinchen entstanden. Manche hat sie aus dem echten Leben, andere hat sie sich, wie es zum Beruf einer Autorin gehört, ausgedacht. "Dafür und für die gesamt Arbeit des Buches ein ganz großes Lob!!"
Das Gesamtbild der Charakteren war sehr gut und es hat alles gepasst.
Der Schreibstil ist wunderbar, sehr sauber und klar ge/beschrieben . Mir gefällt es auch sehr, da es einen Jugendlichen Touch in der Spache hat.
Das Buch reißt einen von allem drumherum Weg und man ist richtig in dem Buch/Geschichte vertieft.
Man will gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Ich finde das alles sehr gut beschrieben wurde. Man kann sich alles Bildlich vorstellen und die Thematik "Drogensucht" wurde sehr gut in den Vordergrund gestellt. Die Thematik Drogen (Rauchen, Kiffen, Trinken...) und sogar der erste Sex sind ebenfalls klar und sehr gut beschrieben worden.
Für viele Eltern wird diese Lektüre eine sehr große Hilfe sein.
Das Ende ist sehr gut. Auch wenn ich es mir anders vorgestellt oder erhofft habe. Einige Fragen blieben mir zwar offen und doch war es im großen und ganzen sehr gut.
Viele können diese Geschichte der Manja bestimmt nachvollziehen und sich damit identifizieren oder hinein versetzten. Viele aber auch bestimmt nicht. Ich finde das dieses Buch mehr für die Eltern/Erwachsene geeignet ist. Dies aus folgendem Grund: sie sind reifer und verantwortungsvoll, beängstigt und meist auch verzweifelt weil sie nicht wissen was mit ihren jugendlichen Kindern gerade passiert, sie verstehen diese Thematik viel besser und sind nicht kurios es ausprobieren zu wollen. Für ein Elternteil wäre es quasi wie ein Blick hinter die Kulissen, zu wissen was manche Jugendliche so treiben wenn sie draußen mit ihren Freunden sind. Man würde Dank dieser guten Beschreibung sogar die Verhaltensmuster an den eigenen Kindern feststellen können, und umso schneller begreifen: "Ach so ist das, mein Kind verhält sich auch in dieser Art und Weise. Das werde ich unter die Lupe nehmen!"
Kinder oder Jugendliche hingegen handeln ganz anders. Wenn sie so eine Lektüre lesen, die so ausführlich beschrieben ist... sind sie umso mehr kurioser es alles ausprobieren zu wollen. Kinder und Jugendliche sind noch nicht so verantwortungsbewusst wie erwachsene. Für sie wäre dieses Buch mehr wie ein Lehrbuch für "WIE WERDE ICH COOL UND WIE KANN ICH DAZU GEHÖREN!?"
Zum Inhalt:
Manja, ein Junges Mädchen kommt frisch aus dem Urlaub. Sie will sich ändern um zu der Coolen Clique dazu zu gehören. Erst fängt sie an zu Rauchen, Dank ihrer neuen Bekanntschaft Kati.
Kati ist selbstbewusst und wirkt sehr cool. Sie raucht, kifft und trinkt. Sie ist sehr hübsch und Manja würde auch gerne ein wenig so wie sie sein.
Da sie durch ihre erste Zigarette sich mit Kati anfreundet, vernachlässigt Manja ihre beste Freundin Sophie, da diese zu uncool ist oder eher gesagt sehr langweilig.
Durch Kati lernt Manja Samuel kennen und ihre werdende große Liebe Moritz.
Moritz ist ein Kiffer und interessiert sich mehr für dieses Hobby. Und doch zeigt er Interesse an Manja und werden anschließend ein Paar.
Als Manja und Moritz zu einer Person verschweißen, ändert sich in ihrem Leben so einiges. Sie wird Kiffen, Lügen, Stehlen, Alkohol konsumieren und ebenfalls ihr erstes mal erleben. Allerdings auf nicht so romantischer weise.
Um zu wissen was passieren und wie diese Geschichte enden wird, kann ich euch nur empfehlen dieses Buch zu lesen.
Wie bereits erwähnt, wird diese Lektüre Euch sehr hilfreich sein und vielen die Augen öffnen.
Mein Lob an die Autorin für diese Prima Arbeit die sie mit "High Love" geleistet hat.
Manja kommt von ihrem England-Aufenthalt zu Schulbeginn zurück. Bisher war ihr Leben sehr überschaubar und das eines normalen Mädchens. Hin und wieder gab es Stress mit ihren Eltern, ein gutes Verhältnis zu ihrem großen Bruder und seit dem Kindertagen eine beste Freundin mit der sie durch dick und dünn ging. Ihr Sommeraufenthalt in England hat jedoch für sie etwas verändert. Manja fühlt sich nicht mehr in ihrem normalem Alltag und Leben wohl. Es ist für sie zu einfach, zu gewöhnlich geworden. Als sie dann von Kati angesprochen wird, die zu der coolen Schulhofclique gehört sieht sie eine Chance dazu zugehören und lässt selbst ihre beste Freundin Sophie dafür links liegen. Sehr schnell lernt sie Moritz kennen und schwebt bald auf Wolke 7. Nur eines stört, doch möchte sie dies nicht wahrhaben. Für Katis und Moritz Clique ist es normal, mal mehr oder weniger oft einen Joint zu rauchen. Aus Unsicherheit und der Angst wird Manja zur Mitläuferin und ist bereit alles zu tun um ebenfalls cool rüber zu kommen und wirft alle Warnungen, Bedenken und guten Ratschläge ihrer Freunde und Familie über Board. Wie tief wird Manja hineingezogen? Ist sie bereit ihr ganzes Leben aufzugeben nur um auch „cool“ zu sein?
Manja gehört zu den Mädchen die an der Schule unauffällig sind und nicht auffallen. Sie leben ihr Leben, machen ihre Hausaufgaben und bis auf kleine Reibereien haben die Eltern keine Beschwerden über sie. Sie träumt davon, dass sie zu den „coolen“ Leuten gehört und nicht mehr ein Mauerblümchen ist, dass sie so hübsch und auffallend ist, wie Kati mit ihren rot geschminkten Lippen. So wirkt die sechzehnjährige Manja auf den Leser wie eine schwache Mitläuferin, die keine eigene Meinung hat und alles tun würde, um bei den anderen gut dazustehen. Dass sie im Laufe der Handlung eine gewaltige Entwicklung durchmacht und ihren Platz im Leben findet, ändert schließlich ihre Einstellung zu allem
Sophie ist Manjas beste Freundin und geht mit ihr in dieselbe Klasse. Sie möchte ihre Freundin nicht verlieren und versucht sie davon zu überzeigen, wieder etwas mit ihr zu unternehmen. Um Manjas Aufmerksamkeit wieder zu erhalten geht sie sogar soweit, dass sie ihr Gras gibt, als diese auf dem Weg zu einer Party ist.
Moritz scheint nur das eine im Kopf zu haben, wann er den nächsten Joint rauchen kann. Er ist unnahbar und eigenbrötlerisch. Manja wird für ihn so richtig interessant, als sie mit dem Gras von Sophie auf der Party erscheint. Dass er Interesse an ihr zeigt ist für sie kaum fassbar.
Auf dem Cover sieht man ein Pärchen, das sich küsst. Man kann sie nicht wirklich gut erkennen, da sie den Hintergrund bilden, davor sind der Titel und das Blatt einer Cannabis Pflanze zu sehen. Durch diese Symbolik wird man gleich auf den Inhalt des Buches gestoßen. Drogen sind ein nicht ganz einfaches Thema für ein Jugendbuch, doch denke ich kann dieses Cover sehr gut neugierig machen.
Der Schreibstil ist ein klein wenig gewöhnungsbedürftig am Anfang, was von den kurzen, knappen Sätzen kommt. Diese wirken zu Beginn des Buches, wie eine Aneinanderreihung und hindern ein klein wenig den Lesefluss, was sich jedoch dann bessert und verändert. Der Sprachstil ist einfach und leicht, passend für ein Jugendbuch und die Jugendsprache.
“High Love“ macht nachdenklich, was die Themen Drogen, Alkohol und Gruppenzwang angehen. Das Ende des Buches ist ein offenes Ende, so dass man nicht weiß, wie genau es mit Manja weiter gehen wird, ob sie sich für einen positiven oder einen negativen Weg in ihrem Leben entscheiden wird. Das Thema Drogenkonsum, auch wenn es „nur der Joint“ ist wird in dem Buch wunderbar aufgegriffen und zeigt die möglichen Konsequenzen auf. Dadurch regt es zum Nachdenken an, und sich weitere Informationen über das Thema zu suchen. Was ich mir gut vorstellen könnte, wäre wenn dieses Buch in der Schule gelesen würde, und dann die Thematik tiefer besprochen werden könnte. Denn in dem Roman kommen leider einige Informationen einfach zu kurz und es wirkt dadurch etwas flach. Dieses Jugendbuch bietet einen interessanten Gegensatz mit den beiden Themen Liebe und Drogen und regt zum nachdenken an.
Vielen Dank an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar im Rahmen der Leserunde.
Inhalt: Nach ihren Sommerferien in England sind der 16-jährigen Manja plötzlich ihr Leben und ihre beste Freundin Sophie zu langweilig. Deshalb lässt sie sich mit der coolen Kati ein, dem angesagtesten Mädchen der Schule. Sie raucht ihre erste Zigarette und wird schnell zu einer Party der Clique an der Isar eingeladen. Dort lernt sie den attraktiven Moritz kennen und verliebt sich gleich in ihn. Sophie erzählt sie davon nichts, trotzdem scheint diese etwas zu bemerken und drückt Manja so vor der nächsten Party eine Tüte mit Gras in die Hand. Dass die Clique kifft, scheint kein großes Geheimnis zu sein, ebenso bleibt es Manja nicht verborgen, dass auch Moritz häufiger mal was raucht. Anfangs stört sie das wenig, doch schon bald bemerkt sie Aussetzer und bedrohliche Stimmungswechsel bei ihm. Und der charmante Samuel rät Manja öfters, die Beziehung zu beenden. Bevor Manja sich entscheiden kann, kommt es jedoch zu einem Unfall…
Meine Meinung: Handlung: Schnell wird man ins Buch gezogen und lernt die mir leicht unheimliche Kati kennen, später dann auch Moritz. Irgendwie konnte ich nicht so richtig verstehen, warum Manja unbedingt zu Katis Clique gehören wollte, schließlich ist Sophie ja auch nicht gerade langweilig und auch schon lange ihre beste Freundin. Diese für „Coolheit“, Kiffen, Rauchen und Moritz aufs Spiel zu setzen, finde ich nicht wirklich schlau. Eigentlich ist mir Manja ganz sympathisch, aber diese Entscheidung kann ich nicht ganz nachvollziehen. Das Thema Drogensucht wurde sehr gut aufgegriffen, auch relativ kritisch. Man erfährt viel über die negativen Seiten-die Abhängigkeit, Blackouts und Stimmungsschwankungen. Gerne hätte ich aber noch etwas mehr Hintergrundwissen erfahren, oder auch, warum Moritz mit dem Kiffen angefangen hat. Für „nur aus Spaß“ ist es bei ihm schließlich etwas häufig, oder? Faszinierend war aber zu sehen, wie das Rauchen von Gras Manjas und Moritz Beziehung zerstört. Ok, manche mögen sagen, dass da mit Liebe von Moritz Seite her eher wenig war, er nur an dem Körperlichem und den Drogen interessiert war, aber ich hatte eigentlich schon den Eindruck, dass er auch in Manja verliebt war. Für Manja war das echt blöd, sie schien wirklich Gefühle für ihn zu haben, und die Autorin hat meiner Meinung nach sehr gut ihren Gefühlszwiespalt beschrieben: Will sie mit Moritz zusammen bleiben, ihm weiterhin Drogen besorgen, oder soll sie auf Sophie und Samuel hören und mit ihm Schluss machen? Ihre Entscheidung am Ende fand ich gut, sie zeugt von einigem gewonnenen Selbstbewusstsein, allerdings kam sie auch sehr spät-zu spät, denn es kommt zu einem blöden Unfall. Hier wurde nochmal auf die Gefahr des Drogenkonsums eingegangen, allerdings hätte ich es besser und ausdrucksstärker gefunden, wenn nicht Sophie, sondern Moritz oder Manja etwas passiert wäre. Trotzdem fand ich das Ende weitestgehend gelungen, nur frage ich mich, was Manja Moritz noch sagen will (hoffentlich will sie Schluss machen) und ob sie nun endlich eine Beziehung mit Samuel eingeht. Die Beiden passen nämlich sehr gut zusammen und ich hätte gerne erfahren, wie es nun mit ihnen ausgeht. Da war das Ende etwas zu offen;) Beachtenswert fand ich aber besonders, wie es die Autorin geschafft hat, den Leser so schnell ins Buch zu ziehen und die Charaktere so gut zu beschreiben. Zu jedem habe ich mir eine Meinung bilden können, sie waren keinesfalls oberflächlich beschrieben, wie man es bei einem Buch von 200 Seiten oft vorfindet. So waren mir Manja, Sophie und Samuel sehr schnell sympathisch, Moritz hingegen konnte ich gleich von Anfang an nicht leiden. Der leicht Jugendliche Touch passt super zum Buch, ist aber trotzdem noch flüssig zu lesen. Es ist bestimmt schwierig, als Erwachsene so zu schreiben, und bei einigen Formulierungen bin ich mir sicher, dass Jugendliche sie so nicht verwenden würden. Das ist aber nicht schlimm, es lässt mich immer nur leicht schmunzeln;) Das Cover passt ebenfalls zum Buch und zum Titel. „High Love“ und ein grünes Cannabisblatt, dahinter ein sich küssendes Paar. Einfach klasse! Fazit: Ein rasantes Jugendbuch über die Liebe und-als ziemlichen Gegensatz dazu-die Drogensucht. Absolut empfehlenswert für Jugendliche ab 13, von mir gibt es 5 von 5 Punkten.
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Zuerst fällt einem das Cover ds Buches auf. Man sieht ein sich küssendes Paar und davor eingearbeitet ein Hanfblatt, also kann man eigentlich vom Cover schon auf die Thematik des Buches schliessen. Es geht also um die erste grosse Liebe und Kiffen. Also setzt das Cover das Buchthema wirklich gut um.
Als Manja nach ihren Ferien aus England nach München zurückkommt, will sie ihr Leben ändern. Sie hat es satt, die graue Maus zu sein und dann passiert das, was sie immer gerne machen wollte, sie wird von Kati an die Isar eingeladen und plötzlich gehört sie zu der coolen Mauerclique. Das ist genau ihr Ding, weil auch Moritz zu der Gruppe gehört und Moritz ist DER Mann für Manja... Eine etwas ungewöhnliche Liebesgeschichte, die aber sehr aktuell ist, weil sie eben in einem schulischen Milieu angesiedelt ist und eben auch viel mit den neuen Medien spielt. Durch die Ich-Perspektive, die sich durch die ganze Geschichte zieht, lernt man Manja sehr gut kennen, aber stellt auch fest, dass sie in ihrem Verhalten recht naiv ist. Moritz, der sich eben regelmäßig einen Joint einzeiht, lernt man leider nur durch die Augen von Manja kennen und da erscheint er ja perfekt, aber ich fand ihn als Protagonisten eher unscheinbar. Ähnlich verhält es sich mit den anderen Protagonisten in der Clique und den Familienmitgliedern von Manja. Durch die Perspektive ist es schwierig, die anderen Protagonisten zu beschreiben und das ist eben schade, weil man dann praktisch die Welt nur aus Manjas Sicht kennenlernt. Die Handlung entwickelt sich über die ganze Geschichte hinweg, bis sie dann in einem Knall endet und sich die Situation zu einem relativ offenen Ende hin entwickelt. Der Schreibstil liest sich flüssig und angenehm lesen.
Der Verlag empfiehlt das Lesealter zwischen 13 bis 17 Jahre, aber ich glaube, 13 - 16 Jahre wäre vielleicht realistischer, aber es kommt auch immer auf die Entwicklung der Jugentlichen an. Allerdings würde ich das Buch niemanden mehr empfehlen, der eben keine so wahnsinnig naive Sicht auf die Welt hat.
Fazit: Ein kleines Buch über die erste Liebe, die aber unter keinem guten Stern steht, weil Manja sich in den drogensüchtigen Moritz verliebt, der eben immer zwischen Liebe und Drogen schwankt. Leider ist die Ich-Perspektive von Manja etwas schwierig, weil Manja an sich eben noch etwas naiv in ihren Handlungen ist und man eben so nur die Welt aus Manjas Sicht kennenlernt, trotzdem ist der Schreibstil annehmbar und auch für das Alter der Leser sehr passend.
Die 16-jährige Manja kann es kaum fassen, als sie auf einmal von Kati, dem coolsten Mädchen der Schule, angesprochen wird. Sonst gehören sie und ihre Freundin Sophie eigentlich eher nicht so zu den angesagten Mädchen der Schule. Durch Kati eröffnet sich jedoch auf einmal eine Welt für Manja, die sie vorher nicht kannte. Plötzlich Teil der angesagten Clique um Kati erobert Manja die Welt rund um Alkohol und Partys. Und als auf einmal Moritz vor ihr steht, verliert sie vollkommen ihr Herz. Die Welt könnte auf einmal so perfekt sein, doch Moritz kifft und Manja muss irgendwann feststellen, dass ihr Traumprinz nicht so perfekt ist, wie es scheint.
Madlen Ottenschläger legt mit High Love einen beeindruckenden Jugendroman vor, der sich ganz offen mit den Auswirkungen der Einsteigerdroge Marihuana beschäftigt. Mit Charakteren, die mitten aus dem Leben gegriffen sind und einer ziemlich direkten und sehr jugendlichen Schreibweise, wird die Zielgruppe dieses Buches auch perfekt angesprochen. Das Thema Drogensucht wird thematisiert und die Auswirkungen auf mehreren Ebenen betrachtet. Trotzdem bleibt vieles unausgesprochen und man muss sich in vielen Bereichen selber Gedanken machen. Dies kann hervorragend genutzt werden, um Diskussionen anzuregen, da nicht nur stumpf auf die Gefahren hingewiesen wird. Das Buch könnte Jugendliche jedoch auch bei vielen Punkten etwas ratlos und alleine zurück lassen.
Ein schöner Roman, der das wichtige und heutzutage leider allgegenwärtige und etwas verharmloste Thema Marihuana-Konsum aufgreift. Die Informationen zur Sucht an sich bleiben etwas flach, dafür wird mehr der Fokus auf mögliche Konsequenzen gelegt und der Leser zum Weiterdenken angeregt. Ein schönes Buch, welches jedoch viele Fragen aufwirft, die ohne entsprechende Nachinformation unbeantwortet bleiben könnten.